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Euro Euroumstellung "prima geklappt"

 ·  Das große Chaos blieb aus. Der Euro kam, die Deutschen nehmen ihn freundlich in Empfang.

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Zum Start des Euro-Zeitalters haben die Deutschen am Dienstag gleich millionenfach neues Geld abgehoben. Wegen der regen Nachfrage mussten die Geldautomaten an einigen Orten bereits wenige Stunden nach dem Jahreswechsel nachgefüllt werden. Schlangen wurden allerdings nur vereinzelt gesichtet. „Der große Run ist bislang noch nicht eingetreten“, hieß es bei der Commerzbank. Banken und Sparkassen sowie die Deutsche Post zeigten sich zufrieden mit der technischen Umstellung der Konten und Geldautomaten von Mark auf Euro.

"Unmittelbar nach dem Jahreswechsel wollten es gleich schon viele probieren“, sagte Holger Schulz vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). An vielen Sparkassen, die mit 20.000 Geldautomaten den Großteil der Apparate in Deutschland stellen, ging das Bargeld aus, ebenso an einigen der 2300 Postbank-Automaten und manchen der 1200 Apparate bei der Deutschen Bank 24. Noch in der Nacht rückten Werttransportfirmen aus, um erste Automaten neu zu bestücken.

Euro probieren

Bis zum Morgen wurden allein an den bundesweit 1200 Geldautomaten der Dresdner Bank Geld im Wert von etwa fünf Millionen Euro (fast zehn Millionen Mark) abgehoben. Bis zwei Uhr wurden dabei 15.000 Abhebungen vorgenommen, bis 10.30 Uhr dann 28.000, wie Euro-Spezialist Bert Kirschbaum sagte. Die Auszahlungen hätten sich auf die Großstädte konzentriert. Auch die Postbank meldete einen großen Andrang; bis 11.00 Uhr deckten sich 60.000 Kunden dort mit Euro ein.

Automaten laufen nicht leer

In Berlin verzeichnete die Berliner Bank bereits direkt nach Mitternacht Spitzenwerte an den Automaten: „In der ersten halben Stunde gab es 200.000 Verfügungen“, sagte DSGV-Experte Schulz. Berlin sei allerdings wegen der großen Silvesterfeiern rund um das Brandenburger Tor und der hohen Zahl von Touristen in der Stadt ein „sehr exponierter Ort“. An den bundesweit mehr als tausend Commerzbank-Automaten seien bis Mittag nur etwa 20 Prozent des durchschnittlichen Bargeld-Bestandes gezuogen worden, sagte Projektleiter Robert Janda in Frankfurt. „Die Automaten werden also nicht so schnell leer laufen.“ "Es läuft hervorragend“, sagte Postbank-Sprecher Hartmut Schlegel.

Kaum Störungen

Störungen habe es nur an wenigen Stellen gegeben; Ursachen waren demnach unter anderem Silvesterkracher, die Automaten lahm legten, oder klemmende Geldscheine. Viele Leute hätten sich offenbar „direkt nach der Silvesterparty mit Euro versorgt“. Allein sein Institut habe zudem vier Millionen Girokonten, 19 Millionen Sparkonten, 13 Millionen Freistellungsaufträge und 400.000 Bausparfinanzierungen von Mark auf Euro umgestellt. Das Online-Banking habe während der gesamten Neujahrsnacht funkioniert.

Die Post öffnete von 10 bis 14 Uhr 600 Zweigstellen im gesamten Bundesgebiet, auch in mehreren Banken wurden die Schalter ausnahmsweise geöffnet. Damit sollten zwar vor allem Kleinfirmen wie Blumenläden oder Kiosks mit dem neuen Bargeld versorgt werden. Privatkunden würden aber nicht abgewiesen, versprach Postbank-Sprecher Schlegel für sein Institut.

Es klappt wie erträumt

Auch bei der Dresdner Bank sei die Umstellung „super gelaufen“, sagte Kirschbaum. Die Zahl der Ausfälle von Geldautomaten hätte sich im bei jeder Software-Umstellung „normalen Rahmen“ von zwei Prozent gehalten. Die Automaten der Dresdner Bank spuckten aber wegen der technischen Umstellung erst ab 0.10 Uhr Euro aus. Bei der Deutschen Bank 24 habe alles „prima geklappt“, sagte deren Sprecher Klaus Winker. Um 0.00 Uhr hätten 98,5 Prozent der Automaten funktioniert, die Übrigen seien im Laufe der Nacht dazugekommen. Es habe alles wie „erhofft und erträumt“ geklappt.

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