Home
http://www.faz.net/-gqe-74b0n
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Euro-Krise Italiens Staatsanwaltschaft will Ratingagenturen vor Gericht bringen

 ·  Italiens Justiz will klären, ob es im Rahmen der Rating-Herabstufung im Jahr 2011 zu Marktmanipulationen gekommen ist - und dabei rechtswidrig vertrauliche Informationen verwendet wurden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (5)

Die italienische Staatsanwaltschaft will sieben Mitarbeiter der großen amerikanischen Ratingagenturen Standard & Poor´s und Fitch wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation vor Gericht bringen. Gegen zwei Mitarbeiter der Agentur Moody’s habe die Anklage ihre Vorwürfe dagegen fallengelassen, teilte die italienische Steuerpolizei am Montag mit. Ein Gericht muss nun entscheiden, ob ein Prozess eröffnet wird.

Die Justiz hatte schon vor längerer Zeit mitgeteilt, sie untersuche, ob es im Zusammenhang mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens im Jahr 2011 durch S&P zu unerlaubten Marktmanipulationen und der rechtswidrigen Verwendung von vertraulichen Informationen gekommen ist.

Vorwurf: Weitergabe von Insider-Informationen

So soll geklärt werden, ob vor der offiziellen Verkündung Insider-Informationen weitergegeben wurden. Federführung hat die Staatsanwalt in der süditalienischen Kleinstadt Trani.

Angestoßen hatten die Prüfungen zwei Verbraucherverbände, die sich über die Auswirkungen der Agentur-Berichte auf die Aktienkurse in Mailand beschwert hatten. S&P hatte damals in einem Rundumschlag die Bonitätsnote mehrerer Euro-Staaten herabgestuft, darunter auch die Italiens. Fitch hatte angekündigt, in Kürze die Bewertung der Kreditwürdigkeit Italiens um ein bis zwei Noten zu senken. Alle drei Agenturen hatten erklärt, sie seien sich keiner Schuld bewusst. S&P bekräftigte am Montag, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage.

  Weitersagen Kommentieren (12) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Mittelstandsanleihen-Ticker Früherer MIFA-Alleinvorstand tritt zurück

Peter Wicht, bis vor kurzem noch MIFA-Alleinvorstand und immer noch größter Aktionär, ist als Vorstand zurückgetreten. Genant werden gesundheitliche Gründe. Mehr

16.04.2014, 08:27 Uhr | Finanzen
Comeback am Finanzmarkt Riesiges Interesse an Griechen-Anleihe

Die Deutsche Bank hat mit dem Verkauf einer neuen griechischen Staatsanleihe begonnen. Es liegen bereits Gebote über 10 Milliarden Euro vor. Nach über vier Jahren wagt sich Griechenland damit an den Kapitalmarkt zurück. Mehr

09.04.2014, 17:04 Uhr | Finanzen
Rätselhafte Morde Unbekannter erschießt drei Menschen in Belgien

In Belgien sind ein Ehepaar und ein Kind auf offener Straße erschossen worden. Die Polizei rätselt über die Tat. Nachbarn sagen, das Paar sei völlig unauffällig gewesen. Mehr

19.04.2014, 18:47 Uhr | Gesellschaft

12.11.2012, 13:57 Uhr

Weitersagen
 

Der neue Kampf um die 35 Stunden

Von Ralph Bollmann

Väter sollen künftig weniger arbeiten, aber Mütter sollen mehr arbeiten: In Deutschland wird über die Familienarbeitszeit debattiert. Ein neuer Verteilungskampf hat begonnen. Mehr 8 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden