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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

ESM und EU-Fiskalpakt Däubler-Gmelin kündigt Verfassungsklage an

 ·  Lange hat man nichts gehört von der früheren Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Jetzt hat sie zusammen mit dem Rechtsprofessor Christoph Degenhart eine Verfassungsbeschwerde gegen den geplanten Euro-Rettungsschirm ESM und den europäischen Fiskalpakt angekündigt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (81)

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Wolfgang Richter

Respekt

Auch wenn die Dame nicht gerade meine politische Richtung vertritt: Respekt hat sie verdient.
Sie tut das, was ich von aufrichtigen Demokraten der Mitte und des bürgerlichen Lagers erwartet hätte.
Nachdem "unsere" Abgeordneten fast aller wichtigen Parteien einheitlich in Richtung Aufgabe der finanziellen und politischen Souveränität Deutschlands und Transferunion marschieren, ist Frau Däubler-Gmelin fast die letzte Hoffnungsträgerin.

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Rupert Brasch

Stop ESM! - Für Rechtsstaat und Demokratie

Neue Initiative "Stop ESM": Der Steuerzahlerbund und die Taxpayers Association of Europe haben gerade eine Protestaktion mit Unterschriftenmöglichkeit gegen den ESM-Bankvertrag freigeschaltet. Diesen Protest gegen das ESM-Ermächtigungsgesetz als Zeichner zu unterstützen, scheint mir dringend geboten. Warum? Das ESM-Gesetz wäre das dritte finanzpolitische Ermächtigungsgesetz in Deutschland nach 1914 und 1933, wie es u.a. Erwin Grandinger (Welt) kürzlich ausführlich (im Smart Investor) dargelegt hat. Wir werden nach der Ratifikation des ESM-Vertrags in einer anderen Republik leben! Ein souveräner Rechtsstaat wird Deutschland nach der für Juni geplanten Ratifikation nicht mehr sein! Widerstand gegen diesen absolut totalitären Vertrag ist m.E. eine zwingende Bürgerpflicht.

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Ralf Kirstan

Wahlbürgerbeschwerde - Machen Sie mit!

Die Verfassungsbeschwerde des Staatsrechtlers Prof. Dr. Christoph Degenhart und der früheren SPD-Justizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin ist als "Wahlbürgerbeschwerde" konzipiert, der sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger anschließen können. Kosten entstehen dadurch nicht. Das nötige Formular finden Sie beim Bündnis Bürgerwille.
Machen Sie mit! Zeigen Sie Flagge gegen eine Politik, die das Budgetrecht des Parlaments als Kern des parlamentarisch-demokratischen Systems aushöhlt, das in sechzigjähriger Friedenszeit erarbeitete Volksvermögen zugunsten einer Ideologie verschleudert und noch die nachfolgenden Generationen von Deutschen zur Schuldknechtschaft verdammt. Ralf Kirstan, Rinteln

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 20:52 Uhr
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 14.04.2012 20:52 Uhr

Hallo Herr Kirstan

ich habe mich beteiligt, so, wie ich das Bündnis hier wochenlang angepriesen habe. Aber, die Beschwerde geht m.E. nicht weit genug, fordert sie doch "lediglich" das Referendum zum ESM und Fiskalpakt. Das Referendum wäre zwar für uns schon ein Riesenfortschritt, aber ich fürchte, dass sich unsere lieben Mitbürger von AM einseifen lassen, denn die Frau macht ihre Sache doch gut...
Ich hatte mir von Prof. Degenhart nach seinen Äußerungen vor etlichen Wochen einiges mehr versprochen und bin nun arg enttäuscht, denn ich fürchte, Karlsruhe wischt das mal eben vom Tisch.

Die Beschwerde müsste m.E. gegen den ESM überhaupt gerichtet sein, auch gegen den Fiskalpakt, den Gysi in seiner Rede grandios dem Bundestag verklickert hat. Er ist das Manifest der Vereinigten Staaten von Europa, auch wenn die Abgeordneten das noch nicht kapiert haben. Das nun geplante Redeverbot im BT zeigt aber, dass einiges faul im Staate ist. Siehe auch Prantl's beiden Kommentare heute dazu.

