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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Energiewende Berlin drängt auf Stromanschluss in Norwegen

 ·  In Norwegen gibt es große Mengen ungenutzter Wasserkraft. Das wird wichtig im Zuge der Energiewende. Deshalb soll nun mit einer Milliardeninvestition das deutsche an das norwegische Stromnetz angeschlossen werden.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (59)

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Thomas Heinzow

Was sind denn schon 1400 MW oder 2 mal 1400 MW?

Geplant sind bis 2030 in der Nordsee 50 000 MW (= 50 GW) Nennleistung und an Land 40 GW, die auch ab Windstärke 6 in Nabenhöhe abgeführt werden können müssen. Zusätzlich existieren ja noch die extrem teuren Solarpanels. Bei einer maximalen Nachfrage von 80 GW und einer minimalen von ca. 40 GW ergibt sich ein enormer Bedarf an virtueller Speicherkapazität, die in etwa dem Volumen des Bodensees entspricht, der auf ca. 300m Höhe hochgepumpt werden können müßte. Und selbstverständlich müßten ohne Redundanzen 65 HGÜ-Verbindungen nach ganz Europa existieren, um den Strom überhaupt loswerden zu können. Norwegen wird sich hüten den Bodensee zweimal zu errichten und dort Pumpkapazitäten in Höhe von 65 000 MW zu bauen.

Es wird wieder einmal von ökonomischen und technischen Laien- wie z.B. dem Arzt Rösler oder dem Volljuristen Altmaier ein Potemkinsches Dorf gebaut. Schade, daß Herr Mihm das nicht erkannt hat.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 23:57 Uhr
Ludwig Kirschstein

Herr Esser

Verlust

Es geht eben nicht nur um Verluste bei einmaliger Durchleitung.
..
Habe ich das behauptet?
..
Es kommen noch Verluste beim Zurückleiten sowie beim mehrfachen Umformen hinzu:....
....
Es gibt heute sehr moderne Formen der Stromumformung auf digitaler Grundlage.

Außerdem gibt es Verluste beim Betrieb des PSW.
Insgesamt summiert sich das zu 30-50%.
50% ist mE viel zu hoch gegriffen. Ein modernes PSW hierzulande schafft 80 %.
..
MfG

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Ludwig Kirschstein

Verluste

"Wie im Forum schon oft dargestellt, ist außerdem alles mit großen Verlusten verbunden.Dazu gehören nicht nur die ohmschen Verluste, sondern auch die kapazitiven Verluste, Blindleistungmanagement usw. ."
....
Die Verluste mit HGÜ bleiben überschaubar. 4% auf 1000 km sagt Wiki. Sie sind so überschaubar, dass der Stromtransfer nach Norwegen (jetzt) schon besteht. Das ist erprobte Technik. Sie müsste nur erweitert werden. Also nichts dramatisieren, meine eifrigen Herren..

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Thomas Heinzow

Speicherung? Wieviel kann denn in Norwegen "gespeichert" werden?

Norwegen hat nur eine ganz geringe Pumpspeicherkapazität. Die gesamte Wasserkraftwerkskapazität beträgt 29 000 MW.

Träumen Sie also weiter Ihren völlig absurden Traum von einer Teilversorgung Deutschlands mit total überteuertem Strom, denn Windmühlen sind eine nicht mehr verbesserungsfähige Uralttechnik, die bereits von unseren Urgroßvätern wegen unwirtschaftlichkeit ausrangiert wurde.

1999 kostete die Nennleistung von 1 kW noch 1000 €. Jetzt sind es bereits an Land 1930 € pro kW Nennleistung. Und auf See wird der Quatsch noch teurer, denn die Firma BARD wird demnächst dichtgemacht und der Unicreditableger kann wegen BARD1 Verluste in Milliardenhöhe in die Bilanz schreiben.

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Hans-Ulrich Pietz

Herr Kirchstein - wieso preiswert

Pumpenspeichersrom ist nie Preiswert, sondern nur teurer Spitzlenststrom.
Der Pumpenspeicherstrom aus Norwegen muß schon deshalb besonders teuer werden,
. da dafür besonders teure 600 km lange Seekabel verlegt werden müssen,
. zusätzliche Speicherseen geschaffen werden müssen,
. nur der Windstrom, der nicht verkauft werden kann, sicherlich mit negativen Preisen als Pumpenstrom nach Norrwegen geschickt werden kann,
und nur wenn der Strombedarf in Deutschalnd nicht gedeckt werden kann, Strom aus Norwegen wieder zurückgekauft werden muß.
Wie im Forum schon oft dargestellt, ist außerdem alles mit großen Verlusten verbunden.Dazu gehören nicht nur die ohmschen Verluste, sondern auch die kapazitiven Verluste, Blindleistungmanagement usw. . Alles kostet und kostet ..., wenn das Geld keine Rolle spielt!

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Ludwig Kirschstein

re: "Was sind denn schon 1400 MW oder 2 mal 1400 MW?"

Ein Anfang. Und eine mittelfristig nutzbare und preisgünstige Alternative zur Speicherung durch Wasserzerlegung.

