Home
http://www.faz.net/-gqu-75r8y
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Entspannung in der Euro-Krise Deutsche Banken wollen EZB-Milliarden früh zurückgeben

Mit zwei außergewöhnlichen Geldspritzen hat die Europäische Zentralbank um die Jahreswende 2011/2012 die Banken gestärkt. Deutsche Institute wollen noch im Januar anfangen, das geliehene Geld zurück zu zahlen.

© Wresch, Jonas Vergrößern Die Euroskulptur vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt

Die deutschen Geldhäuser werden von der Europäischen Zentralbank gewährte außergewöhnliche Krisenkredite womöglich schon bald zurückzahlen. Nach Informationen aus Finanzkreisen wollen die Institute schon im Januar beginnen, das geliehene Geld zurück zugeben. Ende 2011 und Anfang 2012 hatten sie sich das Geld eigentlich für drei Jahre zum Leitzins geliehen.

Vor einem Jahr war die Nervosität groß - die Euro-Krise steuerte einem neuen Höhepunkt zu, die Geldmärkte drohten einzufrieren: In zwei Tranchen vergab die EZB insgesamt rund 1 Billion Euro in einer außergewöhnliche Auktion (LTRO). An deutsche Häuser flossen nach Schätzungen von Analysten 69 Milliarden Euro.

Ab 30. Januar können die Banken wöchentlich zurückzahlen

Vom 30. Januar an haben die Banken nun wöchentlich die Möglichkeit, das Geld aus der ersten Tranche von 489 Milliarden Euro zurückzugeben. Analysten von Barclays schätzen, dass die deutschen Banken schon bei erster Gelegenheit 25 Milliarden zurückzahlen.

Die Commerzbank, die sich insgesamt 16 Milliarden Euro bei der EZB besorgte, hat bereits angekündigt, im ersten Quartal mit der Rückzahlung zu beginnen. Finanzvorstand Stephan Engels will die zehn Milliarden Euro, die sein Haus in der ersten Runde genommen hatte, bis Ende März komplett tilgen. Deutschlands zweitgrößte Bank könne sich inzwischen günstiger refinanzieren als über die EZB, hatte er im November gesagt. Das würde im Grundsatz auch für die sechs Milliarden aus der zweiten Tranche gelten.

Mehr zum Thema

Die Deutsche Bank, die sich Finanzkreisen zufolge bis zu zehn Milliarden Euro bei der EZB besorgt hat, hält sich zu ihren Plänen offiziell noch bedeckt. Generell wolle das Institut das Geld nicht auf einen Schlag, sondern in kleinen Schritten zurückgeben, sagte ein Insider.

Quelle: FAZ.NET/Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Geldpolitik EZB kauft Anleihen für 60 Milliarden Euro – jeden Monat

Die Europäische Zentralbank wird bis Ende September 2016 im großen Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus den Euro-Staaten erwerben. Das kündigte EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt an. Mehr

22.01.2015, 14:45 Uhr | Wirtschaft
EZB-Anleihenkäufe 60 Milliarden Euro monatlich

Die Europäische Zentralbank will einer Deflation vorbeugen und bis September 2016 60 Milliarden Euro pro Monat in Staats- und Unternehmensanleihen pumpen. Dies gab EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt bekannt. Mehr

22.01.2015, 16:22 Uhr | Wirtschaft
Anleiheankäufe der EZB Banken freuen sich auf Geldschwemme

Die EZB soll für 550 Milliarden Euro Anleihen aufkaufen. Ökonomen fordern gar 1000 Milliarden Euro. Politiker warnen vor einem Teufelskreis des billigen Geldes. Auch deutsche Unternehmen sind skeptisch. Mehr Von Philip Plickert, Johannes Pennekamp und Uwe Marx

20.01.2015, 06:28 Uhr | Wirtschaft
Videografik Die Anleihekäufe der EZB erklärt

Die Europäische Zentralbank (EZB) will eine drohende Inflationsspirale verhindern, indem sie jeden Monat Anleihen für 60 Milliarden Euro aufkauft - anderthalb Jahre lang. Welche Folgen eine Deflation hätte und wie die Anleihekäufe das verhindern sollen, erklärt eine Videografik. Mehr

23.01.2015, 09:28 Uhr | Wirtschaft
Davos Renzi: Schritte der EZB werden ein Zeichen setzen

Italiens Regierungschef erklärt in Davos, wie wichtig Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank seien. Deutschlands Industriepräsident Ulrich Grillo ist skeptisch. Deutsche-Bank-Chef Jain erwartet mehr Stabilität. Mehr

21.01.2015, 14:17 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.01.2013, 17:07 Uhr

Umfrage

Soll Griechenland aus dem Euro ausscheiden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Athen auf Konfliktkurs

Von Ulrich Friese

Einen Tag nach Amtsantritt hat die neue griechische Regierung die Privatisierung der Häfen von Piräus und Thessaloniki gestoppt. Die neue Politik könnte auch den deutschen Flughafenbetreiber Fraport treffen. Mehr 3


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --