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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Euro-Rettungpolitik Das Volk muss mehr mitreden

 ·  Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte des Bundestags in der Euro-Krise gestärkt. Gut so! Das Parlament darf nicht umgangen werden. Aber eigentlich müsste sogar das Volk befragt werden. Ein Kommentar.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (69)

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Gerhard Storm

Politikerszene von Alfa-Tieren dominiert, alle anderen nicken nur (wenn sie anwesend sind)

So erlebe ich seit vielen Jahren die meist gähnend langweiligen Runden im dt. Parlament. Nur selten wird diese Szene von einem engagierten Geist heimgesucht, der seinem Gewissen freien Lauf lässt.

Dies ist bei Regierung u. Opposition gar nicht gern gesehen. Denn die Alfa-Tiere aller Parteien sind sich darin einig, dass nur sie das Sagen, Denken und Kontrollieren unter ihren Fittichen haben.

Bei dem Gebären von Gesetzen ist durchaus üblich, dass zuvor eine Kuhhandelrunde die Verabschiedung derselben gewährleistet.

Diese Art von Demokratie hat der Bürger satt.

Die Euro-Gremien setzen noch eins drauf u. machen aus ihrem Bereich ein closed shop, in das nur Eingeweihte Zugang haben. Auch hier ist von wirksamer Kontrolle von außen, außer durch Abnickparlamente, keine Rede.

Die Deutschen wollen deshalb ihren direkten Stimmeinfluss haben, um etwaige Konsequenzen bei drakonischen Maßnahmen oder Fehlern mit mehr Verantwortung u. Verständnis mittragen zu können.

Und das wäre gut so

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 18:35 Uhr
Helmut Scheller

@GERHARD STORM

Richtig, das wäre gut so, wird allerdings ein Wunschtraum bleiben.
Deutschland war seit 1945, ist und bleibt ein Staat ohne volle Souveränität und in einem solchen Staat gibt es zwangsläufig auch keinen Souverän.
Den Deutschen ist und bleibt der direkte Stimmeinfluss auf die wirklich entscheidenden existentiellen Fragen der Existenz ihres Volkes und ihres Nationalstaates verwehrt.
Sie sind nicht die mündigen Bürger, von denen immer wieder geschwafelt wird.
Brot und Spiel, das bleibt ihnen vorerst.

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bernd ullrich

Strikte Gegner fordern neuerdings das Plebiszit.

Sinn und Henkel, als die Protagonisten der Euro-Gegner, haben sich sogar mit ihr angefreundet. Sie glauben, sie hätten das Volk schon auf ihren Weg der Nationalstaaten mit alter Währung zurück gebracht. Dabei haben sie nur ihren eigenen Wohlstand und den ihrer Cliquen im Auge. Ans Volk denken sie nur, wenn sie die Stimme brauchen. Damit sind sie auch nicht besser als die Politiker, die aufgescheucht vom drohenden Absturz das Wort Solidarität immer noch nicht in den Mund nehmen, weil einige von ihrer Macht abgeben müßten. Deshalb soll das Volk gegen das Vereinigte Europa stimmen und damit gleiche Sozialstandards in ganz Europa faktisch unmöglich machen. Sinn und Henkel glauben, die Bürger seien so doof, die alten Herrschaftsverhältnisse in Deutschland wieder herzustellen und gegen ihre eigenen Interessen zu handeln. Unabhängig können die Völker nur in einem Vereinigten Europa werden. Sinn und Henkel können ja auswandern, wen es ihnen mißfällt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 14:18 Uhr
Helmut Scheller

@BERND ULLRICH

Mit Ihrer Schlussfolgerung, dass ein Vereinigtes Europa Voraussetzung für gleiche Sozialstandards in ganz Europa sei, liegen Sie falsch.
Dann dürfte die neutrale Schweiz es ja nie auf ihren so hohen Standard geschafft haben.
Die Voraussetzung für den Sozialstandard liegt allein in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Staates. Genau diese unterscheidet sich in Europa aber extrem, sie ist in Deutschland eine ganz andere als in Griechenland, Rumänien oder Moldawien.
Es ist auch nicht zu erkennen, dass sich daran innerhalb der nächsten Generationen Entscheidendes ändern wird, denn die Voraussetzungen dafür sind teils nur sehr schwer bzw. teils überhaupt nicht schaffbar.
Hätten sie jemals Bulgarien oder Rumänien besucht, wäre auch Ihnen dieses klar.
Die Angleichung der Sozialstandards ist also nur per riesigen Finanztransfers denkbar, die dann zu einer Angleichung auf niedrigem Niveau führen könnten - alle Europäer würden dann vielleicht auf dem Niveau der Polen existieren.

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Ralf Vormbaum

Apropos Auswandern,

die Möglichkeit stünde doch auch Ihnen offen oder täusche ich mich da.

Ein zwangsvereinigtes Europa unter dem Dach einer maroden Währungsunion birgt enorme Risiken, die Sie einfach ausblenden, weil sie in ihre ideologische Prämisse nicht passen. Von welchen "alten Herrschaftsinteressen" sprechen Sie? Als ehemaliger Bürger der DDR müssten Sie doch anerkennen, dass diese Herrschaftsverhältnisse von den Bürgern des zwangsvereinigten Ostblocks wie ein Segen begrüßt wurden - ist das alles schon vergessen?

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Paul Banaschak

das Bundesverfassungsgericht ist insgesamt eine grosse Entttäuschung

denn die ganzen Rettungsschirme verstossen gegen das Grundgesetz und haben noch nichts, aber auch gar nichts gerettet. Lediglich die deutschen Steuerzahler wurden in Sippenhaft für unverantwortliche politische Korruption in den PIGS-Staaten genommen. Das darf ein Bundesverfassungsgericht, das seiner Verantwortung gerecht wird, nie und nimmer akzeptieren. Sie taten es leider doch.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 12:11 Uhr
Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 21.06.2012 12:11 Uhr

Unterlassung des BVerG

@Helmut Scheller
Das BVerG hat sehr wohl mehr Möglichkeiten. Warum hat das BVerG die Klage degen den Euro-Rettungsschrim und die Griechenlandhilfe nicht dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt, damit dieser die Vereinbarkeit mit europäischem Recht prüft, wenn sich das BVerg dazu selbst nicht in der Lage sieht? Es hätte die Möglichkeit gehabt, hat es aber nicht getan.

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Helmut Scheller

@PAUL BANASCHAK

Sie überschätzen die Rechte und Möglichkeiten eines Bundesverfassungsgerichtes, das lediglich darüber befindet, ob die Gesetze, Regelungen, Handlungen und Abkommen, die die zuständigen Organe dieses Staates erlassen, vollziehen bzw. abschließen, mit den jeweils gerade geltenden Bestimmungen des Grundgesetzes in Übereinstimmung stehen oder diese verletzen.
Dieses Bundesverfassungsgericht hat z.B. keine Handhabe gegen Änderungen des Grundgesetzes durch ein Zweidrittel-Mehrheit des Bundestages, solange diese Änderungen sich nicht im Widerspruch zu anderen Bestimmungen des Grundgesetzes befinden - der Bundestag muss die neue Grundrichtung also nur "ordentlich" und "konsequent" durchgehend ins geänderte Grundgesetz hineinformulieren.
So bestand der Auftrag des Grundgesetzes in der Schaffung der Einheit Deutschlands in den Grenzen von 1937, selbst Willi Brand ging davon aus - nach 1990 war genau dieser Auftrag plötzlich bereits erfüllt, als die DDR beigetreten war - so die neue Präambel.

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Rainer Brombach

Grundgesetzänderungen durch direkte Demokratie

Wir brauchen keine Volksabstimmung für die Eurorettung, sondern das Recht, unser Grundgesetz per Referendum ändern zu können.

Unsere Parlamentarier haben die Vollmacht vom deutschen Volk, für uns die Entscheidungen zu treffen. Das Volk hat aber noch nicht einmal das Recht, über Umfang und Ausformung dieser Vollmacht direkt zu bestimmen. Es mag sein, dass das Volk vieles auch nicht besser bestimmen wird als die Politiker. Es wird es aber im Ganzen auch nicht schlechter machen.

Gegen Referenden spricht nur, dass die wenigen Spitzenpolitiker ihre einmalige Macht im Staate verlieren werden. Das Volk kann dann regeln, ob es neben dem Grundgesetz weitere Gesetze per Volksabstimmung ändern möchte, ob die Reihenfolge auf Wahllisten vom Volk bestimmt werden, oder ob der Bundespräsident direkt gewählt wird. All das kungeln derzeit maximal je 10 Spitzenpolitiker in den führenden Parteien untereinander aus. Diese werden aber durch Parteigremien ernannt, nicht durch die Bürger.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 14:49 Uhr
Helmut Scheller

@RAINER BROMBACH

Ich teile Ihre Argumente, aber nicht Ihre Schlussfolgerung.
Ich finde es schon schlimm genug, wie dieses Grundgesetz für Deutschland durch die deutschen Parlamentarien beständig Änderungen unterzogen wird. Dieser Zustand würde nicht besser, wenn nun auch noch ausreichend große Bürgergruppen dieses Recht erhalten würden.
Was Deutschland endlich braucht, ist eine Verfassung - ähnlich der us-amerikanischen - die ausreichend universell und vorausschauend formuliert ist und nur die Dinge enthält, die in einer Verfassung geregelt sein sollten.
Diese Verfassung müsste in einer Volksabstimmung durch die deutschen Wahlberechtigten, Abstimmungspflicht zwingend, mit mindestens Zweidrittel-Mehrheit angenommen werden. Auch spätere Änderungen einer solchen Verfassung dürften nur wirksam werden, wenn sie wieder in einer Volksabstimmung mit absoluter Mehrheit bestätigt wurden.
Das Verfassungsgericht müsste das Recht erhalten, Änderungen zu kippen, die gegen die Grundtendenz der Verfassung verstoßen.

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Holger Dorn
Holger Dorn (Holle_D) - 20.06.2012 07:25 Uhr

Täuschung

In den letzten Jahren habe ich die Wahlprogramme der "etablierten" Parteien insbesondere zum Thema Europa beobachtet. Es gab bis vor kurzem, z.B. vor der Europawahl, keinerlei Zielsetzung, wurde weder gesagt, wie die EU konkret ausgestaltet werden soll, noch was man unbedingt nicht will. Erst in den letzten ein bis 1 1/2 Jahren im Rahmen der Krisenbekämpfung wird - durch Aussagen z.B. der Bundeskanzlerin - wird es nach und nach klarer. Das heißt: Bewusste Vorenthaltung von Informationen und Täuschung der Wähler!
Aus Bequemlichkeit hat der Souverän nicht genau und ausreichend kritisch nachgefragt...

Da seitens der Politik alles zur Desinformation der Bürger und zur Vermeidung von Volksentscheiden getan wird, bleibt für uns Wähler nur übrig, ALLE Register zu ziehen, um das Schlimmste zu vermeiden oder noch abmildern zu können. Das BVG-Urteil hilft dafür nur eingeschränkt, da zu spät. Das haben wir aber mit verbockt...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 14:58 Uhr
Helmut Scheller

@HOLGER DORN

Tut mir leid, aber da es sich beim deutschen Staat nicht um einen souveränen handelt, wie dies Herr Schäuble im vergangenen Jahr vor internationalen Bankstern in Frankfurt betont hat, ist das deutsche Volk auch nicht in der Position eines "Souveräns" - auch wenn davon immer wieder populistisch gefaselt wird.
So wird verständlich, warum die Deutschen zu keiner Zeit wirklichen Einfluss auf die betriebene Politik habe, sondern lediglich gefragt sind, sich von Zeit zu Zeit zwischen der SPD und der CDU als regierungsbildender Partei zu entscheiden und damit den dann machtausübenden Politikern eine Blankovollmacht auszustellen, die diese ermächtigt, jede Politik zu betreiben, die sie für richtig, angemessen, notwendig, sinnvoll usw. erachten, die aber in keiner Weise im Interesse des deutschen Volkes sein oder gar in Übereinstimmung mit vorher geäußerten Wahlversprechungen stehen muß.
Der einzige Souverän, den die Politiker achten, dass ist der internationale Geldadel, sind die Bankster.

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Till Heinz
Till Heinz (tillheinz) - 20.06.2012 06:45 Uhr

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

Nach Art. 20 Abs. 2 GG wird die Staatsgewalt vom Volk ua in Wahlen UND ABSTIMMUNGEN ausgeübt. Daraus hat die herrschende Meinung gemacht, es seien damit allerdings bloß die im GG selber ausdrücklich genannten Abstimmungen gemeint. Diese Meinung ist allerdings keineswegs zwingen und noch nicht einmal besonders gut begründet. Das GG bietet also einen Ansatz für direkte Demokratie.

Das Argument, das Volk sein blöde und deswegen Abstimmungen gefährlich, führt die ganze Demokratie ad absurdum. Und wenn in dem Zusammenhang immer auf Hitler rumgeritten wird: Der ist gerade nicht durch eine Volksabstimmung, sondern durch die angeblich so segensreiche repräsentative Demokratie in Amt und Würden gekommen.

Die Möglichkeit von Volksentscheiden auf Bundesebene hätte uns in den letzten Jahrzehnten eine Menge gesetzgeberischen Unsinn erspart, da bereits die Möglichkeit von Volksentscheiden dazu geführt hätte, daß die Politiker ihr Ohr deutlich näher am Volk gehabt hätten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 15:04 Uhr
Helmut Scheller

@TILL HEINZ

Die immer wieder zu hörende Pseudoargumentation vom zu emotionalen, zu leicht zu manipulierenden und deshalb pauschal "dummen Volk", ist eine Unverschämtheit.
Sollen ihre Verfechter doch einfach mal ehrlich und nicht umschreibend formulieren:
sie gehen davon aus, dass es innerhalb jeden Volkes eine politische und wirtschaftliche Elite gibt, die einzig und alleine das Wissen und die Erkenntnisse besitzt, für dieses Volk in jedem Falle die besseren, also alternativlos die einzig richtigen Entscheidungen zu treffen.
Genau von diesem Standpunkt gehen auch all die Diktatoren aus; handelt es sich bei unserer sogenannten "repräsentativen Demokratie", auf die die Bezeichnung "Parteienfeudalismus" viel besser zutrifft, vielleicht in Wirklichkeit nicht auch nur um eine Form von Diktatur, die der Politiker über das Volk?

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 20.06.2012 02:01 Uhr

Allerdings müsste das Volk gefragt werden,

denn schon der Fiskalpakt ist mit dem GG nicht vereinbar. Allerdings glaubt die Koalition, dieses kleine Manko per 2/3 Mehrheit des Bundesrates ausgleichen zu können und die Opposition macht munter beim Verfassungsbruch mit.

Dass die Krönung des Verfassungsbruchs der ESM ist, verstehen allerdings nur die wenigsten Abgeordneten (die Umfrage der DMN dazu beweist das auf erschreckende Weise). Kommt allerdings das Thema Volksbefragung, gehen unsere sogen. Volksvertreter sofort in Abwehrstellung. Warum wohl? Die wenigsten Entscheidungen würden vom Volk abgesegnet werden, da lässt man sich nicht gern hineinreden.