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Jürgen Eggs
Jürgen Eggs (doc.ex) - 14.04.2012 15:04 Uhr

KEINE SCHULDENHAFTUNG gemäß Art.125 AEUV Maastricht/Lissabon

Durch des Verbot der Schuldenhaftung in Art.125 der Maastrichtverträge wollten die deutschen Väter der Währungsunion (also auch Kanzler Kohl) verhindern, dass „das in sechzigjähriger Friedenszeit erarbeitete Volksvermögen zugunsten einer Ideologie verschleudert und noch die nachfolgenden Generationen von Deutschen zur Schuldknechtschaft verdammt“ werden. Dieses Verbot wurde vor zwei Jahren auf Betreiben der beiden Bankerfreunde Juncker und Ackermann zur sogenannten „Rettung Griechenlands und des Euro“ ausgehebelt: m.E. handelten Juncker im egoistischen Interesse seines Bankplatzes Luxembourg und Ackermann als Chef der Global Finance IFF, um so erneut den globalen Finanzkapitalismus vor seinem möglichen Super-GAU zu retten.

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Gerhard Rohlfs

Erwarten Sie nix: Schattenboxen innerhalb der Politkaste

"Die Klage werde sich aber nicht gegen Europa oder die Gemeinschaftswährung wenden."
Alles soll also so weiterlaufen.
.
"Es werde keine Zusammenarbeit mit Organisationen geben, die die europäische Integration infrage stellen."
Ach.
.
"Die Initiative will ihre Klage NACH Ratifizierung von ESM und Fiskalpakt einreichen."
Also erst, wenn die Würfel gefallen sind und Gerichtsurteile nichts mehr ändern.
.
Denn wer sind die Gegner?
Die USA, GB, Frankreich - und China.
Die ersten drei haben eines mit den Euro-Südstaaten gemein, nämlich große Handelsdefizite. Vizeexportweltmeister Deutschland bezahlt die Schulden der Euro-Südstaaten, und hält damit Gläubigerbanken und Finanzsystem, von dem die USA (30% der Gewinne) und GB leben, aufrecht.
Wegen der defizitären Handelsbilanzen dieser Staaten fließen die Rettungsgelder anschliessend weiter nach China, welches seine Überschüsse anhäuft, und dann die „Retter“ selbst (also bspw. auch Deutschland) aufkauft. Und das dann "Hilfe" nennt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 15:58 Uhr
Jürgen Eggs
Jürgen Eggs (doc.ex) - 14.04.2012 15:58 Uhr

Defizitäre Handelsbilanzen

Das makroökonomische Problem sind - wie zutreffend und leicht verständlich beschrieben, die real-existierenden Handelsbilanzen.

So arbeiten nach einer Allianz-Studie etwa eine Million Deutsche umsonst dafür, dass Südeuropäer sich deutsche Geländewagen und Amerikaner chinesische Waren leisten können. Im Gegensatz zu den Chinesen, die mit ihrem verdienten Geld in der ganzen Welt, auch in Europa Firmen, Infrastukturen, Schürfrechte und Konzessionen aufkaufen, verschenkt die deutsche Regierung das von den Deutschen erarbeitete Geld ohne Gegenleistung einfach so innerhalb der EU und dem Euroraum. Das geschieht nicht nur über die bisherigen „Rettungsaktionen“, jetzt als ESM/Fiskalpakt verschleiert, sondern schon länger über Target2. Deutschland lässt sich m.E. regelrecht aussaugen, bis es selbst zum Rettungsfall geworden ist. Herr Wulff hatte dies in seiner Lindauer Rede am 24.08.2011 angeprangert, deshalb haben wir jetzt Gauck.

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Stefan Landt

Aktiv werden!

Wenn Sie sich weiter über die Verfassungsbeschwerde informieren wollen oder sich der Klage anschließen möchten, schauen Sie bitte auf die Internetseite der Kampagne (verfassungsbeschwerde) .

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Gerhard Storm

Endlich Chance, Blindgänger zu stoppen

Es ist erfreulich, dass sich eine Stimme meldet - erstmals von der SPD -, welche die Chance eröffnet, die Blindgänger der verfehlten Euroschuldenpolitik zulasten der Eurobürger zu entschärfen.

Denn der Eurokrise-Karren ist von unfähigen Politikern und Beamten so tief in den Dreck gefahren worden, dass eine Lösung nur noch unter Mitwirkung der Bürger erfolgen kann.

