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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Eurokrise Targetsaldo steigt auf Rekordwert

 ·  Seit Monaten warnen Ökonomen vor hohen Risiken in der Bilanz der Deutschen Bundesbank im Rahmen des Zahlungsverkehrssystems Target. Im August sind die Forderungen der Bundesbank gegen die EZB auf den Rekordwert von 751 Milliarden Euro gestiegen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (83)

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 12.09.2012 09:36 Uhr

EZB ist eine unmögliche Notenbank!

Was die EZB in den Südländern tut, ist, die Stelle der sich zurückziehenden Gläubiger zu nehmen, nicht nur beim Kauf von Anleihen, auch bei dieser Geschichte der Target II Salden. Das steht in Widerspruch mit der Aufgabe einer Notenbank.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.09.2012 12:17 Uhr
Kristian Matthes

das ist zu pauschal

die Stellung der zurückziehenden Gläubiger bezieht nicht "die EZB" sondern effektiv (!) die Buba. Das Risiko wird vollkommen auf die Buba abgeladen, der potentielle Gewinn (Zinsen) aber schön "demokratisch" auf alle EZB-Mitglieder verteilt.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 11.09.2012 21:20 Uhr

Interessenlagen

... dass die Südstaaten kein großes oder zumindest vordringliches Interesse am Abbau dieser Ungleichgewichte haben, scheint klar zu sein ...

Frau M verstehe ich immer weniger. Wieso handelt sie nicht aus, dass D für jeden Euro angemessen verzinst wird - die Südstaaten kommen doch auch immer mit solchen Zeugs. Das sind doch nichts anderes als verdeckte Subventionen von D an das EZB-System, oder sehe ich das falsch?

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Thomas Schmid

TargetSalden - ich versteh es nicht

Ich versteh es wirklich nicht, obwohl ich seit 10 Jahren bei einer Bank arbeite. Sie sagen, dass Geld fliesst ab aus den finanzschwachen Ländern in die Banken der finanzstarken. Warum hat dann die BuBa eine Forderung? Dann hätte die doch wohl eine Verbindlichkeit, oder versteh ich hier etwas nicht? Der 2. Punkt ist angeblich die Kapitalflucht: wenn ich Geld aus einer griechischen Bank abziehe und zur Sparkasse Böblingen bringe, warum hat dann bitte schön die Bundesbank eine Forderung gegen die EZB? Es gibt glaube ich kein Thema, das so unverständlich ist, wie das Thema Target. Was hier in diesem Artikel geschrieben wird, macht einfach kein Sinn. Wenn die BuBa eine Forderung hat, muss Griechenland eine Verbindlichkeit haben. Das geht hier null hervor. Und übrigens: bzgl. Leistungsbilanzungleichgewichte: ein Handelsdefizit ist i.d.R ein Zeichen, dass es einem Land gut geht, Weil es mehr importiert als exportiert. Das ist gut. Das hiesse für Griechenland, dass es das Geld!

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Antworten (10) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.09.2012 12:13 Uhr
Kristian Matthes

fahren Sie mal vorsichtig ihren Ton zurück

vielleicht lesen Sie mal etwas zum Thema LTRO und erkenne, dass südliche Notenbanken genau solche Geschäfte tun bzw. unterstützen und damit die überhängenden Targetsalden überhaupt erst ermöglicht haben. Wenn die Buba als Gegengeschäft das gleiche tut, soll das plötzlich "unsinnig" und verboten sein?! Die Währungskatastrophe ist schon lange da und eskaliert bisher nur deswegen nicht, weil die Buba über Target 2 bereits unbeschränkt Kredite verteilt. Fahren Sie doch bitte ihre Meinungsstäkre etwas runter, wenn Sie keinen Überblick haben....

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 12.09.2012 09:30 Uhr

Wie soll so was gehen?!

Die BuBa kann es nicht, dürfte es nicht, wenn sie es könnte, und so ein unsinniges Geschäft würde nur zu einer Währungskatastrophe führen. Ist es jetzt klar?

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Kristian Matthes

Re:

Das streng sollte man das nicht sehen. Wie man mit bestehenden Regeln kreativ umgeht zeigen die südlichen Notenbanken nun schon länger. Zudem wäre ich auf die Argumentation der anderen Zentralbanken gespannt - das können nur Eigentore werden.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 11.09.2012 19:30 Uhr

Das von Ihnen beschriebene Gegengeschäft ...

