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Euro-Tsunami Die große Geldschwemme

 ·  Gold und Immobilien werden immer teurer. Es ist viel Geld in der Welt. Platzt bald die nächste Blase?

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (49)

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Emanuel Schwabe

"Die klassische Inflation scheint fast ausgestorben" sagt die FAZ, nicht alles ist,

wie es scheint, sage ich. Ludwig Erhard spricht, als wäre es heute: "Schließlich mußte ich mich immer wieder gegen diejenigen wenden, die da glaubten und verkündeten, daß nur aus einer fortdauernden, wenn auch nur leichten Aufweichung der Währung jene Impulse erwachsen könnten, die auf Dauer eine wirtschaftliche Expansion sicherstellen. Nachdem das wirkliche Leben manche Dogmen theoretische und praktisch überwunden hat, scheint es mir an der Zeit zu sein auch diese letzte und vielleicht sogar efährlichste Illusion zu zerstören. Die Inflation kommt nicht über uns als ein Fluch oder als ein tragisches Geschick; sie wird immer durch eine leichtfertige oder sogar v_e_r_b_r_e_c_h_e_r_i_s_c_h_e__ P_o_l_i_t_i_k__ h_e_r_v_o_r_g_e_r_u_f_e_n." (Hervorhebung im Original!) Noch Fragen? Die Inflation, Hyperinflation und der vierte deutsche Staatsbankrott nach 1923, 1948 und 1989 scheint nicht nur zu kommen. Er kommt, und zwar innerhalb der nächsten fünf Jahre.

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Benjamin Hageloch

Öl-Blase

Haben Sie nicht noch eine mögliche Blase vergessen? Der Öl-Preis (mit dem die Benzinpreise einhergehen...) scheint auch alle Kennzeichen einer Blase zu erfüllen!

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Heinz Fromm
Heinz Fromm (gast007) - 24.04.2012 00:50 Uhr

Vorsicht, Vorsicht !

Bitte verharmlosen Sie nicht die Inflationsgefahr, die aus Draghis unverantwortlichem Dicke-Bertha-Gehexe, den Schrottanleihen und den T2-Kontokorrenten resultiert. Die Volkswirtschaft ist keine Wissenschaft, sondern eine wissenschaftlich verbrämte Meinungsäusserung - also Vorsicht bei Ihren Aussagen.

Es bleibt dabei: Die explodierende Geldmenge ist nicht besichert! Es handelt sich also um bunte Euro-Papierchen, hinter denen keine Materie und nichts Erarbeitetes steckt! Dass die neu gedruckten oder unbaren neuen Euro die Inflation noch nicht in der Breite losgetreten haben, ist ein Wunder. Man kennt aber die "galoppierende" Inflation. Die geht ab auf Pfiff. Und dann gibt es kein Halten mehr, auch keine Anti-Dicke Bertha. Dann müssen die Euroscheine jeweils den Aufdruck "-millionen" bekommen. Alles schon da gewesen !

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Rolf-Dirk Maehler

Nun ja, das liest sich ja alles ganz nett, aber warum suchen wir nicht vor der eigenen Haustür

Und da kann man über die Geldentwertung und ihre Folgen eine Menge lernen. Vor der Einführung des Euro hatte z.z. ein normaler Arbeitnehmer DEM 2.500 an Rente, wovon man ganz ordentlich leben konnte. Als der Euro kam schmolz die Rente auf Euro 1.250 - und davon kann man nur mehr schlecht als recht leben. Einen Rentner interessieren Rechenbeispiele wenig, die nichts mit seinem Warenkorb zu tun haben. Und auch das Beispiel der Arbeiterin aus China, so traurig es auch sein mag, aber daß tausende von Arbeitnehmern auch in Deutschland ihren Arbeitsplatz verloren haben, weil die nach China verlagert worden sind, ist auch eine Realität und diese Arbeitnehmer werden nicht damit getröstet, daß auf anderen Sektoren durch Export-Erfolge Arbeitsplätze entstanden sind. Textilarbeiter werden üblicherweise nicht in der Automobil-Industrie beschäftigt. Probleme in anderen Ländern müssen die Verantwortlichen dort lösen und die hiesigen wir selbst. Verantwortung lässt sich nicht globalisieren.

