13.09.2012 · Die Eurozone steht vor der Wahl: Entschuldung durch Inflation oder Schuldenschnitt für einzelne Krisenländer. Inflation ähnelt einem Flächenbombardement, das jeden trifft. Gezielter wirkt ein Schuldenerlass, allerdings nur, wenn er noch rechtzeitig kommt. Die EZB hat es in der Hand.
Von Ulrich Hege und Harald HauRichtlinien für Lesermeinungen
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Die FAZ-Leser wären wohl weniger generös mit Schuldenschnitten ...
... wenn sie wüssten, wer die Gläubiger sind. Die
Gläubiger sind nämlich w i r !!! Europas
Schuldenkrise ist vornehmlich eine interne Krise zwischen den
Eurostaaten. Die Spanier beispielsweise schulden knapp eine Billion, je
zur Hälfte an deutsche und französische Gläubiger. Und
wer sind diese Gläubiger? Nun, unsere Landesbanken, Pensions- und
Gewerkschaftsfonds und Lebensversicherungen. Und das wollen die
FAZ-Leser so einfach verschenken?
Inhaltlich kann ich dem Artikel nur zustimmen, nur wundere ich darüber, dass er teilweise wirkt, als hätte man die Thesen von Fr. Wagenknecht abgekupfert:
Frau Dreier, ich verlange nichts, ich schlage vor.
Und wo habe ich im Erstbeitrag von Deutschland gesprochen?
Und die Eurozone besteht m.W. aus 17 Ländern, nicht nur aus denen,
die Sie zur Entschuldung angeboten haben. Es sollen alle 17
Euroländer entschuldet werden.
Den Gedanken, dass unsere Nachkommen für das zahlen müssen,
was die EZB nach meinem Vorschlag machen könnte, kann ich nicht nachvollziehen.
Die autonome EZB kann Gelder generieren, soviel erforderlich ist, die
Schulden der Euroländer begleichen, danach den Generierungsvorgang
„löschen“oder zu den Akten legen.Wo entstehen da z.B
für Deutschland Kosten.
Nach den Finanzregeln wäre das zwar nicht legal, aber was sind
Regeln gegen Realität.
Was in der Eurokrise schon alles mit Geld - auch mit nicht
vorhandenem – getan wurde, ist auch nicht legal. Fakt ist nur,
dass wir nach bisherigem Stand für viel Geld haften, um den Euro zu
retten. Davon könnte nicht nur uns die EZB nach meinem Vorschlag
erlösen.
MfG
Zum FIAT-Geldsystem. – Jedes System muß regelmäßig auf seine Tauglichkeit überprüft werden:
Das ist ein gesellschaftlich unbestrittenes Prinzip. Ob es nun der
menschliche Organismus ist, der im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen und
Schutzimpfungen ertüchtigt wird, oder ein Auto, das alle 2 Jahre
zum TÜV muß. Das für unsere Wirtschaft grundlegende
System, das FIAT-Geldsystem, unterliegt keinerlei derartiger Wartung. Im Gegenteil.
Vorab muß man wissen, daß bereits jeder für welches
Produkt oder welche Dienstleistung auch immer ausgegebene Euro bereits
ca 35 Cent Kapitalkosten enthält. Kreditkosten und
Kreditausfallrisiken sind also in unserem Wirtschaftsleben
omnipräsent und dabei ebenso unsichtbar wie die Dunkle Materie.
Trotzdem sind diese 35% offensichtlich noch immer viel zu wenig für
den unersättlichen Moloch Finanzindustrie. Daher manipuliert er das
Geldsystem in allergrößtem Stil, indem ein unentbehrlicher
Teil seiner Maschinerie, das Kreditausfallrisiko, ausgebaut und
inaktiviert wird. Das Ergebnis ist eine Feudalordnung, die die
bürgerliche Gesellschaft zerstört.
" Aus historischer Sicht kommen Überschuldungkrisen häufig vor. "
Eine dramatische Untertreibung.
Die Überschuldung ist die GRUNDLAGE unseres Geldsystems.
Geld existiert nur, wenn zuvor jemand einen Kredit aufgenommen hat. Die
Kreditvergabe erzeugt erst das Geld.
Jedes Geldguthaben findet irgendwo im System seine Entsprechung in Form
von Schulden. Aber die Zinsforderungen finden keine Entsprechung in Form
von Geld, denn dieses Geld für die Zinsen ist nie erzeugt worden.
Also ist das Geldsystem von der ersten Sekunde an ÜBERschuldet
gewesen, auch wenn das erst jetzt so richtig sichtbar wird.
Exponetialfunktionen fangen eben stets klein, flach und harmlos an.
Aber immer tendiert ihre Steigung zu höheren Werten.
Bis sie so steil werden, dass nichts und niemand im richtigen Leben
hinterherwachsen kann.
Und dann ist "Schuldenkrise".
Das BGB VERBIETET Schneeballsysteme.
Aber unser Geld als Institution gründet auf einem.
Und nun sind alle hell empört über die bösen
Schuldenmacher ...
Schuldenschnitt - klar, machen wir. Aber wie ?
Ein klarer Schnitt der europäischen Krisenschulden ist einer
schleichenden Vergemeinschaftung auf die Steuerzahler vorzuziehen
– eine These brilliant analysiert und formuliert von den beiden
Autoren. In der Tat, bei erster Lektüre des Beitrages kann man nur
Vorteile erkennen: ein gerechtere Lastverteilung auf die echten
Gläubiger, eine absehbare Beendung der laufenden Finanzkrise, ein
gesunder Neustart…
Zweifel müssen einem trotzdem bei der Durchführung kommen: wer
übernimmt die Alimentierung der Bevölkerung der Pleitestaaten
nach dem „großen Krach“ ? wird es gelingen, die Banken
durch die Pleite hindurch funktionsfähig zu halten ? werden Europa
und der Euro aus dem Krach unbeschädigt hervorgehen ( denn erinnern
wir uns, dass Europa und Euro Garanten unseres Wohlstandes sind, nur der
Missbrauch des Euro zur Krise geführt hat ).
Kann man nicht den Schuldenschnitt am Fall Griechenland zunächst
allein „durchspielen“, sozusagen als Schulfall für
eventuelle spätere Schuldenschnitte ?
Das nichtakademische Volk ist uninteressiert, weil der Leidensdruck noch fehlt
Es geht uns zur Zeit noch super gut. Die Regale sind voll, das Essen okay, die Fernseher laufen, ebenso das Internet, wir können nach wie vor in den europaweiten Urlaub fahren, daher sind die meisten unserer Grundbedürfnisse gestillt, und so glaubt keiner wirklich, dass es zur Katastrophe kommen könnte: Alles Miesmacher, die von Inflation und Raubzug etc. sprechen. Mit denen wollen wir nichts zu tun haben. Lasst uns lieber über Kates Nacktphotos schmunzeln und über das Wetter schmollen, das wie immer nicht weiß, was es will. So stellt sich die Situation bei den meisten Deutschen dar. Apropos Raubzüge: Hat nicht der Papst bei seinem Auftritt vor dem Bundestag vor ca. einem Jahr von einer "Räuberbande" gesprochen und gewarnt, wenn auch indirekt? Danke FAZ für diesen interessanten Artikel und das historische Bilddokument. Ich grase und suche überall nach brauchbaren Informationen. Aber die meisten Zeitungen bieten nur allzu oberflächliche Kost. Doch hier wird man fündig.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.09.2012 19:36 Uhrstimmt fast
Leider treffen ihre Aussagen auch auf Akademiker zu. Von meinen Kollegen wissen evtl. 2,5 von 10 (fast nur Akademiker) über die Ereignisse bescheid. Die anderen denken ESM wäre der neue Rinderwahn.
