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Etappensieg für Energieversorger RWE darf wegen Stopps von Atomkraftwerk Biblis klagen

 ·  RWE darf auf Schadenersatz in Millionenhöhe wegen einer zeitweisen Stilllegung der Atomkraftwerke Biblis A und B hoffen. Das Land Hessen hatte angeordnet, die Meiler wegen der Atom-Katastrophe in Fukushima vom Netz zu nehmen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)

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Klaus Ermecke

Lügen werden nicht wahrer, wenn man sie wiederholt.

Und schon der Begriff "Atomkatastrophe" ist eine Lüge. In der Region Tohoku - das ist der Nordostteil der japanischen Insel Honshu, in der auch die Präfektur Fukushima liegt - gab es am 11. März 2011 eine Naturkatastrophe, bei der über 810.000 Gebäude beschädigt oder zerstört und über 20.000 Menschen getötet wurden. Durch die Einwirkung dieser Katastrophe wurden auch 14 Reaktorblocks beschädigt, von vier havarierten, weil dort wichtige Sicherheitseinrichtungen fehlten. Das haben wir in unserer Studie "Das deutsche Fukushima-Desaster" aufgezeigt. Es gab aber durch die Reaktorhavarie keine zusätzlichen Personenschäden: nicht einmal die Ingenieure, die sich monatelang in dem beschädigten Kraftwerk aufhielten, wurden verletzt. Fukushima beweist, daß die von irrationalen Ängsten geprägte grüne Denkwelt falsch ist: Leichtwasserreaktoren besitzen NICHT das Schädigungspotential für die Bevölkerung, das ihnen jahrzehntelang angedichtet wurde. Die deutsche Atompanik war ohne sachliche Basis.

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Horst Günther

Moment mal

Möchte nur mal daran erinnern, dass die ursprünglich genehmigte und ausgelegte Laufzeit bei Biblis erreicht ist.
Nur durch Gesetzgebung per orga mufti - die nur der Gewinnmaximierung auf Kosten der Sicherheit Rechnung trug - war diese verlängert worden. Die Meiler sind abgeschrieben und haben ihr Geld verdient.
Ob ich als Kunde einen Gewinn gesehen hätte, darf mehr als bezweifelt werden. Aber da hätte ich ja auch klagen können.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2012 12:40 Uhr
Klaus Ermecke

"ürsprünglich ausgelegte Laufzeit erreicht"

Das mag sein. Aber drei weitere Jahrzehnte ausedehnter Materialforschung haben bewiesen, daß die ursprünglichen Bedenken hinsichtlich einer "Versprödung" des Stahls im Reaktordruckbehälter durch den Neutroneneinfang der Eisenatome und deren Umwandlung in Kobalt nicht die Auswirkungen haben, die man aus Vorsichtsgründen zunächst kalkuliert hatte. Derzeit werden daher überall in der Welt Reaktorlaufzeiten auf 60 Jahre verlängert.

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Hannes Ehrmann

sehr gut..,

Klagen bis es qualmt.
Rechts-und Investitionssicherheit muss in Deutschland gewaehrleistet bleiben.
Der Ausstieg ist sowieso nur dazu da Stimmen zu kaufen.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 04.07.2012 20:59 Uhr

Wenn RWE nicht klagt, klagen die Eigentümer (Aktionäre)gegen den Vorstand.

Das Gericht hat die Klage zugelassen. Glücklicher Weise könnte man denken. Rechtsstaatliche Verfahren sind mir lieber als "Glücksspiel".
Den Hinweis:Vor Gericht geht es nicht um Gerechtigkeit sondern um die Beweislage, habe ich vom Rechtsphilosophen Matthias Beltz(1945-2002) in Erinnerung.
Ich wünsche RWE guten Erfolg!

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thomas röver

klage rwe

die klage ist meines erachten rechtens. wie kann eine regierung sich hinstellen, und die atomkraftwerke abschalten lassen, noch sind wir keine bananenrepublik.
ich darf noch erwähnen, daß ich langfristig gegen atomstrom in deutschland bin, aber die kurfrisitige abschaltung wird bedrohlich teuer. man sollte frau merkel die erhöhten stromkosten vom salär abziehen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2012 12:44 Uhr
Klaus Ermecke

Sie haben eingewilligt ...

... ja natürlich, und auch die Hexen im Mittelalter haben stets gestanden, bevor sie verbrannt wurden. Die Energiekonzerne wurden unter Schröder und Trittin vom Staat massiv erpreßt, anders ist der Verzicht auf viele Milliarden Euro Restumsatz pro Reaktorblock nicht zu erklären.

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Ludwig Kirschstein

Ihres Erachtens..

Die großen Energiekonzerne haben in den Atomausstieg mit Brief und Siegel eingewilligt..

Wenn Sie sich jetzt als Opfer gerieren, ist das nicht sehr glaubwürdig

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Gerd Rudolf

Steigende Strompreise?

Uns Bürgern ist doch versichert worden, daß durch die Wende nichts teurer wird! Und Herr TrittIhn dur,fte sogar in dieser Zeitung behaupten, daß die Strompreise fallen.
Was für Zeiten!

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Wilhelm Stock

Freut mich

insbesondere als RWE-Mitarbeiter, dass Eigentum in dieser Republik immer noch als schützenswertes Gut gesehen wird.

Der Ausstieg ist beschlossen und wird umgesetzt, gleichwohl stehen den Verlierern des Ausstiegs genauso Kompensationen für entgangenen Gewinn zu, wie den Windbauern, die liefern könnten, aber nicht liefern dürfen.

Sehen Sie den Zusammenhang?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2012 08:52 Uhr
Klaus Ermecke

"Sicherheit der Mehrheit"

Wie viele Unfälle gab es denn in deutschen oder schweizerischen Kernkraftwerken, die die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet hätten? Keinen einzigen! Und japanische Reaktor-Sicherheitsexperten haben bei Besuchen in der Schweiz mittlerweile zugegeben, daß es in Fukushima NICHT zu der Unfallsequenz gekommen wäre, wenn die in der Schweiz (und damit auch in Deutschland) selbstverständlichen Sicherheitsstandards vorhanden gewesen wären.

Fast alle Leute, die sich öffentlich (auch in Leserkommentaren) zur angeblichen Gefährlichkeit von Kernkraftwerken äußern, haben keine Ahnung, wie ein solches funktioniert, welche physikalischen und chemischen Zusammenhänge gelten und welche Sicherheitsstrategien gelten. Vielmehr scheint es eine Art "Codex Nichtwissen" zu geben: Wer nach Stammtischart auf die Kernenergie eindrischt, dem wird applaudiert, auch wenn er kein Argument und keinerlei Sachverstand einbringt.

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Harry Pastorius
Harry Pastorius (ookk) - 04.07.2012 19:31 Uhr

Versteh schon,

Sie haben halt Eigeninteressen.

Im übrigen finde ich die Klage lächerlich, denn Sicherheit der Mehrheit geht vor Profit von Minderheiten. Und ich frage mich ernstlich, wer überhaupt bei solchen Firmen wie RWE und Eon Kunde ist?

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Jochen Mextorf

Klar, doch.

In beiden Fällen handelt es sich um Chaos-Politik.
Initiiert durch eine Physikerin, was die Tragik maximiert.

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