Da es nun um existenzielle Dinge geht, die jeden von uns, unsere Kinder und Kindeskinder betreffen werden, müsste Karlsruhe der Bürgerklage auf ein Referendum zu Fiskalpakt und ESM (die Klage richtet sich nicht gegen den ESM) grundsätzlich stattgeben. Käme es anders, wäre die Demokratie nicht nur sehr teuer, sie wäre auf immer verloren.

Herr Voßkuhle, wir zählen auf Sie.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 19:12 Uhr
Helmut Scheller

@RENATE SIMON

... und ich kann Ihnen in einer Frage kein Recht geben, denn die Parteien bzw. ihre Eliten maßen sich keine Macht an, die man ihnen nicht gegeben hätte.
Sie erhalten diese Macht als Blankovollmacht im Ergebnis der Wahlen.
Im Anschluss daran darf Partei, die die meisten abgegebenen Stimmen erhielt, unabhängig wie hoch ihr Stimmanteil an den Wahlberechtigten ist, die Regierung bilden bzw. sich zur Sicherung der Mehrheit im Parlament andere Parteien ins Boot holen.
So kann es geschehen, dass Sie die SPD wählen, die Piraten aber nicht in der Regierung wollen, letztlich über die SPD die Regierungsbeteiligung der Piraten ermöglichen.
Nach der Konstituierung des Parlamentes, nach der Bildung der Regierung ist keines dieser Organe, ist keiner der Parlamentarier dem Willen des Wählers, dem Willen des Volkes verpflichtet und diesem gegenüber auch nicht rechenschaftspflichtig.
Darüber sollte sich jeder Wähler im Klaren sein und nicht hinterher von Macht sprechen, die man nicht erteilt hätte.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 20.06.2012 18:20 Uhr

Herr Scheller, da muss ich Ihnen leider recht geben

Unsere Parteien maßen sich unterdessen eine Macht an, die wir ihnen nicht gegeben haben. Egal, ob Koalition oder Opposition. Unterdessen weiß man ja schon nicht mehr, wer schlimmer von denen ist. Wenn ich mir das Geschwätz von Fischer durchlese, höre, was Trittin sagt oder die 3 Superhelden der SPD, fällt mir nichts mehr ein. Man könnte sie durch die Bank weg in die Ecke stellen. Und das Gesäusel von Merkel oder den Dummsprech von Schäuble... alle sind auf einem guten Weg (zu unserem Geld) mochte ich noch nie.

Einzig Gysi, der nun gegen den Fiskalpakt klagt, scheint einen klaren Kopf zu haben. Seine Rede vom 29.3. war bemerkenswert und ich habe danach erstmals die Seite der Linken besucht, mir die Rede auf den Computer geladen. Nun ist die Die Linke nicht die Partei, die ich wählen möchte. Ich werde, wie schon grad in NRW, evtl. die Freien Wähler oder die PdV wählen, alles andere ist für mich nicht mehr akzeptabel.

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Helmut Scheller

@RENATE SIMON

Zitat Walter Ulbricht:
"Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben."
Dieses Zitat könnte doch genauso von Angela Merkel oder von José Manuel Durão Barroso stammen. Offensichtlich haben sich die Gesellschaften in Ost und West doch nicht so sehr unterschieden, jedenfalls nicht bezüglich der Vorstellungen der Politiker davon, welche Macht vom Volke ausgehen dürfe.
Beide Regimen gingen und gehen davon aus, dass nur die führenden Politiker, die politischen Eliten, die Avantgarde der Gesellschaft ganz genau weiß, was getan werden muss.
Beide Regime waren bzw. sind nicht am Wohl ihrer jeweiligen Völker sondern an der Durchsetzung einer bestimmten Ideologie ausgerichtet.

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Klaus Schmid
Klaus Schmid (Pinin) - 20.06.2012 00:49 Uhr

Folgenlos

Über dieses völlig folgenlose Urteil lacht die Regierung doch nur.

Beim kommenden Urteil über den ESM selbst wird dann das Urteil auch wieder nur lauten:
Bitte, bitte beachtet doch bei künftigen Verträgen das GG.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 16:36 Uhr
Helmut Scheller

@KLAUS SCHMID

Ich ergänze mal: Die Dummheit unserer Politiker wird sich immer wieder darin erweisen, dass sie ihre Möglichkeiten, dass Grundgesetz im Voraus auf neue Bedingungen hin zu verändern, nicht nutzen, sondern vom Verfassungsgericht immer mal wieder darauf hingewiesen werden müssen.
Aber all dies wird mittelfristig nichts daran ändern, dass Deutschland, wie auch andere Staaten Europas, in den, von einer demokratisch nicht wirklich legitimierten Regierung geführten Vereinigten Staaten von Europa aufgehen werden, welche über einen Länderfinanzausgleich dafür sorgen, dass überall in diesem Staat vergleichbare Lebensbedingungen existieren, ungefähr auf dem Niveau des heutigen Polens, da die Wirtschaftskraft Deutschlands, der Niederlande, Österreichs und der skandinavischen Länder für mehr nicht reichen wird.
Richtschnur der Politik werden ausschließlich die Verwertungsbedingungen des Kapitals sein, die Menschen werde nur unter dem Aspekt, welchen Wert sie als Humankapital besitzen, betrachtet.

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Winfried Böhme

Die Frage lautet, ob wir wirklich noch das Parlament als Institution so sehr benötigen,

oder, ob wir nicht im Zeitalter des Internets endlich mehr direkte Demokratie wagen können. Für mich ist "Wikipedia" der schlagende Beweis, dass eine offene und transparente Diskussion, an der sich jedermann beteiligen kann, durchaus ein beachtliches Niveau erreichen kann. Man erinnere sich an die Kritiker der ersten Stunde von "Wikipedia", in der viele "hochnäsige" Geister glaubten, ein gutes Lexikon könne ausschließlich das Werk berufener Fachjournalisten sein. Es ist inzwischen längst erwiesen, dass diese Fachautoren mindestens ebenso oft irren, wie die sog. Schwarmintelligenz.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 16:44 Uhr
Helmut Scheller

@WINFRIED BÖHME

Das Parlament wird nicht deshalb überflüssig, weil, wie sie richtig bewerten, die Schwarmintelligenz keine schlechteren Entscheidungen treffen würde, als diese heute von unseren mehr, meist weniger sachkundigen Parlamentarier formal getroffen werden.
Das Parlament ist allein deshalb überflüssig, weil nicht Sachkunde aller Parlamentarier gefragt ist, sondern bis auf wenige Ausnahmen lediglich der politische Wille der Parteiführungen Basis der Parlamentsentscheidungen ist - Stichwort "Fraktionszwang".
Da würde es viel Geld sparen, träfen sich lediglich die Parteiführer der im Bundestag vertretenen Parteien und würden mit entsprechender Stimmengewichtung, wie sie sie ihre Parteien nach dem Wahlprozess errangen, alleine die Abstimmungen vornehmen.
Keine der Entscheidungen des Deutschen Bundestages würde einen anderen Ausgang genommen haben, hätte man mein Prinzip schon seit dem Bestehen der Bundesrepublik zur Anwendung gebracht, denn niemals fielen Entscheidungen gegen die Parteiführungen.

