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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Energiewende Eine Quote für den Grünstrom

 ·  Wettbewerb macht die Energiewende billiger. Daher darf es für Strom aus erneuerbaren Energien keine garantierte Vergütung mehr geben. Ein Quotenmodell wäre besser: Es sorgt dafür, dass die günstigsten Technologien, Standorte und Anbieter zum Zuge kommen. Ein Gastbeitrag.

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Walter Engl
Walter Engl (yomogi) - 15.10.2012 12:10 Uhr

Modelle, Modelle

12km südlich von Fukushima1 liegt Fukushima2 und 80 km nördlich Yonegawa. Beide KKWs wurden beim Erdbeben/Tsunami abgeschaltet, ohne daß Schäden entstanden sind.
Yonegawa lag dem Epizentrum des Bebens am nächsten. Die Havarieursache von Fukushima1 war menschliches Versagen.
Vielleicht sollte man in D, wo darüber nicht berichtet wurde,bevor man 2020 alles abschaltet noch einmal den Verstand einschalten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 15:25 Uhr
Helga Zießler

"...noch einmal den Verstand einschalten"?

Eine leider naive Hoffnung, Herr Engl. In einem Land, wo jedes Jahr erfolgreich mindestens eine neue "Angst-Sau" durchs Dorf getrieben wird - vom Waldsterben übers Ozonloch bis zur Schweinepest etc. - da kann man nicht an den Verstand appellieren. Der ist längst "in die Hose gerutscht" ;-)

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Ludwig Kirschstein

Hau den Lukas!

"Obwohl Solarstrom in Deutschland mit Abstand die höchsten Kosten unter den erneuerbaren Energien hat,.."

Das trifft für neue Solaranlagen nicht zu und ist (inzwischen) eine -na sagen wir- Falschaussage. Ich denke nicht, dass das den Herren einfach so unterlaufen ist. Die Vergütung für neu installierte PV fällt im Monatstakt und das geht so weiter.

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Paul Rabe

ECHTER(!) Wettbewerb wäre noch viel besser

Am besten wäre ein echter Wettbewerb, bei dem alle Energieträger gleich behandelt werden aber mit der strengen Auflage, daß jeder auch seine Risiko und Folgekosten zu tragen hätte.
Bei solch einem Wettbewerb wäre die Kernkraft dann übrigens sofort draussen. Denn dann müssten Kernkraftbetreiber ein privates Versicherungsunternehmen finden welche die Folgekosten eines Supergaus mitten in Europa versichern würde. Auch wenn dieser GAU sehr unwahrscheinlich ist, so müsste solch ein Versicherungsunternehmen nach den Regeln für Versicherer nachweisen können im Schadenfall zahlungsfähig zu sein. Das ist aber unmöglich, denn kein Versicherungsunternehmen der Welt verfügt über solch eine gigantische Kapitalalausstattung. Kernkraft wäre nach Marktregeln also sofort tod. Abgesehen davon müssten Kernkraftbetreiber auch Entsorgungskosten für 100.000 Jahre beim Bundesumweltamt hinterlegen, auch das dürfte kaum möglich sein.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 15:18 Uhr
Helga Zießler

Danke, Herr Hahn! You made my day!

Endlich eine Stimme der Vernunft, die sich von der "German Angst" nicht kirre machen lässt!

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Daniel J Hahn
Daniel J Hahn (137) - 15.10.2012 14:46 Uhr

Herr Rabe,

es ist schön, daß Sie schon einmal zugeben, daß sich die EVU zu ihrer Verantwortung bekannen. Zudem muß festgestellt werden, daß die Energieversorgung zu der Zeit, als die Kernkraftwerke in Deutschland gebaut wurden, anders als zu EEG-Zeiten, staatlich organisiert war. D.h., hier ist der Staat in der Verantwortung und kann die EVU nicht allein lassen. Warum Sie hier polemisch auf Tepco verweisen, kann ich nicht verstehen. Die Energiepolitik in Deutschland bestimmt der Bundestag und nicht Tepco.
Mit dem EEG hat der Staat den Wettberwerb, der durch die Liberalisierung zunächst ermöglicht wurde, komplett abgewürgt. KKW sind abgeschrieben und die geringen Brennstoffkosten ermöglichen z.T. noch den rentablen Betrieb. Andere thermische KRaftwerke sind wegen hohen Verbrauchs an teuren Brennstoffen aber nicht mehr rentabel. Zumal, wenn diese wegen des erzwungenen Einspeisevorangs der sog. Erneuerbaren zur Sicherung der Netzstabilität gedroselt werden müssen. Der EEG-Unsinn hat doch Methode!

