Home
http://www.faz.net/-gqe-74b59
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

„Euro-Rettung“ Mit der Notenpresse

 ·  Die Troika lobt die Sparanstrengung Griechenlands. Verschwiegen wird, dass die griechische Staatsschuld schon wieder so hoch ist wie vor dem angeblich erlösenden Schuldenschnitt. Jetzt soll wieder die Notenpresse angeworfen werden - nur kurzfristig, versteht sich!

Artikel Lesermeinungen (93)
1 2 3  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Jürgen Hohmann
Jürgen Hohmann (JuHoh) - 13.11.2012 22:54 Uhr

panem et circenses

Gib den Menschen Brot und (Zirkus)spiele. Wie sich doch die Geschichte wiederholt. Politisch desinteressiert und desillusioniert, sich nur nach dem bisschen eigenen Wohlstand sehnend, Verein und Hobby zur Ablenkung suchend und Stammtisch zum abmaulen nutzen. Wer sagt denn da dass ein Vergleich mit der "Römischen Republik" hinkt? Meine Meinung ist, da hinkt garnix. Apropos, dass Ende des "Römischen Reiches" kennt ihr ja.

Empfehlen
Wilfried Schmidt

Wieder eingefangen

Für die Teilnehmer des Forums, die '89 auf der Strasse waren, müssen wir leider (wieder einmal) feststellen, Freiheit und Zukunft für kurzfristigen Wohlstand und nicht haltbare Verheissungen verspielt zu haben. Wir sind wieder im alten deutschen Bürokraten-und Obrigkeitsstaat gelandet. Fiel nur unter Amis Rettungsschirm nicht auf.
Wer '89 nicht das Glück hatte auf der Stasse demonstrieren zu dürfen. Wir sitzen jetzt alle gemeinsam in derselben Beziehungskiste wie einst die Ostler, in einem Verteilungssystem (einst Bulgarien, Rümänien etc.) und dafür 40 Jahre geblutet hatten. Denn ob Marktwirtschaft oder Planwirtschaftliches Verteilungssystem, dem Fluss von Waren (Geldsysteme sind dafür nur die Stellvertretung) konnten auch die Kommunisten sich nicht entziehen. Jetzt heisst es wieder teilen, das Wort Sozialismus wurde gestrichen und Europa draufgeschrieben. Na ja, die von der Leine schon mal die Einstimmung gegeben. Für die, welche schon jetzt nicht viel haben ist später nix mehr da.

Empfehlen
Andreas Debus
Andreas Debus (Nyarlat) - 13.11.2012 13:59 Uhr

Europa spart sich kaputt.

Ausgerechnet die Konservativen, die immer wenn es um Ökologie oder soziale Gerechtigkeit tönten: "Wachstum muß es bringen", stellen sich nun auf die Wachstumsbremse und sparen die Wirtschaft kaput weil sie den Lehrmeistern der Voodoo-Economics verfallen sind.
Ist das peinlich und katastrophal. Nur ein menge Aufbauprojekte im Bereich Energieeffizienz und Bildung und Wissenschaft kann unsere Arbeitsplätze und Lebensstandard sichern.
Aber Konservative machen ja nur Schulden für Autos und Kriegsführung. Die Kinder sollen lieber lernen ohne Geld auszukommen. Das bildet den Charakter!
So wird das nichts mit Europa und der Energiewende.

Empfehlen
Sven Furrer
Sven Furrer (theblitz) - 13.11.2012 11:52 Uhr

Helau Hellas

Während die Narren in Deutschland am Sonntag den Beginn der 5. Jahreszeit einläuteten, sorgt die unendliche Geschichte von der Rettung Griechenlands ebenfalls wieder für eine Lachnummer nach der anderen. So verabschiedete das griechische Parlament den gefühlten 17. uneinhaltbaren Sparhaushalt und wir warteten zum gefühlten 18. Male auf den Bericht des närrisch gewordenen Dreigestirns aus EZB, EU-Kommission und IWF. Bis dahin schieben sich die Eurofinanzminister und die EZB gegenseitig die Verantwortung für einen Staat zu, der schon lange nicht mehr mit frisch gedruckten Euro-Scheinen zu retten ist. Dennoch wird vorerst wieder einmal die EZB einspringen müssen. Diesmal heißt das Rettungsprogramm der Notenbank ELA. Zu all dem liefert Jörg Asmussen, Zeremonienmeister unter Mario Draghi auch noch die passende Büttenrede, daß Griechenland im Jahre 2020 nach seinen Prognosen bei einem Schuldenstand des BIPs von 140 Prozent angelangt sein wird.