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Heinz Spelthahn
Heinz Spelthahn (kafuz2) - 23.04.2012 15:58 Uhr

Schuldenmachen muss geächtet werden

Bravo, Herr Bernau, endlich mal eine klare Stellungnahme: Schulden sind keine Hilfe. Unser Wohlstand wird zur Zeit auch in China gesichert. Es ist viel zu viel Geld "unterwegs". Es hilt niemandem wirklich, wenn weitere Wohltaten auf Pump verteilt werden. Die NRW-Wahl wird zeigen, ob wir Wähler gelernt haben. Haben wir gelernt, dass wir die Politiker wählen, die ausschließlich "unser Geld" verteilen? Ein Lob auf die Schuldensenker.
Heinz Spelthahn, Rechtsanwalt, Jülich

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.04.2012 17:23 Uhr
Heinz Spelthahn
Heinz Spelthahn (kafuz2) - 24.04.2012 17:23 Uhr

Doch so einfach ist es

Geld und Ware müssen in Einklang stehen. Wachstum kommt vom Arbeiten. Wir geben das Geld für konsumtive Zwecke aus. Das passt nicht zusammen. Der Glaube an die Zahlungsfähigkeit Deutschlands beruht nur auf fehlender Inflation. Eine angemessene Inflationsrate müsste heute schon 2stellig sein, um die Schulden darüber tilgen zu können. Der Private verschuldet sich ein- oder zweimal im Leben, um sie 34 Jahren zu tilgen. "Papa Staat" hat das nicht nötig. Er könnte locker mit dem Geld auskommen, das er einnimt. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, dass staatlich das eintritt, was privat für undekbar gehalten wird: Wünsche werden immer sofort wahr. Das absurdeste Beispiel: der Überschuss bei Krankenkassen und Rentenversicherung. Nun will man uns wieder beglücken. Bis zur nächsten Beitragserhöhung. Wir Bürger sind schuld, dass wir uns das bieten lassen. Oder gar fordern.
Heinz Spelthahn, Jülich.

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Karl Schade
Karl Schade (J.K.S) - 24.04.2012 12:33 Uhr

Es gibt produktive und konsumtive Schulden

Richtig, wenn jemand spart, muss ein anderer sich verschulden. Ein Schneeballsystem wird daraus aber erst, wenn der, der sich verschuldet, das Geld zur Bezahlung seiner Lebenshaltungskosten verwendet. Denn danach ist das Geld weg und Tilgungsfähigkeit hat der Schuldner durch sein Wohlleben nicht gewonnen. Investiert er es hingegen in Waren, mit deren Weiterverkauf er Gewinn erzielt, in Immobilien, die er profitabel vermietet, in Werkzeuge oder Kenntnisse, mit denen er die Produktivität seiner Arbeitskraft steigern kann, dann verbessert der Schuldner damit seine Fähigkeit zur Schuldentilgung.

Der Vorwurf an die überschuldeten Staaten besteht darin, dass sie die Schulden zur Finanzierung von Konsum (überlange Renten, sinnlose Kriege) oder unproduktiven Investments (Renommier-Sportstadien) aufnehmen und damit keinerlei Grundlage für die künftige Schuldentilgung legen. Das ist das Schneeballsystem, das nun in Zeitlupe in der Inflation zusammenbricht.