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Heiner Schumann

zu Norwegenstrom

Manchem naiven Pisageschädigten der diesem Norwegenunfug das Wort redet sollte man nur den Spruch vor Augen halten Its the economy stupid. Bei einigen sollte man aber das moderate Wort stupid durch das deutsche Wort saublöd ersetzen. Wie kann man denn Milliarden in ein Projekt investieren dass in 20 Jahren noch nicht einmal den jetzige Stromerzeugung garantieren kann. Oh armes Deutschland. Mich wundert nicht dass die wenigen Jungen die noch denken können und gut ausgebildet sind dieses Land mit fliegenden Fahnen verlassen

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Roderick Blain

Wieso Norwegen? Griechenland!

So etwas überspitzt aber mit dem Vorschlag schaffen wir Frieden in Europa, wofür wir es ja schließlich mal gegründet haben. Griechenland hat Berge, Meer und Sonne. Also denn Wasserkraft- bzw. Pumpspeicherkraftwerke in den Bergen, ganiert mit ein paar Windmühlen, die Bergziegen dürften sich wenig an diesen stören. Gen Mittelmeer dann Photovoltaikanlagen. Auf Griechischen Dächern machen die auch wirklich Sinn. Zu guter letzt noch ein paar Gleichstromleistungen nach Zentraleuropa. Baumaßnahmen werden durch EU-Strukturfonds und kfw abgesichert. Alle sind zufrieden, wir bekommen unseren Ökostrom und Griechenland ein neues "Geschäftsmodell". GR wird Stromexport-Weltmeister, halb Europa kauft bei den Griechen ein, die Steuereinnahmen aus diesem Geschäft retten den Staat, wir brauchen kein von allen Verachtetes Transfersystem und die Griechen bewahren ihren Stolz.

Europa könnte so schön sein!

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 15.06.2012 09:38 Uhr

Ökodiktatur Deutschland

Alles was Öko ist, ist gut. Daß es denen in Berlin egal ist, was es kostet, ist klar, denn die brauchen das nicht zu bezahlen.
Strom aus Wasserkraft, mit Leitungen die AB 2018 gebaut werden, von niederl. und norwegischen Infrastrukturunternehmen. Warum ist der Strommarkt immer noch Binnenmarkt. Telefonieren kann ich auch mit Niederländern oder Spaniern.
Warum kann ich mir keinen franz. Atomstrom ins Haus holen - am besten noch zu franz. Preisen. Dort liegen nämlich auch noch Kapazitäten frei, wie in Norwegen!
Dann würde die politische Kaste in Berlin nämlich verstehen, dass sich der dt. den Ökowahnsinn nicht leisten WILL.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 11:05 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 11:05 Uhr

Warum kann ich mir keinen franz. Atomstrom ins Haus holen - am besten noch zu franz. Preisen.

Weil ein GAU zu teuer ist. Weil die Abrisskosten eines AKWs zu teuer sind. Weil die sogenannte "End"lagerung zu teuer ist.

Anders gesagt: Weil in D die jahrzehntelange Subvention der Atomwirtschaft früher beseitigt wird als in anderen Ländern.

Glauben Sie mir Herr Behrens, ich wünschte mir nichts lieber als dass die Atomeuphorie der 60er und 70er wahr geworden wäre, man die Abfälle und die Gewinnung von Strom aus der Kettenreaktion der Kernspaltung beherrschte. Dem ist aber nicht so, man kann nicht ewig der naiven Träumerei von vor 40 Jahren nachhängen.

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Dr. Michael Menzel

YES we can (5 DM/KWh)

Das ist nicht mehr komisches Theater, sondern es sind absurde Ideen einer kindisch unverantwortlichen Laienspielgruppe. Warum nicht warten, bis die Marsbesiedelung oder Fusions-Reaktoren eine realistische Option darstellen? Ist nur die Frage, was eher die mutwillig künstlich geschaffene, aktuelle Strom-Verknappungs-Situation kompensieren kann.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 11:35 Uhr
Ludwig Kirschstein

Woher die Zahl (5 DM/kWh)?

Heben Sie sich Ihre Fantasie für den Kinogang auf..
Wasserspeicher in NOR werden aktuell schon genutzt zur Verstetigung des Betriebs von Kernkraftwerken v. a. nachts.

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Karl Weiß
Karl Weiß (alterkarl) - 15.06.2012 07:19 Uhr

Berlin drängt auf Stromanschluss in Norwegen

Wie kommt der Strom von Nord- nach Süddeutschland? War da nicht eine Streiterei über neue Stromtrassen nach Süddeutschland wegen dem Windstromüberschuß im Norden?

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mathias dumke

Warum legen unsere Ökos nicht einfach eine Leitung zur ungenutzten Energie der Sonne?