Ihre Argumentation mit der Risikoprämie scheint mir gewagt. Sie
sagen, dass ein zusätzlicher Investor eine tiefere
Risikoprämie verlangen würde, als sein Vorgänger. Wenn
das stimmen würde, dann würden die Kosten der Verschuldung
immer kleiner, je stärker verschuldet ein Emittent ist. Hier trifft
wohl eher das Gegenteil zu.
Zudem behauptet der Artikel ja nicht, dass sich aus einem
Schuldenschnitt keine weitreichenden Folgen ergeben würden. Er sagt
nur, dass ein Schuldenschnitt eine andere Personengruppe treffen
würde und dass das Auswallen der Haftung von den Anlegern zum
Steuerzahler über die Zeit opportunistisches Verhalten der Anleger
fördert.
Dies hat aber gute Tradition bei der Regulierung im Finanz- aber auch in
anderen Bereichen. Solche Regulierungen haben in den meisten Fällen
das genaue Gegenteil der intendierten Wirkung zur Folge. Das mögen
die Regulierer nicht gerne hören, aber wenn man sich in der
Geschichte umschaut, sieht man: diese Hilfslosigkeit hat System.
dieser Vorschlag wird SICHER verwirklicht werden, darauf arbeitet sowohl
EZB als auch die 17 untergeordneten Staaten hin. Das die Schuldenlast in
SPA und ITA von diesen Staaten nicht getragen werden kann, das weiss,
denke ich, jeder. Deshalb sind die Schulden jetzt vergemeinschaftet.
Dieses vergemeinschaftet bedeutet, das nur D und FIN diese Schulden
uebernehmen, denn die anderen sind ebenfalls bereits Pleitekandidaten. D
hat keinerlei Probleme statt 2,2 in kuerze 3,2 Bio Schulden zu
finanzieren, vorausgesetzt die Zinsen bleiben unter 2 %. Es liegt also
an den Kreditgebern weniger Zins zu verlangen, pb sie das einhalten
werden, das weiss man nicht, sie muessen, denn wenn D ins schwimmen
kommt, dann ist die Weltwirtschaftskrise perfekt und der Schuldenschnitt
automatisch, aber fuer alle.
Fuer einzelne Staaten Schulden zu streichen geht schon nicht mehr, da
die Vergemeinschaftung erfolgte und die USA werden das auch nicht
zulassen, denn sie halten sicher 5 Billionen euro und brauchen D.
Eben Herr Mueller- Das ist ja der eigentliche Skandal
Es war nie eine Hilfsmassnahme.
m.M nach hätte GR mit Währungsreform und
Staatsneugründung relativ einfach sagen können:
"April,April wir sind pleite" und wären so ihre Schulden losgeworden.
Übrigens m.M auch der Grund warum die, die Privatisierungen
verschleppen, dann ist nach einem Reset noch was da, um Geld drucken zu können.
In so einem Falle wäre das aus Sich der Gläubiger kein
Forderungsverzicht, sondern eine zwangsweise Vollabschreibung.
Jetzt ist ein Rechtsinstitut geschaffen worden, um eben dies zu verhindern.
Ewige Schuldfortschreibung!!!
Es ist ein derartiger Skandal. Die Papiere sind nichts wert, alle Welt
weiss das und es wird quasi Verunmöglicht entsprechende
Wertberichtungen und Bilanzbereinigungen vorzunehmen.
Ewige Schuldknechtschaft. Aber in der ganzen Diskussion um
Haftungshöhe und Inflation hat niemand eigentlich kapiert, wo der
Hase wirklich liegt.
Total super, dieser Artikel. Meinen besten Dank.