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Michael Mueller

Schuldensenker

Ganz so einfach ist es nicht. So lange Sie sparen, müssen andere Schulden machen. Und wenn Deutschland spart, dann wird das Geld eben als Rettungsbürgschaften ausgegeben. Das Problem: aus diesem Grund ist das ganze Finanzsystem ein Schneeballsystem. Der Staat muss sich verschulden, damit die Bürger sparen können. Denn ohne Verschuldung gibt es kein Wachstum. Und ohne Wachstum können die Schulden nicht mehr zurückgezahlt werden. Und jetzt ist eben das Schneeballsystem dabei, ans Ende zu kommen. Wenn der Staat keine Schulden mehr machen kann weil die Leute nicht mehr glauben, dass der Staat diese Schulden zurückzahlen kann, dann tritt eine Rezession ein. Und dann glauben die Leute noch weniger, dass der Staat die Schulden zurückzahlen kann. Am Ende steht dann die unvermeindliche Staatspleite. Diese können Sie nur vermeiden, wenn sie auf irgendeine Weise die durch zinseffekte anwachsenden Vermögen abschöpfen. Derzeit wird dies über Inflation gemacht.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 23.04.2012 12:25 Uhr

Vieleicht sollte man bei dieser Diskussion auch im hinterkopf behalten, ...

dass die Euroschwemme eine Reaktion auf die Dollarschwemme ist die zuerst da war. Ich halte die Geldschwemme allgemein nicht für gut aber den Fehler nur bei uns zu suchen zeigt nur die halbe Wahrheit auf.

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Marco Vogt

Die Immoblase...

die letzte Chance zur Geldschöpfung durch Kredit. Daher wird die Immoblase in Deutschland sehr bewußt angeheizt, es ist die letzte Chance dem kaputten Finanzsystem noch 3 bis 5 Jahre Luft zu verschaffen.

Nur noch deutsche Immo-Käufer sind Kreditwürdig, daher findet diese Blase auch hier statt.

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Joachim Schroeder

Überdehnung!

So kann in der EU weniger von einer Immobilienblase wie in den U.S.A. ausgegangen werden, sondern von einer Überdehnung im Sinne der ehemaligen UdSSR, die letztendlich an der Ausweitung eines nicht floatbaren Rubel in zu vielen Ländern, wie jetzt der Euro in der EU, gescheitert ist. Sollte die BRD nicht wissen wohin mit den vielen Euros, so wird dies die EZB für sie erledigen, die mit dem Ankauf von maroden Staatsanleihen der PIIGS+F Staaten den gleichen Effekt wie mit der Immobilienblase in den U.S.A. auslöst und die BRD mit der Ratifizierung des ESM noch eins oben drauf setzen wird. Letztendlich wird die EZB auf ihren faulen Staatsanleihen sitzenbleiben, denn der Betrug mit den faulen U.S.A. Immobilienpaketen dürfte sich unauslöschlich in dem Gedächtnis der Käufer festgefressen haben, die täglich mit ihren ''Bad Banks Depots'' konfrontiert werden, es sei denn, die BRD ist noch einmal so naiv und leitet eine Bankenrettung ein, welches der Mangel an Masse Grenzen setzt!!

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Paul Banaschak

Es gibt keine Inflation, weil das zusätzliche Geld ganz einfach die Banken nutzen,

um schlechte Staatsanleihen zu kaufen, die deutlich besser verzinst werden, als sie an die Zentralbank zahlen müssen. Und wenn es schief geht, werden die Banken ja durch die Steuerzahler gerettet. Nachzulesen bei Sinn in "Kasinokapitalismus" und in den Zeitungen, jeden Tag.

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Gerhard Grell

Vermögen nicht zu hach bewertet - Krisenszenario zu klein bewertet

"Der deutsche Staat nimmt immer mehr Schulden auf. Die deutschen Politiker machen den gleichen Fehler wie ihre Kollegen in Portugal und Griechenland vor einigen Jahren."

Damit ist alles gesagt!

Die Fluchtbewegungen allerdings haben bereits eingesetzt; unter Anderem in das angeblich (lt. Artikel) zu hoch bewertete Vermögen.

