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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Erste Runde der Präsidentschaftswahlen Frankreich vor dem Realitätsschock

 ·  Der Druck der internationalen Investoren auf Frankreich ist enorm. Jahrzehntelang hat das Land über seine Verhältnisse gelebt. Doch der Blick auf das Wahlprogramm des sozialistischen Herausforderers Hollande stimmt skeptisch. Die Bilanz von Nicolas Sarkozy freilich ebenso.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (27)

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 22.04.2012 22:58 Uhr

Erst muss es noch schlimmer kommen, bevor es besser wird.

Frankreich muss eine verspätete, längst überfällige “Agenda 2010“ durchführen, die von ehrenwerten Leuten wie Mme. Lagarde damals mitleidig belächelt wurde.
Die notwendigen, längst überfälligen schmerzhaften Reformen des überbordenden Sozialstaats Frankreich können paradoxerweise wohl nur von einer sozialistischen Regierung durchgesetzt werden, sonst brennen in Paris die Straßen. Ebenso wie die Agenda 2010 in Deutschland auch nur von einer sozialdemokratischen Regierung durchgesetzt werden konnte.
Ein Finanzminister Schäuble, der in einer Zeit mehr als üppig sprudelnder Steuereinnahmen immer noch neue Schulden macht, ist aber keinesfalls als Vorbild geeignet.

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Reinhard Kreis
Reinhard Kreis (mullex) - 22.04.2012 19:51 Uhr

Irgendwie ist Frankreich wie Deutschland

Bürokratie, Umverteilung, Verlust der Wirtschaft, fehlendes Verständnis der Realität. Deutschland glaubt, was es gerne glaubt und Frankreich auch. Deutschland tilgt seit 60 Jahren keine DM und keinen EURO und Frankreich macht es nach. Täglich mehr Schulden, so funktioniert die Staatswirtschaft in Deutschland und Frankreich. Nur Deutschland merkt es als letztes.

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Tim Schöneberg
Tim Schöneberg (tim2s) - 22.04.2012 18:37 Uhr

Ein Problem der Industrienationen?

Mich beschleicht der Eindruck, diese Einleitung hätte ich schon öfter gelesen.
Der Druck der internationalen Investoren auf ist enorm. Jahrzehntelang hat das Land über seine Verhältnisse gelebt.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 22.04.2012 18:01 Uhr

Höhe ALo-Geld

Der kleine Kommunist und finanziell-moralische Spießbürger steckt in fast jedem Schreiber und Leser. Warum zB wird hier das Beispiel der 6000e alo/Monat erwähnt? Diese wenigen Leute bekommen sicher anteilig nur das, was die Masse der Arbeitslosen auch bekommt: einen festgelegten ANteil des letzten oder eingezahlten Bruttogehaltes. Limitiere ich Beitragshöhe, dann auch Leistungshöhe. Alles andere wäre mE ungerecht. Das Gedankenmuster "alles ist des Teufels und unnötig, was etwas höher ist als mein Gehalt" ist leider oft präsent.

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Max Schmid
Max Schmid (CH-Gast) - 22.04.2012 17:45 Uhr

Fr. Duesselman: "immer wieder werden die Linken neu gewählt" - klagen Sie

Nun die "Rechten" machen es auch nicht besser, siehe den Artikel, bzw. das chronische Schuldenmachen in D seit 1969 (in F "nur" seit 1974).
Warum wohl ?
Mögliche Antwort: seit dem 19 Jhdt wurde in D/F der umverteilende mächtige, schuldenmachende Staat zelebriert, unter verschiedenen Regimen in D/F wie die Kaiserreiche, autoritäre Republiken (F bis 1939, Weimar), totalitäre Regime (Volksfront, Pétain in F, NS und DDR in D). Trotz Umerziehung in beiden Ländern durch die USA nach 1945, hat sich in beiden Ländern leider nur eine "gelenkte" Demokratie mit kollektivistischen Zügen gebildet (siehe das Streben nach umfassender "Gerechtigkeit" in D, bzw. das monarchistische Präsidialsystem in F, die unangreifbare Parteienoligarchie in D, ohne Partizipation der Bürger).
Hier ist nur wenig Raum für Eigenverantwortung (siehe FDP-Umfragen, bzw. Fehlen von liberalen Parteien in F).
Deshalb muss man in D/F/EU hier durch bis zum nächsten katastrophalen Umbruch, hoffentlich mit wenigen Toten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2012 19:42 Uhr
Stefan Schultz
Stefan Schultz (StefSch) - 22.04.2012 19:42 Uhr

Thesen richtig begründen...

