28.03.2012 · Wie groß ist der dauerhafte Euro-Krisenfonds wirklich? Das kommt darauf an, wie man rechnet. 700 Milliarden Euro sind es mindestens.
Von Werner Mussler, BrüsselRichtlinien für Lesermeinungen
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Welche eine Wuerdelosigkeit...
... wenn Herr Schaeuble sagt, er hoffe auf eine wohwollende Reaktion der Maerkte. So haben sich in der Antike die Leute eine wohlwollende Reaktion der Gottheit eingebildet, wenn der Rauch ihrer Tieropfer senkrecht nach oben stieg. Und wenn der Wind ihn verwehte, hatte die himmlische Ratingagentur den Daumen gesenkt. Lebe ich eigentlich im 21. Jahrhundert und in einer Demokratie oder in einem irrationalistischen System, in dem irgendwelche Hohepriester bzw. Politiker einem Moloch namens Markt nicht nur Tier-, sondern auch Menschenopfer darbringen? Marx spricht im Kapital vom "Warenfetisch" oder "Geldfetisch" und meint die Unterwerfung unter unbegriffene Zusammenhaenge des eigenen gesellschaftlichen Tuns. Die Formulierung war metaphorisch gemeint, aber langsam wird sie zur unmittelbaren Beschreibung der Realitaet. Weit hat sie uns gebracht, die sogenannte Marktwirtschaft.
Das französiche Diktat > Erhöhung auf 1 Billion
Wenn die Kanzlerin den EU Fiskalpakt, der Deutschland auf Ewigkeit
bindet, als einen Meilenstein
bezeichnet, schließe ich mich der Äußerung eines
Kommentators an, der schrieb, dass nicht die Geldmenge, sondern
Gehirnschmalz gefragt ist! Auch der Filmtext, -.-.-denn sie wissen nicht
was sie tun, wird mit der Merkelpolitik bestätigt.
Die Exportlüge wird in zwei Zahlen widerlegt: 2011 > deutscher
Export 1,06 Billionen stehen einen Import von beachtlichen 0,902
Billionen gegenüber. Der Unterschied beträgt also nur 1/10
Billion, was für unsere Wirtschaftskraft immer noch billiger ist,
als diese Verschuldungspolitik!
Man vergleiche auch die diversen Höchstgrenzen für die beiden
Rettungsschirme, die sich alle drei Monate geändert haben. Politik
die gegen deutsche fundamentale Interessen ist, und mit der
ständigen Anpassung, wie früher in der DDR, de facto kopiert wird.
Dadurch ist unsere Zukunft unbezahlbar u. gleichzeitig ist der Euro gefährdet.
Nicht die Geldmenge, sondern Gehirnschmalz ist gefragt
Die groteske Hin- und Herrechnerei im Bereich um die Billion Euro lenkt
ab von der Euro-Schulden Kern. Dieser ist ein systemischer.
Unablässig ist der erfolglose Schäuble dabei, sich immer
höhere Schuldenvolumina vom Jasager-Bundestag genehmigen zu lassen.
Wirksame Aufsichts- und Kontrollmechanismen zur Kontrolle der
ungehindert weiter tätigen Globalspekulanten werden hingegen
sträflich vernachlässigt.
Duch diese Nachlässigkeit ist es nur eine Frage der Zeit, wenn die
Spekulanten wieder über die PIIGS herfallen. Dass sie sich nach dem
überflüssigen Fluten der Banken durch die
großzügige EZB sich eine Atempause gönnen, u. manche
PIIGS-Staaten sich günstiger eindekcen konnten, heißt noch
lange nicht, dass man nun in ungefährlichem Fahrwasser wäre.
Es ist vielmehr zu erwarten, dass schon die nächste
Spekulationswelle alle Brandmauern, Schutzwälle, Dicke Berthas u.
ähnlich dumme Ausdrücke auch in Billionenhöhe nicht
ausreichen werden, den Markt zu beruhigen, wenn dieser Hunger hat!