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Andrea Anders

Nebelmaschine auf Hochtouren

Niemand, der in Deutschland und/oder Europa von der Macht und dem daraus folgenden Wohlleben profitiert, wird das Volk mitreden lassen. Auch die Verfassungsrichter nicht, da soll man sich mal keine Illusionen machen. Auch diese Menschen sind in der Gesellschaft zu gut vernetzt, um in der Öffentlichkeit an der Lunte zu zündeln.
In Wahrheit kennt die Elite keine Bevölkerung, solange einer spürbar staatstragenden Menge von Menschen genau das Leben ermöglicht ist, um mehrheitlich keine Einmischung in das öffentliche Tagesgeschäft zu betreiben. Insofern sind all die Reden der Spitzenvertreter durchaus authentisch. Denn für sie hat sich im Vergleich zu Früher in der Eurokrise nichts geändert. Sie verteilen Erbsen an den Plebs, der massiver Rest geht an sie selbst und Ihresgleichen. Eine Normalisierung ist wohl ohne einen Totalzusammenbruch des Gesamtsystems nicht mehr möglich. Das Volk weiß das, schweigt also und harrt. Wehe aber, wenn es einst nicht mehr gefüttert werden wird ...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 16:57 Uhr
Helmut Scheller

@PETRA MEYER

Genau dieser Zustand, dem Volk nie mehr Zugeständnisse zu machen, als zur Vermeidung eines ernst zu nehmenden Widerstandes erforderlich, das ist die Kunst der politischen Führung und Angela Merkel beherrscht diese bislang perfekt.
Ihre primäre Aufgabe ist es, perfekte Verwertungsbedingungen für das Kapital zu schaffen, das sich sonst aus Deutschland bzw. sogar aus Europa weitgehend zurückziehen würde.
Ihre sekundäre Aufgabe besteht darin, dabei den Volkszorn nie überkochen zu lassen, was bislang über die Verteilung von ausreichend Brosamen aus den immer weiter steigenden Gewinnen, über Brot und Spiele sowie über die Vorspiegelung der Demokratie-Kulisse gelang.
Wichtig ist für sie deshalb, dass das internationale Finanzkapital seine Gier nach immer schnellerer Vermehrung seiner Vermögen nicht überzieht. Diese Gefahr besteht aber seit Beginn der sogenannten Finanzkrise, die nichts weiter als eine Umwandlung von immer mehr Steuermittel in Zinsen für die Superreichen dieser Erde darstellt.

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Rolf Joachim Siegen

'Ausgeheckt'?

Diese Wortwahl des Verfassers ist hoechst problematisch, denn sie unterstellt bei der Kanzlerin Leichtfertigkeit und die Absicht, das Parlament zu umgehen. Die Kanzlerin hat(te) unter erheblichen Zeitdruck zu entscheiden. Das Grundgesetz billigt ihr die Richtlinienkompetenz zu.
Gewiss, in Berlin moegen (zu)viele Dinge 'ausgeheckt' werden; em sollte das Verfassungsgericht Einhalt gebieten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 16:26 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Herr Scheller, stimme Ihnen voellig zu

Ich bin mit dem Vorgehen der Kanzlerin einverstanden, finde die Sichtweise des BVErfG kuenstlich und eine Verbeugung vor der falschen Seite.
Das staendige Lamentieren ueber mehr Demokratie ist m. E. ein Abweg, den die Hasser des Euros bloss anstreben, um Sand ins Getriebe des Einigungsprozesses zu werfen. Sie spielen auf Zeit, da ihnen die ganze Sache nicht passt. Da werden Kleinkraemereien bloss pseudo -verfassungsrechtlich verpackt.

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Helmut Scheller

@ROLF JOACHIM SIEGEN

Beißen Sie sich doch bitte nicht an dem Begriff "Ausgeheckt" fest.
Es ist richtig, dass die Kanzlerin versucht, all die Dinge, die im deutschen Volk zwangsläufig auf Ablehnung stoßen, in Papier und Tüten zu bekommen, bevor eine öffentliche Diskussion darüber entbrennt und die Wiedergewinnung der politischen Macht bei den nächsten Wahlen gefährden könnte.
Sie will immer wieder möglichst viele vollendete Tatsachen schaffen, deren Roll Back auf Grund der geschlossenen und von Deutschland nicht kippbaren Verträge ausgeschlossen ist. Das ist wirklich nicht leichtfertig.
Außerdem hat natürlich auch sie lange erkannt, dass dieser Abnickverein, das Parlament mit seinem Fraktionszwang, lediglich zeitverzögernd wirkt, denn seine Zustimmung steht doch schon fest, bevor die Sitzung überhaupt einberufen wurde.
Die Sitzungen und "Aussprachen" schaffen aber jedesmal wieder eine Öffentlichkeit für unpopuläre Entscheidungen und erfordern Aufwand, um die Masse, das dumme unmündige Volk zu beruhigen.

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Wolfgang Richter

Angst

Die Angst geht um in Berlin. Wie soll man dem Wähler all die Euro-Mühlsteine um den Hals hängen, ohne daß er etwas merkt oder sich gar wehrt?
Eine Volksabstimmung versuchen unsere Politiker um jeden Preis zu vermeiden. Denn sie wissen, wie sie ausgehen würde.
Also: Wie heble ich das Grundgesetz aus, eliminiere das Haushaltsrecht des Parlaments und löse zum Schluß auch noch den Staat Deutschland auf, ohne den dummen Michel zu fragen?
Welche Straftatbestände solche Überlegungen erfüllen, überlasse ich der Phantasie des Lesers.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 17:23 Uhr
Helmut Scheller

@WOLFGANG RICHTER

Sie brauchen sich diesbezüglich keine Sorgen zu machen, denn die Frage eines Straftatbestandes orientiert sich daran, welche Gesetzeslage es zum Zeitpunkt der angeblichen Straftat gibt.
Sie können sicher sein, dass die erforderlichen Änderungen des Grundgesetzes, die eine Auflösung des deutschen Staates mit absoluter Sicherheit ermöglichen, von Staatsrechtlern längst ausgearbeitet sind und dass diese zu gegebener Zeit im Bundestag die erforderlich Zwei-Drittel-Mehrheit erhalten werden.
Derartige Änderungen würde das Verfassungsgericht verhindern?
Kann es nicht, denn dieses Gericht ist nicht zuständig für die Prüfung derartiger Änderungen.
An welchem Maßstab sollten die Verfassungsrichter denn die Änderungen und ihre "Zulässigkeit" auch messen?
Das Verfassungsgericht prüft Gesetze, Regelung, Maßnahmen und Verträge daraufhin, ob sie den Ansprüchen des Grundgesetzes in der gerade geltenden Fassung entsprechen.
Wer also Deutschland abschaffen will, benötigt nur 2/3 des Bundestages dafür.