Diese wissen am besten selbst wofür sie ihr Geld ausgeben u. wem sie helfen wollen.

Sie ahnen, dass man sich mit den Billionen der unfähigen Draghi-EZB bald nichts mehr wird kaufen können. Denn Gelddrucken ist keine Leistung. Und der Markt registriert solche Unfähigkeit geanau, er lebt schließlich davon!

Wenn in Kürze die nächste Euro-GR-Runde ansteht, wird zunächst von den Granden gesagt, man sei auf einem guten Weg, um anschließend wieder aus dem Hosensäckel der Bürger die nächste Billionen hervorzulocken.

Der Initiative wünsche ich viel Erfolg. Den schlafmützigen Euro-Rettern Albträume von ihrer Zukunft!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 16:12 Uhr
Jürgen Eggs
Jürgen Eggs (doc.ex) - 14.04.2012 16:12 Uhr

FALSCHGELD

# Denn Gelddrucken ist keine Leistung. Und der Markt registriert solche Unfähigkeit genau, er lebt schließlich davon! #

Geld drucken ohne Leistungsbeitrag nennt man FALSCHGELD. Es führt zur Wertminderung der verhandenen Geldmenge, also zur Inflation.

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 13.04.2012 09:35 Uhr

@Fr. Kirschen: "jeder Bürger (sollte) die Abgeordneten seines Wahlkreises ... befragen"

fordern Sie in bezug auf die €-Katastrophe/ESM.
Angenommen, die Bürger im Wahlkreis X wählen einen MdB ab. Dann, wenn dieser MdB für die jeweilige Partei "wichtig" ist (spricht leicht manipulierbar = Fraktionsdisziplin...), wird der gleiche MdB via die Pareienliste am Volk vorbei trotzdem in den BT einziehen (ca 50% der MdB haben aktuell diese Art "Mandat").
Ferner, was machen Sie mit den Mitgliedern des ebenfalls gesetzgebenden Bundesrats, die niemand gewählt hat, wie werden Sie diese "bestrafen" ?
Wie bestrafen Sie die Mitglieder der Regierung, die im Widerspruch zur Gewaltenteilung gleichzeitig MdB (Legislative) auf "sicheren" (=nich abwählbaren) Listenplätzen sind ?
...
Sie sehen, die Deutschen haben keine Chance, sich vom unsäglichen Obrigkeitssystem des 19 Jhdt. /Weimar zu befreien.
Die Alternativen sind wohl nur die stille Wut, bzw. Auswanderung in Länder mit stabiler demokratischer Tradition.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.04.2012 16:02 Uhr
Helga Zießler

Sie treffen ins Schwarze, Herr Schmid

... mit der Beschreibung dieser bitterbösen deutschen Situation. Warum ist es so gekommen? Es sieht so aus, als hätte Heinrich Mann bis heute recht behalten mit seiner Karikatur des Deutschen in seinem Roman "Der Untertan".

All jene, die es genau so sehen wie Sie, sind längst weg, viele andere dürften auf gepackten Koffern sitzen. Keine guten Aussichten für die Zukunft.

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otto kaldrack

Däubler-Gmelin

eine währungsunion, die dem deutschen steuerzahler auf generationen hinaus auch
noch das letzte haupthaar raubt, kann auf dauer nur den bach runtergehen. denn
wer bisher noch immer nicht begriffen hat, wie "wertvoll" z.b. griechische versprechen
sind, der wird es nie lernen. die haben sich doch dermaßen in den sumpf geritten, daß selbst für den fall ausnahmsweise mal ein versprechen einhalten zu wollen, das gar
nicht möglich ist.

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Wolfgang Richter

Respekt

Erstaunlich, daß diesmal die Forderung nach einer Volksabstimmung von der "internationalistischen" linken Seite kommt.
Aber die Argumentation von Frau Däubler-Gmelin ist schlüssig: Fiskalpakt und ESM bedürfen zu ihrer Legitimation einer Volksabstimmung, da sie die Volks- und Parlamentssouveränität aushebeln.
Sie hofft auf eine erfolgreiche Volksabstimmung für ESM, das dann tatsächlich recht gut legitimiert wäre.
Unsere Regierenden werden sich natürlich weigern, da sie ahnen, wie eine solche Abstimmung ausgehen würde. Denn der gemeine Wähler ist nicht so dumm, wie man denkt.
Und das BVG wird es leider wie bisher nicht wagen, die Machtergreifung der "Europäer" zu stoppen, sondern es bei einer Moralpredigt belassen.
Dennoch ist die Initiative lobenswert.