Warnungen ohne Wirkung auf Blindwütige
In ihrem blindwütigem Eifer, sog. Brandmauern zu errichten, merken
die Euro-Retter - inkl. Schüble - nicht, dass sie einem Fass ohne
Boden huldigen, da ein nachhaltiger u. wirksamer Schutz gegen die
Risiken nicht angemessen überwachter Spekulation selbst durch immer
neue Schirmaufstockungen nicht gewährleistet ist.
Auf diese Problematik weist Bundesbank-Weidmann hin.
Aber der schon lange erfolglos agierende Schäuble macht brav weiter
in seinem sturen Euro-Rettungskurs des "koste es, was es
wolle".
Es fällt ihm einfach nichts Besseres ein. Das hat man, wenn
Politiker u. nicht Fachleute über Sachfragen urteilen.
Das kostet viel Lehrgeld. Schäuble hat noch nicht ausreichend
dazugelernt u. kapiert, sonst würde er endlich Schluss machen mit
seinem Kurs der Euro-Verbrennung. Und auf Weidmanns Rat hören.
Bei Schäuble macht auch ein Professor Sinn keinen Sinn. Hingegen
wäre ein Aufbegehren der dt. Bürger gegen diese desaströs
schwache Finanzpolitik durchaus sinnvoll!
Wieviel bleibt denn vom Superfonds EFSFESM übrig, wenn man das PIIGS Perpetuum mobile subtrahiert?
Wenn Deutschland seinen Anteil einbringt und dann damit anderen
Länder geholfen wird, ist das "nur" eine Transferunion,
die ja gem. Lissabon-Vertrag verboten ist. Wenn aber bspw. die PIIGS
Geld einbringen um die PIIGS zu retten, ist das....'kreativ'. Folglich
kann man von den (EFSF+ESM=) 940 Mrd, die die Finanzminister
beschließen werden (das geht aus einem Entwurf für das
Finanzministertreffen morgen hervor; die 240 Mrd aber nur im Notfall)
den Anteil dieser Länder i.H.v. 36,7 Prozent abziehen.
Das Kernproblem, nämlich die zu hohen Schulden der Staaten, Banken
und in manchen Ländern der privaten Haushalte wird mit diesem irren
Konstrukt keinesfalls abgegangen. Im Gegenteil. Das Schuldenmachen der
einen zu Lasten der anderen kann so munter weitergehen. Wobei versucht
wird den Markt auszubremsen. Diese (Rechts-)Unsicherheit wird dazu
führen, dass bald jeder Investor, der es kann, einen Bogen um die
Eurozone machen wird und bald haben wir dann sowjetisch-japanische Verhältnisse.
Nun, das "ungefähre Ende" kann man hier auch recht gut voraussehen, dazu braucht es nur...
.. etwas gesunden Menschenverstand und eine Portion Realitätssinn, was der Grund ist, warum unsere Polit-Clowns es nicht schaffen. Die Geister-Milliarden aus Garantien und Bürgschaften werden sich in naher Zukunft realisieren, dann ist Zahltag. Und genau die Marktteilnehmer, die von dem ganzen Irrsinn in unvorstellbaren Ausmaß profitieren (Banken, Versicherungen, Hedgefonds), werden dann erneut abkassieren, natürlich mit Risikoaufschlag. Und wenn das Risiko sich dann realisiert, werden sie auch wieder "gerettet", damit sie weiter fette Boni an ihre fabelhaften Akteure zahlen können, und weil sie so "systemrelevant" sind. Dieser scheinbar ewige Kreislauf wird dann entweder in galloppierende Inflation münden oder sogar zu einem riesigen Crash führen, weil irgendwann doch jemand merkt, dass das frisch gedruckte Geld aus der Notenpresse eben doch nur unerfüllbare Ansprüche repäsentiert. Und noch etwas geht dabei zügig den Bach runter: Die Illusion in einer Demokratie zu leben, schade.