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Paul Rabe

@Daniel J Hahn die rückstellungen reichen in einer Marktwirtschaft nicht

Herr Hahn, das japanische Atomunternehmen Tepco war weder ausreichend versichert noch kann es auch nur annäherend die Schäden aus dem Atomunfall in Fukushima bezahlen. Wie kommen Sie darauf, daß dies deutsche KKE Betreiber könnten ?
Was würde es kosten, wenn nach einem Atomunfall das Rhein-Main Gebiet oder Hamburg evakuiert werden müssen ? Wer könnte das bezahlen ?

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Daniel J Hahn
Daniel J Hahn (137) - 15.10.2012 11:35 Uhr

Herr Rabe,

die Energiewende führt zu unkalkulierbaren aber sehr konkreten Kosten.

Wie unten schon ausgeführt balaufen sich die Kosten für die derzeit installierte Leistung (ca. 20% nicht grundlastfähig) der sog. Erneuerbaren bis 2033 auf eine halbe Billion Euro. Da der Zubau aber weiterläuft, Ziel ist ja 50% Anteil an der Versorgung bis 2035. Hinzu kommt der Netzausbau und der erzwungene Betrieb durch das EEG unrentabler Reservelastkraftwerke (Öl, Gas, evtl Kohle). Die Kosten werden wohl bei > 1,5 Billion Euro liegen. Die deutschen KKW laufen bis 2022: da es kein Recycling für abgebrannte Brennelement sowie kein Lagerkonzept (politisch verhindert) gibt, ist trotz Angstwende die Entsorgungfrage nicht geregelt. Man kann Aufgabenstellungen nicht durch Augenschließen und Symbolpolitik lösen. Zudem haben die Energieversorger aus dem laufenden Betrieb Rückstellungen für Entsorgungsaufgaben und evtl. Havarien gebildet. Da aber die Angstwende die Geschäftsgrundlage nahm, ist hier nun wenig zu erwarte

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Johannes Becker

Grüne Zertifikate in Rumänien

Es gibt in Rumänien ein sehr ähnliches Modell, mit Grünen Zertifikaten, die von den Produzenten von Alternativenergie über eine Börse - und fallweise auch bilateral außerbörslich - an die Energieversorger verkauft werden. Die Energieversorger müssen eine bestimmte Quote ihrer Energieeinkäufe (derzeit 10%, steigt jährlich) über Grüne Zertifikate abdecken, ansonsten haben sie eine wesentlich höhere Strafzahlung zu leisten. Für 1 MWh Strom erhält der Produzent zwischen einem (kleine Wasserkraftwerke) und sechs Zertifikaten (Photovoltaik), der Preis je Zertifikat darf zwischen 27 und 55 Euro schwanken. Auch hier wird Photovoltaik überproportional gefördert (was in der Praxis aber nicht durchgeschlagen hat, es gibt fast ausschließlich Windkraftanlagen). Die Strafzahlungen werden kaum eingehoben, da sie den Endverbraucherpreis in die Höhe treiben. Das System funktioniert einigermaßen, unklar ist aber, was geschieht, wenn mehr Zertifikate angeboten als nachgefragt werden.

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Jonathan Ullwer

"Energieintensive Unternehmen"

Haben die Autoren auch eine Idee, was aus den "energieintensiven" Unternehmen wird, die man durch das EEG indirekt milliardenschwer subventioniert?
Noch profitieren sie von sinkenden Strompreisen am Primärmarkt und müssen gleichzeitig keine Umlage bezahlen, doch sollen sie sich durch das Quotenmodell plötzlich an der Energiewende beteiligen?
Das wäre doch undenkbar.

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Florian Adler

Um „das Vertrauen der Investoren nicht zu missbrauchen“ soll die EEG-Förderung bis Ende 2014

unangetastet bleiben. Privathaushalte müssen auf die 50% höhere Abgabe 19 % MwSt berappen, was die tatsächliche Belastung auf 6,2 Cent je KWh schraubt. Die Deutsche Energieagentur schätzt den Anstieg der EEG-Umlage bis 2020 auf 7 Cent pro KWh plus 19% MwSt. Die Subvention für Ökostrom steigt im kommenden Jahr von 14 auf rund 20 Mrd. Euro.

