04.07.2010 · theu. LONDON, 4. Juli. Das Sparprogramm der neuen britischen Regierung fällt möglicherweise noch härter aus als bisher bekannt. Das Finanzministerium in London hat die meisten Ministerien aufgefordert, Kürzungsvorschläge von bis zu 40 Prozent des bisherigen Budgets vorzulegen.
theu. LONDON, 4. Juli. Das Sparprogramm der neuen britischen Regierung fällt möglicherweise noch härter aus als bisher bekannt. Das Finanzministerium in London hat die meisten Ministerien aufgefordert, Kürzungsvorschläge von bis zu 40 Prozent des bisherigen Budgets vorzulegen. Im Juni hatte Finanzminister George Osborne dagegen noch Einsparungen von im Schnitt 25 Prozent angekündigt. Auch dies wäre bereits eines der tiefgreifendsten Sparprogramme im Kreis der großen Industrieländer. Kritiker des Sparkurses befürchten, dass dadurch die ohnehin schleppende Konjunkturerholung auf der Insel abgewürgt wird. In Großbritannien ist die Wirtschaft in der Rezession stärker geschrumpft als in den meisten anderen europäischen Ländern. Zugleich sind die Steuereinnahmen eingebrochen. Das Land weist deshalb zurzeit das größte Haushaltsdefizit unter den 20 führenden Industrie- und Schwellenländern (G 20) aus. Nach Schätzung der EU-Kommission wird die Neuverschuldung in diesem Jahr 12 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen und damit noch höher ausfallen als in Griechenland und Irland. Die Regierung warnt, dass Großbritannien ähnlich wie Griechenland Probleme bekommen könnte, an den Finanzmärkten neue Kredite zu erhalten, wenn die Finanzmisere nicht rasch und entschlossen bekämpft werde.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.419,90 | −1,28% |
| EUR/USD | 1,2369 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 103,03 $ | −0,21% |
| Gold | 1.540,00 $ | −2,50% |
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