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Peter Hemmersbach

Volksbefragung unbedingt notwendig

Eine Volksbefragung in so fundamental wichtigen Dingen wie Währungsunion, weiteren Rettungsschirmen oder gar eine wirtschaftliuche oder politische Union ist unbedingt erforderlich. In der Schweiz funktioniert die sehr gut und ich glaube nicht, dass das Deutsche Volk so dumm ist, wie manche Gegner der Volksabstimmung dies gerne Als Argument nennen. Es gibt genügend Bürger, die sich durchaus Gedanken machen können. Selbst wenn man nicht alle Details der Rettungsschirme und Brandmauern versteht, kann man sich über die Folgen eine durchaus brauchbare Meinung bilden. Aber auch Abgeordnete des Bundestages verstehen diese Dinge nur teilweise. Zusammenfassend ist die Frage doch:Wollt ihr weiter für die Schulden andere Staaten haften und wahrscheinlich auch zahlen oder nicht?
Man muss dem Bürger natürlich die Konsequentzen seines Handelns aufzeigeigen
wie gesagt, dass schweizer Model funktioniert gut und ich glaube auch in der Schweiz kann man leider Sender wie RTL mit Shows wie DSDS empfange

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 17:32 Uhr
Helmut Scheller

@PETER HEMMERSBACH

Das Volk kann und muss man befragen, wenn sein Wille und sein Wohl Maßstab allen politischen Handelns ist.
In den betreffenden Angelegenheiten geht es aber nicht darum.
Es geht z.B. im Falle Griechenland nicht um die Interessen der Deutsche, es geht nicht einmal um die Interessen der Griechen - es geht um die Sicherung der eigentlich wegen Zahlungsunfähigkeit ausbleibenden Zinszahlungen für griechische Staatsanleihen.
Die Politiker haben von "irgendwoher" den Auftrag erhalten, diese Zinszahlungen auch über den Zeitpunkt der faktischen griechischen Staatspleite hinaus zu sichern.
Es bildet sich doch wohl niemand ernsthaft ein, auch Frau Merkel nicht, dass wir das in diesem Zusammenhang für Griechenland vorgestreckte Geld jemals wiedersehen.
Aber die Forderung, Gelder zur Rettung und Sicherung von Anlegervermögen, von Anlegerzinsen und von damit in Zusammenhang stehenden Bankster-Boni zu spenden, scheinen so dominant zu sein, dass man auf keinen Fall die Völker fragen kann und darf.

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Richard Schessner

@Alba Maria, @Rudolf Kälin

Durchaus ist mir das schweizer System bekannt. Ich bin sogar hoch beeindruckt, wenn ein Volk in einer Volksabstimmung sich mehrheitlich gegen mehr Urlaub ausspricht. Ich respektiere Ihre positive Grundhaltungen gegenüber der Volksabstimmung. Das ist doch völlig in Ordung. Ich wollte doch nur meine Bedenken äußern. Ich kann natürlich nicht nachweisen, dass bei einer Abstimmung der Rente mit 38 alle dafür wären. Vielleicht war das auch anmaßend der Gesellschaft gegenüber von mir, vielleicht auch nicht.
Allerdings habe ich große Sorge einem Volk gegenüber, welches RTL zum Marktführer in der Fernsehlandschaft macht. Wir steuern immer mehr einer großen Verdummung zu.
Sollte durch Volksabstimmung konstruktiv diskutiert werden (nicht das, was wir in den meisten Talkshows sehen) wäre ich dafür.

zu Uebrigens: Ich glaube das Volk wird kaum unpopulistische, aber notwendige Entscheidungen treffen - es sei denn wir sind so Verantwortungsbewusst wie die Schweizer.

Mit besten Grüßen und alles Gute!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 17:41 Uhr
Helmut Scheller

@ALBA MARIA

Sie können getrost davon ausgehen, dass die politische Entscheidung für die Einführung des Euro alle möglichen Gründe eine Rolle spielten, die Interessen und das Wohl der Völker waren nicht darunter.
Die Politiker "glaubten" insofern auch nicht, für den dämlichen Bürger entscheiden zu müssen.
Sie entschieden so wie sie entschieden haben, weil die Wirtschaft und der dahinter stehende Geldadel es von ihnen so erwartete. Diese Kreise erwarteten, dass sich durch eine Gemeinschaftswährung ihre Verwertungsbedingungen für das Kapital verbessern würden, und dem ist ja auch so.
Nicht trotz sondern wegen der Krise haben sich schließlich lt. Credit Suisse die Vermögen der Reichsten dieser Erde in den letzten 10 Jahren verdoppelt und die nächste Verdopplung wird, lt. Aussage des gleichen Institutes, dieses Mal nur 5 Jahre brauchen.
Das war und ist es alleine offensichtlich wert, die Völker nicht zu befraqen.
Solch Politik zahlt sich aus, wie man am heutigen Einkommen von Herrn Schröder sehen kann.

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Rolf Joachim Siegen

Haette die Mehrheit vor 15 Jahren mit 'Nein' gestimmt?

Diese Annahme ist pure Spekulation.
Warum haette sie es sollen?
Ihr Nationalisten seid es, die sich Dummheit, d. h. mangelndes Urteilsvermoegen, selbst bescheinigen, indem man die Folgen des Verlangten verschweigt.

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 19.06.2012 20:39 Uhr

Wer kann schon sagen, wie Wähler entscheiden

... aber bedenken Sie, Herr Schessner, wenn man die deutsche Bevölkerung von 15 Jahren gefragt hätte, ob sie den Euro wollen, hätte die Mehrheit mit "Nein" gestimmt. Das war unseren Politikern sehr wohl bekannt. Deshalb wurden wir auch nicht gefragt.
Aber es beweist meiner Meinung nach, dass die Bürger im Ernstfall sehr viel besser wissen, was gut für sie ist. Es waren unsere Politiker, die glaubten für die "dummen" Bürger entscheiden zu müssen, was gut für uns ist, nun müssen wir, die Bürger, dafür einen hohen Preis bezahlen.

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Pete Thoureau

Das Parlament, nicht das Volk !

Der momentanen Zusammensetzung des Parlamentes mit ideologisierten und überforderten Euro-Gläubigen verfehlt dieses Urteil zuerst einmal in der Realität sein Ziel, denn zu diesem Thema repräsentiert der Bundestag nicht im Mindesten den Wählerwillen. Da es in Deutschland in den letzten Jahrzehnten (meines Wissens nach) keine einzige Volksabstimmung zur EU gab, dürfte die Aussicht darauf unsere lieben Politiker schwer ins Schwitzen bringen. Zurecht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 17:52 Uhr
Helmut Scheller

@PETE THOUREAU

Der Bundestag repräsentiert zu keiner Zeit den Wählerwillen - wenn doch, dann ist dies Zufall. Der Bundestag sieht es nun einmal nicht als seine Aufgabe an, irgendeinen Wählerwillen zu repräsentieren. Im Gegenteil, weder er als Ganzes noch jeder einzelne Parlamentarier ist dem Wähler gegenüber in der Zeit der Ausübung des Mandats rechenschaftspflichtig.
Jeder Parlamentarier ist, wie es so poetisch heißt, ausschließlich seinem Gewissen gegenüber verantwortlich.
Praktisch ist er der Partei verpflichtet, die ihm den Platz im Bundestag und die damit verbundenen üppigen Einkommens- und Pensionsansprüche verschaffte.
Aus diesem Grund unterwirft sich der Abgeordnete im Normalfall sogar freiwillig dem Fraktionszwang bei den Abstimmungen.
Tut er dies nicht, muß er damit rechnen, dass er es in seiner letzten Wahlperiode tat, da seine Partei dafür sorgen kann und wird, dass er nie wieder auf einen erfolgversprechenden Listenplatz kommt, dass er politisch geächtet wird.

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Richard Schessner

Volksabstimmung eher schwierig

Stellen wir uns mal vor, es gäbe eine Volksabstimmung über die Rente mit 38. Die Mehrheit dafür wäre Überwätigend. Dass das für den Staat fatal wäre bedenkt kaum jemand. Es bedarf einer gewissen geistigen Vorraussetzung um eine vernünftige Entscheidung zu fällen. Auch muss man alle Hintergründe und möglichen Szenarien durchschauen. Gerade das Thema "Euro-Krise" ist eine hochkomplizierte Angelegenheit, bei der noch nicht einmal mehr die sogenannten Experten mehr zu 100% alles durchblicken.
Ich habe nicht den Anspruch alles zu Wissen und alles zu Können. Wir als Gesellschaft müssen noch gewaltig umdenken und uns auch mal kritischer hinterfragen - ganz allgemein gesagt. Es ist natürlich schön populistische Entscheidungen zu treffen, aber manchmal auch nur auf kurze Sicht.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 07:45 Uhr
Paul Banaschak

Glauben sie wirklich Herr Schessner, dass die Wähler so dumm sind?

in der Schweiz wurde vor zwei Jahren die REnte mit 63 für alle vom Volk abgelehnt, die Gewerkschafter und Sozis/Grüne gefordert hatten. Die Menschen, zumindest hier in der Schweiz, sind nicht so dumm, wie sie glauben. Ihre Einstellung zeigt nur, dass sie Angst vor dem Willen des Volkes haben.