Schon merkwürdig, dass auch Japan, die USA oder England unter riesigen Schuldenbergen leiden. Ihre These, von wegen kollektivistische Züge bei D/F scheint wohl nicht ganz mit der Realität vereinbahr zu sein.

Vielleich denken Sie einfach noch einmal über Thesen logisch nach. Das hilft oftmals!

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Stefan Schultz
Stefan Schultz (StefSch) - 22.04.2012 19:40 Uhr

Verschuldung?

Schon merkwürdig, dass auch Japan, die USA oder England unter riesigen Schuldenbergen leiden. Ihre These, von wegen kollektivistische Züge bei D/F scheint wohl nicht ganz mit der Realität vereinbahr zu sein.

Vielleich denken Sie einfach noch einmal über Thesen logisch nach. Das hilft oftmals!

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Gerhard Storm

Vive la France,

auch wenn es demnächst schwerer fällt. Denn der überbordende Staatsapparat, Herrscher über die Atomindustrie, große Konzerne u. Banken, kostet zu viel.

Der frz. Staat hat es bisher verstanden, die tw. aberwitzigen Sozialausgaben für seine Beamten u. für Künstler etc. bis in die Neuzeit hinein zu retten.

Die hohen Arbeitskosten verhindern zudem die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Nicht von ungefähr wurde Merkel schon von einer frz. Ministerin aufgefordert, die dt. Arbeitskosten zu erhöhen, damit Frankreich seine Exporte besser absetzen kann.

An solchem unsinnigen Anliegen ist erkennbar, in welch schwieriger wirtschaftlicher und finanzieller Verfassung Frankreich ist. Die Rating-Herabstufung trägt ebenfalls nicht zur Freude der Franzosen bei.

Wahrscheinlich ist der Einfluss des frz. Staates dringend auf ein angemessenes Maß zu reduzieren. Damit endlich mehr Innovation u. freies Unternehmertum produktiver sein muß und kann.

Arbeiten statt Geldverteilen ist angesagt!

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Chris Deister
Chris Deister (Unke) - 22.04.2012 16:22 Uhr

Sieh an, was da auf einmal so alles auf den Tisch kommt

Wenn ich das richtig sehe, wollen es die Franzosen aber immer noch kuscheliger, noch "sozialer", schaut man auf Kandidaten und Umfragewerte.
Der offizielle (d.h. de facto noch höhere) Staatsanteil in Froonkreisch beträgt 56% ("a whopping 56%", wie der Brite sagen würde), der höchste Wert in OECD-Land.
Aber diese riesige Umverteilungsmasse reicht -wie könnte es anders sein- bei weitem nicht, es muss sich bis über die Halskrause verschulden (inkl. diverse versteckter Schattenhaushalte) und -natürlich- einen Schuldigen für die (hausgemachte!; sozialistische) Misere ausmachen: Ahhh oui, les Allemands. Fragen Sie die IWF-Chefin Ihres Vertrauens!
Am Ende ändert sich -nix: der Franzose als solcher erwartet seit 90 Jahren, dass der Rest der Welt bzw. Deutschland ihm das Faulenzen finanziert. Sacre bleu! Und savoir vivre!