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Ellen Schreiber

Ich will nicht, daß das Parlament weiterhin über Rettungspakete entscheidet

Ich will endlich, daß WIR, DAS VOLK, DER SOUVERÄN entscheidet, und NIEMAND SONST. Diese Verräter im Bundestag, die für Retttungspakete und Bürgschaften gestimmt haben, gehören vor Gericht gestellt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 17:15 Uhr
Jürgen Eggs
Jürgen Eggs (doc.ex) - 14.04.2012 17:15 Uhr

ALIBI DURCH ALTERNATIVLOSIGKEIT DES HANDELNS

# Diese Verräter im Bundestag, die für Rettungspakete und Bürgschaften gestimmt haben, gehören vor Gericht gestellt. #

Die Kanzlerin ist sich dessen bewusst. Deshalb sichert sie sich laufend ab durch ihr Lieblingswort "alternativlos". Oder durch die Kanzlerinmehrheit, die mit Drohungen wie "wenn ich Deine Fresse sehe" erzwungen wird. Oder Formulierungen in der Presse, wie "die Kanzlerin konnte nicht länger dem Druck des OECD, IWF, Obamas ... widerstehen".

Einem der Initiatoren, Prof. Degenhart, ist das kürzlich auch schon aufgefallen.

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udo fischer
udo fischer (udo44) - 12.04.2012 21:21 Uhr

Wann kommt das Parteiausschlussverfahren?

Das kann nicht sein das eine SPD-Frau plötzlich Finanzkenntnisse hat. Da muss doch die Forderung der SPD-Genossen nach einem Parteiausschlussverfahren kommen.

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Sonja Weil

Lissabonvertrag, ESFS, ESM- das BVerfG ist doch eine Farce

Herr Voßkuhle wird diese Klage genauso weichgespült an sich herabrinnen lassen wie die Klage des Herrn Professor Schachtschneider. Er mag kein Urteil über ökonomische Fragen fällen – sprich, er will nicht Schuld sein, wenn die Fiskalunion an ihm scheitert?

Genau DAS ist aber die Kernfrage! Was das Volk schon längst begriffen hat, nämlich dass der Euro bald Geschichte sein wird, weigern sich die davon profitierenden Politschergen einzugestehen. Dieses undemokratische Gebilde von EU und Euro mit unermesslich weitreichenden Folgen wurde komplett am Souverän, dem Volk, vorbei errichtet.

Der Tanz ums goldene Kalb namens Euro nähert sich seinem Schlußakkord.

Hoffentlich geht damit auch der ungewählte EU-Zirkus unter. Lieber ein paar Arbeitslose mehr als diese Verwaltungsdiktatur namens EU!


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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 17:31 Uhr
Jürgen Eggs
Jürgen Eggs (doc.ex) - 14.04.2012 17:31 Uhr

Freiheits-Gauck ist blind bei Deutschlands Freiheit

# Ich fürchte, Gauck sieht die Probleme dieser beiden nicht verfassungskonformen Instrumente ESM/Fiskalpakt gar nicht... #

... obwohl sie die Souveränität, sprich Freiheit Deutschlands von fremden Staaten, zerstören.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 13.04.2012 13:18 Uhr

Gauck wird fest im christlichen Glauben an sich selbst,

an AM und ihre Politik stehen, was sonst. Das Vertrauen von AM war ihm doch so wichtig... dass wir uns nun gut vorstellen können, wohin das führen wird. Garantiert nicht zu einer Verweigerung seiner Unterschrift unter Fiskalpakt und ESM. Ich fürchte, er sieht die Probleme dieser beiden nicht verfassungskonformen Instrumente gar nicht.