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Winfried Böhme

Bitte glauben Sie nicht, dass die Parlamentarier oder Minister irgendein Expertenwissen haben!

Die Experten sitzen woanders. Oder wie erklären Sie sich, dass ein Augenarzt, der eben noch Gesundheitsminister war von dem einen auf den anderen Tag „Experte“ für „Wirtschaft und Technologie“ wird? Herr Eichel, um nur ein andres Beispiel zu wählen, ist Deutsch- und Geschichtslehrer. Er beherrscht ganz offensichtlich nicht die Zinseszinsrechnung, war aber nachweislich Finanzminister und Entscheidungsträger zu wesentlichen ökonomischen Fragen Deutschlands.
Wenn also die parlamentarisch gewählten Entscheidungsträger überwiegend Laien sind, dabei kein originäres Fachwissen mitbringen–was übrigens im Falle des Euros tragische Konsequenzen hat–dann kann ebenso gut auch das sog. Volk zum Entscheidungsträger werden. Wichtig wäre dann allerdings, dass das Expertenwissen, etwa der jeweiligen Ministerialbürokratie mit all ihren Referenten, nicht nur ihrem jeweiligen Minister, sondern jedem Wähler zur Verfügung steht.
Das Internet böte dazu übrigens eine großartige Chance - siehe Wikipedia.

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Wolfgang Richter

Zu einfach

Sie machen es sich zu einfach.
Laut Grundgesetz ist die Bundesrepublik eine parlamentarische Demokratie.
Ebenso hat das deutsche Parlament als Volksvertretung das Budgetrecht. Zudem ist die Bundesrepublik ein (zumindest begrenzt) souveräner Staat.
Wer diese Spielregeln ändern will, muß sehr wohl das Volk befragen. Es gilt die Volkssouveränität, und bei zu unverschämten Regeländerungen gibt es sogar das Widerstandsrecht.
Diese Schutzmaßnahmen wurden, nach den bitteren Weimarer Erfahrungen, gegen einen autoritären Putsch vorgesehen. Ein solcher ist, gut getarnt, derzeit im Gange.

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Rolf Joachim Siegen

Worueber wollen Sie bloss abstimmen?

Ihr Hasser des Euros habt nicht einmal jetzt den Mumm, Euch zur Folge eines Zusamenbruchs des Euros zu bekennen:Rueckkehr zur DM und zur Nationalstaatlichkeit. Die konkreten Auswirkungen liessen sich auch nicht abstrakt fassen. Beispielsweise waere die Aufhebung der Freizuegigkeit in Europa zu nennen. Natuerlich wollen die Nationalisten mit diesen Nachteilen nicht in Verbindung gebracht werden. Ihre Philosophie ist diejenige des 'Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!' Sie wollen die Segnungen des Euros erhalten wissen (was sie ausdruecklich nicht zugeben, aber unterstellen), lehnen jedoch die Pflichten eines Europas der Schicksalsgemeinschaft ab. Man kann aber nicht beides zugleich haben wollen.

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Helmut Scheller

@RICHARD SCHESSNER

Tolles Plädoyer für das Prinzip der Diktatur.
Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Diktator wird, der mit den Interessen des Volkes nichts am Hut hat, ist auch nicht größer, als die Wahrscheinlichkeit, dass ein Volk, ohne "gewisse geistige Voraussetzungen" wie das deutsche, ständig auf die falschen Versprechungen der falschen Wanderprediger herein fällt und den "falschen" Parteien für eine Wahlperiode praktisch die Blankovollmacht für die Machtausübung erteilt.
Will damit sagen, wenn sie unterstellen, dass das Volk nicht in der Lage ist, die "richtigen" Entscheidungen im Rahmen einer Volksabstimmung zu treffen, warum soll das gleiche Volk dann intelligent genug sein, den "richtigen" Parteien das Vertrauen zu schenken.
Immerhin dürfen diese Parteien, sind sie erst einmal an der Macht, für die Zeit der Wahlperiode mit ihrer Macht wie jeder Diktator machen was sie wollen.
Politiker können nicht schlauer sein, als das Volk, dem sie entstammen.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Rudolf Kälin
Rudolf Kälin (rkaelin) - 19.06.2012 19:21 Uhr

Woher wollen Sie denn

wissen, dass bei einer Volksabstimmung über die Rente mit 38 die Mehrheit überwältigend wäre ? Wenn dem so wäre, gäbe es die Schweiz schon längst nicht mehr. Seltsamerweise geht es der Schweiz aber in den meisten Belangen ausgezeichnet (Einkommen, Lebensstandard, Arbeitslosigkeit, Jugendarbeitslosigkeit, Steuern, Rechtssicherheit, Lebenserwartung, Zufriedenheitsrad der Bevölkerung, nur um ein paar zu nennen). Dies trotz (oder vielmehr: wegen) ihrer direkten Demokratie ! Merken Sie vielleicht etwas ?

Uebrigens: Wenn schon die Experten nicht mehr durchblicken, wie Sie ja selber schreiben: Worin besteht dann eigentlich noch der Unterschied zum Normalbürger ? Merken Sie nicht, dass Sie damit gerade für Volksabstimmungen plädieren ??

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 19.06.2012 19:07 Uhr

Volksabstimmungen fordern Diskussionen und das ist gut so

Hallo Herr Schessner,
die Schweizer leben sehr gut mit Volksabstimmungen. Und trotzdem gibt es dort kein „Grundeinkommen für alle“ oder „Rente mit 38“.
Das Gute an Volksabstimmungen ist nämlich, dass sie eine breite öffentliche Diskussion bewirken! Es wird in der Bevölkerung lang und breit diskutiert, es wird Pro und Kontra abgegeben. Da ist natürlich auch viel Emotion dabei, auch Populismus, aber die Bevölkerung ist längst nicht so dumm, dass sie sich nicht eine eigene Meinung bilden kann.
In Deutschland findet im Augenblick keine breite öffentliche Diskussion über den ESM oder Fiskalpakt statt. Die Leute, die sich hier im Forum der FAZ engagieren, sind leider eine Minderheit. Es ist ja schon im Bundestag keine Diskussion erwünscht, wie die Klage vor dem BVerG heute wieder gezeigt hat. Informationen muss man sich inzwischen erstreiten. Das darf nicht sein.
Ich bin sehr für Volksabstimmungen und die damit verbundenen Diskussionen.

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Hans Edelmann

Wenn das deutsche Volk für fremde Schulden einstehen soll,...

