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Erdgasleitung „South Stream“ : Bulgarien will erst mit EU-Zustimmung weiterbauen

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Zielland Österreich: Zum Verteiler Baumgarten soll das russische Erdgas geliefert werden Bild: REUTERS

Gasprom will die Ukraine umgehen und über Bulgarien Erdgas nach Europa liefern. Doch Einwände der EU-Kommission stoppen nun vorerst den Bau.

          Bulgarien will den Bau der russischen Erdgaspipeline South Stream erst mit grünem Licht der EU-Kommission wieder aufnehmen. Das Projekt werde erst fortgesetzt, wenn die Bedenken der Kommission ausgeräumt seien, erklärte am Sonntag Ministerpräsident Plamen Oresharski.

          Die Kommission hatte  Bulgarien vergangene Woche zum Stopp der Arbeiten aufgefordert. Zunächst müsse entschieden werden, ob der Bau der Pipeline durch den russischen Staatskonzern Gasprom mit EU-Recht vereinbar sei. Nach den EU-Regeln ist es unzulässig, dass ein Erdgaslieferant zugleich den Zugang zu den Pipelines kontrolliert.

          Umgehung der Ukraine

          Das stark von russischem Erdgas abhängige Bulgarien sieht in dem Bau der Pipeline ein Projekt von nationaler Priorität, um  seine Versorgung zu sichern. Russland will mit der Route die Ukraine als Transitland für Erdgaslieferungen nach Westeuropa umgehen.

          Über die Pipeline soll ab 2017 russisches Gas von der bulgarischen Schwarzmeerküste durch Serbien und Ungarn bis nach Österreich strömen. Der österreichische Erdöl- und Gaskonzern OMV hatte sich kürzlich mit dem russischen Energiemonopolisten Gasprom darauf verständigt, die Pipeline bis nach Österreich zu bauen.

          Unternehmen aus der EU beteiligt

          Hinter dem Projekt stehen neben Gasprom der italienische Versorger Eni, das französische Energieunternehmen EDF und der deutsche Chemiekonzern BASF. Erste Aufträge sind bereits vergeben. So soll ein italienisches Unternehmen das Unterwasserstück der Verbindung zwischen Russland und Bulgarien bauen - Start soll in diesem Juni sein.

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