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Closed via SSO

Frankreich

hat nicht einen Gran mehr oder andere Probleme als D. Ich verzeihe den Journalisten und deutschen Wirtschaftsinstituten, dass sie die Laender noch einzeln bewerten und dem einen mehr Chancen zutrauen als dem anderen. Dabei sollten aber alle aus ihrem Traum aufwachen, nach dem D noch Moeglichkeiten hat mit einem blauen Auge davonzukommen. Die gegenseitige
Buergerei und der Schutzschirmschwindel haben D abhaengig gemacht und wie mit Handschellen an FRA oder auch ITA .... gebunden. Faellt einer ist D im Eimer und wir werden von vorn anfangen, ist aber nicht so schlimm, wir haben mehr Erfahrung als andere. Nur einen Wunsch habe ich, den Neuanfang bitte ohne das Politikwunder namens Merkel.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2012 21:22 Uhr
Closed via SSO

Exakt

das ist der Fatalismus. So wird also die raffinierte Umverteilung und Enteignung hingenommen, wie ein Gewitterschauer. Hauptsache, Sie werden nicht nass, oder nicht vom Blitz getroffen.

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Alina Duesselman

Geschichte wiederholt sich doch

Immer wieder versprechen die Linken "Reichtum für alle" - auf Kosten der Allgemeinheit. Das Geld kommt aber nicht aus der Steckdose. Immer und immer wieder enden linke "Experimente" in maßloser Verschuldung, auf die in der Regel Enteignung (in welcher Form auch immer) folgt.
Und immer und immer wieder werden die Linken neu gewählt! Für mich gehört die linke Ideologie, da historisch widerlegt, endlich verboten!

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2012 20:28 Uhr
Walter Henn

@Herr Neubert

Leider ist Ihre Ansicht in der einfach strukturierten Bevölkerungsmehrheit häufig anzutreffen. Insofern hat das Volk auch nur die Politiker, die es verdient. Nämlich die, die ihnen vor jeder Wahl auf's neue versprechen, dass Milch und Honig fließen, wenn man nur laut genug danach schreit. Arbeiten ist nicht notwendig. Die Besserverdienen, breiten Schultern, Vermögenden muss man nur enteignen. Dann kann der Rest in Sauß und Braus leben und die Füße hoch legen.

Nur zur Erinnerung: die Finanzkrise fand ihren Anfang in der (amerikanischen) Sozialpolitik, Leuten Kredite zum Kauf von Häusern zu geben, die sie selbst nie bekommen hätten - also klassische Umverteilungspolitik.

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Alina Duesselman

@Andreas Neubert

Eine Ideologie, die historisch sich als schädlich erwiesen hat, muss niemand dulden, auch in einer Demokratie nicht.. Was bereits für Rechtsextreme gilt, soll endlich auch für ihre linken Kollegen gelten..

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Stefan Schultz
Stefan Schultz (StefSch) - 22.04.2012 19:46 Uhr

Demokratiedefizit

Das einige Rechte unter einem akuten Mangel an Demokratieverständnis leiden ist nicht neu.

Interessant ist auch das sie die Schuld für die Finanzkrise nun den Linken in die Schuhe schieben wollen. Von wegen Umverteilung durch den Staat. Komischerweise werden trotz Umverteilung die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher, wie selbst das Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aus Statistiken ermittelt.

Also irgendetwas stimmt an den Thesen einiger Personen hier nicht.

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Ulla Nachtmann

diemEntfessekung der Finanzmärkte, Herr Neubert, haben wir...

sehr wohl den Linken zu verdanken. Sie haben auch Namen: Clinton, Blair, Schröder und all jene Wall Street Banker die die Demokratische Partei in Washington ,unterstützt' haben - völlig uneigennützig natürlich, oder? Denken Sie auch an die Chefs von Fannie und Freddie die mit im Boot saßen. Inklusive Greenspan, verheiratet mit Andrea Mitchell, eine erzlinke ehemalige CNN Reporterin!
Das sind die Leute und niemand anders.
Und den Untergang der kommunistischen UdSSR und der DDR bezeichnen Sie als Verwerfung?
OMG!

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Closed via SSO

Tja Frau Duesselmann

da werden Sie wohl alle Parteien verbieten muessen, denn noch linkere Experimente als Frau Merkels Europasozialismus hat es in D nach dem Kriege nicht gegeben.