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Ignaz Wrobel

Endlich jetzt auch jemand aus der SPD

der sich gegen die von Merkel und Schäuble betriebene EÜ-Schuldenverbürgungspolitik wendet. Jetzt muß Frau Däubler noch die Mitglieder der SPD Fraktion im Deutschen Bundestag davon überzeugen, dass eine Demokratie auch von einer Opposition mithin Alternative lebt. Die Opposition ist keinesfalls gehalten, dem Verschuldungskurs der Union zu einer Mehrheit zu verhelfen. Die Zeche der Geldwertverwässerung und Schuldenübernahme zahlt wie immer der kleine Mann welcher eigentlich zum Wählerklientel der Sozialdemokraten zählen sollte.

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Helga Zießler

Zum Thema empfiehlt es sich

...nachzulesen, was George Soros heute im Handelsblatt und auch in der Welt dazu meint, der mit der Kanzlerin und dem Bundesbank-Präsidenten sprechen will. Beide seien mitverantwortlich für die Krise, die nach Soros' Meinung längst nicht ausgestanden sei, sondern sich sehr verschlimmern werde. Besonders mit Merkels Politik geht er hart ins Gericht.
Es lohnt sich, die Artikel zu lesen.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.04.2012 23:20 Uhr
Jürgen Eggs
Jürgen Eggs (doc.ex) - 14.04.2012 23:20 Uhr

SOROS IST EIN EGOMANISCHER SPEKULANT

Ohne schon wieder Soros Privatmeinung gelesen zu haben, kann ich nur Frau Nachtmann zustimmen. Beurteilen Sie doch einfach seine Vorschläge unter dem Aspekt, ob er oder wir Deutschen davon profitieren. Wir sollen auch ihm seine Fonds retten - als ob wir nicht schon genug EU-Rettung verkraften müssen. Bald die ganze Welt-Rettung!

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Helga Zießler

Liebe Frau Nachtmann, mir ist wohl bewußt, dass Soros sehr kontrovers betrachtet wird

Dennoch lassen Sie mich bitte ein paar Unkorrektheiten, die Sie anbringen, richtigstellen. Soros IST Ökonom, sein Studium der Wirtschaftswissenschaften hat er an der renommierten London School of Economics and Political Science (bei Karl Popper) absolviert, er hat viermal den Dr.hc. verliehen bekommen, u.a. von Oxford und Yale. Also wird man ihm doch entsprechendes Wissen nicht absprechen können. Auch nicht seine Erfahrungen auf finanzpolitischem Gebiet, hat er doch mit seinen Spekulationen (die Strategien für seine Anlagen macht er stets öffentlich) ein Vermögen von geschätzen 14,5 Milliarden Dollar "gemacht". Es heißt doch oft, Politiker hätten kein Fachwissen und sollten sich von Fachleuten beraten lassen - warum nicht von solch einem Mann? Sein Alter - er wird in diesem Jahr 82 - wollen Sie ihm nicht im Ernst vorwerfen? Die Verurteilung wegen Insiderhandels ist meines Wissens noch nicht rechtskräftig.
An einem Gespräch mit AM würde ich nicht teilnehmen. Ich bin keine "Fachfrau".

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 13.04.2012 11:15 Uhr

Danke Frau Nachtmann, würde mich freuen, mit Ihnen, Frau Ziesssler und

den anderen Damen AM mal die Meinung zu sagen. Allerdings fürchte ich, die Dame ist beratungsresistent. Wir sollten auch andere Maßnahmen in Erwägung ziehen....

Die Nachdenkseiten hatten am 4.4. bereits: Häufig gestellte Fragen: Was ist an Merkels Politik zur Bewältigung der Euro-Krise so falsch? und am 11.4. Was ist angesichts der hohen Staatsschulden am Fiskalpakt so falsch?

Soros warnt schon länger und mein Verweis vor etlichen Wochen auf ihn ist mir hier irgendwie übel genommen worden. Seine Aussagen stimmen allerdings, das wissen wir, das wissen andere, nur die, die es wissen müssten, tun dumm.

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Ulla Nachtmann

Hab ich vergessen...

Frau Simon sollte auch dabei sein bei dem Kaffeekränzchen mit Merkel!

