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Euro-Krise : Enteignung der Sparer

Angesichts der niedrigen Zinsen frisst die Inflation in der Eurozone das Kapital der Sparer auf. Das ist „kalte Enteignung“. Darauf sollte jeder Anleger reagieren.

          Die „Euro-Rettung“ verunsichert die Leute. Viele Leute legen wegen der Krise noch mehr Geld zurück, aber sie bekommen immer weniger Zinsen dafür. Angesichts einer Verzinsung von oft weniger als einem halben Prozent ist es fast egal, ob man sein Geld bei der Bank lässt oder Bargeld hortet, was übrigens mehr Leute tun als man denkt.

          Schlimmer als der entgangene Zins aufs Sparbuch ist, dass die hohe Inflationsrate von derzeit 2,7 Prozent in der Eurozone das Kapital der Sparer auffrisst. Diese dürfen sich bei der Europäischen Zentralbank bedanken, die mit Zinsen fast zum Nulltarif Banken und Staaten rettet. Wer will heute noch jungen Leuten raten, mit einem Sparplan fürs Alter zu sorgen?

          Es finde eine „kalte Enteignung“ von Sparern und Kunden von Lebensversicherungen statt, beklagt Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassenverbands. Recht hat er. Sparer sind Opfer der EZB, Gewinner ihrer extrem lockeren Geldpolitik sind neben Banken und Staaten die Besitzer von Häusern und Aktien. Das ist politisch gewollt, nicht nur in Europa, sondern auch in Japan und Amerika. Ziel dieser „Rettungspolitik“ ist die Entschuldung der Staaten zulasten der Sparer. Darauf sollte jeder Anleger reagieren.

          Quelle: F.A.Z.

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