11.10.2012 · Wettbewerb macht die Energiewende billiger. Daher darf es für Strom aus erneuerbaren Energien keine garantierte Vergütung mehr geben. Ein Quotenmodell wäre besser: Es sorgt dafür, dass die günstigsten Technologien, Standorte und Anbieter zum Zuge kommen. Ein Gastbeitrag.
Von Justus Haucap und Jürgen KühlingRichtlinien für Lesermeinungen
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12km südlich von Fukushima1 liegt Fukushima2 und 80 km
nördlich Yonegawa. Beide KKWs wurden beim Erdbeben/Tsunami
abgeschaltet, ohne daß Schäden entstanden sind.
Yonegawa lag dem Epizentrum des Bebens am nächsten. Die
Havarieursache von Fukushima1 war menschliches Versagen.
Vielleicht sollte man in D, wo darüber nicht berichtet wurde,bevor
man 2020 alles abschaltet noch einmal den Verstand einschalten.
"...noch einmal den Verstand einschalten"?
Eine leider naive Hoffnung, Herr Engl. In einem Land, wo jedes Jahr erfolgreich mindestens eine neue "Angst-Sau" durchs Dorf getrieben wird - vom Waldsterben übers Ozonloch bis zur Schweinepest etc. - da kann man nicht an den Verstand appellieren. Der ist längst "in die Hose gerutscht" ;-)
"Obwohl Solarstrom in Deutschland mit Abstand die höchsten
Kosten unter den erneuerbaren Energien hat,.."
Das trifft für neue Solaranlagen nicht zu und ist (inzwischen) eine
-na sagen wir- Falschaussage. Ich denke nicht, dass das den Herren
einfach so unterlaufen ist. Die Vergütung für neu installierte
PV fällt im Monatstakt und das geht so weiter.
ECHTER(!) Wettbewerb wäre noch viel besser
Am besten wäre ein echter Wettbewerb, bei dem alle
Energieträger gleich behandelt werden aber mit der strengen
Auflage, daß jeder auch seine Risiko und Folgekosten zu tragen hätte.
Bei solch einem Wettbewerb wäre die Kernkraft dann übrigens
sofort draussen. Denn dann müssten Kernkraftbetreiber ein privates
Versicherungsunternehmen finden welche die Folgekosten eines Supergaus
mitten in Europa versichern würde. Auch wenn dieser GAU sehr
unwahrscheinlich ist, so müsste solch ein Versicherungsunternehmen
nach den Regeln für Versicherer nachweisen können im
Schadenfall zahlungsfähig zu sein. Das ist aber unmöglich,
denn kein Versicherungsunternehmen der Welt verfügt über solch
eine gigantische Kapitalalausstattung. Kernkraft wäre nach
Marktregeln also sofort tod. Abgesehen davon müssten
Kernkraftbetreiber auch Entsorgungskosten für 100.000 Jahre beim
Bundesumweltamt hinterlegen, auch das dürfte kaum möglich sein.
Danke, Herr Hahn! You made my day!
Endlich eine Stimme der Vernunft, die sich von der "German Angst" nicht kirre machen lässt!
Herr Rabe,
es ist schön, daß Sie schon einmal zugeben, daß sich
die EVU zu ihrer Verantwortung bekannen. Zudem muß festgestellt
werden, daß die Energieversorgung zu der Zeit, als die
Kernkraftwerke in Deutschland gebaut wurden, anders als zu EEG-Zeiten,
staatlich organisiert war. D.h., hier ist der Staat in der Verantwortung
und kann die EVU nicht allein lassen. Warum Sie hier polemisch auf Tepco
verweisen, kann ich nicht verstehen. Die Energiepolitik in Deutschland
bestimmt der Bundestag und nicht Tepco.
Mit dem EEG hat der Staat den Wettberwerb, der durch die Liberalisierung
zunächst ermöglicht wurde, komplett abgewürgt. KKW sind
abgeschrieben und die geringen Brennstoffkosten ermöglichen z.T.
noch den rentablen Betrieb. Andere thermische KRaftwerke sind wegen
hohen Verbrauchs an teuren Brennstoffen aber nicht mehr rentabel. Zumal,
wenn diese wegen des erzwungenen Einspeisevorangs der sog. Erneuerbaren
zur Sicherung der Netzstabilität gedroselt werden müssen. Der
EEG-Unsinn hat doch Methode!