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Ulla Nachtmann

Bitte, Frau Ziessler,

Soros hat seinen Hedge Fund aufgegeben und ist jetzt nur noch der Chef seines "family office".
Der Mann spricht für sich selbst und für niemand sonst. Er ist kein Ökonom sondern ein Spekulant und er wurde auch von niemandem gewählt.
In den USA ist er in großen Teilen der Bevölkerung verhasst. Muss man lesen was der Typ zu sagen hat?
Kriegt er als PRIVATMANN einen Termin bei Merkel, möchte ich AUCH einen, nach Möglichkeit zusammen mit IHNEN und Frau Schreiber und Frau Alba und Frau Kuhlmann - z.B.
.
Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Lesen Sie in aller Ruhe was PIMCO´s El-Erian über Zentralbanken, die FED und die EZB und deren "Wirken" zu sagen hat.
.
"El-Erian Breaches The Final Frontier: What Happens If Central Banks Fail?" (zerohedge)
.
Pimco ist der größte Anleihe-Käufer der Welt. Gross und El-Erian sind hundert Mal so wichtig wie der inzwischen sehr alte Herr Soros (der außerdem von einem frz Gericht wg Insiderhandel verurteilt wurde wenn ich mich korrekt erinnere).
Na?

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Closed via SSO

Bekannter Aspekt

Soros wiederholt den zentralen Aspekt: Die komplette Aufgabe nationaler Souveränität und das Europa-Finanzministerium, wichtiger jedoch die ordnungspolitische Verpflichtung. Die Fortsetzung der Vermögensvernichtung und Enteignung zu verhindern, ist der Punkt. Aber: zu verlieren haben eigentlich nur die Staaten etwas, die für einen "Nord-Euro" in Frage kämen. Das ist aber eine kleine Minderheit. Warten wirs ab und verarmen wir lustig weiter, ohne es zu merken.

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Dietmar Fleischhauer

„Mehr Demokratie“ heißt die Organisation

"Es werde keine Zusammenarbeit mit Organisationen geben, die die europäische Integration infrage stellen", ist über deren Ansichten zu vernehmen.

Mehr Demokratie schließt also das Infragestellen der europäischen "Integration" kategorisch aus. Was ist von so einer Demokratie zu halten?

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Klaus Wuebben
Klaus Wuebben (Tutow) - 12.04.2012 19:00 Uhr

Däubler-Gmelin "Verfassungsklage"

Ganz großartig ist es, dass es bekannte politische Persönlichkeiten gibt, die aus Verantwortung dagegen vorgehen, dass die fanatischen Einzelgänger wie Merkel und Konsorten gerade in der EU-Politik das höchste Gericht Deutschlands anrufen (werden) um die demokratie zu stärken!
Die genannte Politikerin soll doch mit i h r e m e i g e n e n Geld umgehen wie sie will- aber n i c h t mit dem der deutschen Steuerzahler! Ihre CDU/CSU wird mit Sicherheit 2013 abgelöst. A u f j e d e n F a l l werde ich in meinem weiten Kunden- u. Bekanntenkreis um jede Stimme g e g e n diese EU-Fanatikerin Merkel kämpfen und werben ( Versicherungsagent!) Grund: nur Stimmenverluste schmerzen solche Politiker! Leute.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 12.04.2012 18:57 Uhr

Der Beschwerdegrund ist nicht ausreichend

Wenn es den Beschwerdeführern nur ums Referendum geht. Und ein europaweites Referendum kann wohl nicht Beschwerdegrund sein, was geht Karlsruhe fremdes Recht an? Da der Euro und die EU nicht in Frage gestellt werden, ist die Beschwerde m.E. nicht mal halbherzig zu nennen.

„Warten wir ab, ob der Bundestag dies alles so durchgehen lässt, wie es die Mitglieder der Bundesregierung schon getan haben“, so Gauweiler. Erwarten Gauweiler u.a., dass plötzlich der Verstand im Parlament eingesetzt wird? Der Zeitpunkt nach Ratifizierung wird von Karlsruhe garantiert als Grund genommen, diese Beschwerde abzulehnen. Es sollte mich sehr wundern, wenn dort mal wieder im Bürgersinne Recht gesprochen würde.

Schade, ich hatte mir von Prof. Degenhart aufgrund seiner Äußerungen vor einigen Wochen wesentlich mehr versprochen. Da nützt es auch nichts, dass Frau Däubler-Gmelin sich beteiligt, Gauweiler ebenfalls eine weitere Beschwerde in Erwägung zieht.... das wird nichts oder ich heiße dann Otto.

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Klaus Peter Kraa

"Spät kommt Ihr - doch Ihr kommt! Der weite Weg, Graf Isolan, entschuldigt Euer Säumen.."