Das ist auch nett, kein Kündigungsrecht im Fiskalpakt
Wer den Fiskalpakt unterschreibt, bindet sich für die Ewigkeit, was
ja dann zu den biblischen Anwandlungen des Herrn Weidmann passt.
„Ein Kündigungsrecht ist im Vertrag über
Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und
Währungsunion nicht vorgesehen“ sagt Kampeter,
Staatsekretär im BFM.
„Mit dem Fiskalpakt werden die demokratischen Parlamentsrechte
beschnitten – und zwar de facto für die Ewigkeit. Dies ist
durch das Grundgesetz nicht gedeckt“, sagte Ulrich von den Linken.
Im BT läuft gerade die Debatte über ESM und Fiskalpakt, das
hohe Haus ist schlecht besucht. Wenn ich AM neben Pofalla oder
Rösler sehe, fällt mir nichts mehr ein, was für Dreamteams.
Das Eurospiel erinnert an das Hin- und Herschieben von Geisterarmeen im
Führerbunker, welche in der EU zu Geistermilliarden geworden sind.
Der Unterschied dazu war, daß man 1945 das ungefähre Ende voraus-
sehen konnte.
ich sehe nur Bürgen, die nicht das Schwarze unter den Fingernägeln haben, aber gegenseitig Bürgschaften abgeben. Pleitier A bürgt für Pleitier B und für beide bürgt Pleitier C, für den wiederum Pleitier A und Pleitier B bürgen. Geblendet von soviel Bürgschaften wird Pleitier EZB, der Kreditgeber, die Zinsen für den natürlich bewilligten Kredit an Pleitiers A,B und C auf 0% senken. Das fällt ihm nicht schwer, da Pleitier EZB sowieso im Besitz von A,B und C ist. Aber Pleitier EZB hat ein Geheimnis: Er scheint zu wissen, wie man Papier mit Zahlen bedruckt. Pleitier folgt damit einem alten Rezept der schon vor den Römern bekannten Allchemie, Mist in Gold zu verwandeln. Allerdings wurden viele der Allchemisten wegen Erfolglosigkeit geköpft. Früher!
Ich geb's zu: ich versteh's nicht.
Deshalb habe ich gerade mal "Brandmauer" nachgeschlagen
(online natürlich, weil mir der Weg zum Bücherregal zu weit
ist). Da steht z.B.: "eine spezielle Mauer zwischen zwei
aneinandergebauten Gebäuden, die verhindern soll, dass bei einem
Brand das Feuer von einem Gebäude auf das andere
übergreift". Aber in diesem Bild lässt man das Feuer in
einem Gebäude doch wüten - hauptsache, es springt nicht
über. Von Feuerlöschen ist nicht die Rede. Müsste man
diese Rettungsschirme (auch lustig, weil es ja nicht regnet, sondern
brennt) dann nicht eigentlich "Sprinkleranlage" nennen? Die
Schlagzeile wäre dann: Unterschiedliche Berechnungen der "Sprinkleranlage".
Klingt irgendwie doof, oder?
Dummerweise...
...will man, um in der bildlichen Sprache zu bleiben, mit der "Brandmauer" das lichterloh brennende Gebäude zusammen mit den noch nicht (so doll) brennenden Gebäuden zusammenpferchen. Genau so doof.
Es ist eigentlich egal, wie man rechnet
Das ist die Taktik, die nicht nur den Bürger völlig kirre
macht, sondern auch die Abgeordneten. In der FTD war gestern ein Artikel
dazu, Verwirrung um die Milliarden für den Superschirm, der
durchaus zur Realsatire taugt.
Wir können doch davon ausgehen, egal, ob der ESM nun 500 Mrd. oder
700 Mrd. hat, dass wir alle ab Sommer zusätzlich für insgesamt
940 Milliarden Euro anteilig haften müssen, nur hat Herr Mussler
vergessen das zu erwähnen und die Koalititon hat das gestern den
Abgeordneten auch nicht erzählt.