@Daniel J Hahn die rückstellungen reichen in einer Marktwirtschaft nicht
Herr Hahn, das japanische Atomunternehmen Tepco war weder ausreichend
versichert noch kann es auch nur annäherend die Schäden aus
dem Atomunfall in Fukushima bezahlen. Wie kommen Sie darauf, daß
dies deutsche KKE Betreiber könnten ?
Was würde es kosten, wenn nach einem Atomunfall das Rhein-Main
Gebiet oder Hamburg evakuiert werden müssen ? Wer könnte das
bezahlen ?
Herr Rabe,
die Energiewende führt zu unkalkulierbaren aber sehr konkreten
Kosten.
Wie unten schon ausgeführt balaufen sich die Kosten für die
derzeit installierte Leistung (ca. 20% nicht grundlastfähig) der
sog. Erneuerbaren bis 2033 auf eine halbe Billion Euro. Da der Zubau
aber weiterläuft, Ziel ist ja 50% Anteil an der Versorgung bis
2035. Hinzu kommt der Netzausbau und der erzwungene Betrieb durch das
EEG unrentabler Reservelastkraftwerke (Öl, Gas, evtl Kohle). Die
Kosten werden wohl bei > 1,5 Billion Euro liegen. Die deutschen KKW
laufen bis 2022: da es kein Recycling für abgebrannte Brennelement
sowie kein Lagerkonzept (politisch verhindert) gibt, ist trotz
Angstwende die Entsorgungfrage nicht geregelt. Man kann
Aufgabenstellungen nicht durch Augenschließen und Symbolpolitik
lösen. Zudem haben die Energieversorger aus dem laufenden Betrieb
Rückstellungen für Entsorgungsaufgaben und evtl. Havarien
gebildet. Da aber die Angstwende die Geschäftsgrundlage nahm, ist
hier nun wenig zu erwarte
Es gibt in Rumänien ein sehr ähnliches Modell, mit Grünen Zertifikaten, die von den Produzenten von Alternativenergie über eine Börse - und fallweise auch bilateral außerbörslich - an die Energieversorger verkauft werden. Die Energieversorger müssen eine bestimmte Quote ihrer Energieeinkäufe (derzeit 10%, steigt jährlich) über Grüne Zertifikate abdecken, ansonsten haben sie eine wesentlich höhere Strafzahlung zu leisten. Für 1 MWh Strom erhält der Produzent zwischen einem (kleine Wasserkraftwerke) und sechs Zertifikaten (Photovoltaik), der Preis je Zertifikat darf zwischen 27 und 55 Euro schwanken. Auch hier wird Photovoltaik überproportional gefördert (was in der Praxis aber nicht durchgeschlagen hat, es gibt fast ausschließlich Windkraftanlagen). Die Strafzahlungen werden kaum eingehoben, da sie den Endverbraucherpreis in die Höhe treiben. Das System funktioniert einigermaßen, unklar ist aber, was geschieht, wenn mehr Zertifikate angeboten als nachgefragt werden.
"Energieintensive Unternehmen"
Haben die Autoren auch eine Idee, was aus den
"energieintensiven" Unternehmen wird, die man durch das EEG
indirekt milliardenschwer subventioniert?
Noch profitieren sie von sinkenden Strompreisen am Primärmarkt und
müssen gleichzeitig keine Umlage bezahlen, doch sollen sie sich
durch das Quotenmodell plötzlich an der Energiewende beteiligen?
Das wäre doch undenkbar.
Um „das Vertrauen der Investoren nicht zu missbrauchen“ soll die EEG-Förderung bis Ende 2014
unangetastet bleiben. Privathaushalte müssen auf die 50%
höhere Abgabe 19 % MwSt berappen, was die tatsächliche
Belastung auf 6,2 Cent je KWh schraubt. Die Deutsche Energieagentur
schätzt den Anstieg der EEG-Umlage bis 2020 auf 7 Cent pro KWh plus
19% MwSt. Die Subvention für Ökostrom steigt im kommenden Jahr
von 14 auf rund 20 Mrd. Euro.