Empfehlen
Dieter Zorn

Tödlich für eine Demokratie...

ist die Tatsache, dass es keine politische Alternative zum Rettungswahn gibt und der Politik auch keine öffentlich geführte Debatte von den Medien aufgezwungen wird. Und eine Apo kommt nicht zustande, weil auch die Gewerkschaften, korrumpiert durch die Mitbestimmung, völlig versagen. Das zeigt exemplarisch wie sich in einer Massendemokratie die politischen Kräfte und die ihnen jeweils nahestehenden Medien gegen die Bürger verbünden können, Wahlen zur Farce machen und mit dem Wort "alternativlos" das auch noch suggerieren, also den Bürger verhöhnen. Ein gefährliches Spiel! CDU und Wirtschaft wollen die Exportweltmeisterschaft bis zum bitteren Ende spielen, auch wenn die BuBank die Rechnungen bezahlt. SPD und Gewerkschaften haben sich durch Ausschluss einer Koalition mit der LINKE selbst ein Bein gestellt und hoffen nun auf ein sozialistisches GrossEuropa. Die Grünen taktieren und die FDP ist am Ende. Der Bürger allein zu Haus. Wahrlich ein Trauerspiel von Schillerschen Ausmaßen!

Empfehlen
günther reichert

Die Kunst der Umdefinierung/es kommt nur darauf an,dass viele Menschen dann die neue Vorstellung

so auch wahrnehmen.

Eines Tages wird es heißen,Griechenland hat Europa gerettet.Die Geschichte ist voller Überraschungen.

Empfehlen
Eric Arnesen

...wie kann der Wähler wieder mehr Einfluß in DE und in der EU gewinnen,...

...damit die Legislative aus der Umklammerung durch die Parteien befreit wird ?
Ein möglicher Ansatz wäre Kumulieren und Panaschieren bei allen Wahlen.
Damit könnte der Wähler eigene Akzente setzen.
Die Politiker könnten sich nicht mehr auf den sicheren Listenplatz verlassen und würden sich mehr um die Anliegen der Wähler kümmern.
Ein konkretes Beispiel für DE:
» aktuell kann man auf Bundesebene keine Partei wählen, die gegen den Weg in die Schuldenunion eintritt.
» mit einer Kumulierung könnte man z.B. die Politiker wählen, die sich auf der Basis unserer rechtsstaatlichen Ordnung gegen den ESM und den Ausverkauf der Wählerinteressen eingesetzt haben - man schaue sich dazu bitte die namentliche Abstimmung zum ESM an.
» gleichzeitig könnte man die Leistung aller Damen und Herren "EURO-Retter" mit 0 Stimmen bewerten.
Muß das wirklich ein Traum bleiben ?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 13:25 Uhr
Claudia Kranenburg

Ja, das muss ein Traum bleiben

Ihre Vorstellungen wären demokratisch. Etwas, was schon lange nicht mehr gefordert ist.
Die Parteien hatten bei der Erneuerung des Parteiengesetzes, die Möglichkeit, demokratische Wahlen zu gestatten. Das Ergebnis allerdings ist nur eine Aufblähung des Bundestages.

Medien und Politik arbeiten zudem massiv daran, dem Bürger eine Wahl nach Fakten NICHT zu ermöglichen. Was glauben Sie, was wir alles nicht erfahren, auch und gerade im Zusammenhang mit Griechenland und dem ESM.

Dieser Artikel hier ist doch einer der kritischsten, die es zu diesem Thema gibt. Und müsste eigentlich Schlagzeile in jeder Tageszeitung und Hauptthema jeder Nachrichtensendung sein. Ist es aber nicht. Warum wohl?