Meine These dazu: Wer sich rechtzeitig in das "zu hoch bewertete Vermögen" flüchtet, wird sein Vermögen am besten durch die nächste Krise gewaltigen Ausmaßes bringen!

Es ist schon verwunderlich, wie die FAZ, sonst gerne auf die Aussagekraft der Märkte verweisend, hier Vermögen glatt als zu hoch bewertet bezeichnet. Sollte das der billige Versuch sein, die Lage schön zu reden???

Auch in Sachen Straßenschlachten: Nicht auszuschließen, dass die FAZ sich noch wundern wird. Man hat in Deutschland schon wegen kleinerer Angelegenheiten massenhaft Steine geworfen! Potenzielle Brandstifter verschiedener Coleur sind ausreichend da, teils in Staatsämtern!

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Martin Bremer

provokante These

ich möchte mal eine - vielleicht - provokante These in den Raum stellen:
Allen Staatsschuldenkrisen gemein scheint die politische Strategie, durch schuldenfinanzierte "Geschenke" an das Wahlvolk die eigene Wiederwahl zu befördern. Es wird sich wohl auch nicht verhindern lassen, dass die Politiker diesbezüglich die Grenzen ihrer Möglichkeiten ausschöpfen.
Um so erstaunlicher ist aber doch, dass der Finanzminister nicht noch deutlich mehr Schulden aufnimmt, wenn die Investoren es ihm schon (fast) ohne Zins geradezu hinterherwerfen. Es ließe sich doch im Sinne der Wiederwahlförderung, als auch im Sinne der Defizitsenkung wirkungsvoll einsetzen. Wie? Z.B. durch Investments des Bundes bei einem oder zwei der großen Erdöl-Unternehmen. Strategische Mehrheiten etwa bei BP, Total oder Royal Dutch brächten nicht nur fette Dividenden für den Bund, sondern zugleich auch Interventionsmöglichkeiten in der Benzinpreispolitik. Schäuble würde glatt zum Helden, wenn er den Ölmultis Paroli böte.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.04.2012 00:41 Uhr
Martin Bremer

Die Politik soll nicht unternehmerisch, sondern strategisch handeln

der Bund hat nicht die Aufgabe, der "bessere" Unternehmer zu sein, da gebe ich Ihnen Recht. Das gefährdet nur unnötig den freien Wettbewerb. Jedoch sollte die Politik möglichst weitsichtig darum bemüht sein, das Land wirkungsvoll vor globalen Krisen zu schützen. Unabhängig von der Weltwirtschaft wird Deutschland natürlich niemals sein, aber die hinlänglich bekannten Gefahrenherde für die Weltwirtschaft (Finanzmärkte, Ölmärkte, Staatsschulden, Rohstoffversorgung) fordern zwingend strategisches Denken (und Handeln) seitens der Politik, wenn man dem Dilemma der Bailouts auf Kosten der Steuerzahler in der nächsten Krise einigermaßen glimpflich entkommen möchte.
Der Ölmarkt ist eine "Wundertüte". Die viel zu weit gehende Macht der großen Ölkonzerne ist eine unter mehreren Ursachen, aber eine gewichtige. Der Wettbwewerb funktioniert sicher nicht so, wie es eigentlich sein sollte. Für Deutschland geht es m.E. darum, Abhängigkeiten zu entschärfen und ernsthafte Alternativen aufzubauen.