Die Verbraucher müssen auch den kapitalintensiven Aufbau
zusätzl. Stromerzeugungskapazitäten finanzieren. Bislang
reichte eine verlässliche Kraftwerkskapazität von 120 GW aus
(Jahreshöchstlast von ca: 83 GW Stromverbrauch); Nach
Regierungsplänen sollen ab 2020 Kraftwerke mit 220 GW Leistung
vorhalten. Der Zubau ist nötig, weil Solarstrom und Windkraft
seltener bereitstehen. Diese Verdopplung der Erzeugungskapazitäten
kostet lt. TU Berlin (Studie) bis 2030 >300 Mrd. Euro. Der Aufwand
für Speichertechnologien und Netze ist darin noch nicht enthalten.
Ergebnis: Missbrauch d. Vertrauens und Behinderung d. Planungssicherheit
von Verbrauchern.
Warum nicht gleich in Norwegen oder Alaska?
Wenn ueberhaupt Sonnenpanele Sinn machen,dann wohl in typischen
Flaechenstaaten mit hoher Sonneneinstrahlung (und geringer
Bevoelkerung);dazu gehoert Brandenburg eindeutig nicht.
Allerdings muesste die BRD dafuer dann ihre pro US-amerikanische
Nibelungentreue aufgeben,da die fuer „Solarkraftwerke“
geeigneten Staaten fast ausschliesslich „Mullah-Staaten“ sind.
Statt realistischer Energiepolitik wird aber leider lieber das Geld in
Brandenburg zum Fenster hinausgeworfen.Dabei waere das Geld sinnvoll in
den arabisch-islamischen Wuestensand investiert bzw. gesetzt.
Ein durchdachtes System sollte den Markt nicht
fürchten müssen.Es sind ja auch die Kosten der Rohstoffe die teuer werden. Öl und Gas sind, soviel ich weiß, seit den 70er um 900% gestiegen und Kohle 200%. Sie werden weiter steigen und eigentlich sollte da die Lücke sein. Wenn man wirtschaftlich umsteigen will,wird man es wohl zuerst da machen,wo vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann. Solar wäre eine richtig gute Idee,wenn die Speichermöglichkeiten gegeben wären. Dann wäre es ein sinnvolle Investition für einen Haushalt. Nur leider hakt es genau bei diesem Thema,Speicher!Ebenso ist es ja bei Wind auch. Also hat man mit den Subventionen zwar eine Beschleunigung in diesen Stromherstellungs- verfahren erreicht,aber die Hauptproblem außer acht gelassen. In der Regel wird so etwas teuer. Ich finde es richtig,dass wir einen Weg suchen uns unabhängig von den Importen zu machen, aber man baut ja auch kein Netz von Wasserstofftankstellen bevor es die Autos in Serie gibt!Die Anzahl steigt parallel,das hat man bei der EW versäumt!
In der heutigen FAS (Printausgabe) ist eine Graphik zu finden, die die Subventionen für die sog. Erneuerbaren illustriert. Überschlägig wurden in den vergangenen 12 Jahren durch das EEG knapp 100 Mrd Euro für den Ökostrom an Subventionen ausgereicht - 2012 allein 18 Mrd Euro. Selbst wenn das EEG ab 2013 ersatzlos gestrichen würde und keine Neuförderungen hinzukäme, sind durch die garantierte Vergütung für 20 Jahre bis 2033 auf dem Niveau von 2012 20x18 Mrd Euro=360 Mrd Euro vom Verbraucher zu zahlen. In Summe also 460 Mrd Euro für knapp 20% am Energiemix, Netzausbau noch nicht eingerechnet. Für dieses Geld bekommt man 60 Kernkraftwerke der neuesten und sichersten Generation, die rund um die Uhr fast 80 GW elektrischen Strom liefern. Zum Vergleich, in Dtl haben bis zur Angstwende 17 KKW mit ca. 16 GW 50% der Grundlast geliefert. Tag für Tag. Man kann sich ausrechnen, was uns 50% E-Stromversorgung durch sog Erneuerbare kosten werden: 1 Billion Euro! Aber für Familien ist kein Geld da!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.10.2012 15:14 UhrOh je, Herr Hahn -
Sie plädieren doch nicht etwa im Ernst für Kernkraftwerke?