Weil Ihre Hoffnung auf Demokratie nur ein Traum ist, dieser Artikel ein Ausrutscher. Und schlimmer noch: Den Bürgern war all dies schon lange klar. Nur die Marionetten bedienen weiter ihre Meister.

Empfehlen
Alex Grendelmeier

Griechenland

Der letzte Satz des Artikels bringt die Zukunft Europas auf den Punkt: Aus ganz Euroland wir Siechenland.

Empfehlen
Peter Ligezan

Was passiert mit den Geldern die an Griechenland ausgezahlt werden?

Zwei Fragen sollte man sich stellen.
1. Woher kommt das Geld das Griechland gezahlt wird?
2. Was passiert mit den Geldern die an Griechenland ausgezahlt werden?
Antwort 1:
Die Gelder kommen von der EU. Die EU leiht sich das Geld von den Banken, gegen Zinsen versteht sich. Das ist das Geschäft der Banken. Mit einem kleinem Zinsaufschlag und gegen ein paar kleine Bedingungen wird das Geld an die Griechen weitergeleitet. Nur wenn Griechenland einen erheblichen Teil eigenes Geld bereitstellt, bekommen sie die Gelder der EU.

Antwort 2:
Da kommt ein hübsches Sümmchen zusammen. Was geschieht damit? Alles Geld muß aufgewendet werden um Schulden zu bezahlen. Klingt gut, ist es aber nicht, es werden keine Schulden getilgt sondern nur die Zinsen dieser ursprünglichen Schulden und da auch nur ein kleiner Teil davon.
Nur die Banken profitieren von diesem System.

Es geht schon lange nicht mehr um Rückzahlung von Schulden.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.11.2012 10:30 Uhr
mathias dumke

Herr Ligezan, ihre Antwort 1 ist falsch: "Die Gelder kommen von der EU"

Die sog. "EU" ist ein korrupter, unfähiger Beamtenmoloch in Brüssel und erwirtschaftet nichts.
Die Gelder kommen hauptsächlich von deutschen Bürger und Steuerzahler und werden lediglich anonymisiert um die Herkunft und das System der Ausplünderung zu verschleiern.

Empfehlen
Rolf-Dirk Maehler

Ein sehr guter Kommentar und die Politik darf sich nun eine ganze von Fragen stellen lassen

Alles was jetzt Erstaunen auslöst, wurde von Fachleuten schon vor Jahr und Tag vorher gesagt. Der einzig richtige Ausweg ist die schnellstmögliche Konkurserklärung Griechenlands, weil das Land schon lage pleite ist. Alle sogenannten Rettungsmaßnahme sind nur "Konkursverschleierung" und die sollte auch für Politiker endlich strafbar sein. Aber ich ahne, daß man in Deutschland die "Doppelzunge aus der Uckermark" und ihren begnadeten Finanzminister trotz allem wieder wählen wird. Lösungen hat man keine, aber dafür immer wieder markige Sprüche.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 13:28 Uhr
Claudia Kranenburg

Alle sogenannten Rettungsmaßnahmen

sind Milch und Kekse für die Banken.

Daran wird kein Politiker etwas ändern.

Und Sie mögen sich nur ungern erinnern, aber das Traurige ist, dass Politiker für Worte und Taten in ihrem politischen Tun nicht strafbar gemacht werden können. Sie sind einzig ihrem eigenen Gewissen unterworfen.

Das lässt tief blicken. Auch in die Gewissenlosigkeit vieler dieser Herren und Damen.

Empfehlen
Martin Kunz

Ende in Sicht

Viele Foristen sehen die BW 2013 als moegliche Rettung aus der Misere. Ich fuerchte, dann ist es definitiv zu spaet. Merkel und Schaeuble haben dann in nur einer Legislaturperiode eine der staerksten Volkswirtschaften irreparablen Schaden zugefuegt.

Es muss jetzt gehandelt werden und nicht erst per Stimmzettel im naechsten Jahr.