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Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Andreas Neubert

@Alina Duesselman

"Für mich gehört die linke Ideologie, da historisch widerlegt, endlich verboten!"
 
Wir leben ja nun immer noch in einer Demokratie. Und da werden wir damit leben müssen, dass andere Menschen auch einmal politische Ansichten vertreten, die nicht unsere eigenen sind.
 
Zudem sind die schweren Verwerfungen der Vergangenheit ja gerade nicht(!) linker Politik geschuldet. Man siehe nur die Entfesselung der Finanzmärkte. Ehemals linke Ideen wie eine Transaktionssteuer haben inzwischen mindestens die politische Mitte erreicht. Zudem gibt Ideologien nicht nur bei Linken.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 22.04.2012 14:23 Uhr

Ein sehr nuechdernde Beitrag

Warum lassen Politiker es soweit kommen? Ich fuerchte, dass die meisten Abgeordneten eben nicht vertstehern, was sie da machen. Alle Laender Europas - auch wir - haben ueber unsere Verhaeltnisse gelebt. Aber keiner wagte etwas zu sagen. Was wir allerdings wagten, war Amerika zu beschimfen wegen seiner sozialpolitik. Und leider kamen von dort, in unseren Medien, Berichte, die eigendlich mehr kommentare waren als Berichte.
Wenn jetz aber der Sarkozy verliert verliert, kann man in Europa die Lichter ausmachen. Denn dann haben die Linken Europa in ihren haenden und die wenden sich dann an das Kommunistische China, weil sie sonst nicht aus ihrerm Schlamassel rauskommen. Aber China ist doch selber in grosse Schwierigkeiten. Es hat selber noch eine Milliarde arme Menschen.

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Daniel Hirsch

Warum soll es den Franzosen besser gehen als uns?

Wir haben doch auch keine echte Wahl oder worin unterscheidet sich eine große sozialisitische Koalition von schwarz-gelbem, schwarz-grünem oder rot-grünem Sozialismus - außer dass nur letztere ohne Merkel stattfände? Auch den Piraten fällt nicht wesentlich mehr ein als die vom Sozialismus verursachten Probleme durch mehr Sozialismus zu bekämpfen. Mithin steht Frankreich nur vor der Wahl, wer am Ende die harten und dringend notwendigen Einschnitte dem Volk verkaufen darf. Mit Freiheit und Demokratie hat das nichts zu tun. Wo sind die europäischen Wirtschaftspolitker hin, die mehr zu bieten haben als Reichensteuer, Verstaatlichung und fast flehende Aufrufe, die Führungsbeamten der neuen Staatsunternehmen mögen doch jetzt bitte qua Amt endlich innovativ werden, das längst weggesteuerte Geld in neue Produkte investieren, die dann von grünen Gutmenschen verboten werden können?

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Joachim Schroeder

Hat Frankreich begriffen?

Sicherlich ist es vorstellbar, daß die Politiker nach 30 Jahren der unausge-
glichenen Haushalte begriffen haben wie ernst die Krise ist. Bequemer ist
es jedoch bevor die Eurotanik untergegangen ist, die Hand noch aufzuhalten
und sich von den Eportüberschüssen im Eurosionssystem von der BRD finan-
zieren zu lassen. Hollande wird einen Teufel tun und sich diesen Ast eigen-
händig absägen was sein Vorgänger so gepflegt hat um sein Überleben
mit Hilfe von chér Angela zu ermöglichen!!

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Christoph Rohde

Nicht-nachhaltige Demokratie

Das Feiern der "Schuldenbremse", das Einführen des völlig intransparenten und willküranfälligen ESM, die Sparprogramme - alles läuft der Natur der Demokratie, der Politik und der menschlichen Natur entgegen. Wenigstens legt das diese Wahl wohl schonungslos offen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2012 21:20 Uhr
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CDU

Die parteiinterne Debatte muss wirklich alternativ- und lautlos sein. Es gibt in Deutschland keine Debatte, in der sich die Parteien öffnen und eine Grundsatzdebatte über Alternativen moderieren. Die Alternativkostenberechnungen, die einen Euroausstieg oder Umstieg berechnen, führen zur Alternativlosigkeit. Die Sparprogramme führen die Staaten in die Rezession, so dass der deutsche Haftungsanteil noch ansteigt. Das kann doch wohl nicht alles sein, was den hochbezahlten Think-Tanks so einfällt. Schicksalsergebenheit scheint sich zu verbreiten.