Die Verbraucher müssen auch den kapitalintensiven Aufbau zusätzl. Stromerzeugungskapazitäten finanzieren. Bislang reichte eine verlässliche Kraftwerkskapazität von 120 GW aus (Jahreshöchstlast von ca: 83 GW Stromverbrauch); Nach Regierungsplänen sollen ab 2020 Kraftwerke mit 220 GW Leistung vorhalten. Der Zubau ist nötig, weil Solarstrom und Windkraft seltener bereitstehen. Diese Verdopplung der Erzeugungskapazitäten kostet lt. TU Berlin (Studie) bis 2030 >300 Mrd. Euro. Der Aufwand für Speichertechnologien und Netze ist darin noch nicht enthalten.

Ergebnis: Missbrauch d. Vertrauens und Behinderung d. Planungssicherheit von Verbrauchern.

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Frank Pauls
Frank Pauls (faweho) - 14.10.2012 19:03 Uhr

In Brandenburg:

Warum nicht gleich in Norwegen oder Alaska?
Wenn ueberhaupt Sonnenpanele Sinn machen,dann wohl in typischen Flaechenstaaten mit hoher Sonneneinstrahlung (und geringer Bevoelkerung);dazu gehoert Brandenburg eindeutig nicht.
Allerdings muesste die BRD dafuer dann ihre pro US-amerikanische Nibelungentreue aufgeben,da die fuer „Solarkraftwerke“ geeigneten Staaten fast ausschliesslich „Mullah-Staaten“ sind.
Statt realistischer Energiepolitik wird aber leider lieber das Geld in Brandenburg zum Fenster hinausgeworfen.Dabei waere das Geld sinnvoll in den arabisch-islamischen Wuestensand investiert bzw. gesetzt.

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Carsten Zimmermann

Ein durchdachtes System sollte den Markt nicht

fürchten müssen.Es sind ja auch die Kosten der Rohstoffe die teuer werden. Öl und Gas sind, soviel ich weiß, seit den 70er um 900% gestiegen und Kohle 200%. Sie werden weiter steigen und eigentlich sollte da die Lücke sein. Wenn man wirtschaftlich umsteigen will,wird man es wohl zuerst da machen,wo vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann. Solar wäre eine richtig gute Idee,wenn die Speichermöglichkeiten gegeben wären. Dann wäre es ein sinnvolle Investition für einen Haushalt. Nur leider hakt es genau bei diesem Thema,Speicher!Ebenso ist es ja bei Wind auch. Also hat man mit den Subventionen zwar eine Beschleunigung in diesen Stromherstellungs- verfahren erreicht,aber die Hauptproblem außer acht gelassen. In der Regel wird so etwas teuer. Ich finde es richtig,dass wir einen Weg suchen uns unabhängig von den Importen zu machen, aber man baut ja auch kein Netz von Wasserstofftankstellen bevor es die Autos in Serie gibt!Die Anzahl steigt parallel,das hat man bei der EW versäumt!

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Daniel J Hahn
Daniel J Hahn (137) - 14.10.2012 18:26 Uhr

EEG das Kosten-Nutzen Desater

In der heutigen FAS (Printausgabe) ist eine Graphik zu finden, die die Subventionen für die sog. Erneuerbaren illustriert. Überschlägig wurden in den vergangenen 12 Jahren durch das EEG knapp 100 Mrd Euro für den Ökostrom an Subventionen ausgereicht - 2012 allein 18 Mrd Euro. Selbst wenn das EEG ab 2013 ersatzlos gestrichen würde und keine Neuförderungen hinzukäme, sind durch die garantierte Vergütung für 20 Jahre bis 2033 auf dem Niveau von 2012 20x18 Mrd Euro=360 Mrd Euro vom Verbraucher zu zahlen. In Summe also 460 Mrd Euro für knapp 20% am Energiemix, Netzausbau noch nicht eingerechnet. Für dieses Geld bekommt man 60 Kernkraftwerke der neuesten und sichersten Generation, die rund um die Uhr fast 80 GW elektrischen Strom liefern. Zum Vergleich, in Dtl haben bis zur Angstwende 17 KKW mit ca. 16 GW 50% der Grundlast geliefert. Tag für Tag. Man kann sich ausrechnen, was uns 50% E-Stromversorgung durch sog Erneuerbare kosten werden: 1 Billion Euro! Aber für Familien ist kein Geld da!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 15:14 Uhr
Helga Zießler