... klann und darf die BuBa nicht machen.

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Kristian Matthes

...

Das von mir beschriebene Gegengeschäft der Buba würde das Zahlungsbilanzdefizit aufheben und damit auch dessen Abbildung im Target 2. Die Handelsbilanzdefizite bleiben davon unberührt. Es handelt sich nur um eine Umschichtung: raus aus Target 2, rein in Staatsanleihen der Südländer.

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Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 11.09.2012 14:50 Uhr

Target 2 ist ein Mechanismus der EZB/ESZB und nicht irgend ein Geschäft der BuBa, ...

... das durch massenhafte Assetskäufe ersetzbar wäre.

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Kristian Matthes

meine Güte

für Sie nochmal ganz deutlich: Wenn die Buba ihr Forderungen nicht per Target 2 verbuchen würde, würde sie genau wie die Schweizer Notenbank massenhaft Assets aus fremden Ländern ansammeln. Die SNB fängt pro Monat (!) 100 Mrd. € an Leistungsbilanzüberschüssen + Fluchtgeld (hier wohl der größere Anteil) ab, indem sie SFR druckt, gegen Euros tauscht und diese direkt in deutsche Staatsanleihen investiert (deshalb die Minizinsen für dt. Staatanleihen z.Zt). Ich muss hier nichts erfinden, denn das Paradebeispiel läuft schon über 1 Jahr. Man muss nur hinsehen.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 11.09.2012 13:54 Uhr

Verstehen Sie es nicht? Kein Problem!

Dann sind Sie fortgeschrittener als viele Leute, die es angeblich verstehen.

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Kristian Matthes

das Problem

ist der Unterschied zwischen Zentralbankgeld und normalen Geld wie Sichteinlagen. Target 2 ist sehr schwer zu verstehen, deshalb ist es einfacher man modelliert das Problem anders: Angenommen es gäbe nicht "den" Euro sondern 17 nationale Euros (den deutschen, den niederländischen, den griechischen usw.). Die NZB hätten dabei verabredet, dass der Kurs der nationalen Euros zueinander bei 1:1 gefixt werden soll. Was müssten die NZB dann tun? Immer dann, wenn ein Handelsungelichgewicht besteht müsste die Differenz durch die NZBs aufgefangen werden, d.h wenn bsp. mehr Nachfrage nach deutschen Euros besteht da D mehr exportiert als importiert, müsste die Buba diese Euros drucken und zum Kurs 1:1 verkaufen (genau so, wie es die SchweizerNZB seit der 1,20 SFR-Bindung tut). Folge: Im Gegenzug würde die Buba immer weitere nichtdeutsche Euros ansammeln (was sie heute nicht tut, sie stellt heute stattdessen nur Targetforderungen auf).

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Paul Hansen

Sie sind auf dem richtigen Weg...

Es war einmal in 2006 (und solange ist das her...), da waren Targetsalden fast bei null.

Richtig - Buba hat eine Forderung gegen EZB, die EZB gegen die gr. Nationalbank. Und die gr. Nationalbank gegen die gr. Bank X, von der das Geld abgezogen wurde. Nur, die X hat keine anderen Assets, um die Forderung zu begleichen, also bleibt die "Kette" bis zur Buba stehen. (Target 2 der gr. Notenbank ca. EUR 100 Mrd, Spanien/Italien je ca. EUR 400 Mrd)

Umgekehrt - die Buba hat nur Targetforderungen, um die Einlagen der dt. Banken bei ihr zu bedienen, sollten diese abgerufen werden. Und der Teil ist viel spannender.

Hilft das?

Und dann geht es weiter. Weil X keine Einlagen hat, "leiht" aka druckt die gr. Nationalbank Euros, genannt ELA (ca. Eur 100 Mrd beim letzten hinsehen, kann inzwischen auch mehr sein). Und seit Donnerstag kann X auch Bueromoebel bei der EZB hinterlegen, weil die Sicherheitsanforderungen gesenkt wurden, um bekommt Refi Geld. Betrag unbekannt, der fuer toxic...

USW. USW.

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 11.09.2012 10:45 Uhr

4 laufende Krisen, 2 stehen vor der Tür - und wir balgen uns derweil um abgenagte Knochen.

1. Riesige platzende Geldblase - auch Japan, USA, UK, China betroffen.
2. "Eurokrise" >wahnwitziges Zahlungsbilanzungleichgew. >mit Euro keine Lösung für 1+2.
3. Überproduktion in vielen Bereichen (Autos).
4. Weltweite polit./wirtschaftl. Krise: Asiatischer Raum+Rußland trennen sich vom "Petrodollar", 2011 im Iran eröffnete Ölbörse nimmt keine USD an. "Demokratisierung" der "Achse des Bösen" haut nicht hin, "Retter" wurden in Syrien gestoppt. Trotz massivem Aufwertungsdruck aus den USA >China wertet Yuan ab >die USA wackeln bedenklich >Reaktion darauf offen.
5. + 6. Energie-, Rohstoffkrise demnächst in diesem Theater.
Europ. Politiker haben sich zu sehr auf die USA verlassen (keine eigene Verteidigung, keine Energie-/Rohstofflager), diese werden aber keine Skrupel haben, Europa für ihr eigenes Überleben zu opfern. Schröders einziger Verdienst (Achse Paris-Berlin-Moskau) wurde von den US-Befehlsempfängern Schäuble/Merkel zunichte gemacht >Untergang, wir kommen! >wozu TARGET2?

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Kristian Matthes

Targetsalden könnten von Bundesbank proaktiv abgebaut werden

indem die Bundesbank in den Krisenländer private Töchter gründet und die dortigen NZB anweist ihren Töchtern so viel Geld zu überweisen, dass sich die Targetsalden ausgleichen (z.Zt Italien 300 Mrd., GR 110 Mrd. €). Mit diesen "Peripherieeuros" kaufen die Tochterinstitute dann die jeweiligen Staatsanleihen auf. Folge: Targetsalden werden auf 0 zurückgefahren und stabilisiert und Deutschland hat keine wertlosen, niedrigverzinsten Forderungen mehr gegen das EZB-System sondern höherverzinste gg. die jeweiligen Länder und die Refinanzierungskosten der Krisenstaaten verbilligen sich. Man könnte diesen Mechanismus auch so weit übertreiben, dass Deutschland Nettoschuldner im EZB System wird (bsp. ggü. Frankreich :D ) - Wenn es soweit ist, vermute ich eine höhere Bereitschaft im EZB-Rat dieses System endlich zu reformieren =) MfG

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.09.2012 21:13 Uhr
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 11.09.2012 21:13 Uhr

... Danke

... Leuchtet ein. Es ist aber für die Bundesbank ebensowenig möglich Töchter in anderen Staaten zu gründen, wie die Bundesregierung dort Filialen betreiben konnte. Das ist der Haken ...

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Kristian Matthes

...

das hat auch überhaupt niemand gesagt. Vielleicht einfach nochmal lesen.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 11.09.2012 14:44 Uhr

Sie können nicht jene, die das Geld hierher brachten, zwingen, das Geld woanders zu bringen

Deswegen kann niemand, außer diesen vielen und jeder dieser vielen, die das Geld brachten, es umkehren.

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Kristian Matthes

das Thema ist kompliziert, sonst nichts....

was bitte ist denn so schwer daran zu verstehen, dass wenn der Mechanismus der zu positiven Targetsalden führt auch umgekehrt werden kann, damit dieser Saldo abgebaut wird?? Was wollen Sie mit dem ersten Satz sagen? Wohin kommt Geld?

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 11.09.2012 13:52 Uhr

Es kommt Geld, egal ob es deutsches Geld aus gekündigten/nicht verlängerten Krediten,

... aus Exportüberschuss oder aus Kapitalflucht. Überweisungen mussen über die Zentralbankkonten der Geschäftsbanken laufen. Die Targetforderungen sind die Deckung dieser Einlagen bei Geschäftsbanken. Sie machen es komplziert, und ihr kompliziertes Konstrukt erlaubt Ihnen einen unmöglichen "proaktiven Abbau der Salden".

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Kristian Matthes

nein

Eben nicht. Die EZB schuldet der Buba momentan 751 Mrd. € über Target 2. Dieser Saldo ist entstanden, weil das Handelsbilanzdefizit der südeuropäischen Länder seit Ausbruch der Finanzkrise nicht mehr durch Kapitalströme von Deutschland nach Südeuropa kompensiert wird. Bis dahin hatten deutschen Versicherungen, Banken usw. in Größenordnungen südeuropäische Staatsanleihen gekauft oder anderweitig Kredit dahin vergeben. Seit diesem Zeitpunkt baut Südeuropa Targetschulden ggü der EZB, Deutschland baut Targetforderungen ggü der EZB. ERGO: Südeuropa verschuldet sich mittels Target bei Deutschland bzw der Buba. Die Konditionen dieser Art der Verschuldung sind äußerst attraktiv (für Südeuropa), sie kann NIEMALS fällig gestellt werden und der Zinssatz entspricht dem Leitzins v 0,75% (d.h weniger als die Zielteuerung).

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 11.09.2012 10:38 Uhr

Wie soll so was gehen?!

Die EZB schuldet der BuBa, was die BuBa hiesigen Geschäftsbanken schuldet.

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Hans  Wollschläger

Ein unüberhörbarer Paukenschlag wäre...

…wenn die Parlamentarier, denen bewusst ist, was mit der derzeitigen „Euro Fehlkonstruktion“ angerichtet wird, sofort lautstark zu den „Freien Wählern“ wechseln. Offensichtlich finden sich bei den „Freien Wählern“ Politiker, die eine realistischere Europa Politik anstreben.
Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende…Merkel fürchtet natürlich diesen Schritt, denn dann würde auch bei den 60% Angie Fans deutlich, was „Mutti“ angerichtet hat mit ihrer richtungslosen Trippelschritt Politik und damit aus der Traum von weiterer Kanzlerschaft ab 2013.
Souveräne Staaten mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft und Mentalität lassen sich nun einmal nicht einfach über eine gemeinsame Währung zusammen „zwingen“… wir wurden in allen Bereichen während der letzten 10 Jahre diszipliniert und sollen jetzt „teilen“… die derzeitigen Reaktionen in den „Südstaaten“ und auch in den Foren unserer Medien zeigen: es wird hier ehr ein Flächenbrand erzeugt, als ein starkes Europa geschaffen…

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Klaus Letis

Dank an Herrn Schlesinger

Wenn er nichts gesagt hätte, würden die Bürger sich immer noch fragen, warum die Politiker sich erpressen lassen. ARD, ZDF und DRadio vermitteln dem Bürger kein ausreichendes Bild der Situation. Sie haben mangels Kompetenz und politischer Involviertheit versagt und ihren eigenen A.. gerettet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.09.2012 10:44 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 11.09.2012 10:44 Uhr

Ein verzerrtes Bild der Situation gibt B.Z. Ullstein GmbH/Axel Springer AG

Heute viel in meinen Händen ein Exemplar der Berliner "B.Z." Zeitung. Offensichtlich für ESM. Was macht die Bild?

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Holger  Hurlebaus

Die "EZB"

Ist nun einfach nur noch eine "Bad Bank", die die Schrottanleihen von Schrottländern aufkauft.

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Walter Schuebl
Walter Schuebl (noren) - 10.09.2012 22:06 Uhr

Target 2 ist für PIGS wie eine Geldmaschine.

Denn das beste an dem System ist ja, dass je mehr ein Grieche besipielsweise in D kauft (zB Immobilie, Autos, etc.), desto mehr Geld steht der nationalen Notenbank dort wieder zur Verfügung. Denn der Käufer zahlt zwar mit seinem Geld, dieses verlässt aber niemals das Land. Es verbleibt für weitere Ausleihungen bei der nat. Notenbank. Während die dt. Bundesbank dem dt. Verkäufer die Kaufsumme erstattet und dann eine Verbindlichkeit gegen die EZB hat. Die wiederum eine (uneinbringliche) Forderung an die griech. Zentralbank hat, denn es werden ja nur wertlose griech. Staatsanleihen hinterlegt. Man kann das nicht oft genug wiederholen, denn dieses System ist so haarsträubend, dass man nur noch den ganen Tag schreien möchte. Die Dummheit, die dahinter steckt, von dem oder denen, die dieses System einst gemacht haben.
Und es passt wunderbar in die kranke Gedankenwelt eine GS_Italo_Daraghi.

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Closed via SSO

Wir nähern uns des jährlichen Gesamtexport

der 2011 etwas mehr als 1000 Mrd. Euro betrug.

Aufgrund der von Herrn Rohlfs (Kommentar siehe unten) völlig zu recht zitierten Ausführungen Prof. Sinns, hätte Deutschland im Falle einer Nichtbegleichung dieser Target-Salden, bildlich betrachtet, bereits jetzt die an das Ausland gelieferten Güter eines dreiviertel Jahres ohne Gegenleistung geliefert!
Der Volksmund nennt das "verschenkt"!

Und selbst wenn der Euro weiterbestehen sollte, fällt es bei diesen Zahlen schwer, an eine Begleichung der Schuld zu glauben.

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Michael Arndt

DAS nenne ich mal eine "Candle-Stick-Formation"...

Nicht nur die reine Höhe erschreckt, die Dynamik ist noch schlimmer.
Rette sich, wer kann.
Wie seit 2008: ich empfehle Gold (das knackt bald sein historisches Hoch in EURO), Schweizer Franken und Norwegische Kronen. Der EURO muss und wird sich in Luft auflösen.
Und niemand hält das auf...

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Günter Schreiber

Erpressbarkeit Deutschlands wird erhöht, um es bei der Stange zu halten!

Seit Draghis putschartigem Handstreich glaube ich nicht mehr an Zufälle. Ich glaube eher an ein abgekartetes Spiel. Und das geht so:

Es ist ja für Spekulanten eine ideale Situation: Ein griechischer Millionär verkauft die Schrottanleihen über seine Bank an die EZB und überträgt damit das Ausfallrisiko im wesentlichen auf die deutschen Steuerzahler.

Dann überweist er die Millionen nach Deutschland und erzeugt damit eine Forderung der EZB gegen das insolvente Griechenland. Gleichzeitig erhöht sich die Forderung der Bundesbank gegen die EZB um denselben Betrag, da diese gemäß Target-Vereinbarung das Geld auf das deutsche Konto des Griechen überweisen muss. Beim Versuch, die Salden auszugleichen, wird Schäuble staunen!

Man muss als nur aus den bereits oder demnächst insolventen Südländern seine Millionen auf ein deutsches Konto überweisen, um Deutschlands wertlose Forderungen gegen die EZB auf Billionenhöhe zu bringen. Anschließend geht es weiter ins Nicht-EU-Land Schweiz.

Genial!

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Christoph Roitzsch

Nie wieder wähle ich eine dieser undemokratischen Blockparteien

Gesucht wird eine Partei/Organisation, die freiheitlich, demokratisch, sozialmarktwirtschaftlich, eigentumsbejahend ist....wahrscheinlich führt in einer Demokratie kein Weg an dem Schweizer Modell des Plebeszit vorbei

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.09.2012 22:07 Uhr
Closed via SSO

Second best

Lieber Herr Roitzsch, viele Menschen dieses Landes leiden mit Ihnen.
Ihr Vorsatz ist daher sehr zu begrüßen.

Falls jedoch keine der auf dem Stimmzettel der kommenden Wahl befindlichen Parteien das von Ihnen skizzierte Anforderungsprofil erfüllt, sollte man der Resignation widerstehen und die Stimme auch mal einer Partei geben, die nicht der Idealvorstellung entspricht.

Diese zweitbeste Lösung ist auf jeden Fall dem tradierten Verhalten vorzuziehen, eine der linkskapitalistischen Systemparteien nur deshalb zu wählen, weil sie die geringsten Ablehnungsgründe auf sich vereint.
Und besser als eine Stimmenthaltung ist es auf jeden Fall, da eine geringe Stimmbeteiligung nur ein Randbemerkung ist, bevor dann die Parlamentsitze und Ämter (vulgo: „Plätze an den Futtertrögen des Staates“), entsprechend der abgegebenen Stimmen verteilt werden.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 10.09.2012 20:19 Uhr

Hat Merkel inzwischen völlig ihren Verstand verloren?

"Man könne sicher lange diskutieren, wo die Grenze des Mandats verlaufe,"erklärte sie heute vor
CDU-Delegierten. Wo, um Himmels Willen und selbst bei angewandter Dialektik, sind Grenzen, bei "unbegrenzt", wie vom EZB verlautbart, auch nur zu erahnen?

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 10.09.2012 20:07 Uhr

Das ist der Plan!

Merkel, Schäuble & Co interessiert doch nicht die Euro-Rettung, die haben nur ein langfristiges Ziel:
Die voll-durchsozialisierte Transferunion in Gestalt eines Groß-Europas, ohne lästige Demokratie-Regeln.