Wo sind die Freien Waehlergemeinschaften jetzt? In welcher Stadt hat eine FWG zu einer Grossdemo gegen die Finanzpolitik aufgerufen?
Liegt es vielleicht daran dass FWGs nicht die sind, die bei jedem Bahnhofsbau mit Trillerpfeife durch die Gegend rennen? Wenn dem so ist, dann sollte sich das schlagartig aendern sonst marschieren andere durch die Strassen, die wir da so nicht wollen.
Merke, Geschichte wiederholt sich.

Empfehlen
Gerhard Storm

Wer schützt die Deutschen vor den €-Rettungsbesessenen u. der draghischen Notenpresse?

Steltzner beschreibt gut die draghische Lage, in die sich die €-Dilettantenherden in Brüssel u. der EZB durch notorische Unfähigkeit bei der Kreditvergabe an GR gebracht hat.

Den Dummen haben die beiden bisherigen Pakete für GR nicht gelangt, um zu kapieren, dass Geld für GR das Schlimmste ist, das man ihnen antun kann. Denn Geld ist in GR zum Konsumieren, nicht zum Investieren oder für Steuern bestimmt.

Wenn man so launige Geldgeber wie die EU bzw. die EZB hat, die von der Praxis der Kreditvergabe an GR auch nicht den Schimmer von Sachverstand haben, fällt es den Griechen besonders schwer, sich beim Geldverbrauch zu mäßigen.

Leider haben die armen Griechen - u. die verantwortungslosen EU-Geldgeber - schon längst den Überblick darüber verloren, wofür die EU-Gelder geflossen sind.

Das einfache bedauernswerte Volk wird laufend drangsaliert, während der unfähige Beamtenmoloch weiter unangetastet ist.

Höchste Zeit, dass den €-Retterverbohrten das Geld aus der Hand genommen wird!

Empfehlen
Jürgen Meusel

Warum?

Nicht nur hier in den Kommentaren lese ich Unzufriedenheit. Teilweise schon Hoffnungslosigkeit gegenüber den derzeitigen politischen Umständen. In vielen anderen Medien mit Kommentarfunktion sieht es nicht besser aus. All diese Unzufriedenheit, ja Ohnmacht ist berechtigt und erinnert mich zunehmend an die Situation in der DDR Mitte der 80er. Eine Regierung ohne Volk. Wir hatten seinerzeit keine Handys, Internet, Computer, Kopierer usw. All die überragenden Kommunikationsmöglichkeiten, welche aktuell zur Verfügung stehen. Und trotzdem gelang es, eine Regierung zu stürzen. Warum gelingt es heute, 2012, nicht, eine ähnliche Massenbewegung zu initiieren? Fehlen die Alternativen? Kann keiner die Frage beantworten, was kommt danach? Oder liegt es einfach an der Bequemlichkeit jedes Einzelnen, welcher gemütlich von zuhause aus seinen Unmut in ebendiesen Kommentaren erschöpfend befriedigt? Ich weiß es nicht. Und dies macht mich noch viel hoffnungsloser für dieses unser Land.

Empfehlen
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 14:51 Uhr
Helga Zießler

Die Gründe für das Stillhalten, Herr Meusel,

... sind, so glaube ich, recht einfach. NOCH geht es den Menschen in Deutschland recht gut, niemand muss hungern und frieren, kann kaufen, was er möchte (und bezahlen kann). NOCH geht es auch der Wirtschaft gut. Aber über allem steht eben dieses große NOCH.

Das haben die meisten aber NOCH nicht begriffen, denn die Politik sorgt in Übereinstimmung mit den meisten Medien (vor allem den sogenannten öffentlich-rechtlichen) dafür, dass nichts bekannt wird. Beschwichtigung, Hinhaltetaktik und Beschönigung sind die Mittel, das Volk NOCH ruhig zu halten.

Doch das wird nicht auf Dauer funktionieren. Irgendwann wacht auch der gutgläubige Michel auf. Was dann passiert, wissen die Götter - vielleicht...

Empfehlen
Andreas Debus
Andreas Debus (Nyarlat) - 13.11.2012 14:09 Uhr

So ein Gequatsche.