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wolf haupricht

Es gibt eine ganz frische Entscheidung...

des BMWi vom 6.4.12 gegen eine Beteiligung des Bundes (KfW) bei der Fa. Tennet (NL), die die Leitungen für Windkraftanlagen auf See bewerkstelligen soll.
Historie: Für das Führen von Unternehmen bzw als Anteilseigner sind Bund, Länder und Gemeinden nicht prädestiniert, weil diese andere Aufgaben haben als "unternehmerisch" tätig zu sein. Dafür haben wir Unternehmen oder Investoren, die das Know How dafür haben und Gewinn oder Verlust tragen. Lohnt sich die Investition aus unternehmerischen Sicht nicht, ruft man gern nach dem Staat, der dann das Risiko tragen soll. Das aber ist nicht Aufgabe der öffentlichen Hand. Siehe Telecom AG, Deutsche Bahn AG oder Deutsche Post AG, von denen sich der Bund getrennt hat und die nunmehr im Wettbewerb stehen. Siehe auch Nürnburgring AG mit Millionenverlusten des Landes Rhl/Pfalz oder Hotelsanierung etc. Der Staat kann sich mehr um seine wirklichen Aufgaben gem. GG kümmern.
Wie das

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Martin Bremer

Der Teufel wäre wohl auch zurecht los...

grundsätzlich ist das von Ihnen angeführte Gesetz ja auch notwendig. Zockerei auf Kredit darf es von Seiten des Bundes natürlich nicht geben. Auf der anderen Seite sollten Gesetze aber auch so verfasst sein, dass sie strategische Flexibilität nicht von vornherein unmöglich machen.
In dem von mir angedachten Falle (Beteiligungen bei Total, BP, Royal Dutch) könnte man mit einer Hedging-Strategie das Verlustrisiko sogar komplett ausschließen. So würden zwar auch mögliche Gewinne reduziert, aber der strategische Aspekt der Beteiligungen wäre dennoch intakt.
Wenn EU-Recht oder Kartellrecht eine solche Strategie nicht zuliessen, stellt sich aus meiner Sicht dennoch die Frage, ob Deutschland nicht dringend ein Erdöl-Unternehmen im Staatsbesitz bräuchte, um nicht weiter handlungsunfähig zu sein gegenüber der Ölindustrie. Argentinien macht es ja gerade vor mit der Enteignung von Repsol.

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wolf haupricht

Dagegen spricht das Haushaltsrecht des Bundes (BHO)

Beteiligungen an Unternehmen und dies mit Krediten zu verwirklichen. Der Bund müsste bei Verlusten haften und dies zu Lasten der Steuerzahler. Dann wäre der Teufel los.
Denken Sie bspw an die Länder BW (hier:Mappus) oder Niedersachsen mit seiner VW-Beteiligung, die gegen EU-Recht verstößt. Vielleicht lässt die Landesverfassung einschl. Haushaltsrecht Ausnahmen zu?

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Max Clemenson

Jump condition

Inflation ist ein psychologischen Phonemen. Warum akzeptieren wir bedruckte Papierbögen im Tausch für Waren und Dienstleistungen ...weil wir an das System glauben (und es uns seit Geburt so eingetrichtert wurde :-)). Darin besteht auch das Problem mit der Geldmenge, wenn die Leute anfangen an die Inflation zu glauben, wird es sie auch geben. Dem entgegnen Zentralbanken traditionell damit, dass Sie kurzfristig die Zinsen massiv anheben (Jump-condition, d.h. es gibt keinen geordneten Übergang)… aber wer soll das Argument kaufen, wenn die Bilanzen der Zentralbanken voller Schrottpapiere sind – EZB, FED, BOE etc. wären sofort bankrott, sämtliche Banken und Pensionskassen pleite .. nein, soweit würde man es nicht kommen lassen, es wird dann wohl heißen lieber Hyperinflation als Hyperdeflation … im Sinne der 'Preisstabilität'

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Marco Vogt

Immobilienfinanzierungen in Deutschland fast nur noch mit 80%+

Immobilienfinanzierungen in Deutschland werden fast nur noch mit mehr als 80% abgeschlossen, oft sogar mit 100%.

