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EU-Regelung Einheitliches Handy-Ladegerät ab 2011

30.07.2010 ·  Der Plan von EU-Kommission und Industrie für ein einheitliches Handy-Ladegerät soll im kommenden Jahr umgesetzt werden. Ursprünglich sollte das Universal-Ladegerät schon in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Von Hendrik Kafsack, Brüssel
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Die europäischen Verbraucher sollen ihre Mobiltelefone von Anfang des kommenden Jahres an mit einem einheitlichen, mit allen neuen Modellen kompatiblen Ladegerät aufladen können. Eine entsprechende Vereinbarung mit den großen Handyherstellern werde die Europäische Kommission noch in diesem Herbst unterzeichnen, teilte eine Sprecherin der EU-Behörde am Freitag in Brüssel mit.

Die Einführung der neuen Geräte verzögert sich damit. Ursprünglich sollten sie schon in diesem Jahr auf den Markt kommen. Das Universal-Ladegerät soll mit dem standardisierten Micro-USB-Anschluss verbunden werden, mit dem schon heute Daten auf Mobiltelefone übertragen werden können. Teil der Vereinbarung sei auch, dass die Hersteller Mobiltelefone künftig auch ohne Ladegeräte verkauften, hieß es in der Kommission.

Nur noch ein Ladegerät je Haushalt

Die Verbraucher müssten damit faktisch nur noch ein Ladegerät je Haushalt erwerben, um alle neu erworbenen Geräte zu laden, und könnten dieses dann jahrelang nutzen. Bisher kommt jedes neue Mobilfunkmodell auch mit einem eigenen Ladegerät auf den Markt, das nicht mit alten Modellen - auch nicht desselben Herstellers - kompatibel ist. Beinahe jeder Haushalt in der EU verfüge deshalb heute über eine ganze Sammlung von Ladegeräten, die im Laufe der Jahre überflüssig geworden seien, heißt es in der EU-Kommission. Jährlich landeten mehrere Tausend Tonnen alter Netzteile im Abfall.

Die Behörde droht den Herstellern deshalb seit langem mit einer EU-Regelung, wenn sie sich nicht auf einheitliche Ladegeräte einigen. Diese hatten sich daraufhin im Juni vergangenen Jahres zur Einführung von Universal-Ladegeräten 2010 verpflichtet (siehe: Einheitliche Ladegeräte: Handyhersteller entwirren Kabelsalat). Die Entwicklung der nötigen Norm habe jedoch länger als erwartet gedauert, heißt es nun. Beteiligt an der Vereinbarung sind unter anderem Nokia, Sony Ericsson, Apple, LG, Samsung und Motorola. Wie teuer die Ladegeräte sein werden, ist nicht bekannt.

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