Dennoch warte ich mit einem einfachen Lösungsansatz auf. Die gr. Regierung hat offiziell bereits gesagt, Griechenland sei ein rohstoffreiches Land. Die Öl und Gasvorkommen lassen sich nicht mehr verleugnen. Sie sind reines Geld für alle Gläubiger, die für Rohöl kräftig zahlen. Daraus macht man einen Deal, wie man so schön sagt: G drückt sein Ressouren an eine EU Stiftung für Öl/Gas Plünderungen und diese Stiftung überweist innerhalb der nächsten acht Jahre das Geld, das den Gläubigern zusteht. Danach geht die Ressource wieder in die Verfügungsgewalt der Griechen über. Fertig. Allen wäre geholfen, oder sehen Sie schon die Schlange der Investoren, die an die griechischen Vorkommen will? Selbst G ist geholfen. Es ist genug Öl/Gas auf der Welt da. Man will einfach nicht, weil man d mm, fa l und wenig tatkräftig ist. Die Blockparteibonzen sind Negativauswahl.
Kann nicht besser analisiert und erklaert werden!
Leider vernachlässigt der Artikel einige Aspekte
Ein wesentliches Problem ist, dass Länder wie Spanen und
Griechenland zur Zeit international nicht wettbewerbsfähig sind.
Dies führt dann auch zu der hohen Arbeitslosigkeit, die wir nun
beobachten können. Durch eine Inflation würde der Reallohn
sinken und die Wettbewerbsfähigkeit wieder hergestellt. (So haben
sich diese Länder auch vor der Euro Einführung
wettbewerbsfähig gehalten...)
Die Aussage, dass auch bei einem Ankauf von Anleihen sich die
Refinanzierungssituation der betroffen Länder nicht verbessert, ist
falsch. Letztlich kommt es doch immer auf den marginalen Investor an.
Natürlich wird dieser auch weiterhin eine Risikoprämie
verlangen aber eine geringere als der marginale Investor zuvor (Sofern
wir ausschließen können das alle Anleger exakt die gleiche
Risikoneigung haben).
Zudem kann ich auch die Aussage, dass ein Schuldenschnitt keine
weitreichenden Folgen hätte nicht nachvollziehen. Niemand kann
absehen ob ein solcher Schritt zu einer Kettenreaktion führen
würde oder ....
Inflation ist schwer zu steuern, vor allem nicht so wie es die EZB tut.
Inflation kann wirtschaftsfördernd sein bis ca. 5 %, danach werden
eher hemmend. Die Menschen legen dann ihr Einkommen sofort in Sachwerte
an und vor allem die Kreditinstitute vergeben kaum noch Kredite, ist ja
unsicher was sie danach zurückbekommen, bekommen auch deutlich
weniger Einlagen. Inflation haben wir schon jetzt, letztes Jahr 2,7 % in
der Eurozone nach EZB. In Deutschland etwas weniger, sie wurde an dem
vielkritisierten Warenkorb gemessen und lag weit weg von der
gefühlten Inflation.
Also was wollen Sie nun sagen, etwa wir sollten das nächste
Abenteuer riskieren und uns auf eine Inflation über 5 % einlassen.
Eher doch nicht, denn spätestens dann werden die Konten und
Sparbücher geräumt werden. Entweder konsequent alle Regeln des
Euro einhalten und die No-Bail-out Klausel wieder einführen, dann
kann man den Euro halten. Wenn es ein Staat nicht schafft, dann scheidet
er eben [vorübergehend] aus und löst seine Probleme, inkl.
Pleite. Oder man schafft den Euro ab.
Eindeutige Ergebnisse nur durch Komplexitätsreduktion
Der Beitrag ist ein schönes Beispiel dafür, wie man in der Wissenschaft zu "eindeutigen" Ergebnisssen kommt, wenn man die Komplexität der Realität zu sehr reduziert. So bleiben z. B. folgende Fragen unbeantwortet: unter welchen Voraussetzungen entsteht eigentlich Inflation, wie wahrscheinlich ist eine solche und welche Möglichkeiten hätte die EZB, diese wieder einzudämmen? Wie groß ist demgegenüber die Gefahr einer Deflation, mit der z. B. Japan seit vielen Jahren kämpft? Welche Auswirkungen hätte ein Schuldenschnitt auf die Länder, in denen die Gläubiger sitzen hinsichtlich Investitionen und Wachstum und damit auf Beschäftigung, Löhne und Einkommen? Was passiert eigentlich im Falle einer Insolvenz in den vom Schuldenschnitt betroffenen Ländern, wenn diese dann ihre Währung nicht den Wettbersbedingungen anpassen können. Wann ist ein Schuldenschnitt noch "rechtzeitig" und wie ist es im gegebenen Falle bei den betroffenen Ländern?