Das ist eine Gefahr!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.04.2012 18:32 Uhr
Marco Vogt

80% Finanzierung...

maximal 20% Eigenkapital. Natürlich bekommen Sie das durch, haben wir auch geschafft und später dann ohne Verlust die Wohnung wieder verkauft. 5 Jahre praktisch umsonst gewohnt.

Ich habe auch schon angefragt, ich würde sogar eine 100% Finanzierung erhalten, habe aber kein Interesse.

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Karla Wesel

80% was?

Eigenkapital? Denn ein Hauskauf mit 80% Kreditanteil kriegt hierzulande nicht mal Peter Maier aus der FAZ Kolumne durch. ;) Und das ist gut so!

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Werner Mueller

Es gibt keine Geldschwemme - es gibt eine Kreditschwemme!

Es gibt eine Schwemme an Zahlungsversprechungen (in der Zukunft). Geld im engeren Sinne (Münzen und Scheine) sind dagegen in vielen EU Ländern sehr knapp geworden (Griechen kommen kaum noch an Bargeld ... und Kredit bekommen die meisten auch nicht mehr).
Das Märchen von der Geldschwemme soll Leuten Angst vor der Inflation machen, so dass sie sich weiter verschulden und Immobilien kaufen. So kann das Ponzi-Spiel der Banken noch etwas am Leben gehalten werden. Unverantwortlich.

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Roland Wolf

Unsere Geldschwemme ist anders

Druckt Zimbabwe Geld führt das sofort zur Inflation.
Druckt Amerika Geld, dann ist das eine prima Wertschöpfung und führt nur zum Teil zur Inflation, weil Amerika die Währung für die halbe Welt stellt.
Würde Europa einfach Geld drucken, hätten wir zum hohen Anteil eine Geldentwertung und das ausgegebene Geld würden sich alle europäischen Staaten aufteilen. Unser Fall liegt aber anders. Die europäischen Südstaaten schöpfen Geld durch Target-Salden und Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Dieses Geld muss zurückbezahlt werden und Deutschland haftet dafür. Deshalb führt das nicht sofort zu Inflation, sondern erst wenn Deutschlands Bonität wackelt.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 22.04.2012 19:53 Uhr

Krise und Inflation liegen nah beianander

Was ist der Unterschied zwischen nicht zahlen und zahlen mit entwertetem Geld? Wahrscheinlich geht es mit Inflation "stabiler" und einschleichend, vielleicht deswegen definiert die EZB Stabilität als ein nicht unbedingt immer zu erfüllendes Ziel einer schleichenden Inflation von möglichst nah, aber unter 2%.

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Volker Kraft

Deutschland - Musterknabe?

Deutschland gilt doch nur deshalb als europäischer Musterknabe, weil fast alle anderen Länder noch verantwortungsloser Schulden machen. Wie sieht es denn wirklich aus? Jetzt wird uns ein ausgeglichener Haushalt für 2016 avisiert. Wer erinnert sich heute noch an Hans Eichel, als dieser kurz vor der Jahrtausendwende dieses für 2004 in Aussicht stellte? Jahrelang brummende Konjunktur, aber wie selbstverständlich werden gewaltige neue Schulden aufgetürmt. Irgendwann wird auch in Deutschland die Stunde der Wahrheit kommen, vielleicht sogar schneller als mancher denkt, z.B. wenn sich die sog. Energiewende als undurchdachter, gigantischer Irrweg erwiesen haben wird, und der deutsche Bürger weiterhin den Bau jedes Kraftwerkes erfolgreich verhindert.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.04.2012 18:50 Uhr
wolf haupricht

Der so genannte "Juliusturm", den F. Schäffer als Reserve....

berechtigterweise anlegte, sollte die Besatzungskosten der Alliierten und den Aufbau deutscher Streitkräfte finanzieren, deren Kostenhöhe offen war. Es handelte sich also um ein Ansparprogramm für geplante Investitionen und Kriegsfolgelasten, die zu einem späteren Zeitpunkt realisiert wurden. Schiller folgte Möller und wurde dadurch Superminister (Wirtschaft + Finanzen).