Ausgerechnet in Deutschland? Wo doch eine promovierte Physikerin in
Gestalt der Kanzlerin einem Volk von Lemmingen voranschreitet wie Jeanne
d'Arc, um es mit Wind und Sonne vorm Verderben zu retten! Vor dem
Verderben, das in Form eines schrecklichen Erdbebens auf der
Schwäbischen Alb mit folgendem Tsunami auf Rhein und Bodensee
demnächst droht...
Nein, da zahlen wir lieber. Und beziehen im nächsten kalten Winter,
wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, unseren Strom aus
den KKW in Frankreich und Tschechien. Denn die sind ja ganz sicher und
auch weit entfernt... :- (
Na, na na, Herr Hahn...
jetzt kommen Sie den ökologistischen Millionären der
grünen Nomenklatura aber auch noch mit logischen und sachlichen
Argumenten!!! Wie können Sie nur :-)
Und die sind auch noch nachzuvollziehen. Und auch noch rechnerisch
richtig.Und sie stellen eine Lösung des Problems in Aussicht...
Nein, das geht bei Trittin, Merkel, Altmaier und Co ja gar nicht
ts, ts, ts - wie können Sie nur...
Deutschland soll "schöner" werden!
Das Bild zum Artikel spricht Bände. Ähnliche gibt es noch viel
mehr. Und im www findet man auch eine Menge Fotos der unvorstellbaren
Verschandelung selbst von unter Naturschutz stehenden Landschaften, die
mit Tausender dieser riesigen Windrotoren in wahre Schreckensbilder
verwandelt wurden. Von Nord- und Ostsee ganz zu schweigen.
Der Artikel sagt es: Schuld ist die Politik, die dem Wettbewerb einer
freien Marktwirtschaft nicht traut und stattdessen mit Subventionen
lockt. Genau wie bei der Landwirtschaft, wo die Bauern hohe Prämien
dafür bekommen, dass sie auf kostbarem Ackerboden nicht Getreide
und Kartoffeln für die menschliche Ernährung anbauen, sondern
Pflanzen, die für die Herstellung von Treibstoff geeignet sind.
Die Hybris der deutschen Politik ist grenzenlos!
Herr Kirschstein
Kürzlich habe ich im www Fotos und ein Video gefunden von
Windparkanlagen entlang der Nordseeküste Niedersachsens und
Schleswig-Holsteins, die zum Teil in Landschaftsschutzgebieten gebaut
wurden (nicht Naturschutzgebiete - das war mein Irrtum. Pardon). Es ging
dabei auch um die vielen getöteten Vögel und Fledermäuse.
Mir ist egal, wo diese Monstren stehen und wo die Landschaft verspiegelt
wird - das Ganze ist ein völlig unüberlegter Wahnsinn.
Über die Kosten für die Beseitigung werden sich kommende
Generationen "freuen" und uns verfluchen! :- (
schöner werden
Liebe Frau Ziegler, in Naturschutzgebieten dürfen keine
Windräder gebaut werden, das sollten Sie bei aller aufrichtigen
Empörung auch so sagen, weil es so ist.
Man darf Freiflächenanlagen für Fotovoltaik nur auf ehemals
militärisch genutzten Liegenschaften errichten, weil deren
Schönheit für das ästetische Empfinden bereits
eingeschränkt ist und selbst das nur noch bis Jahresende.
Toller Vorschlag, erstmal Quote und dann sehen wir weiter! Mit 35%
Erneuerbare Energien ist doch schon was gewonnen!
Tja, meine Herren, aber leider nicht die klimapolitischen Ziele der
Bundesrepublik für das Jahr 2020 bzw. 2050, die ja heute schon
nicht mehr erreicht werden, was den CO2-Ausstoß und die
Treihausgasemissionen anbelangt, vom 2°-Kriterium nicht zu reden.
Und die Klima-Folgekosten lassen wir jetzt auch mal aus dem Spiel!
Quote kann schon gehen, aber dann bitte mit den realistischen Preisen
für Atomstrom, Kohlestrom, etc., der jahrzehntelang subventioniert
wurde, wie man aus der Studie des FÖS ersehen kann! Es wären
dann nämlich 10,2 Cent Umlage auf den konventionell erzeugten Strom
zu zahlen, so es ein vergleichbares System wie das EEG geben würde.