Das Problem ist das hier die falsche Sparpolitik betrieben wird.
In einer Rezession darf der Staat nicht sparen sondern muß sinnvolle Investitionen tätigen, auch in Griechenland. Das sollten aber keine defizitären Stadien (2004) oder Paläste sein.

Wer immer nur Angst ums eigen Portemonnaie hat, und das Geld unterm Kissen verstecken will, wird auf Dauer alles verlieren. Wir haben ein Nachfrageproblem und kein Strukturproblem in Europa. Wobei Griechenland allerdings Strukturprobleme hat und schon am ersten Tag aus dem Euro hätte austreten müssen. Das sagen Keynsianer wie Paul Krugman schon seit der Zeit vor der Einführung des Euro.

Empfehlen
Claudia Kranenburg

Es fehlen Alternativen

Denn wer soll denn die alternative Opposition sein?

Wir haben niemanden und die "Guten" in der Kleinpolitik von Kreis/Kommune, die es nach oben schaffen, versanden früher oder später oder werden halt in den Korruptionsalltag eingeführt und fühlen sich wohl.

Es scheint, es gibt kein Entkommen aus diesem Wahnsinn, der einigen wenigen viel und vielen kaum Raum zum leben lässt.

Alternativlos - das sind Merkel und Co zwar nicht, aber die Alternativen tragen halt nur einen anderen Namen, keine andere politische Richtung.

Empfehlen
Eric Arnesen

...es fehlt leider die Alternative...

...wie sie sich der Bevölkerung der Ex-DDR durch die von vielen gewünschte und erträumte Wiedervereinigung geboten hat. Aufruhr und Blutvergießen schätzt der Michel nicht - und wenn man sich die Ereignisse während der französischen Revolution und anderer gewaltsamer Umbrüche ansieht, kann man es ihm nicht verdenken.
Durch unsere Mediokratie wurde der aktuelle Mainstream zuerst gefördert und schließlich als alternativlos in die Köpfe gedrückt. Wer sich erdreistet dagegen zu opponieren wird niedergewalzt - und dabei scheint jedes Mittel recht zu sein. Es ist daher kein Wunder, daß gute Leute so wenig Neigung verspüren, in die Politik zu gehen.
Die Hoffnung stirbt (zuletzt) - der Exodus von Hochqualifizierten ist ein bitterer Hinweis.
Warum nur hält die Wirtschaft still ? - sie hat doch so viel zu verlieren.

Empfehlen
Jürgen Hohmann
Jürgen Hohmann (JuHoh) - 13.11.2012 01:27 Uhr

Wenn es nicht so traurig wäre ...

...könnte ich ja darüber lachen.

Es gibt wirklich noch Menschen, die glauben an eine Rettung des Euro, an eine Lösung der momentanen Probleme.

Ich kann nur den Kopf schüttel,

In unserem 4 Personen Haushalt wird heftig darüber diskutiert, welche Ausgaben getätigt werden. Jeder hat seine eigenen Interessen und will diese verwirklichen. Es gibt aber eine starke Regierung die in letzter Kosequenz entscheidet, nämlich meine Frau.
In unserer Gemeinde ist das schon etwas schwieriger, hier sind 20 Gemeinderäte und 5000 Einwohner zu berücksichtigen. Aber es gibt in letzter Konsequenz einen Boss, den Bürgermeister. Nun geht das so weiter über Kreis, Bundesland und Republik. Alle haben in letzter Konsequenz eine Regierung die über Ausgaben entscheidet.

Nun hat man den Euro in den europäischen Staaten eingeführt und jedes Mitglied macht was es will. In letzter Konsequenz gibt es eben keine Regierung die entscheidet.

Der Euro war von der ersten Sekunde eine Totgeburt.

Empfehlen
Harry Kolanis
Harry Kolanis (hakola) - 13.11.2012 01:08 Uhr

Hellas: Wiege der Demokratie und Schleudersitz des Euros...

zwei sachen nur, die mir dazu einfallen: zwei-drei griechische spieler haben dazu gereicht, dass eintracht frankfurt von der ersten liga in die zweite hinunterkatapultiert ist (zuviele griechen verderben den brei!), während ein deutscher trainer gereicht hat, um aus einem griechischen hühnerhaufen einen europameister zu machen (wenn auch nur für kurze zeit...), und punkt zwei: spätestens seit onassis müsste jedem ein licht aufgegangen sein, wie gerissen und schlau dieses volk ist, was das thema geld angeht, zumal das wort ökonomie nicht von ungefähr aus dem griechischen kommt....

