06.06.2005 · In Italien hält die Diskussion darüber an, die Eurozone zu verlassen. Nun hat Sozialminister Calderoli verkündet, die Lega Nord prüfe verschiedene Optionen, die Lira wieder einzuführen. Sie könnte auch an den Dollar gebunden werden.
Die italienische Regierungspartei Lega Nord hat am Montag ihre Forderung bekräftigt, Italien solle die Eurozone verlassen.
Seine Partei prüfe mehrere Wege, den Euro zu verlassen und die ehemalige Landeswährung Lira wieder einzuführen, sagte der italienische Reformminister Roberto Calderoli in einem Interview der Tageszeitung „La Repubblica“ (Montagausgabe). Er könne sich auch vorstellen, eine ganz neue Währung einzuführen, die an den Dollar gekoppelt sei.
„Der Ausstieg aus der Gemeinschaftswährung ist einer der am ehesten realisierbaren Vorhaben der Lega Nord", sagte Calderoli.
Am Freitag hatte Calderolis Parteikollege, Arbeits- und Sozialminister Roberto Maroni, mit ähnlichen Überlegungen für Aufruhr gesorgt. Er forderte, die Italiener in einer Volksabstimmung über eine Wiedereinführung der Lira entscheiden zu lassen. Im Devisenhandel hatte der Euro daraufhin zeitweise bis zu einem halben Cent zum Dollar verloren, sich jedoch später wieder erholt. Zuvor hatten bereits Medienberichte über ein drohendes Ende der Euro-Zone angesichts der ungewissen Zukunft der Europäischen Union für Kursverluste gesorgt.
Italiens stellvertretender Ministerpräsident Gianfranco Fini hatte gesagt, Ministerpräsident Silvio Berlusconi teile die Anti-Euro-Gedanken seiner Kabinettsmitglieder nicht.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2481 | −0,06% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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