Oh je, Herr Hahn -

Sie plädieren doch nicht etwa im Ernst für Kernkraftwerke? Ausgerechnet in Deutschland? Wo doch eine promovierte Physikerin in Gestalt der Kanzlerin einem Volk von Lemmingen voranschreitet wie Jeanne d'Arc, um es mit Wind und Sonne vorm Verderben zu retten! Vor dem Verderben, das in Form eines schrecklichen Erdbebens auf der Schwäbischen Alb mit folgendem Tsunami auf Rhein und Bodensee demnächst droht...

Nein, da zahlen wir lieber. Und beziehen im nächsten kalten Winter, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, unseren Strom aus den KKW in Frankreich und Tschechien. Denn die sind ja ganz sicher und auch weit entfernt... :- (

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Bernd Schröder

Na, na na, Herr Hahn...

jetzt kommen Sie den ökologistischen Millionären der grünen Nomenklatura aber auch noch mit logischen und sachlichen Argumenten!!! Wie können Sie nur :-)
Und die sind auch noch nachzuvollziehen. Und auch noch rechnerisch richtig.Und sie stellen eine Lösung des Problems in Aussicht...
Nein, das geht bei Trittin, Merkel, Altmaier und Co ja gar nicht
ts, ts, ts - wie können Sie nur...

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Helga Zießler

Deutschland soll "schöner" werden!

Das Bild zum Artikel spricht Bände. Ähnliche gibt es noch viel mehr. Und im www findet man auch eine Menge Fotos der unvorstellbaren Verschandelung selbst von unter Naturschutz stehenden Landschaften, die mit Tausender dieser riesigen Windrotoren in wahre Schreckensbilder verwandelt wurden. Von Nord- und Ostsee ganz zu schweigen.
Der Artikel sagt es: Schuld ist die Politik, die dem Wettbewerb einer freien Marktwirtschaft nicht traut und stattdessen mit Subventionen lockt. Genau wie bei der Landwirtschaft, wo die Bauern hohe Prämien dafür bekommen, dass sie auf kostbarem Ackerboden nicht Getreide und Kartoffeln für die menschliche Ernährung anbauen, sondern Pflanzen, die für die Herstellung von Treibstoff geeignet sind.
Die Hybris der deutschen Politik ist grenzenlos!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 15:03 Uhr
Helga Zießler

Herr Kirschstein

Kürzlich habe ich im www Fotos und ein Video gefunden von Windparkanlagen entlang der Nordseeküste Niedersachsens und Schleswig-Holsteins, die zum Teil in Landschaftsschutzgebieten gebaut wurden (nicht Naturschutzgebiete - das war mein Irrtum. Pardon). Es ging dabei auch um die vielen getöteten Vögel und Fledermäuse.

Mir ist egal, wo diese Monstren stehen und wo die Landschaft verspiegelt wird - das Ganze ist ein völlig unüberlegter Wahnsinn. Über die Kosten für die Beseitigung werden sich kommende Generationen "freuen" und uns verfluchen! :- (

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Ludwig Kirschstein

schöner werden

Liebe Frau Ziegler, in Naturschutzgebieten dürfen keine Windräder gebaut werden, das sollten Sie bei aller aufrichtigen Empörung auch so sagen, weil es so ist.

Man darf Freiflächenanlagen für Fotovoltaik nur auf ehemals militärisch genutzten Liegenschaften errichten, weil deren Schönheit für das ästetische Empfinden bereits eingeschränkt ist und selbst das nur noch bis Jahresende.

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Jürgen  Engel

Quote - und das war es denn??

Toller Vorschlag, erstmal Quote und dann sehen wir weiter! Mit 35% Erneuerbare Energien ist doch schon was gewonnen!

Tja, meine Herren, aber leider nicht die klimapolitischen Ziele der Bundesrepublik für das Jahr 2020 bzw. 2050, die ja heute schon nicht mehr erreicht werden, was den CO2-Ausstoß und die Treihausgasemissionen anbelangt, vom 2°-Kriterium nicht zu reden. Und die Klima-Folgekosten lassen wir jetzt auch mal aus dem Spiel!

