Home
http://www.faz.net/-gqu-75xu6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Entspannung in der Euro-Krise Griechisches Haushaltsdefizit sinkt

Fortschritt in Athen: Griechenland hat im vergangenen Jahr die Sparziele übertroffen. Das Haushaltsdefizit fiel geringer aus als mit den Geldgebern vereinbart.

© dpa Vergrößern Mitarbeiter der Hellenic Postbank demonstrieren gegen die geplante Privatisierung ihres Arbeitgebers.

Griechenland hat im vergangenen Jahr 2012 sein Haushaltsdefizit nach endgültigen Angaben des Finanzministeriums offenbar merklich verringert. Das Defizit fiel von 22,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf 15,7 Milliarden Euro, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Das entspricht 8,1 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP).

Die griechische Regierung und die Geldgeber des Landes hatten sich als Ziel 16,3 Milliarden Euro (8,4 Prozent der Wirtschaftsleistung) gesetzt. 2011 waren es nach Angaben von Eurostat noch 9,4 Prozent. Zielmarke ist die Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent beim Haushaltsdefizit.

Zuletzt gelang sogar ein kleiner Primärüberschuss

„Griechenland hat seine Ziele erreicht“, sagte der stellvertretende Finanzminister Christos Staikouras in Athen nach Bekanntgabe der Zahlen. Athen hofft, mit einem neuen Sparprogramm und weiteren harten Einsparungen Ende 2013 erstmals im Jahresdurchschnitt einen primären Überschuss - ohne die Zinslast für die Schulden - zu erzielen.

Mehr zum Thema

Das primäre Defizit betrug 2012 rund 3,5 Milliarden Euro (1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts), wie aus dem endgültigen Bericht hervorgeht. Im Jahr 2011 gab es noch ein primäres Defizit von 6,4 Milliarden Euro - damit wurde das primäre Defizit im Jahresvergleich um 46 Prozent verringert. Auch hier wurde das Ziel des Sparprogramms übertroffen. Ursprünglich rechnete Athen mit 4,6 Milliarden Euro beim primären Defizit 2012. In den vergangenen Monaten hatte es sogar einen kleinen primären Überschuss gegeben.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker Deutsche Forfait mit hohem Verlust

Das Rating des Hemdenherstellers Seidensticker sinkt auf B+. Stefan Lübbe, Mehrheitsaktionär des Bastei-Lübbe-Verlags ist unerwartet verstorben. Mehr

14.10.2014, 15:20 Uhr | Finanzen
Athen Schäden nach Unwetter in Griechenland

Ein heftiger Sturm hat in Athen schwere Schäden hinterlassen. Wassermassen rissen Menschen mit und schoben Autos ineinander. Nach Angaben des griechischen Wetterdienstes soll das Unwetter den ganzen Samstag über noch andauern. Mehr

25.10.2014, 13:42 Uhr | Gesellschaft
Reformen in Italien Weniger Steuern, mehr Schulden

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi verkündet große Pläne, um die Wirtschaft seines Landes auf Touren zu bringen. Teuer sind sie auch. Deswegen wird Brüssel wohl mitreden. Mehr

16.10.2014, 02:18 Uhr | Wirtschaft
Brüssel Cameron wettert gegen Milliarden-Nachforderung

Die geforderte Nachzahlung von 2,1 Milliarden Euro sei absolut ungerechtfertigt. Der britische Premierminister David Cameron stellte erneut die Mitgliedschaft seines Landes in der EU infrage. Mehr

24.10.2014, 20:05 Uhr | Politik
Treffen der Eurogruppe Gruppendruck auf Defizitsünder Frankreich

Frankreich will als zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft bis 2017 gegen die Regeln des Stabilitätspakts verstoßen. Dagegen regt sich beim Treffen der Eurogruppe in Luxemburg Widerstand. Bessert Paris sein Budget nach? Mehr

13.10.2014, 21:44 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.01.2013, 13:14 Uhr

Indonesiens unerfahrener Hoffnungsträger

Von Christoph Hein, Singapur

Gerade wurde Indonesiens neuer Präsident Joko Widodo eingeschworen. Die Erwartungen an ihn sind riesig. Aber ist er seinem Amt gewachsen? Mehr


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wie wichtig ist die Raumfahrt für Deutschland?

Dass die Raumfahrernation Amerika viel in die Erforschung des Weltraums investiert, ist keine Überraschung. Aber selbst in Italien, Japan und Frankreich hat die Raumfahrt einen höheren Stellenwert als hierzulande. Mehr 4