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Martin Hofmann-Apitius

es geht noch weit darüber hinaus ....

Diese Wahl legt auch offen, wohin die schicksalshafte Kopplung in Europa (vor allem durch die gemeinsame Währung) führt: die deutschen Garantien werden im französischen Wahlkampf als "Kapital" eingesetzt, um weiterhin Wohltaten zu verteilen. Dies muss zwangsläufig dazu führen, dass sich Europa spaltet in diejenigen, die Garantien geben und diejenigen, die auf Kosten dieser Garantien die Party noch ein wenig weiter laufen lassen.

Inzwischen gehört Frankreich also eindeutig zur Gruppe der Garantien-Nehmer; es ist auch klar, wer am Ende als einziger noch übrig bleibt, um Garantien zu geben.

So wird der deutsche Steuerzahler zum Spielball eines Wahlkampfes, auf den er ansonsten überhaupt keinen Einfluss hat. Dies scheint aber unsere Verfassungshüter überhaupt nicht zu interessieren .... die tun weiter so, als wären wir (?!?) der Souverän dieses Landes.

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mathias dumke

Frankreich wird die ersten Tranchen des ESM abrufen müssen...

und parallel dazu wird die EZB noch ein paar Billiönchen mehr auf den Markt werfen; da ist es gut, dass wir nur Inflationsraten von 2% haben, und dieses nach offiziellen Verlautbarungen auch die nächsten 20 Jahre so bleiben wird.
Aber immerhin kann der dt. Steuerzahler sich sicher sein, dass die Alimentation von ca. 250 Millionen Menschen ihm eine Unmenge an neuen Freunden -und zu zugleich den Frieden- sichert.

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Closed via SSO

Lerneffekte - Auswege gesucht

Verfolgt man das Thema der Staatsverschuldung über viele Jahre, so könnte man heute zu dem Ergebnis kommen, dass die klassischen Demokratien mit ihrem Parteiensystem zu nichts anderem fähig sind, als der Bevölkerung Manna zu versprechen, um sich dann im großen Währungsknall zu verabschieden. Wie lässt sich dieser Kreislauf durchbrechen, ohne dass wir den Euro-Gau mit allen Folgen fürchten müssen? Oder sind diese Formen der Umverteilung systemimmanent?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.04.2012 18:32 Uhr
Jürgen M. Backhaus

eine Ethik ohne dreiwertige Logik wäre ein erster Ansatz

Wenn es den Politikern per Verfassung untersagt würde "fahrlässige" Politik zu verstanstalten ("wird schon gut gehen") und ein Transparenz-Nachweis zu führen wäre, ob eine Maßnahme als richtig oder falsch eingeschätzt werden kann, aber nicht, wie es fast die Regel geworden ist, als "unbestimmt" gelten kann oder die Folgen "nicht absehbar" sein können, dann könnten auch Demokratien wieder die Grundsätze verantwortlicher Haushaltspolitk verfolgen. Darüber hinaus realisieren die Politik-Vollzeitkräfte ständig "Unstetigkeitsstellen" (trotz Popper oder anderer wohlmeinender Sachverständiger). Wenn die Politik nicht die erforderliche intellektuelle Qualität bereitstellt, muss man beginnen über neue politische Entscheidungsabläufe nachzudenken. In der Schweiz ist die exorbitante "Verschuldung" der Haushalte, meines Wissens kein Thema, aber dann würde das System der systematischen Selbstbedienung durch politische Klubs und Lobbyisten Federn lassen müssen....

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Jahrgang 1964, Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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