Zum Beleg einige Schäuble-Zitate:
„Wir brauchen andere Formen internationaler Governance als den Nationalstaat...Und heute schaffen wir etwas Neues...Ich bin bei aller krisenhafter Zuspitzung im Grunde entspannt, weil wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten Veränderungen durchzusetzen größer.“
und
„Wir können die politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“

Und klar, in dieser politischen Union wird nur Deutschland seine Souveränität aufgeben, die anderen werden nur so tun als ob ...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.09.2012 22:09 Uhr
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Die Hochverräter sitzen in der Regierung

wie Sie, sehr geehrter Herr Schmid, zutreffend beschrieben haben.

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Gerhard Rohlfs

@Horst Johnson: Kommt der Knall jetzt, sind die Verluste riesig - aber wenigstens begrenzt

In die Tiefe gerissen wird Deutschland dadurch nicht.
Das ist erst der Fall, wenn man die "Retter" weitermachen lässt und der ESM unterschrieben ist.

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Gerhard Rohlfs

750 Mrd. Target-2-Saldo: 3/4 des Nettoauslandsvermögens damit weg / Deutschland bald Nettoschuldner

H.W. Sinn „Wir sitzen in der Falle“, FAZ v. 18.02.2012, zu den Target-2-Forderungen der BuBa ggü. der EZB:
„Wo liegen die Risiken? -
Wir können die Forderungen nie fällig stellen. … Zerbricht der Euro, haben wir … eine Forderung gegen ein System, das es nicht mehr gibt. … jeder weiß, dass wir 500 Milliarden Euro verlieren, wenn der Euro zerbricht. … Die Summe könnte übrigens nochmal dramatisch wachsen, weil die EZB die Menge der akzeptierten Sicherheiten ... ausweiten will. Diese Kredite werden ... zur weiteren Aktivierung der Druckerpresse im Süden verwendet werden. Heute besteht schon die Hälfte des deutschen Nettoauslandsvermögens aus Forderungen der Bundesbank gegen das EZB-System. Geht es nach dem Willen der EZB, könnte die andere Hälfte bald auch noch weg sein.“
.
3/4 des deutschen Nettoauslandsvermögens sind also weg. Machen die "Retter" weiter, geht es ans Inlandsvermögen, Deutschland wird zum Nettoschuldner. Die hart erarbeiteten Handelsüberschüsse waren damit für die Katz.

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Horst Johnson

Kurz vor dem Eurozusammenbruch

Gestern meldete die Münchner Rück die Möglichkeit des Szenario eines Eurocrashs, seine Bedeutung und die Kosten werden dort schon durchgespielt. Die Krise rückt immer näher und womöglich nimmt das ganze in den nächsten Wochen?/Monaten? mehr an Fahrt auf. Zur selbigen Zeit geht Gold einem neuen Höchstkurs entgegen. Die Target Salden sind ein Abbild wiehoch Deutschland mit im Boot ist. Kommt der Knall werden wir mit in die Tiefe gerißen. Mit der nun fälligen Richterentscheidung bekommt D sein Fallbeil. Knallt es, wird eine Lawine losgehen. Der Euro war und ist eine politische Währung, die demokratisch unlegitimiert uns übergestülpt wurde. Unter der deutschen Mark wäre dies nie eingetreten und Frieden würde in Europa bestehen.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 10.09.2012 18:54 Uhr

Das Ende mit Schrecken, aber........

"The Economist" recherchierte dass der Austritt der PIGSZ -Länder aus dem Euro, Deutschland einmalig "nur" 500 Mrd. Euro kosten würde. "The Merkel Memorandum | The Economist", googeln. Eine ausgezeichnete und detaillierte Analyse.
Jetzt aber bewegen sich die Langzeit-Kosten im mehrstelligen Billionen-Bereich. Hat Schubladen-Schäuble denn keine Experten, die ihm das hätten auch ausrechnen können? Kann er nicht einmal bei den Linken anfragen, auf welcher Etage sich der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages befindet oder wenigstens seinen Kumpel Gutti diesbezüglich anrufen?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.09.2012 10:35 Uhr
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Britische Billion = Eine Billionen Euro

Sehr geehrter Herr Rimkus, danke für Ihren konstruktiven Beitrag.

Herr Kramers Zitat "... bewegen sich die Langzeit-Kosten im mehrstelligen Billionen-Bereich" deuten Sie, es müsse sich um die amerikanische "billion", mithin deutsche Milliarde(n) handeln.

Zwar ist die Quelle britischen Ursprungs - im engl. Englisch wird zwischen "milliard" (10 hoch 9) und "billion" (10 hoch 12) unterschieden -, doch wäre es durchaus möglich, die US-amerikanische Nomenklatur übernommen zu haben.