Von den Folgekosten für den Atommülll mal ganz zu schweigen...!
Aber man sieht mal wieder, woher der Wind weht! Es geht um Interessen,
nicht um die Lösung des Problems!
Herr Engel, ein Grundfehler Ihrer versuchten Argumentation ist...
... die Nutzung der Formulierung: >>...die klimapolitischen Ziele
der Bundesrepublik ...<<<
Das ist ein erstklassiger rhetorischer Winkelzug, denn es war /ist ja
das klimapolitische Ziel der bundesdeutschen Regierung!
Gewählt wurde die Physikerin(!) aus der Uckermark für ganz
andere Versprechen...
(Und wie man mit irgendeiner Art der Erzeugung von Strom in irgendeiner
Art das Klima (Wetterdurchschnitt für dreißig Jahre)
beeinflussen kann, weiß heute noch kein(!) Wissenschaftler - nur Quacksalber!)
Last endlich Fachleute ans Ruder
und jagt die selbsternannten Experten zum Teufel. Diese von jeglichen
natur- und ingenieurwissenschaftlichen Kenntnissen unbeleckten
Dampfplauderer haben genau wie Goethes Zauberlehrling einen Prozess in
Gang gesetzt, den sie nicht beherrschen.
Die physikalischen Grenzen der Energieumwandlung werden einfach negiert,
man kapriziert sich auf die mit Abstand unwirtschaftlichsten
Energieträger, die zudem nur Strom liefern, der aber nicht
gespeichert werden kann und gibt diesem Konstrukt ein 20-Jahres-Monopol.
Es sollte nachdenklich machen, dass keines der sonnenreichen Länder
im Wüstengürtel diesen Unsinn mitmacht; im Gegenteil gehen sie
von Gas- zu Atomkraftwerken über, weil sie die Bedeutung von
Grundlast und sicherer Versorgung erkannt haben. Jedes installierte KW
EEG-Strom muss durch ein KW in konventionellen Kraftwerken abgesichert
werden. Das Ganze entlarvt sich also für jeden denkenden Menschen
als unsinnig.
Wer diesen Unsinn aber verteidigt, gehört in eine entsprechende Anstalt.
Das Gerede über den Strom-"Markt" ...
... ist nur albern.
Es hat noch nie Markt stattgefunden in Sachen Strom.
Vom Strommonopol zu Kaisers Zeiten, über die massive
Subventionierung des Atomstroms bis zum EEG war stets Manipulation statt
freier Preisfindung.
Wo, bitte, ist da der Markt?
Wie soll da der wahre Preis des Stroms gefunden werden?
Wer von Markt redet, der muss umfassend ansetzen:
Versicherungspflicht für ALLE Riskien mit Nachweis der
Zahlungsfähigkeit des Versicherers bis zum Ende des Riskos,
Rückzahlung ALLER Subventionen mit Zins und Zinseszins,
jeder Anbieter muss seinen Strom an der Börse verkaufen (oder sein
Kraftwerk abstellen),
jeder Abnehmer zahlt den gleichen Preis für die kWh, keine
Sonderbehandlung für einflussreiche Lobbys mehr.
Und dann sehen wir mal, welcher Strom wirklich wieviel kostet.
Deutschland befindet sich auf einer energiepolitischen Geisterfahrt,
die, wie fast jede Geisterfahrt, mit einem Crash enden wird. Die
Regierung hätte das wissen müssen.
Aber in dem Umweltministerium sitzen immer noch die Leute, die von
Trettin dort eingesetzt wurden. Das sind natürlich die
schlechstesten Berater und verbeamtete Handlanger der Ökoindustrie.
Das rotgrüne EEG muss weg. Das darauffolgende Geschrei muss man
einfach aushalten, wenn man die schweigende Mehrheit nicht noch weiter
schröpfen will.