Die Deutschen werden ihr Bundesverfassungsgericht noch verfluchen,wenn sie merken,welche Wege
dank BVerfG nun auf europ.Ebene eingeschlagen werden.
Die Rechtssicherheit und deren Herstellung,so wie Richter Rechtsprechung
verstehen,hat weiß Gott nichts mit ökonomischer Sicherheit
und Stabilität zu tun.
Rechtssicherheit ist eine Scheinsicherheit .Man könnte auch sagen
juristischer Sand in die Augen der Bevölkerung gestreut.
Manche wundern sich ,dass ich so eine Meinung habe.Dazu kann ich nur
sagen ,dass Jura keine Wissenschaft ,schon gar nicht eine umfassende
Wissenschaft ist,die solchen aktuellen Problemen gerecht wird.Lassen Sie
sich nicht blenden von den Paragraphen und dem Juristendeutsch.Je
komplizierte das Juristendeutsch,desto weniger steckt Substanz
dahinter.Man darf zudem nicht vergessen,dass ein Richter in DE gezwungen
ist ,am Schluss eines Verfahrens ein Urteil zu fällen-nur um den
Rechtsfrieden herszustellen.Leider deckt sich Rechtsfrieden nicht mit
ökonomischen Frieden in naher Zukunft.Die Bürger werden das
Gift der Inflation bald spüren.
BVG verfluchen!
ich will mich nicht loben, ich war nicht beim BVG. aber ganz so, wie Sie
meinen, ist es ganz sicher nicht. geschäftemachereien -und nichts
anderes ist öconomie- gehen ohne rechtlichen rahmen schon gar nicht.
wollen Sie wirklich, dass wir ganz und gar schwindlern und gaunern
ausgeliefert bleiben?
Die Investoren trauen dem ClubMed nicht – niemand traut denen
Je höher die Rettungswälle und je größer die
EZM-Bazookas werden, desto größer - nicht kleiner! - wird das
Mißtrauen sein, dass die Pleiteländer es alleine jemals
schaffen werden und wollen.
Aber der Plan der Euro-Phantasten ist in Wirklichkeit:
Die Investoren sollen auch nicht den Pleiteländern vertrauen,
sondern darauf dass die totale Transferunion für alle Gelder
bürgt.
Dieser Plan wird die Investoren aber auch nicht zurückbringen, denn
dann sind eben alle - inclusive Deutschland - sehr schnell völlig
pleite.
Und das finale Ergebnis:
- Es gibt keine Investoren von außerhalb des Euro-Raumes mehr, nur
noch Zwangs-Investoren wie Versicherungen von innerhalb des Euros.
- Alle Gelder werden zentral von der Brüssel-Diktatur verwaltet.
- Eine Staatsform wie die der Ex-UdSSR ist endlich implementiert
worden.
Und die Schuldigen: Die CDUCSUFDPSPDGrünen-Parlamentarier
Die Investoren wollen keinen Schuldenschnitt
und solange die Parlamente in der EU von den Lobbyisten dieser Investoren gekauft werden können, solange werden die Schulden erst vergemeinschaftet und dann über Inflation abgebaut. Und das Berliner Parlament ist der Entgegennahme von "Spenden" aller Art besonders zugetan, darum hat es bis heute noch kein Antikorruptionsgesetz für Parlamentarier erlassen.
Kann ein simpler Kommentator klüger sein als zwei Finanzwissenschaftler?