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 23.04.2012 12:33 Uhr

Herr Haupricht,

ganz so schlimm war es nicht. Der erste Finanzminister der BRD, Fritz Schäffer, hat in seiner ersten Amtszeit sogar einen Überschuß erwirtschaftet. Nach Möller gab es noch einen Aufrechten, der u.a. wegen geforderter 2 Milliarden DM zusätzlicher Schulden zurücktrat: Prof. Karl Schiller.

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wolf haupricht

Herr Kraft: Eichel unternahm mehrere Versuche, den Haushalt...

auszugleichen, zuletzt für 2006. Es war Schröder, der dies rigoros ablehnte und Eichel kuschte, statt den Bettel hin zu werfen. Soviel zur Haushaltsdisziplin der SPD. Bisher gab es nur einen SPD-Finanzminister der zurück trat: Alex..Möller. Er konnte nicht akzeptieren, dass das Kabinett ungeniert höhere Ausgaben für ihre Etats forderten und nicht zu Abstrichen bereit waren.

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Heike Schneider

Kurzfristiges Denken

Erstens sind die Mieten oft hochgeschnellt. Zweitens wurde vollkommen unqualifiziert gedämmt, und in den Wohnungen innen nichts gemacht. Drittens wurde sich am Standort nicht an die Vergleichsmieten gehalten. Viertens - die allzu klugen Mieter, welche die hohen Mietpreise für Wohnungen nehmen, welche der Qualität und dem Vergleich nicht Stand halte, tun sich ja keinen Gefallen. Denn die Menschen werden immer weniger verdien, es wird so oder so noch mehr Entlassungen geben, die Kaufkraft ist schon jetzt an manchen Orten unten. Die Mietpreissteigerungen können die Menschen nicht mehr bezahlen - weiterhin wird überall der Wirtschaftsstandort vor Ort noch mehr geschwächt. Je mehr Geschäfte, Kneipen, Läden ect.schließen. Der Kollaps ist vorprogrammiert. Geistige Idioten!

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Rolf Huchthausen

Toller Hintergrundbericht!

Bei der Zusammensetzung des Warenkorbes zur Berechnung der Inflation haben offizielle Stellen praktisch alle Möglichkeiten zur Manipulation.

Äpfel sind halt doch keine Birnen. Danke für diesen Bericht!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2012 20:12 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 22.04.2012 20:12 Uhr

Auch "stabile" Preise sind Inflation, ...

... denn wegen des technischen Fortschritts sollten die Preise sinken. Man sollte weniger Arbeiten müssen, um sogar besser zu leben.

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Helge  Peters
Helge Peters (Petobel) - 22.04.2012 18:18 Uhr

Das Problem ist: Die deutschen Politiker nutzen das Geld nicht, um Schulden zurückzuzahlen.

Ha,ha! Es geht hier ja doch weniger um das Schuldentilgen. Durch unsere EFSF- und ESM-Verpflichungen tickt die Bombe vielmehr an ganz anderer Stelle. Zu der ohnehin bereits hohen Verschuldung des deutschen Staates - seit Merkels "Dienstantritt" übrigens extrem angewachsen wie ja jeder weiß - kommen die tatsächlichen Zahlungen (an die EZB) und die (noch!) "hypothetischen" Zahlungen (Bürgschaften in Höhe einiger hundert Milliarden) hinzu. Glaubt man in der deutschen Politik vielleicht, man könne sich bei einer gebündelten Pleite der Südstaaten und Frankreichs mit dem Argument "Sondertatbestand" den eingegangenen Verpflichtungen einfach entziehen? Mitnichten! Es ist wie mit Reparationszahlungen: niemand wird auch nur einen deutschen Schulden-Cent "vergessen"! Grüße an unsere Enkel!

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Jahrgang 1981, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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