Jens Weidmann verweist unterdessen auf die Bibel und warnt vor
Größenwahn. "Genauso wie der Turm von Babel wird auch
die Mauer aus Geld niemals den Himmel erreichen. Wenn wir diese immer
höher und höher machen, werden wir hingegen immer neue
Probleme bekommen - finanzielle wie politische".
Es wäre "zielführender", wenn er endlich Klartext
reden würde. Seine verklausulierte Sprache macht die Sache nicht besser.
Wahrscheinlicher ist,
dass zu Schulden immern Neue dazu kommen, anstatt die Tilgung.
Besonders, weil damit die
alten Vorteile wieder (an der Gaderobe der EZB) zurückgegeben
werden müssen. Das hält kein Greek aus, dazu ist er viel zu
stolz. Das Doofe ist nur, alsbald sind alle anderen auch Greeks, sie
haben es nur hinter der Greeksfrage versteckt. Wenn La Franze ein
bischen platt
ist, sind Spanien und Italien platter.
Turmbau zu Babel: Und der HERR sprach:
Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und
haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was
sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, lasst uns herniederfahren
und ihre Sprache daselbst verwirren, dass keiner des andern Sprache
verstehe!
Also zerstreute sie der HERR von dort alle Länder, dass sie mussten
aufhören die Stadt zu bauen.
.
Was will Weidmann uns damit sagen? Keine Abschaffung der
Nationalstaaten, keinen Fiskalpakt und keinen ESM? Denn beides ist zum
Verderben aller oder wie soll ich das nun interpretieren? Und wo bleibt
der HERR, der dieses verhindern könnte?
Herr Weidmann, bitte nennen Sie das Kind endlich beim Namen, was haben
Sie anderes zu verlieren als wir? Heute war die erste Lesung im BT, noch
wäre Zeit...
"Bürgschaft" oder "Haftungssumme" sind die richtigen Wörter
ist Banker-Neusprech, und jedem der sich mit Brandschutz auskennt
weiß, dass wenn eine Brandmauer in Funktion tritt, dann ist das
Bauwerk abgefackelt.
Auch sind diese Bürgschaften nicht nur reine Papiertiger, denn DANN
bräuchte sie keiner. Es ist so, dass diese Bürgschaften eines
Tages fällig werden werden.
Jeder sollte sich das alte Sprichwort: "wer bürgt, der wird
gewürgt" genau durch den Kopf gehen lassen. Denn entweder
stehen wir eines Tages fpr diese Summen gerade, oder der Euro geht vor
die Hunde wie schon viele "Fiat Money" Währungen vor ihm.
Wer sich wundert, dass der EFSF jetzt erweitert wurde, der tut mir leid,
da ihm wohl nicht zu helfen ist. Die "Rettungsschirme" werden
so lange erweitert, bis die Schulden komplett "garantiert"
sind oder Länder aus dem System aussteigen.
Da sagt der Präsident der Deutschen Bundesbank ein wahres Wort:
ESFS und ESM sind wie der Turm zu Babel: Gott strafte und
zerstörte. Auch unsere Politiker, die sich Gott gleich wähnen,
werden scheitern!
Es gibt eine Partei, die sagt: Jetzt Schluß machen mit dem Spuk
des Euro und der EUdSSR. Im Programm der "Partei der Vernunft"
(pdv) liest man:
"Jegliche Zahlungen an andere Staaten, eine Transferunion,
EU-Wirtschaftsregierung, Eurobonds
und „Euro-Rettungsschirme“ (Bailout, ESM, EFSF oder
ähnliche Regelungen) werden
abgelehnt."
Wozu benötigen wir überhaupt eine Brandmauer, wenn die offenen
Target2-Salden angeblich ohnehin von der EZB garantiert werden, wie
unsere Bundesregierung behauptet.
Soll doch die EZB die Rechnung zahlen, ausländisches Kapital
jedenfalls will nicht mehr haften und D sollte es auch nicht weiter tun.
Brandmauer, firepower, Rettungsschirme, Schutzwälle, Bazooka, Dicke
Bertha, man kann diese Vokabeln nicht mehr hören!
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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