Empfehlen
Thomas Siegmann

Insolvenzverschleppung

... so würde man diese Handlungen andernorts bezeichnen.
Da es diesen rechtlichen Rahmen bei der Staatsfinanzierung für die Handelnden (EZB, ESM, IWF sowie die angeschlossenen EU-Länder) zu deren Glück nicht gibt, dauert das teure politische Zuwarten noch ein paar Jahre an.

Und dann ? Sicher wird die Bundesrepublik über den ESM in irgendeiner, nicht mehr zu verschleiernden Form mit größeren Teilen der 190 Mrd. haften müssen. Das wäre nun mal echtes pathologisches Lernen. Ade Blauäugigkeit, leider stirbt damit auch viel von der europäischen Idee. Schreckliches Dilemma.

Dann wird es auch anderswo spannend. Nach dem ersten Fall Griechenland bleibt wohl nicht mehr genug für andere jetzt noch rettbare Volkswirtschaften. Italien, Spanien und Co. stünden dann nur noch unter einem Rest-Schirmchen. Wer will denn dann noch nachschießen ? Es könnte auch im Interesse anderer sein, jetzt in reinen Tisch zu machen.

Empfehlen
Günter Schreiber

Juncker: Griechenland hat geliefert

Nämlich neue Versprechen. Die werden natürlich umgehend umgesetzt, so wie die alten.

Der Troika-Bericht sei positiv, so Juncker. Abschließend beurteilen könne er ihn allerdings nicht, da er ihn noch nicht ganz gelesen hat.

Ja dann ist doch alles klar. Raus mit den Milliarden.

Und dass das Hakenkreuz in der mit dem Friedensnobelpreis bedachten EU fröhliche Urständ' feiert, das liegt natürlich an der berechtigten Wut der Griechen und Portugiesen. Schließlich sind nicht sie schuld, die ihre angeblichen Freunde belogen und betrogen und jahrzehntelang Party gemacht haben, sondern die bösen Deutschen, die sich so geizig zeigen bei der Bezahlung der Rechnung.

Und so dürfen wir für unsere Freunde im Süden arbeiten statt fürs Alter vorzusorgen und können gleichzeitig erleben, wie Deutschland wieder mit Hitler und Holocaust in Verbindung gesetzt wird.

Fazit: Deutschlands Einsatz in den letzten 65 Jahren für Europa war wohl für die Katz'. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 14:45 Uhr
Claudia Kranenburg

Ja, genau so sollen Sie es sehen

Griechenland hat noch nicht einen Cent HILFE erhalten. Jeder Cent geht unverzüglich (ok, nicht unverzüglich, sondern über Umwege, damit, ausser den Griechen, auch jeder andere Beteiligte Geld daran verdient) wieder an die Banken - vorne weg die Deutsche Bank und die Französische Nationalbank

Das ist ja das irre..... wollte man Griechenland helfen, dann bräuchte es eine Schulderlassung (denn die Schulden wären ja längst getilgt, bestünde man nicht auf Zins und Zinseszins) und anschließend Aufbauhilfe für die Wirtschaft (und Abbau des Beamtentums, was den Deutschen auch gut zu Gesicht stünde, steht uns doch eine finanzielle Katastrophe bevor wegen der Massen in Rente gehenden Beamten).

So aber erhalten nur einige sehr wenige Menschen (nämlich Banker, Investoren) ein Heidengeld. Und bezahlen tut dies der Steuerzahler. Der dafür in allen EU-Ländern mehr und mehr Einschnitte hinnehmen muss. Während man die Nutzniesser aller Krisen weiterhin pampert.

