Home
http://www.faz.net/-gqe-75wlt
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
CIO View

Dijsselbloem-Brief Neuer Eurogruppen-Chef will Schwerpunkt auf Wachstum legen

Der voraussichtlich neue Eurogruppen-Chef regt an, in der Währungsunion vom Krisenmanagement zu einer mittelfristig orientierten Politik überzugehen. Vor allem die Massenarbeitslosigkeit müsse angegangen werden.

© REUTERS Jeroen Dijsselbloem ist der designierte neue Eurogruppen-Chef

Der voraussichtliche neue Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem will der Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit infolge der Krise der Währungsunion einen höheren Stellenwert einräumen. In einem Brief schrieb der niederländische Finanzminister, die Euroländer sollten ihren Schwerpunkt stärker auf nachhaltiges Wirtschaftswachstum legen. Dazu seien tragfähige öffentliche Finanzen eine Voraussetzung, heißt es in dem Schreiben an seine Ministerkollegen. Es wird erwartet, dass die Eurogruppe ihn am Abend zum Nachfolger des Luxemburgers Jean-Claude Juncker ernennt.

„Es ist unabdingbar, dass wir Jobs und Wirtschaft durch wachstumsfördernde Strukturreformen anschieben, unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern sowie die Arbeitslosigkeit und die sozialen Folgen der Krise angehen“, schrieb Dijsselbloem. Es sei Zeit, den Fokus im Währungsgebiet vom Krisenmanagement hin zu einer vernünftigen mittelfristigen Politik zu verschieben.

Den Teufelskreis zwischen Bankenrettung und Staatsschulden durchbrechen

In dem sechsseitigen Schreiben heißt es außerdem, die Vollendung einer Banken-Union sei ein weiteres wesentliches Element, um die Währungsunion zu vertiefen. Die verabredete gemeinsame Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) werde den Weg eröffnen zu einer direkten Rekapitalisierung von Banken durch den Euro-Stabilisierungsmechanismus ESM.

Mehr zum Thema

Die Staats- und Regierungschefs der EU hätten wiederholt unterstrichen, dass der Teufelskreis zwischen Bankenrettung und Staatsschulden durchbrochen werden müsse. Der operative Rahmen für die Bankenhilfen des ESM solle noch im ersten Quartal dieses Jahres ausgearbeitet werden.

Quelle: RTR

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ab sofort im E-Paper lesen Machtvakuum bei Volkswagen

Im E-Paper der F.A.Z. von morgen finden Sie Hintergründe, Meinungen und besondere Geschichten. Mehr

29.07.2015, 19:56 Uhr | Aktuell
Finanzkrise Euro-Zone erzielt Einigung im griechischen Schuldenstreit

Endlich gibt es eine Verhandlungserfolg in Sachen Griechenland. Von den langen Verhandlungen gezeichnet aber sichtlich gut gelaunt gingen EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem zur Pressekonferenz. Mehr

13.07.2015, 10:38 Uhr | Politik
Griechenland-Krise Schäuble will EU-Kommission entmachten

Nach Ansicht des Bundesfinanzministers kann die Kommission nicht EU-Regierung und Hüterin der Verträge sein. Er denkt daran, die Funktionen an politisch unabhängige Behörden auszugliedern. Mehr Von Werner Mussler, Brüssel

29.07.2015, 17:52 Uhr | Wirtschaft
Juncker Niemand darf die Griechen hinauswerfen wollen

Griechenland muss nach Ansicht von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nun Vorschläge zur Lösung seiner Schuldenkrise machen. Ein Grexit müsse verhindert werden, sagte Juncker. Mehr

07.07.2015, 10:58 Uhr | Politik
Heute in der F.A.Z. Wird unter Gabriel nie etwas aus der SPD?

Was Sie nicht verpassen sollten: die wichtigsten Themen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von heute – hier m E-Paper. Mehr

26.07.2015, 20:03 Uhr | Wirtschaft

Veröffentlicht: 21.01.2013, 13:38 Uhr

Machtvakuum bei Volkswagen

Von Carsten Germis

VW geht stürmischen Zeiten entgegen und die Zweifel sind groß, ob der Autokonzern es schafft, umzusteuern. Denn nach dem Rücktritt von Ferdinand Piëch aus dem Aufsichtsrat gibt es ein Machtvakuum, überfällige Entscheidungen bleiben einfach hängen. Mehr 4


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Hände weg vom Steuer

Einsteigen, das Ziel eingeben und sich vom Auto ans Ziel bringen lassen – ein Drittel der Deutschen kann sich das vorstellen. Vor allem junge Menschen sind offen für selbstfahrende Autos. Mehr 1