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EU-Osterweiterung Slowenien braucht Weltbank nicht mehr

21.03.2004 ·  Als erstes der mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer hat Slowenien den Sprung vom Kreditnehmer zum Kreditgeber der Weltbank geschafft.

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Als erstes der mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer hat Slowenien den Sprung vom Kreditnehmer zum Kreditgeber der Weltbank geschafft. Weltbankpräsident James Wolfensohn und der slowenische Finanzminister Dusan Mramor haben dieser Tage ein sogenanntes "Graduation-Abkommen" unterzeichnet.

Danach wird Slowenien die Mittel der Weltbank nicht mehr in Anspruch nehmen, sondern als "Geber" einen Beitrag zur Weltbanktochter IDA leisten, die zinslose Kredite für die ärmsten Mitgliedsländer vergibt. Slowenien hat sich außerdem dazu verpflichtet, verschiedene Weltbankprogramme, beispielsweise die Globale Umweltfazilität oder das Internationale Programm zur Kontrolle der Flußblindheit, aktiv zu unterstützen.

Darüber hinaus will Slowenien in enger Zusammenarbeit mit der Weltbank seine spezifische Rolle als Brücke zu Südosteuropa ausbauen, um die eigenen Transformationserfahrungen und die Erfahrungen mit dem Beitritt zur Europäischen Union an die südosteuropäische Region weiterzugeben. "Dank seiner geographischen Lage im Herzen Europas wird Slowenien in der Lage sein, eine wirtschaftliche Brücke zwischen der EU und den Staaten Südosteuropas zu schlagen und deren Bemühungen auf dem Wege nach Europa auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen zu unterstützen", sagte Wolfensohn in Ljubljana.

Dieser Rolle wird Slowenien teilweise schon heute gerecht, da es im Rahmen des Stabilitätspaktes für Südosteuropa vor allem auf dem Gebiet der Finanzreform und Aufbau der Finanzinstitutionen Wissen und Erfahrungen aus dem Transformationsprozeß an die Region weitervermittelt.

Quelle: C.K., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2004, Nr. 69 / Seite 13
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