Ohne den besagten Artikel selbst gelesen zu haben, sprechen jedoch folgende Gründe gegen diese Annahme:
Auf Basis Herr Kramers Wiedergabe des Artikels:

Wenn schon die einmaligen Kosten eines Austritts auf 500 Mrd. Euro veranschlagt werden, was von der Größenordnung her mit anderen Quellen korrespondiert, erzwingt es m.E. die Plausibilität, wenn die prognostizierten Langzeit-Kosten Billionen Euro nach deutschem Verständnis betragen; zumal keine Angaben über die Länge von "Langzeit" vorliegen.

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Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Sehr geehrter Herr Kramer,

vielen Dank für Ihren guten Beitrag.

Mit anderen Worten: die Kosten eines Austritts oder das Ende des Euro werden für Deutschland sehr teuer, sein Verbleiben im oder das Weiterbestehen des Euro jedoch noch viel teurer.

Der an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg Volkswirtschaft lehrende Prof. Dr. Dirk Meyer schrieb 2011:

"Die Lasten eines Austritts durch Umstellungskosten, EZB-Abschreibungen, eingegangene Rettungsverpflichtungen sowie Vermögensverluste auf Auslandsanlagen summieren sich auf 250 bis 350 Milliarden Euro. Dies entspricht etwa 10 bis 15 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Sie sind das Lehrgeld für die Anmaßung einer Klasse von „Euro-philen“ Politikern, die glauben, ökonomische Wahrheiten mißachten zu können."

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Matthias Rimkus

The Merkel Memorandum | The Economist

Danke für die Empfehlung - ich hätte nicht mit einer so intensiven Betrachtung aus der britischen Berichterstattung gerechnet. Die genannte Größe Billion müsste einer Milliarde entsprechen - sonderbar, das wäre amerikanisch. Mich interessiert, wer den Artikel geschrieben hat.

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Maximilian Samwer

Schäuble muss unbedingt zur Rechenschaft gezogen werden

Herr Sinn wird abermals bestätigt, und sehr bald wird Herr Wolfgang Schäuble wieder allen Leichtgläubigen Sand in die Augen werfen und von Milchmädchenrechnungen fabulieren. Im Prinzip braucht man nur alle unzähligen widersprüchlichen Äußerungen des Eurofanatikers und Machtmenschen Wolfgang Schäuble zusammenzutragen und sie den Fakten und sogar seinen eigenen Äußerungen gegenüberzustellen, um ihn öffentlich zu vernichten. Wenn der Euro stürzt, wird Herr Schäuble nicht müde werden, allen Leuten die Schuld zuzuschieben, die ihn in seinen Machenschaften zur Schaffung seiner "neuen Form der Governance", weit weg von allen demokratischen Prinzipien, mit Hilfe der Fundamente unseres Rechtsstaats bremsten. -Man kann nur hoffen, dass es einen Weg gibt, um Politiker vom Kaliber eines Schäubles juristisch zur Rechenschaft zu ziehen. Denn die fundamentale Fahrlässigkeit, mit der Schäuble unser Land in unfassbare Haftungsrisiken manövriert hat, spottet jeder Beschreibung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.09.2012 11:55 Uhr
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Wünschenswert, doch schwer vorstellbar

Lieber Herr Samwer, Gratulation zu Ihrem brillanten Kommentar.

Ihre Forderung, oder abschwächend ausgedrückt, Ihr Wunsch läßt unweigerlich Erinnerung an die Nürnberger Prozesse nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches aufkommen.

Daneben gibt es noch einen aktuellen Fall, zu dem die bundesdeutsche Situation durchaus Parallelen entwickeln könnte: der Prozeß gegen die ehemalige Ministerpräsidentin der Ukraine Julija Tymoschenko.
Eine ehemalige Regierungschefin wegen Handlungen zum Schaden der eigenen Nation anzuklagen, ist recht ungewöhnlich. Unabhängig ihrer Schuld oder Unschuld im Sinne der Anklage, was zu beurteilen, aus der Ferne sehr schwer ist, scheint allein die Befürchtung eines ähnlichen Verfahrens, die Sympathie der sogenannten politischen Elite Deutschlands für die Angeklagte zu erklären.

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Jahrgang 1968, Redakteur in der Wirtschaft.

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