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Ermittlungen in Athen Klage gegen Chef der griechischen Statistikbehörde

Griechenland oberster unabhängiger Statistiker muss sich möglicherweise vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, für 2009 ein zu hohes Haushaltsdefizit ausgerechnet zu haben - er streitet alles ab.

© dpa Volle Straßen: Die Metro-Mitarbeiter streiken, deshalb müssen die Athener das Auto nehmen.

Der Chef der griechischen Statistikbehörde muss angeblich damit rechnen, wegen der von ihm ausgerechneten Staatsdefizit-Zahlen angeklagt zu werden. Andreas Georgiou und zwei ranghohen Mitarbeiter wird dabei vorgeworfen, die das Haushaltsdefizit für das Jahr 2009, das Basis für die auferlegten Sparmaßnahmen durch die Kreditgeber des Landes war, größer dargestellt zu haben als es eigentlich ist, berichtet die Zeitung „Financial Times“.

Sollten die drei Statistiker für schuldig befunden werden, drohen ihnen dem Bericht zufolge Haftstrafen zwischen fünf und zehn Jahren. Alle drei wiesen jede Anschuldigung als falsch zurück.

Elstat genießt Vertrauen in Brüssel

Die unabhängige griechische Statistikbehörde Elstat, der Georgiou vorsteht, wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen. Sie soll akkurate Zahlen liefern, nachdem zuvor griechische Haushaltsstatistiken fehlerhaft gewesen waren - wodurch die Probleme des Landes lange Zeit verschleiert werden konnten.

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Die neue Statistikbehörde ist bewusst unabhängig konstruiert worden und genießt hohes Vertrauen von Seiten des europäischen Statistikamtes Eurostat in Brüssel und mutmaßlich auch vom Internationalen Währungsfonds, bei der Georgiou eigentlich beschäftigt ist - seine Tätigkeit dort ruht, solange er in Griechenland in Diensten steht.

Quelle: FAZ.NET

 
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