...müsste es gefragt werden und darüber entscheiden, ob es das wirklich so will. Die deutschen Politiker sind wohl kaum dazu auserwählt worden, den Deutschen Schulden anderer Staaten oder Mithaftung dafür aufzuerlegen. Auch etwa heimliche Inflationsgriffe in die Taschen deutscher Sparer zur Abdeckung fremder Risiken werden wahrscheinlich nicht einfach durch periodische Wahlen parteilicher Politiker legitimiert sein.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.06.2012 22:04 Uhr
Helmut Scheller

@HANS EDELMANN

Ich kann Ihnen natürlich keinen Grundgesetz-Artikel nennen, der der Regierung und/oder dem Parlament das Recht zum Ausverkauf dieses Staates in politischer und/oder wirtschaftlicher Hinsicht erlaubt. Es steht aber leider auch nirgendwo in diesem Grundgesetz, dass die Regierenden und/oder das Parlament in solchen Schicksalsfragen den Willen des Volkes zu erforschen und zu berücksichtigen hätten.
Was der deutsche Wähler aber regelmäßig macht, ist, den politischen Eliten die Blankovollmacht auszustellen, die es ihnen ermöglicht,auch entgegen dem erkennbaren Willen des Volkes zu schalten und zu walten, wie sie es für richtig oder notwendig ansehen.
Mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit können sie sogar jede beliebige Änderung des Grundgesetzs vornehmen, um es an ihren politischen Vorstellungen anzupassen.
Geht nicht wegen des Bundesverfassungsgerichtes?
Dieses Verfassungsgericht ist nicht zuständig, zu prüfen, ob Grundgesetzänderungen akzeptabel sind, da es dafür keine rechtlichen Maßstäbe gibt.

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Hans Edelmann

@ Helmut Scheller

Aus dem Grundgesetz ergibt sich meines Wissens nicht, dass Regierung oder Bundestag das
deutsche Volk ungefragt in beliebiger Höhe mit fremden Staatsschulden oder mit Garantien
fur fremde Staatsschülden überlasten darf. Können vielleicht Sie mir einen Grundgesetz-Artikel
mit diesem Inhalt nennen?

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Helmut Scheller

@HANS EDELMANN

Doch, die deutsche Politiker sind bei den letzten Wahlen durch den Wähler legitimiert worden, jede politische Entscheidung zu treffen, die sie für richtig und notwendig erachten.
Immer noch nicht begriffen, welche Blankovollmacht die Wähler diesen Männern und Frauen da alle paar Jahre ausstellen?
Selbst wenn sie den Wählern vor der Wahl das Blaue von Himmel versprechen, in unserem Parteienfeudalismus sind die Politiker nicht einmal verspflichtet, diese Versprechungen zu erfüllen - sie können, haben sie erst einmal die Legitimation erhalten, in der praktischen politischen Arbeit ggf. genau das Gegenteil davon tun ... und niemand kann sie dafür zur Rechenschaft ziehen. Natürlich könnte man dafür sorgen, dass in der nächsten Wahlperiode eine andere Partei das Ruder übernimmt. Aber erstens sind sich die Parteien, die dafür in Frage kämen, in den Grundsätzen sowieso einig, und zweitens sind sie an internationale Verträge ihrer Vorgänger gebunden. So sieht die Realität aus. Dumm gelaufen!

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 19.06.2012 17:28 Uhr

Volksabstimmung

Eine Volksabstimmung zum ESM und Fiskalpakt ist dringend erforderlich. Die Bürger wurden nicht befragt, als der Euro eingeführt wurde. Es wird Zeit, dass die Bürger entscheiden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.06.2012 19:50 Uhr
Helmut Scheller

@ALBA MARIA

Sie können sicher sein, dass es solche Volksabstimmungen nie geben wird, da es dann zwangsläufig niemals zum ESM und zu einem Fiskalpakt kommen würde.
Das diese aber kommen, darüber sind sich die politischen Eliten doch schon längst einig, und sie lassen sich von ihrem eingeschlagenen Weg von niemanden, schon gar nicht vom Volk, abbringen.
Das Volk wird doch immer dann für unmündig, dumm, zu leicht beeinflussbar, zu irrational, zu emotional usw. erklärt, wenn das Risiko besteht, dass es den längst international entschiedenen Wegen und Zielen mit seiner Auffassung im Wege stehen würde. Unsere Politiker befinden sich dabei in perfekter Übereinstimmung mit allen Diktaturen dieser Erde, in denen man auch der Meinung ist, das Volk von den Entscheidungsprozessen auszuschließen.
Ich weiß, ich muß ja bei den nächsten Wahlen nicht wieder CDU wählen - ja und, verhindert dann die einzige regierungsfähige Alternative, die SPD, ESM und Fiskalpakt?
Gibt´s dann kein Geld mehr für die Spekulanten?

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besser nicht zu fragen

die Deutschen sind manchmal so irrational und emotional, (gutes Beispiel Atom Ausstieg, Stuttgarter Hauptbahnhof, nationale Liebe zu Adolf )dass ich vermute es wird nichts bringen zu fragen. Hauptsache es gibt s es nicht überteuertes Bier in der Kneipe

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Antworten (17) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 09:40 Uhr
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schulden und das volk

ich ihre Meinung , das Volk muss entscheiden

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nicht leichter verführen

die russen leichter. aber von der deutschen mit ihrer wunderbare Geschichte von Strömung nach Demokratie und Freiheit könnte man mehr erwarten

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das ist das Problem - wir sind immer eine besatzte territorium wenn es um das Parlament geht

das kann doch weiter nicht sein das Deutschland wie vor 60 Jahren lass sich diktieren was sie zu tun hat

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die "nationale Liebe"

es ist genug dokumentar- filme zu sehen, das ganze Volk mit eine kleine Ausnahme war begeistert und die Begeisterung hat mit seine Charisma zu tun und mit leicht manipuliertes Leute

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Paul Banaschak

Liebe Joanna, deutsche sind nicht leichter zu verführen wie Russen oder andere Völker

und die Politiker wollen keine Voksabstimmung, weil sie Angst davor haben, dass die Wähler nicht ihrer Meinung sind.
Ich finde sehr wohl, dass die Deutschen über den ESM abstimmen sollten, auch wenn ich ihre Meinung zum Atomausstieg als hyperventilierte Meinung teile.

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Wolfgang Richter

Irrational

Irrational schon.
Aber die "nationale Liebe" zum Massenmörder Adolf dürfte sich auf unter 1% meist geistig minderbemittelte Glatzen beschränken. Außer sie holen sich Ihre Informationen nur aus dem "Spiegel".

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Helmut Scheller

@HANS EDELMANN

Wichtig: Deutschland besitzt keine Verfassung, die sich das deutsche Volk nach dem Weltkrieg gegeben hätte. Es hat nie über eine solche abgestimmt.
Es gibt statt dessen nach wie vor als temporären Ersatz ein Grundgesetz "für Deutschland", welches sich ebenfalls nicht das deutsche Volk per eigener Stimme gegeben hat, sondern das nach dem Weltkrieg entsprechend den Vorgaben der westlichen Besatzungsmächte von den, nicht einmal vom deutschen Volk direkt bestimmten Männern und Frauen des Parlamentarischen Rates ausgearbeitet und von den Militärgouverneuren der westlichen Besatzungsmächte genehmigt wurde.
Erst danach durften den Länderparlamente in den westlichen Besatzungszonen dieses Grundgesetz in der, von den westlichen Militärgouverneuren genehmigten Fassung, ratifizieren und die Bundesrepublik galt als gegründet.
Insofern ist das deutsche Volk zu keiner Zeit konkret gefragt worden und durfte auch nicht darüber entscheiden, ob es dieses Grundgesetz oder eine neue Verfassung will.

