http://www.faz.net/-gqe-91ojc

EU-Förderung : Kostenloses Wlan – fast überall

  • Aktualisiert am

Bald soll es auch auf öffentlichen Plätzen Wlan-Hotspots geben. Bild: dpa

120 Millionen Euro für tausende Kommunen: Das EU-Parlament hat ein Förderprogramm für Internet-Hotspots abgenickt.Wer profitieren will, muss schnell sein.

          Kostenloses und schnelles Surfen im Internet soll künftig auch in abgelegenen Dörfern der EU möglich sein. Das Europaparlament stimmte einem entsprechenden Förderprogramm am Dienstag zu. Ziel ist es, in 6000 bis 8000 europäischen Kommunen kostenlose Internet-Hotspots einzurichten – etwa in Parks, Krankenhäusern, Museen, Schulen oder auch Bussen. Dafür sollen bis 2019 insgesamt 120 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

          Kommunen oder öffentliche Einrichtungen können im Rahmen des Programms "wifi4eu" online Fördermittel beantragen. Empfänger dieser Mittel müssen ihrerseits sicherstellen, dass  sie die Internet-Hotspots mindestens drei Jahre in Betrieb lassen und die Gebühren für einen Anbieter zahlen.

          Die Zuteilungen erfolgten dann nach dem „Windhundprinzip“, erläuterte die Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel: Wer sich zuerst bewerbe, werde zuerst bedient. Gleichzeitig werde die Kommission aber auf ein „geographisches Gleichgewicht“ achten. Wo die Internet-Hotspots installiert werden, könne jede Kommune für sich entscheiden.

          Für die Verbraucher sei die Nutzung der Hotspots einfach, betonte Gabriel: Sie müssten sich nur ein Mal anmelden und könnten den Dienst "wifi4eu" dann EU-weit nutzen. Gerade Kommunen im ländlichen Raum biete das Programm Gelegenheit, Versorgungslücken zu schließen, betonte die Abgeordnete Constanze Krehl (SPD). Das Programm sei ein erster Schritt, um allen Bürgern der EU unabhängig von ihren Wohnort Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen.

          Der Rat der 28 EU-Staaten hat dem Vorhaben schon zugestimmt, mit dem Votum des Europaparlaments ist die Gesetzgebung nun abgeschlossen. Die ersten Bewerbungsrunden können nach Angaben des  Europaparlaments Anfang kommenden Jahres beginnen.  Die Initiative ist Teil der EU-Strategie für einen digitalen Binnenmarkt.

          Mit dem Förderprogramm will die EU Orte ans Netz bringen, die bislang keine entsprechenden Angebote haben. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte dafür geworben, bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten.

          Quelle: makl./AFP

          Weitere Themen

          Gabriel besorgt um Stabilität des Libanon Video-Seite öffnen

          „Spiel mit dem Feuer“ : Gabriel besorgt um Stabilität des Libanon

          Nach Gesprächen mit seinem libanesischen Amtskollegen in Berlin sagte Gabriel am Donnerstag, der Libanon dürfe nach den Erfolgen der letzten Jahre nicht wieder destabilisiert werden. Der Außenminister rief die Länder der Region dazu auf, „das Spiel mit dem Feuer“ einzustellen.

          Rückkehr nach Beirut angekündigt Video-Seite öffnen

          Hariri in Paris : Rückkehr nach Beirut angekündigt

          Der libanesische Politiker war von seinem Posten zurückgetreten. Dazu hatte sich zuletzt Bundesaußenminister Gabriel geäußert und damit Riad gegen sich aufgebracht.

          Topmeldungen

          Neue Verbindung: Russland baut eine Brücke über die Straße von Kertsch.

          Krim-Annexion : Abgerissene Verbindungen

          Die Krim-Bewohner und wie sie die Welt sehen – drei Jahre nach der russischen Annexion. Würden die Bewohner wieder für einen Anschluss an Russland stimmen?

          Jamaika-Sondierung : Seehofer sieht noch „Berg von Entscheidungen“

          Bis Sonntagabend wollen Union, FDP und Grüne noch verhandeln, dann soll das Ergebnis feststehen. CSU-Chef Seehofer glaubt nicht mehr an diesen Zeitplan und FDP-Vize Kubicki berichtet, dass die Parteien wieder „ordentlich aufeinander geprallt“ sind.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.