Empfehlen
Hans-Jörg Rechtsteiner

Der Euro – das größte Betrugssystem seit Erfindung der Papierwährung

Man kann es drehen und wenden wie man will: die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro gegen alle volkswirtschaftliche Vernunft hat zwangsläufig genau die Folgen hervorgebracht, vor denen die Ökonomen bereits von Anfang an gewarnt hatten: Nachdem eine Schwemme billiger Staatskredite zu einer kurzfristigen wirtschaftlichen Scheinblüte auf Pump geführt hat, stehen die Teilnehmerstaaten jetzt weit schlechter da als zu Zeiten der nationalen Währungen: mit enorm angestiegenen Schulden der öffentlichen Hände sowie mit zerrütteten Volkswirtschaften (im Falle der Pleiteländer) bzw. mit niederdrückenden Bailout-Lasten (im Falle der Geberländer).

Zu gleicher Zeit hat sich ein Feudalsystem befestigt mit leistungsloser Kapitalakkumulation in den Händen weniger. Das alles haben notabene keine Despotien, sondern die westeuropäischen Demokratien zustande gebracht, deren Repräsentanten nicht müde werden, das hiesige Staatssystem aller Welt zur Nachahmung anzudienen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.11.2012 10:38 Uhr
Rolf Joachim Siegen

Meister Rechtssteiner, Sie sind notorisch blind

Vor allem die Wendung von der 'leistungslosen Kapitalakkumulation' ist aufreizend verzerrend. Denn sie unterstellt, dass dies dem Euro anzulasten sei. Kurzfristiges Kapital ist lediglich eine notwendige, aber keine ausreichende Bedingung zur gesellschaftlichen Gesundung Suedeuropas.

Empfehlen
Britta Litterscheidt

WAS will Schäuble??? Die SCHULDENTRAGFÄHIGKEIT umdefinieren???!!!

Es ist nicht zu fassen - es ist nicht mehr auszuhalten!
Was für eine Rettungsverar......!

Schäuble will die Schuldentragfähigkeit umdefinieren?
Setzen wir sie doch bei 188% des BIP an, dann ist GL fein raus. Und Spanien weit entfernt von einer Pleite - Frankreich steht dann brilliant da. Portugal etc...

WARUM gehen wir nicht auf die Straße und demonstrieren!
Ich kann es nicht - aus gesundheitlichen Gründen - sonst hätte ich mir längst ein Schild um den Hals gehängt!!! Auch im strömenden Regen - auch bei Schnee und Eis!

Sitzen wir Deutschen alle zu Hause und lesen faz online, wirtschaftswoche, handelsblatt.... etc...

Übrigens empfehle ich aktuell auch die Stellungnahme von Hans- Werner Sinn, ifo institut vom 11.11. 12 bei welt online und 12.11. 12 bei wirtschaftswoche online.

Danke, Herr Steltzner für diesen Artikel!
Es bleibt abzuwarten, ob alle Deutschen NUR LESEN ODER HANDELN...

ES IST NICHT AUSZUHALTEN!

Empfehlen
alois schneider
alois schneider (formal) - 12.11.2012 21:08 Uhr

China hat den Rauswurf Griechenlands aus dem € verboten

es ist dort mit ca 42 Milliarden involviert und möchte das Geld nicht verlieren.
Das wurde Merkel bei ihrem kürzlichen China-Besuch eindringlich klar gemacht.
Seitdem sind die Austrittsforderungen schlagartig vom Tisch.
Ein absoluter Blanco-Scheck für Gr und andere.
Gr kann jetzt auch die Rente mit 25 einführen. Es bleibt.
Jetzt wird nur noch Geld gedruckt. D. wird durch massive Inflation enteignet
(echte Rate heute schon 5 %, und das ist erst der Anfang).

Empfehlen

12.11.2012, 16:38 Uhr

Weitersagen

Gegen die Gleichmacherei im Internet

Von Patrick Welter

In den Vereinigten Staaten könnte es bald bezahlte Überholspuren im Internet geben. Viele sind empört, aber was ist daran schlimm? Mehr 1 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

IAB-Studie Weniger Langzeitarbeitslose in Deutschland

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland zurückgegangen. Eine Schwachstelle bleibt die Situation der Geringqualifizierten. Mehr 3 2