Die Forderung der Bundesbank aus dem Zahlungsverkehrssystem Target-2 gegen die Europäische Zentralbank ist Ende August auf den Rekordwert von 751 Milliarden Euro gestiegen. Im Juli war der in der Eurokrise viel beachtete Wert erstmals in diesem Jahr geringfügig gefallen auf 727 Milliarden Euro. Den Verbindlichkeiten der EZB gegenüber der Bundesbank und anderen Notenbanken finanzstarker Länder wie Luxemburg oder Finnland stehen Forderungen gegen Notenbanken der Krisenländer wie Spanien oder Griechenland gegenüber.
Die Targetsalden entstehen durch die ungleiche Verteilung der Geldzahlungen im Euroraum. Die Banken in den Krisenländern leihen sich überproportional hohe Summen von den Notenbanken ihrer Heimatländer. Das Geld fließt jedoch zu einem wesentlichen Teil aus diesen Bankenensystemen ab und den Banken der finanzstarken Länder zu. Über diesen Kanal wird ein guter Teil der Leistungsbilanzungleichgewichte - die Krisenländer führen immer noch mehr ein, als sie ausführen - finanziert.
Der zweite Grund für die wachsenden Salden ist die Kapitalflucht aus den Krisenländern. Vor dem Beginn der Finanz- und Schuldenkrise lag der Target-Saldo noch nahe der Nulllinie. Allein seit Anfang 2011 hat er sich verdoppelt.
EZB ist eine unmögliche Notenbank!
Sophia Orti (rum)
- 12.09.2012, 09:36 Uhr
Interessenlagen
Svenja Sirisee (Sirisee)
- 11.09.2012, 21:20 Uhr
TargetSalden - ich versteh es nicht
Thomas Schmid (EinAnleger)
- 11.09.2012, 12:21 Uhr
4 laufende Krisen, 2 stehen vor der Tür - und wir balgen uns
derweil um abgenagte Knochen.
Karin Jürgens (Bashi49)
- 11.09.2012, 10:45 Uhr
Targetsalden könnten von Bundesbank proaktiv abgebaut werden
Kristian Matthes (kmatthes)
- 11.09.2012, 09:36 Uhr