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Euro-Schuldenkrise Weltbank fürchtet eine globale Rezession

 ·  Die Schuldenkrise in Europa ist eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft, warnt die Weltbank. Sie könne zu einem Wachstumseinbruch in den meisten Regionen der Erde um bis zu 1,5 Prozent führen, so Weltbank-Präsident Jim Yong Kim.

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© dpa Konsequenzen der Euro-Krise für die Armen der Welt vom Senegal bis nach Indien: Das befürchtet der neue Weltbankpräsident

Die Weltbank hat vor weitreichenden Konsequenzen der europäischen Schuldenkrise für andere Weltregionen gewarnt. Selbst wenn es gelinge, die Euro-Schuldenkrise einzudämmen, könnte sie zu einem Wachstumseinbruch in den meisten Regionen der Erde um bis zu 1,5 Prozent führen, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim in seiner ersten größeren Rede seit seiner Ernennung.

Eine anhaltende große Krise in Europa könne das Bruttosozialprodukt in den Entwicklungsländern um vier oder mehr Prozent senken und damit eine globale Rezession auslösen, sagte Kim. „Solche Ereignisse bedrohen viele der in der Vergangenheit erreichten Fortschritte im Kampf gegen die Armut“, sagte der Weltbank-Chef. „Um es deutlich zu sagen: Was heute in Europa passiert, betrifft den Fischer im Senegal und den Programmierer in Indien.“ Kim forderte die europäischen Staaten auf, alles daran zu setzen, die Stabilität ihrer Finanzmärkte wiederherzustellen.

Die Eurokrise hatte schon dazu geführt, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) in dieser Woche seinen Ausblick für Schwellenmärkte für 2013 reduziert hatte. Erschwerend für aufstrebenden Volkswirtschaften von China bis Indien kommt hinzu, dass sie sich einer schwindenden Inlandsnachfrage gegenüber sehen.

IWF will Weltwirtschaft noch intensiver beobachten

Der IWF kündigte derweil an, dass er die Entwicklung der Weltwirtschaft noch intensiver beobachten und bessere Ausblicke schreiben will. Der IWF möchte ein dazu gestartetes Pilotprogramm in ein dauerhaftes Programm umzuwandeln. Es untersucht wie die Politik eines Staates die Wirtschaft seiner Nachbarn beeinflusst und sie eventuell sogar bedroht.

IWF-Chefin Christine Lagarde nannte das neue Beobachtungsprogramm „einen wichtigen Schritt beim Neustart unserer Beobachtung der Weltwirtschaft“. In einer hochgradig vernetzten Weltwirtschaft sei es entscheidend, eine effektive Überwachung zur Hand zu haben, damit Risiken entdeckt und frühzeitig politische Empfehlungen gegeben werden können.

Der Fonds hatte im vergangenen Jahr angefangen, sogenannte „Spillover-Reports“ zu erstellen, wie sich die Politik großer Volkswirtschaften auf andere Staaten auswirkt. Die Experten Lagardes kamen zum Beispiel zu dem Ergebnis, dass die Währungspolitik Pekings die drei wichtigsten Handelspartner im Wachstum hemmt. Der IWF will diese speziellen Studien ab sofort seinen regulären Ausblicken anhängen.

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