Hoffentlich kommt Däubler-Gmelin nicht auch noch mit leeren Händen. Lange genug hatte sie ja Zeit zum Nachdenken, denn seit der ehemalige Wirtschaftsminister Karl Schiller vor den Euromantikern dringend warnte, wird auch geklagt. Das Problem ist nur: Wann wird sich das BVerfG als dritte Gewalt im Staate begreifen: "que le pouvoir, arréte le pouvoir" (de Lésprit des Loix) heisst es bei Montesquieu, aber die Verfassungsrichter haben sich bisher immer als verlängerter Arm des Leviathan aus uniformen Parteien gesehen: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Wenn sich aber in dieser Frage nicht bald eine Haltungsänderung andeutet, halte ich die Zeit reif für einen ersten Staatsstreich nach dem Kriege.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.04.2012 11:18 Uhr
Klaus Peter Kraa

Doch Staatsstreich, denn anders lässt sich dieses Gebilde eines Hobbes`schen Leviathan

aus einer geschlossenen Masse uniformer Parteien von der Legislative bis zur Jurisdiktion nicht mehr bewegen. Lesen Sie doch mal, was dazu der Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider, einer der Kläger (übrigens seit den 90er Jahren) gegen Währunsunion, Griechenlandhilfe, EFSF und ESM, über die Absichten dieser sogenannten dritten Gewalt (sie war es, ernst genommen, eigentlich nie in der Geschichte dieses Staates) geschrieben hat: "Den wesentlichen Antrag, der das Gericht gezwungen hat, die Kernfragen des Unrechts der Euro-Rettungspolitik (gemeint ist die Verordnung der EU vom 11. Mai 2010 (VO(EU) Nr. 407/2010 (Finanzstabilisierungsmechanismus) zu erörtern, weder auf Zulässigkeit noch auf Begründetheit hin zu behandeln, ist unfassbar."
Wir haben uns eben seit 1957, der Einführung der Volksversicherung, willenlos in die Hand des Leviathan begeben und da kommen wir nur mit Gewalt oder durch Untergang wieder raus.

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Lea Karow
Lea Karow (karow) - 12.04.2012 21:18 Uhr

Staatsstreich

Was natürlich eine höchstdemokratische Maßnahme wäre. Vielen Dank auch.

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Carlos Anton

(Zu) spaetes Erwachen

Ich habe den Eindruck, dass einige Damen und Herren etwas spaet aufwachen. Wir werden enteignet, es findet ein kalter Staatsstreich statt und keiner merkt es. Man versteht nun besser, wie es 1933 in diesem Land so schnell zu einer Diktatur kommen konnte.

Das Verfassungsgericht ist im Uebrigen die falsche Adresse und entscheidet zu spaet, kann sich daher nicht gegen die Macht des Faktischen stellen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.04.2012 04:58 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 13.04.2012 04:58 Uhr

Ein Verfassungsgericht haette damals nur dem Scheideman ein Haltesignal geben Koennen

Denn die Absetzung des Kaisers hatte damals unserem Volk den letzten Hal genommen, das es noch hatte. Es gibt viele Beweise, die Zeigen dass die Menschen einen Halt suchen. Und die SPD hat damas und kann auch heute keinen Halt bieten. Und das Bundesverfassungsgericht so wie das Europaeischgericht koennen den Europaeischen Menschen keinen Halt bieten.

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Closed via SSO

Es ist Wahlkampf

Die Klage zielt auf die Geschäftsordnung des Bundestages und vom organisatorischen Ablauf her gesehen auf das, was man als Ermächtigungsgesetz-reloaded bezeichnen könnte. Die Haftungshöhe ist ein zahnloser Tiger, weil es in den Haushalten wegen unvorhergesehener Ereignisse auch immer das Recht des Nachtragshaushalts gibt. Die Exekutive ist nun einmal in der Vorhand, man kann sich die Praxis des Parlamentarismus nicht zusammenträumen. Es wird auch immer diesen indirekten Zwang zu einer Kanzlermehrheit geben (Fraktionsdisziplin), denn ein etwaiger Mandatsverlust kann die Altersvorsorge schmälern. Daran ändert auch der kommende Spruch des BVerfG nichts.

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