Quote kann schon gehen, aber dann bitte mit den realistischen Preisen für Atomstrom, Kohlestrom, etc., der jahrzehntelang subventioniert wurde, wie man aus der Studie des FÖS ersehen kann! Es wären dann nämlich 10,2 Cent Umlage auf den konventionell erzeugten Strom zu zahlen, so es ein vergleichbares System wie das EEG geben würde. Von den Folgekosten für den Atommülll mal ganz zu schweigen...!

Aber man sieht mal wieder, woher der Wind weht! Es geht um Interessen, nicht um die Lösung des Problems!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.10.2012 22:52 Uhr
Bernd Schröder

Herr Engel, ein Grundfehler Ihrer versuchten Argumentation ist...

... die Nutzung der Formulierung: >>...die klimapolitischen Ziele der Bundesrepublik ...<<<
Das ist ein erstklassiger rhetorischer Winkelzug, denn es war /ist ja das klimapolitische Ziel der bundesdeutschen Regierung!
Gewählt wurde die Physikerin(!) aus der Uckermark für ganz andere Versprechen...
(Und wie man mit irgendeiner Art der Erzeugung von Strom in irgendeiner Art das Klima (Wetterdurchschnitt für dreißig Jahre) beeinflussen kann, weiß heute noch kein(!) Wissenschaftler - nur Quacksalber!)

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Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 14.10.2012 17:40 Uhr

Last endlich Fachleute ans Ruder

und jagt die selbsternannten Experten zum Teufel. Diese von jeglichen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen unbeleckten Dampfplauderer haben genau wie Goethes Zauberlehrling einen Prozess in Gang gesetzt, den sie nicht beherrschen.
Die physikalischen Grenzen der Energieumwandlung werden einfach negiert, man kapriziert sich auf die mit Abstand unwirtschaftlichsten Energieträger, die zudem nur Strom liefern, der aber nicht gespeichert werden kann und gibt diesem Konstrukt ein 20-Jahres-Monopol. Es sollte nachdenklich machen, dass keines der sonnenreichen Länder im Wüstengürtel diesen Unsinn mitmacht; im Gegenteil gehen sie von Gas- zu Atomkraftwerken über, weil sie die Bedeutung von Grundlast und sicherer Versorgung erkannt haben. Jedes installierte KW EEG-Strom muss durch ein KW in konventionellen Kraftwerken abgesichert werden. Das Ganze entlarvt sich also für jeden denkenden Menschen als unsinnig.
Wer diesen Unsinn aber verteidigt, gehört in eine entsprechende Anstalt.

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Hans List
Hans List (genervt) - 14.10.2012 17:40 Uhr

Das Gerede über den Strom-"Markt" ...

... ist nur albern.
Es hat noch nie Markt stattgefunden in Sachen Strom.
Vom Strommonopol zu Kaisers Zeiten, über die massive Subventionierung des Atomstroms bis zum EEG war stets Manipulation statt freier Preisfindung.
Wo, bitte, ist da der Markt?
Wie soll da der wahre Preis des Stroms gefunden werden?
Wer von Markt redet, der muss umfassend ansetzen:
Versicherungspflicht für ALLE Riskien mit Nachweis der Zahlungsfähigkeit des Versicherers bis zum Ende des Riskos,
Rückzahlung ALLER Subventionen mit Zins und Zinseszins,
jeder Anbieter muss seinen Strom an der Börse verkaufen (oder sein Kraftwerk abstellen),
jeder Abnehmer zahlt den gleichen Preis für die kWh, keine Sonderbehandlung für einflussreiche Lobbys mehr.
Und dann sehen wir mal, welcher Strom wirklich wieviel kostet.

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Lars Werner

Deutschland befindet sich auf einer energiepolitischen Geisterfahrt,

die, wie fast jede Geisterfahrt, mit einem Crash enden wird. Die Regierung hätte das wissen müssen.
Aber in dem Umweltministerium sitzen immer noch die Leute, die von Trettin dort eingesetzt wurden. Das sind natürlich die schlechstesten Berater und verbeamtete Handlanger der Ökoindustrie.
Das rotgrüne EEG muss weg. Das darauffolgende Geschrei muss man einfach aushalten, wenn man die schweigende Mehrheit nicht noch weiter schröpfen will.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 14.10.2012 16:16 Uhr