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Jürgen Schäfer

ihre aussage gibt mir zu denken

leider hat sich vieles bewahrheitet was im forum schon seit langem prognostiziert wird. das volk wurde bisher bewusst dumm gehalten. bei einer anderen tageszeitung z.b. stand über den esm - vertrag nur lapidar drinne sich um den esm nur um eine art bank handelt. über die immunität usw. stand aber nichts darüber drinne. auch die öffentlich rechtlichen sender sowie auch die privatsender erwänten den esm eigendlich nur am rande als kürzel. den ersten bruch gab es hier in der faz durch bernd lucke. dann folgte der focus ausführlicher und nun gibt es einen guten bericht hier in der faz. und das alles in den letzten drei wochen. im internet geistert der vertarg schon seit mehr als einem jahr herum.
gregor gysi hat eine wundervolle rede am 29.3.12 über den esm gehalten. in österreich war es ein kollege der fpö nach unterzeichnung des esm vertrages dort.

aber wenn man bedenkt wer gegen den s21 war musste mit ja stimmen und wer gegen die dritte startbahn war musste sogar 3 kreuze machen

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Hans Edelmann

@ Helmut Scheller

Selbst wenn verfassungsmäßige Übertragung von Souveränität auf zwischenstaatliche Einrichtungen ohne Volksbefragung als möglich erscheint, darf dennoch bezweifelt werden,
dass Belastung des deutschen Volks ohne dessen Zustimmung mit unabsehbar gewaltigen
Schulden anderer Staaten vom Grundgesetz gedeckt ist und prinzipiell in den Händen von Abgeordneten liegt, die parteilich sowie eventuell gar mit willkürlichen Quoten zusammengesetzt und einer periodischen Wahl unterstellt wurden. Eine Belastung mit Schulden anderer Staaten kann unter anderem gravierend Eigentum der Deutschen beschneiden , ohne dass dies naturgemäß der deutschen Allgemeinheit dient. Mittels der Verfassung hat das deutsche Volk wohl kaum zugleich seine Belastung mit gewaltigen Staatsschulden anderer Völker gebilligt und ins Belieben von Regierung oder Abgeordneten gestellt.

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Helmut Scheller

@JOANNA SPITKOVSKAYA

... und sie meinen, dass das deutsche Volk irrational und emotional sind und deshalb eher zu "falschen" Entscheidungen tendieren.
Woher nehmen Sie da die Sicherheit, dass die Politiker, bei denen es sich im Normalfall ja auch "nur" um dumme Deutsche handelt, genau diese "negativen" Eigenschaften nicht besitzen?
Ihre Ansicht ist übrigens mit der Vorstellung aller Diktatoren dieser Erde identisch. Auch sie schließen eine Mitbestimmung, eine Einflussnahme ihrer Völker aus, weil angeblich nur sie und eine bestimmte Elite wissen können, was gut und was schlecht ist.
Es sollte grundsätzlich egal sein, welche Entscheidung ein Volk trifft.
Es ist seine Entscheidung und die hat zu gelten, ob es nun der Euro, die EU, die Zuwanderung oder den Bau von Moscheen betrifft.
Warum ich dieser Auffassung bin? Weil ich die Überzeugung vertrete, dass derjenige, der das Ergebnis solcher Entscheidungen letztlich ausbaden muß, auch derjenige sein sollte, der mit Mehrheit die Entscheidung trifft.

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Helmut Scheller

@ALBA MARIA

Brot und Spiele - das waren schon immer die wichtigsten Mittel der Herrschenden, um die Politik zu betreiben, die sie für richtig und notwendig hielten.
Auch heute noch ist das so, und es funktioniert, wie man ja bei Frau Spitkovskaja nachlesen kann. Auch sie scheint der Meinung zu sein, dass man das Volk besser nicht fragt, da es zu irrational und emotional ist.
Die Frage, was das Volk will, stand doch noch nie und wird vermutlich in Deutschland auch nie gestellt werden, da das Risiko viel zu groß wäre, dass das dumme Volk was anderes möchte, als es den Politikern vorschwebt bzw. ihnen von den wirklich Herrschenden vorgegeben wird.
Es muss sich doch niemand einbilden, dass eine Volksbefragung, bei der sich die Mehrheit der Deutschen mit ziemlicher Sicherheit gegen den Euro und die Einführung einer neuen DM, gegen die Haftung deutscher Steuerzahler für die Schulden anderer Staaten entscheiden würden, auch wirklich in politischen Handeln umgesetzt würde. Sie würde für ungültig erklärt!

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 19.06.2012 19:26 Uhr

Deutschland hat erst begonnen eigene Politik zu machen

Hallo Frau Spitkovskaya,
ja, und ich denke, dass es auch noch gar nicht lange her, dass die deutsche Bevölkerung wieder einen gesunden Nationalstolz entwickelt hat und sei es nur mit Fähnchen in Nationalfarben zum Fussball-Europameisterschaft. Durch die Euro-Kirse sind wir aufgefordert, dafür und für unsere Demokratie zu kämpfen. Gerade für unsere Demokratie, die durch den Euro in großer Gefahr ist.

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Helmut Scheller

@HANS EDELMANN

... doch, natürlich kann man einem Volk Schulden aufzwingen, kann man ihm auferlegen, die Schulden andere Völker zu übernehmen.
In den Regeln unseres Parteienfeudalismus ist definiert, dass die politische Elite in Abständen Wahlen abzuhalten hat, in derem Rahmen wahlberechtigte Bürger durch Stimmabgabe einer der zugelassenen Parteien das Recht auf die Regierungsbildung und damit auf die Ausübung der politischen Macht für den Zeitraum bis zur nächsten Wahl erteilen.
Dabei ist es uninteressant, wie hoch die Wahlbeteiligung war und ob die künftige Regierung überhaupt von der Mehrheit der Wahlberechtigten das Mandat erteilt bekam.
Wichtig: die Wähler erteilen der Regierung und dem Parlament eine Blankovollmacht, denn beide sind an keine Wahlversprechen gebunden und ihren Wählern gegenüber nicht rechenschaftspflichtig.
Erst bei der nächsten Wahl könnte man für eine andere Partei stimmen; dies hat aber bislang z.B. nie zu einer grundsätzlich anderen Verschuldungspolitik geführt.

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schulden

ja natürlich , ich bin für griechische Austritt aus dem EURO. frühe desto besser

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liebe zu Adolf

das war damals , aber diese liebe hat wenig mit Faschismus zu tun, sondern mit deutsche emotionale Psyche. Das Volk hier zu lande ist leicht zu manipulieren.

ich bin mehr nationalistisch als viele deutsche. ich bin der Meinung das Politik hat deutsche

Nation Kaputt gemacht.

Und Deutschland hat erst begonnen eigene Politik zu machen

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 19.06.2012 18:23 Uhr

Emotionen auf Nebenschauplätze umgeleitet

Hallo Frau Spitkovskaya,
das mit der nationalen Liebe zu Adolf meinen Sie hoffentlich nicht ernst. Es gibt zwar immer noch Nazis in Deutschland, doch die sind hier eindeutig in der Minderheit, sonst hätten NPD und Republikaner im Deutschen Bundestag längst ihre Vertreter sitzen. Das dem nicht so ist, ist hoffentlich Beweis genug.
Dass wir uns über einen Hauptbahnhof so aufregen können, liegt womöglich daran, dass wir bei den wirklich wichtigen Dingen nichts zu sagen haben. Ich denke, unsere Politiker verstehen es sehr gut, unsere Emotionen auf Nebenschauplätze umzuleiten.

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Hans Edelmann

Kein Volk soll ungefragt in unabsehbare Euro-Schulden gebracht werden.

Ohne konkrete Befragung und direkte Zustimmung darf doch sicher kein Volk im Extremfall gar in Schuldknechtschaft für andere Völker genommen werden.

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Jahrgang 1959, Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

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