Es kann beim Solarstrom nur noch eine Lösung geben
Keine Vergütung mehr zu Lasten der Allgemeinheit, aber die Erlaubnis mit einer hauseigenen Solaranlage maximal soviele kWh übers Jahr direkt ins Stromnetz einzuspeisen, wie man selbst übers Jahr verbraucht. Für diesen Service sollte der Versorger den jährlichen Grundpreis auf 100 € anheben. Es lohnt sich auf dem eigenen Hausdach deshalb nur noch eine Anlage die etwa 3000 kWh im Jahr erzeugt, was etwa 15 PV-Modulen in günstigen Lagen entspricht. Solch eine Anlage ist wegen der günstigen Modulpreise schon ab 6000 € zu haben und amortisiert sich bereits unter 10 Jahren. Danach spart man jedes Jahr bei 27 Cent/kWh, also etwa 800 € an Stromkosten. Ein EEG ist damit überflüssig und die Netze werden nicht mehr zusätzlich belastet. Es gibt dann auch keine Bauern mehr die ihre Stadl und Scheunen mit PV-Modulen zupflastern und sich damit eine zusätzlichen Altersrente sichern und die technisch bedingten Kosten der Übereinspeisung der Allgemeinheit über die Netzentgelte aufhalsen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.10.2012 22:59 UhrHerr Sax...
Sie sprechen ja von einem "freien Markt"; auch noch mit
Eigenverantwortung und der Regulierung durch persönliche
Abwägung von Nutzen und Risiko!
Und wo sollen die Ökologisten dann die Milliarden abgreifen??? :-)
Für meinen Teil möchte ich auch, dass ich den Strom kaufen
kann, den ich möchte. Wenn ich das Geld für
(unsubventionierte) blaue Glasdächer habe, dann muss ich eben den
Strom dezental selber nutzen (die dezentrale Erzeugung ist doch ein
Hauptansinnen der Ökologisten, nicht?)
Und wenn ich auf das Geld achten muss, kaufe ich eben Nuklearstrom zu Weltmarktpreisen...
Eigentlich ist das ganz einfach, aber Sie haben es ja erwähnt, dass
die Hoheit über die Begrifflichkeit auch die Macht an sich beinhaltet...
Der Ansatz ist richtig, führt aber leider trotzdem in die Katastrophe
Die beiden Herren sehen das Problem aufgrund ihrer Vita leider nur volkswirtschaftlich von der Kostenseite her. Die technischen Aspekte des weiteren Ausbaus der zwischen Null und 100% fluktuierenden Stromquellen bleiben leider außen vor. Die Autoren verschweigen die steigende Netzinstabilität und beziehen auch nicht die Kosten mit ein, die jetzt mehr und mehr durch das permanente herauf- und herunterfahren konventioneller Kraftwerke entstehen, was lediglich die Brennstoffkosten beeinflusst, aber nicht die Betriebskosten. Z.Z. werden diese Kosten teilweise im Grundlast-Strompreis versteckt und nagen mehr und mehr an der Rentabilität vieler Grundlastkraftwerke, die bitter notwendig gebraucht werden. Wenn in 2 Jahren politisch gewollt weitere AKWs abgeschaltet werden, verschärft sich die Situation drastisch und da hilft auch kein Wettbewerb beim Grünstrom, wenn dieser wetterbedingt man wieder für Tage zu Null wird, denn Null mal jetzt billiger im kWh-Preis bleibt trotzdem Null.
Sie haben Recht, wir brauchen Wettbewerb. Aber keine Quote und anderen
Murks, nur weil Politiker irgendeine Technologie für vorteilhaft
halten. Die Weitsicht einiger weniger war schon immer beschränkt:
"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine
vorübergehende Erscheinung" (Kaiser Wilhelm II.)
Wieso glauben unsere Politiker immer noch die Zukunft gestalten zu
müssen? Ich hasse diese Allmachtsphantasien. Aufgabe des Staates
sollte es sein, einen rechtlichen Rahmen vorzugeben, anstatt durch
Subventionen den Markt zu verzerren.
Deshalb: ALLE Subventionen für Energie einstellen (wirklich alle
auch die indirekten für den Atomstrom) und dann schauen was der
Markt daraus macht.
Sehr schön momentan auch zu beobachten, wie ein Eingriff in den
Markt zum nächsten führt. Durch das EEG wird der Strom teuer,
also wird Deutschland für Unternehmen uninteressant. Aber anstatt
das EEG zu streichen wird mit der nächsten Subvention in den
Strompreis für Unternehmen eingegriffen. Wo soll das enden?
