http://www.faz.net/-gqe-740cg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 30.10.2012, 17:58 Uhr

Euro-Krise Enteignung der Sparer

Angesichts der niedrigen Zinsen frisst die Inflation in der Eurozone das Kapital der Sparer auf. Das ist „kalte Enteignung“. Darauf sollte jeder Anleger reagieren.

von

Die „Euro-Rettung“ verunsichert die Leute. Viele Leute legen wegen der Krise noch mehr Geld zurück, aber sie bekommen immer weniger Zinsen dafür. Angesichts einer Verzinsung von oft weniger als einem halben Prozent ist es fast egal, ob man sein Geld bei der Bank lässt oder Bargeld hortet, was übrigens mehr Leute tun als man denkt.

Holger Steltzner Folgen:

Schlimmer als der entgangene Zins aufs Sparbuch ist, dass die hohe Inflationsrate von derzeit 2,7 Prozent in der Eurozone das Kapital der Sparer auffrisst. Diese dürfen sich bei der Europäischen Zentralbank bedanken, die mit Zinsen fast zum Nulltarif Banken und Staaten rettet. Wer will heute noch jungen Leuten raten, mit einem Sparplan fürs Alter zu sorgen?

Es finde eine „kalte Enteignung“ von Sparern und Kunden von Lebensversicherungen statt, beklagt Georg Fahrenschon, Präsident des Sparkassenverbands. Recht hat er. Sparer sind Opfer der EZB, Gewinner ihrer extrem lockeren Geldpolitik sind neben Banken und Staaten die Besitzer von Häusern und Aktien. Das ist politisch gewollt, nicht nur in Europa, sondern auch in Japan und Amerika. Ziel dieser „Rettungspolitik“ ist die Entschuldung der Staaten zulasten der Sparer. Darauf sollte jeder Anleger reagieren.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Für den Steuerzahler

Von Kerstin Schwenn, Berlin

In Zeiten steigender Haushaltsüberschüsse sollte in Berlin das Bewusstsein dafür reifen, dass dieses Geld großenteils dem Steuerzahler gebührt. Die Leistungsträger haben das verdient. Mehr 1 0

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Türkeikrise bremst Fusionen und Übernahmen

Die Krise in der Türkei bestimmt weiter die Schlagzeilen. Aber was bedeutet sie für die Wirtschaft? Dazu gibt es jetzt eine erste Schätzung. Und die sieht ziemlich erschreckend aus. Mehr 0