Es kann beim Solarstrom nur noch eine Lösung geben

Keine Vergütung mehr zu Lasten der Allgemeinheit, aber die Erlaubnis mit einer hauseigenen Solaranlage maximal soviele kWh übers Jahr direkt ins Stromnetz einzuspeisen, wie man selbst übers Jahr verbraucht. Für diesen Service sollte der Versorger den jährlichen Grundpreis auf 100 € anheben. Es lohnt sich auf dem eigenen Hausdach deshalb nur noch eine Anlage die etwa 3000 kWh im Jahr erzeugt, was etwa 15 PV-Modulen in günstigen Lagen entspricht. Solch eine Anlage ist wegen der günstigen Modulpreise schon ab 6000 € zu haben und amortisiert sich bereits unter 10 Jahren. Danach spart man jedes Jahr bei 27 Cent/kWh, also etwa 800 € an Stromkosten. Ein EEG ist damit überflüssig und die Netze werden nicht mehr zusätzlich belastet. Es gibt dann auch keine Bauern mehr die ihre Stadl und Scheunen mit PV-Modulen zupflastern und sich damit eine zusätzlichen Altersrente sichern und die technisch bedingten Kosten der Übereinspeisung der Allgemeinheit über die Netzentgelte aufhalsen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.10.2012 22:59 Uhr
Bernd Schröder

Herr Sax...

Sie sprechen ja von einem "freien Markt"; auch noch mit Eigenverantwortung und der Regulierung durch persönliche Abwägung von Nutzen und Risiko!
Und wo sollen die Ökologisten dann die Milliarden abgreifen??? :-)
Für meinen Teil möchte ich auch, dass ich den Strom kaufen kann, den ich möchte. Wenn ich das Geld für (unsubventionierte) blaue Glasdächer habe, dann muss ich eben den Strom dezental selber nutzen (die dezentrale Erzeugung ist doch ein Hauptansinnen der Ökologisten, nicht?)
Und wenn ich auf das Geld achten muss, kaufe ich eben Nuklearstrom zu Weltmarktpreisen...
Eigentlich ist das ganz einfach, aber Sie haben es ja erwähnt, dass die Hoheit über die Begrifflichkeit auch die Macht an sich beinhaltet...

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 14.10.2012 15:52 Uhr

Der Ansatz ist richtig, führt aber leider trotzdem in die Katastrophe

Die beiden Herren sehen das Problem aufgrund ihrer Vita leider nur volkswirtschaftlich von der Kostenseite her. Die technischen Aspekte des weiteren Ausbaus der zwischen Null und 100% fluktuierenden Stromquellen bleiben leider außen vor. Die Autoren verschweigen die steigende Netzinstabilität und beziehen auch nicht die Kosten mit ein, die jetzt mehr und mehr durch das permanente herauf- und herunterfahren konventioneller Kraftwerke entstehen, was lediglich die Brennstoffkosten beeinflusst, aber nicht die Betriebskosten. Z.Z. werden diese Kosten teilweise im Grundlast-Strompreis versteckt und nagen mehr und mehr an der Rentabilität vieler Grundlastkraftwerke, die bitter notwendig gebraucht werden. Wenn in 2 Jahren politisch gewollt weitere AKWs abgeschaltet werden, verschärft sich die Situation drastisch und da hilft auch kein Wettbewerb beim Grünstrom, wenn dieser wetterbedingt man wieder für Tage zu Null wird, denn Null mal jetzt billiger im kWh-Preis bleibt trotzdem Null.

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Maximilian Gruschtschow

Richtig: Wettbewerb

Sie haben Recht, wir brauchen Wettbewerb. Aber keine Quote und anderen Murks, nur weil Politiker irgendeine Technologie für vorteilhaft halten. Die Weitsicht einiger weniger war schon immer beschränkt:
"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung" (Kaiser Wilhelm II.)

Wieso glauben unsere Politiker immer noch die Zukunft gestalten zu müssen? Ich hasse diese Allmachtsphantasien. Aufgabe des Staates sollte es sein, einen rechtlichen Rahmen vorzugeben, anstatt durch Subventionen den Markt zu verzerren.

Deshalb: ALLE Subventionen für Energie einstellen (wirklich alle auch die indirekten für den Atomstrom) und dann schauen was der Markt daraus macht.

Sehr schön momentan auch zu beobachten, wie ein Eingriff in den Markt zum nächsten führt. Durch das EEG wird der Strom teuer, also wird Deutschland für Unternehmen uninteressant. Aber anstatt das EEG zu streichen wird mit der nächsten Subvention in den Strompreis für Unternehmen eingegriffen. Wo soll das enden?