Wenn die eiden Professoren doch etwas mehr von Technik verstünden, würden Sie zu dem Schluß
kommen, daß es technisch nicht mehr möglich ist, die Preise
für die Herstellung der archaischen Stromerzeuger (Windmühlen
etc.) noch zu senken. Ebenso lassen sich die Umwandlugswirkungsgrade
nicht mehr signifikant erhöhen. Die Herren sollten sich mal mit der
Frage beschäftigen, was denn die Autoren, die bei einer nicht mehr
verbesserbaren Technik immer noch Lernkurveneffekte annehmen, falsch machen.
Daraus resultiert eine Konstanz der Stromerzeugungspreise mittels
Windmühle & Co gegenüber konventioneller Stromerzeugung.
Und deshalb wird auch ein Quotenmodell mit der Vorschrift der Nutzung
der archaischen Kleinstromerzeuger am Kostendesaster nichts ändern.
Anders sähe es aus, wenn es den Kraftwerksbetreibern und sonstigen
Kleinerzeugern frei gestellt werden würde, welche Technik sie zum
Ersatz der KKW einsetzen wollen, von wo sie Strom importieren wollen,
die Strompreise Marktpreise sind und es nur einen Emissionshandel
gäbe.
Deshalb gehört das EEG ersatzlos gestrichen.
Unser Problem ist dass alles auf mindestens 20 Jahre verbindlich ist und dass vor 2014
keine wie auch immer geartete Lösung möglich ist weil bis zur
Wahl die Borniertheit der politischen Klasse sich jeder
vernünftigen Lösung widersetzt.
Dieser von unseren Politikern gewollte Wahnsinn, ja die Vernichtung
unserer Materiellen / Finanziellen Potentiale wegen eines Ziels das
nicht einmal ein Etappenziel sein kann wird wohl kaum noch weg zu
räumende Trümmer hinterlassen.
Nachdem Krieg packten alle an und Trümmerfrauen besonders.
Nach der Grün ideologischen Hype packt keiner an, aber
abkassieren werden alle.
Den Teufel an die Wand malen: gewollte Wahnsinn, ja die Vernichtung ...
Eine Mehrheit von Menschen möchte eine Energieversorgung, die nicht
die Luft verpestet und wertvolle Ressourcen verbrennt oder die gesamte
Gesellschaft mit unkalkulierbar hohen Risiken belastet, der Gesellschaft
die Entsorgung aufbürdet und obendrein noch selbst im Normalbetrieb
die Umgebung mit radioaktiven Substanzen belastet.
Das nennt man zukunftsweisend, verantwortungsvoll und nachhaltig.
Andere nennen das aus obskuren Gründen "gewollte Wahnsinn, ja
die Vernichtung unserer Materiellen / Finanziellen Potentiale" -
darunter geht es wohl nicht. Dass nicht direkt der Untergang des
gesamten Abendlandes propagandiert wird ist alles.
Ob o.g. Unsinn handfester Befangenheit oder ideologischer Verblendung
geschuldet ist sei mal dahin gestellt.
Verdeckte Quasi Abschaffung des EEG - Siehe Hermann Scheers Bücher
Die Quotenregelung zielt auf eine geringe Ausbaugeschwindigkeit des
"Grünen Stroms" durch eine Bürokratisierung des
Prozesses. Das hat bereits Hermann Scheer in vielen seinen Publikationen
eindeutig beschrieben.
Es gibt bis heute weltweit kein funktionierendes Quotenmodell. Alle
Quotenmodelle sind bisher mittelpunkt diverseer Skandale z.B. CO2
Zertifikate etc.
Es ist offensichtlich worauf diese neue Offensive abzielt: Das EEG
diffarmieren und abschwächen - jedes Prozentpunkt weniger
Sonnenstrom im Netz, bedeutet höhere Gewinne der G4.
Zudem lange Zeit war eine Durchschnittskostenrechnung in der
Elektrizzitätswirtschaft üblich, weil sowohl Grundlast, als
auch Spitzenlast systemisch notwendig sind. Ähnliches könnte
auch mit Grün und konv. Strom praktiziert werden - dann sind aber
Windfall Profits ade.
Eine grundverlorgene Debatte: Es geht um Interessenpolitik.
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
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| Euro in Dollar | -- | -- | |
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| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?