Ein wunderbarer Artikel,der nur, bedenkt man den Einfluss der Geldschöpfung (Fiat money) auf die Realwirtschaft, nicht ganz auf der Höhe der Beschreibung der Lage zwischen Schuldenschnitt und Inflation ist. Wenn die Mehrzahl der Staatsanleihen von Banken gehalten werden, die das Geld mithilfe des größten Taschenspielertricks aller Zeiten frei erfinden, dies als Sichteinlage ausweisen und dafür Zinsen nehmen dürfen und deren einziges Problem daher die Mindestreserve und das Eigenkapital darstellt, müßte diese von der Bundesbank (in deren Lernbroschüre für die 12.Klasse) bestätigte geldsystemische Tatsache im Grunde zu einer völlig neuen Finanzwissenschaft führen. Staaten und Menschen erdrosseln mit Zinsen auf etwas, was ich garnicht habe aber verleihe, ist ja wohl ein Geschäft, das von Experten wie Hege und Hau einmal so richtig in seinen ökonomischen Konsequenzen ausgeleuchtet gehört. Ein guter Artikel ist ansonsten nur die halbe Wahrheit und führt weiter in den Nebel. Fiat lux!
Gute Analyse, die EZB und die Rettungsfonds EFSF, ESM werden Bad Banks.
Interessant ist auch wie weit der EFSF ausgeschöpft wurde und
für was und wie viel Mittel schon verplant sind, denn mind. 200
Mrd. € werden als verplant von dem ESM Fond übernommen,
spätestens mit dem Ende des EFSF wird dies hoff. sichtbar. Es wird
auch Zeit die Targetsalden als Kredite zu zeigen. Der Anleihekauf der
EZB wird eine lange Geschichte, die mit viel Theater abläuft und
die Hauptrollen haben fast nur südländischen Akteure.
Die einzige Hoffnung ist, das die EU nach dem Zusammenbruch des Euro
einmal richtig aufgeräumt wird. Dass man die EU künftig nicht
nur nach Ideologie gestaltet, sondern nach demokratischer und
wirtschaftlicher Vernunft.
Andere Staaten vertreten auch nur eigene Interessen, der
europäische Geist ist mit dem Zank ums Geld verloren gegangen, wenn
er denn je nicht nur aus Worten von Politikern bestand. Daher sollte man
doch stetig genau hinschauen und auch bewusst gegen den Euro stimmen. Je
eher der Euro weg, desto besser.
Qué se vayan todos!
Sehr geehrte Frau Dreier,
Ihre Hoffnung auf ein "Aufräumen" nach dem Zusammenbruch
des Euro in allen Ehren, aber im Guten, d.h., friedlich, wird das kaum
möglich sein. Zu stark sind auf allen Ebenen wirtschaftliche
Interessen und Parteipolitik verflochten.
Bei dieser Gelegenheit sei an den Protestruf der argentinischen
Widerstandsbewegung gegen die neoliberale Regierung erinnert:
"Qué se vayan todos!" ("Sie sollen alle
abhauen!")
Wohl einer grössten Raubzüge der Meschheitsgeschichte
So richtig "Spaß" macht dieser Artikel vor dem
Hintergrund der Erkenntisse des IWF vom November 2011: Iceland's
Unorthodox Policies Suggest Alternative Way Out of Crisis IMF Survey
online Iceland's unorthodox policies provide good test case Decision not
to make taxpayers liable for bank losses was right, economists say
Capital controls were necessary and are now seen as useful addition to
policy toolkit.
Man darf davon ausgehen, dass auch Frau Lagarde umfangreiche
Immunität besitzt?
Vor allem ist ein Schuldenschnitt ...
... die GERECHTERE Lösung. Und das wurde ja auch sehr treffend dargestellt in diesem sehrinformativen Artikel. Stattdessen die Schulden Europas in öffentliche Anleihen umzuwandeln (zu sozialisieren), in der EZB zu akkumulieren (!) und auf diese Weise auch gleich überall hin zu transferieren ist ein Wahnsinn mit Methode zum Vorteil einiger Weniger mit enormem Einfluß, wie es scheint.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
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| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?