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Thomas Heinzow

Wenn die eiden Professoren doch etwas mehr von Technik verstünden, würden Sie zu dem Schluß

kommen, daß es technisch nicht mehr möglich ist, die Preise für die Herstellung der archaischen Stromerzeuger (Windmühlen etc.) noch zu senken. Ebenso lassen sich die Umwandlugswirkungsgrade nicht mehr signifikant erhöhen. Die Herren sollten sich mal mit der Frage beschäftigen, was denn die Autoren, die bei einer nicht mehr verbesserbaren Technik immer noch Lernkurveneffekte annehmen, falsch machen.

Daraus resultiert eine Konstanz der Stromerzeugungspreise mittels Windmühle & Co gegenüber konventioneller Stromerzeugung. Und deshalb wird auch ein Quotenmodell mit der Vorschrift der Nutzung der archaischen Kleinstromerzeuger am Kostendesaster nichts ändern.

Anders sähe es aus, wenn es den Kraftwerksbetreibern und sonstigen Kleinerzeugern frei gestellt werden würde, welche Technik sie zum Ersatz der KKW einsetzen wollen, von wo sie Strom importieren wollen, die Strompreise Marktpreise sind und es nur einen Emissionshandel gäbe.
Deshalb gehört das EEG ersatzlos gestrichen.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 14.10.2012 14:54 Uhr

Unser Problem ist dass alles auf mindestens 20 Jahre verbindlich ist und dass vor 2014

keine wie auch immer geartete Lösung möglich ist weil bis zur Wahl die Borniertheit der politischen Klasse sich jeder vernünftigen Lösung widersetzt.

Dieser von unseren Politikern gewollte Wahnsinn, ja die Vernichtung unserer Materiellen / Finanziellen Potentiale wegen eines Ziels das nicht einmal ein Etappenziel sein kann wird wohl kaum noch weg zu räumende Trümmer hinterlassen.

Nachdem Krieg packten alle an und Trümmerfrauen besonders.

Nach der Grün ideologischen Hype packt keiner an, aber abkassieren werden alle.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.10.2012 22:01 Uhr
Timm Herbst

Den Teufel an die Wand malen: gewollte Wahnsinn, ja die Vernichtung ...

Eine Mehrheit von Menschen möchte eine Energieversorgung, die nicht die Luft verpestet und wertvolle Ressourcen verbrennt oder die gesamte Gesellschaft mit unkalkulierbar hohen Risiken belastet, der Gesellschaft die Entsorgung aufbürdet und obendrein noch selbst im Normalbetrieb die Umgebung mit radioaktiven Substanzen belastet.
Das nennt man zukunftsweisend, verantwortungsvoll und nachhaltig.

Andere nennen das aus obskuren Gründen "gewollte Wahnsinn, ja die Vernichtung unserer Materiellen / Finanziellen Potentiale" - darunter geht es wohl nicht. Dass nicht direkt der Untergang des gesamten Abendlandes propagandiert wird ist alles.
Ob o.g. Unsinn handfester Befangenheit oder ideologischer Verblendung geschuldet ist sei mal dahin gestellt.

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Tobias Metzger

Verdeckte Quasi Abschaffung des EEG - Siehe Hermann Scheers Bücher

Die Quotenregelung zielt auf eine geringe Ausbaugeschwindigkeit des "Grünen Stroms" durch eine Bürokratisierung des Prozesses. Das hat bereits Hermann Scheer in vielen seinen Publikationen eindeutig beschrieben.

Es gibt bis heute weltweit kein funktionierendes Quotenmodell. Alle Quotenmodelle sind bisher mittelpunkt diverseer Skandale z.B. CO2 Zertifikate etc.

Es ist offensichtlich worauf diese neue Offensive abzielt: Das EEG diffarmieren und abschwächen - jedes Prozentpunkt weniger Sonnenstrom im Netz, bedeutet höhere Gewinne der G4.

Zudem lange Zeit war eine Durchschnittskostenrechnung in der Elektrizzitätswirtschaft üblich, weil sowohl Grundlast, als auch Spitzenlast systemisch notwendig sind. Ähnliches könnte auch mit Grün und konv. Strom praktiziert werden - dann sind aber Windfall Profits ade.

Eine grundverlorgene Debatte: Es geht um Interessenpolitik.

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