13.05.2012 · Schrecken ohne Ende oder lieber ein Ende mit Schrecken? Der Abschied Athens vom Euro würde Deutschland Milliarden kosten. Ein Verbleib in der Eurozone käme aber wohl noch teurer.
Von Christian Siedenbiedel und Michael MartensRichtlinien für Lesermeinungen
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Mal wieder Un-Sinn - das Geld ist doch längst weg
Unser Oberwirtschaftstheoretiker kommt mit seiner Weisheit mal wieder zu spät. Die 80 Milliarden € sind längst weg. Wer glaubt die Griechen würden das Geld je zurückzahlen können ist m.E. naiv. Wir können eigentlich nur den unbegrenzten Nachschub von neuem Geld stoppen.
einige Billiarden! Die 80 Milliarden holen wir dann wieder mit Export
rein, weil wir die dann zumindest für Griechenland nicht in den
Wind setzen müssen.
Besser aber, BRD verläßt den Euro und versucht sich wie die
Schweiz zu behaupten. Dazu müssen wir aber bessere Politiker haben,
die auch noch rechnen können.
Eine starke D-Mark wäre aber der Tod unserer Exporte ...
... übrigens ist das genau das Problem der Schweizer Exportwirtschaft. Einer der Gründe warum die Schweiz massiv den Euro stützen muss, Milliarden an Ausgaben die sich nur dann rentieren, wenn der Euro nicht dennoch abstürzt.
Niemand kann Griechenland aus dem Euro zwingen
Niemand kann Griechenland aus dem Euro zwingen, die Verträge lassen
das nicht zu. Es kann auch niemand verhindern, daß die griechische
Nationalbank weiterhin Kredite in Euro vergibt ohne diese jemals
auszugleichen.
Darüber redet kaum einer in Brüssel, weil diese Tatsache an
der Autorität der EZB kratzt, aber es ist so, Nationalbanken
können unbegrenzt Geld drucken.
Es wird also erstmal alles so bleiben wie es ist...
Nur Ehrlichkeit darf belohnt werden
Betrüger haben k e i n e Vertrags-Rechte!
In den europäischen Ländern --- und in der EU schon gar nicht ---
gibt es k e i n e Macht, die die gemeinschaftsfeindlichen Bewegungen
und Züge der Bankenwelt durchkreuzen könnten.
Dies ist unser Kreuz!
...einer alten Dame über die Straße helfen, die das gar nicht will??
Liebe Griechen löffelt die Suppe bitte selber aus....
Ein kleines Volk und seine Regierungen bringen die große EU in
heftige Turbulenzen. Es wollte nicht erkennen wie ihre gewählten
Politiker ihr Land über Jahrzehnte zur Beute genommen haben und mit
unvernünftiger Politik in dieses Unglück gestürzt haben.
Nun erwartet das Volk, dass die EU für sie diese Suppe
auslöffeln soll. Liebe Griechen, wir wollen unseren Kindern und
Enkel nicht das gleiche Chaos hinterlassen, das ihr angerichtet habt.
Bitte löffelt diese Suppe selber aus, die ihr euch eingebrockt habt
und glaubt bitte nicht euren links- oder echtsradikalen Dämagogen,
sie könnten euch von euren Schulden durch Haftungsverweigerung
befreien. Sie irren!
Hier noch eine kleine Ergänzung:
Die zu erwartenden Währungsspekulationen könnte man umgehen, indem man die Umstellung rückdatierte und zunächst nur für neue Konten wirksam machte, die vordatiert würden. Es gäbe also eine Zeit lang zwei parallele Währungssysteme.
Machen wir uns doch nichts vor, GR raus ist nicht die Lösung - jedenfalls jetzt nicht mehr.
Vor einem Jahr wäre das noch eine Option gewesen; inzwischen geht es in Spanien los, Portugal und Irland werden uns auch noch überraschen, Italien rutscht immer stärker ab - auch wenn die MSM kaum darüber berichten - und wer weiß, wie lange FR sich noch halten kann. Demnächst werden die Kosten explodieren und die Pleiten dennoch stattfinden - welcher Depp wird dann noch in der EU investieren? Wenn es jetzt nicht endlich eine klare Lösung mit Neuanfang gibt und diese Krise aus den Schlagzeilen verschwindet, dann ist Europa für die nächsten 50 Jahre erledigt - vonwegen tolle VSE! Warum kehrt man nicht einfach zum EWS (Europäisches Währungssystem) zurück mit dem Euro als Verrechnungswährung (früher ECU)? Dieses System war viel flexibler, ein Austritt war möglich und der Euro wäre auch gerettet. Und, wenn der Mut fehlt, die Banken zu regulieren (was längst überfällig ist) könnte man ein paralleles staatliches System hochziehen oder unser altes Sparkassensystem wiederbeleben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2012 19:29 UhrUnd nach FR, "wer weiss wie lange D sich noch halten kann"...
mit einer Vershuldungsrate von 81%, ist die Frage auch für Deutschland zutreffend, oder?
Was kostet eigentlich die Preisgabe der europäischen Südflanke?
Wer wird das Machtvakuum in Griechenland zu füllen versuchen? Wer
hätte einen Vorteil, in Griechenland einen Bürgerkrieg zu
sponsoren? Wie wird Europa dann politisch reagieren? Welche Folgen
hätte das auf die historisch bekannten innereuropäischen Konfliktlinien?
Man beachte die reichliche Instabilität der Region: Naher Osten,
Nordafrika, Kaukasus und nicht zuletzt die Türkei. Und dahinter im
Osten wirds richtig bunt: Arabische Halbinsel, Iran, Irak, Pakistan,
Afghanistan. Finanziell sind die dank Rohstoff recht flüssig und
haben alle ein Hühnchen mit Europa zu rupfen.
Ich glaube, ein Wegfall des Euros in Griechenland und der EU
Mitgliedschaft wäre erst der Beginn eines Desasters, das alsbald
alle Kräfte Europas - finanzuiell, politisch und militärisch -
binden könnte. Wir werden uns diese Krise nicht einfach so vom Hals
schaffen können.
Die Viecher hinter dem europäischen Grenzzaun können richtig
beißen. Leider haben die europäischen Völkern die
Geostrategie verlernt.
Keiner sagt,...
...dass Griechenland die EU-Mitgliedschaft aufgeben muss. Selbstverständlich wird GR auch unterstützt - halt auf einem anderen Niveau - billiger eben durch die Drachme.
Milliardenschwere griechische Reeder müssen noch immer keine Steuern in Griechenland zahlen.
Andere Reiche fast nichts. Die reichen Griechen haben in den letzten
Jahrzehntn genügend Vermögen angehäuft, um die
Staats-Schulden ganz alleine zu bedienen. Ausserdem sind sie für
die ausufernde Korruption die Hauptverantwortlichen. Wie erhält man
schon eine komlette Steuerbefreiung - ausser durch Korrumpierung der Politik?
Warum nimmt man sie nicht einfach auf europäischer Ebene in Haft / Haftung?
Es ist nicht akzeptabel, dass Deutschland auch nur 1 €-Cent Kosten entstehen
Schonung der Steuerhinterzieher
Sie haben ja völlig Recht. Daß aber die Europäische Politik trotz dieser knallharten Fakten nicht handelt und die Schweiz u.a. unter Druck setzt um Griechisches Schwarzgeld und Grossvermögen in die Verantwortung zu ziehen wird allen noch teuer zu stehen kommen.
Nicht Griechen-Austritt, der ESM ist die Geißel für die deutschen Bürger!
Zum ESM-Finanzierungsgesetz , (ESM-FinG) Kommentierung (07.05.2012) hat für den Bund der Steuerzahler (Bayern) und die Taxpayers Association Europe, Herr Von Rolf von Hohenhau die Risiken des ESM Vertrags sachlich erläutert. Nachzulesen auch auf Deutschlands Bürgerseite. Das ist ein Skandal, gegen den sich Griechenland wie ein kleiner Streit ausnimmt. Der ESM muß von der Presse und der FAZ thematisiert und bekämpft werden: er bedeutet die Willkürherrschaft über die Arbeitsleistungen und die Vermögen aller deutschen Bürger. Das ist nicht nur grenzwertig Hochverrat: das ist Hochverrat und sollte auch in Deutschland nicht mehr unblutig rück abzuwickeln sein. Griechenland ist ein Witz gegen den ESM - der muß auf die erste Seite.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2012 08:38 UhrUnd wo bleibt die Verantwortung jener, die Griechenland (und andere Pleitestaaten) in die €urozone aufgenommen haben? Dann hat man noch ein Jahrzehnt alle Augen zugedrückt. Der Schaden der hier volkswirtschaftlich und menschlich angerichtet wurde ist immens. Europäischer Rat und EU Kommission agieren offensichtlich jenseits jeder politischen Rechenschaft.
Nur was ist nach dem Austritt?
Was passiert mit Griechenland nach dem €-Austritt? Kommt es zur
Zahlungsunfähigkeit hätte das EU-weite Konsequenzen, denn in
der EU wären die Griechen dann ja immer noch. Und wenn der Staat
zahlungsunfähig wird sind die Griechen auf Hilfen aus der EU
angewiesen. Somit wird es auch nach dem Austritt kein direktes Ende geben.
Denn selbst mit dem Drachmen wird die griechische Wirtschaft nicht
direkt wettbewwerbsfähig sein.
Die Frage welche Variante nun die bessere ist ist nicht einfach zu
beantworten und ich bin froh, dass ich diese Entscheidung nicht treffen muss.
Zur DM zurück wäre ein komplettes Desaster
Es würde uns dann gehen Wie der Schweiz. Die DM würde zu stark
werden, weil jeder in eine vermeintlich sichere und starke Währung
investieren will. Damit werden die Exporte teurer und davon lebt D nunmal.
Ich wollte ja damit nicht sagen, dass ein Austritt der Griechen aus dem
€ unmöglich ist oder die schlechteste Lösung wäre.
Mir ging es vielmeher darum, dass es eben nicht so ist, dass dann die
Verpflichtungen von G weg sind und man einmal 80Mrd zahlt und das
Problem ist behoben. Es würde weitreichende Folgen mit evtl
später entstehenden Kosten bedeuten. Dies wird aber von vielen
Menschen nicht bedacht.
Ich sehe da kein Problem!
Griechenland bekommt einen Schuldenschnitt, d.h. deren Schulden werden
auf Null gesetzt, dann geht Griechenland aus dem EURO zurúck zur
Drachme. Der Wechselkurs zum Euro zur Drachme kann z.B. 1:350 betragen.
Natürlich bleibt Griechenland in der europäischen Gemeinschaft
und bekommt auch weiterhin Subventionen; die sind durch den genannten
Wechselkurs für Europa aber weniger kostspielig. Ein Vorteil
für alle - denk ich mal.
Wenn wir allerdings zu dem Schluss kommen, dass außer Deutschland
alle ein Problem haben und es bei einem Austritt von Griechenland zu
einer Kettenreaktion kommen wird, dann sollten wir uns überlegen,
ob nicht Deutschland zur DM zurückkehren sollte.
Naja,
So oder so werden es die Griechen schwer haben. Aber erkläre mir bitte einer, wie G. MIT Euro UND einer am Boden liegenden Wirtschaft jemals wieder wettbewerbsfähig werden kann. Vielleicht kaufen die G. mit der Drachme dann wieder heimische Tomaten statt holländische. Natürlich müssten die Banken in G. saniert werden. Aber das sind Peanuts im Vergleich zu den Bankenrettungen und den Bankenkrediten von 1 Bill. Euro durch die EZB. Nein, die G. sollten in ihrem eigenen Interesse eine eigene Währung einführen und einen 100%igen Schuldenschnitt machen.
Waehlen bis die linke gewonnen hat, im Ursprungsland der Demokratie
Und dann bekommen wir nicht einen Cent zurueck. Und unsere Linken - von Gabriel bis Lafontaine tanzen auf den Strassen in Berlin, waehrend Deutschland die Steuer erhohen muss!
Wo kann ich meinen Beitrag bezahlen?
Ich bin Bundesbürger und habe drei Kinder, die auch
Bundesbürger sind, allerdings Doppelbürger mit einem anderen
europäischen Staat.
Muss ich dann Euro 4,000 bezahlen, oder gelten Doppelbürger nur
halb für den jeweiligen Staat? Und an wen muss ich bezahlen, damit
die Griechen endlich rausfliegen?
Fehlt bloß noch die Frage von SPD/Grüne:
"Und wann reden wir endlich wieder über einen EU-Beitritt der Türkei?"
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2012 07:02 UhrDie Frage hat sich mit Nabucco erledigt. Es drehte sich nur um Versorgungssicherheit.
Um Energie und Fressen fürs Volk dreht sich Alles. Das muß billig sein. Sonst Keile. Und die Türkei ist kein zu besiegender Staat auf dem Pfad der Nabucco Pipe nach Griechenland. Also: vertraglich Einbinden! Wenn kein Öl und kein Gas durch Nabucco fließen: dann war es das mit der Türkei.
Drin bleiben kostet jede Wettbewerbsfähigkeit
Diese 80 Milliarden sind eine Zahl, mit der man arbeiten kann. Die Luftbuchungen für die Zukunft bedeuten einen Währungsschnitt mit möglichen sozialen Verwerfungen, die nicht kalkulierbar sind. Bitte raus, liebe Griechen
Es hat keinen Wert einer schlechten Sache noch Geld hinterher zu werfen
Griechenland ist und bleibt ein Fass ohne Boden. Ein sofortiger Ausstieg aus dem Euro wuerde zwar viel Geld kosten und in Griechenland kurzfristig zu noch groesseren Verwerfungen fuehren, dann waere aber das Schlimmste ueberstanden und vor allem die griechische Wirtschaft haette wieder eine Chance zur Reaktivierung. Es steht aber zu befuerchten, dass es so weiter geht wie bisher. Juncker fordert ja schon mehr Zeit fuer Griechenland. Ja wieviel denn noch?. Was macht man denn wenn nach einer Neuwahl wirklich "klare Verhaeltnisse" herrschen, naemlich in Richtung extrem Rechts oder extrem Links?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.05.2012 19:48 UhrBin ich Ihrer Meinung
aber wir werfen auch in Deutschland einer schlechten Sache viel zu viel Geld hinterher, indem wir beispielsweise kriminelle Sanierungen von Vermietern dulden, die schlecht gemacht sind und wo der innere Wert der Immobilie einem schlechten Standard entsprciht. Die alten, Rentner und Kranken haben gar nicht soviel Geld und der Staat stockt auf, kontrlliert aber nicht und läßt dem Unheil seinen Lauf und viele Arme in Deutschland haben Angst bals auf der Straße zu sitzen und sind in Existenznot.
Der Euro wird gerettet, koste es, was es wolle.
Auch wenn wir alle danach pleite sind.
sofort annehmen, billiger wird es sicher nicht.!!
Christian Siedenbiedel Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
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