Ach, geht nicht, ist Atomstrom.
Aber jetzt mal im Ernst:
Dümmer geht's nimmer; oder glauben diese Spinner, dass die Norweger ihre Landschaft wg. deutschen Naivlingen mit Tal- bzw. Fjordsperren versehen werden, damit hier das Licht nicht ausgeht?
Abgesehen davon, lägen die Leitungsverluste genau wie bei "Dessert-Tec" wohl bei 99%.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 09:59 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 09:59 Uhr

Leitung? Nicht nötig,

wir haben Photonen, die werden gratis zur Erde geschickt, sehr zum Leidwesen der Energiemonopolisten :-D. Liegt daran, dass zwischen Sonne und Erde weitgehend Vakuum ist, welches die Photonen ungehindert bis in unsere Atmosphäre durchlassen :-) Übrigens ist weit über 90% der weltweit von Menschen genutzten Energie nichts anderes als Sonnenenergie, nur dass hierbei bei Holz, Kohle und Öl erst der Grossteil der Energie verloren geht: Bei Photosynthese, bei Fossilen noch bei Umbau des organischen Rests in fossile Brennstoffe, deren Förderung und Transport...

Wenn man die Effizienz gesamthaft betrachtet, ist wohl nichts effizienter als Desertec :-)

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Harald Harald
Harald Harald (userF.T) - 15.06.2012 03:45 Uhr

Der dogmatische Geisteszustand eines typischen FAZ Kommentators: Erneuerbare Pfui Reaktor hui

Da kann man nur froh sein, dass die Anti-Erneurbare-Energien-Religion, zu der der weitaus überwiegende Teil der FAZ Kommentatorenschaft betet, weder der Weltanschauung der Mehrheitsbevölkerung, der zahlreicher wissenschaftlicher Institute, dem gesunden Menschenverstand und nicht zuletzt der konservativ/neoliberalen Bundesregierung entspricht.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 20:20 Uhr
Andreas Pätzold

@ Harald Harald

Sie haben die deutsche Industrie, die Versicherungswirtschaft und letztlich auch die Energieversorger vergessen. Ich hatte bereits an anderer Stelle eine Wochenration Jodtabletten gewettet dass sich der ganze Wirbel um 180 Grad drehen wird sollte mal einer von den hunderten europäischen Reaktoren in die Luft fliegen. Die Wahrscheinlichkeit ist lt. dem Max-Planck-Institut für Chemie weitaus höher als bisher angenommen.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 11:08 Uhr

Ja, GENAU

Auf "Unstimmigkeiten" hinweisen, ist erwünscht.

Was im Forum der FAZ passiert, ist genau das Gegenteil davon: Es ist die Rede von "Ökofundamentalismus, Ökofaschismus, Ökoreligion, Kommunismus, Nazis".

Herr Frieling - das ist die Wortwahl von Menschen, denen ARGUMENTE ausgehen.

Eine sachliche Auseinandersetzung mit nachprüfbaren Quellen? Viel zu gefährlich für Verfechter der Atomenergie...

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 15.06.2012 10:31 Uhr

Weltanschauung

Sie entlarven sich selbst, wenn Sie von Weltanschauung sprechen. Die "Weltanschaung der Mehrheitsbevölkerung" in dieser technischen Frage wird durch das Staatsfernsehen manipuliert. Allerdings wird diese Manipulation ihre Grenzen durch den Strompreis finden.

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Thomas Frieling

Hier stemmt man sich noch dagegen

Die Unmutsäußerungen hier im Forum sind wohlbegründet. Mit Multimilliardenprojekten wird eine Technik durchgepaukt, die in vielen Jahren möglicherweise zum Teil das liefert, was es heute schon gibt. Eine Begründung dafür wird nicht gegeben. Auf Unstimmigkeiten hinzuweisen ist doch gerade ein Ausweis für gesunden Menschenverstand.

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Steffen Volkmer

Tja, im Rest von Europa...

... hat man die Dummheit der Deutschen erkannt. Die Deutschen schalten bekanntlich ihren Verstand aus wenn es um erneuerbare Energien geht.

Da kommen dann zwei Staatskonzerne, ein holländischer der schon in Deutschland ein Teil des Netzes betreibt - warum kann das eigentlich kein deutsches Staatsunternehmen - und ein norwegischer und lassen sich ein dickes Geschäft auch noch von den Deutschen finanzieren.

Die halten sich doch bestimmt in den Konzernzentralen jeden Abend eine Stunde den Bauch vor Lachen über uns Deutsche. Wir tragen die Investitionen und im Ausland landen die Gewinne.

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Thomas Frieling

Vier Gründe, warum die Lösung keine "Wunderwaffe" ist

1. Die meisten norwegischen Speicherseen sind keine Pumpspeicherkraftwerke – diese müssten zunächst aufgerüstet werden, was nur möglich ist, wenn es einen natürlichen Unter- und Obersee gibt.

2. Der Strom kann heute nicht in relevanten Mengen nach Norwegen und zurück transportiert werden. Es wäre ein beträchtlicher Leitungsausbau erforderlich.

3. Die Leitungsverluste beim Transport von und nach Norwegen lägen bereits bei ca. 15% (Angaben von NorGer). Leitungsverluste zwischen der norwegischen Küste und den jeweiligen Seen sowie zwischen den Windparks in Deutschland und der Küste kämen hinzu und dürften nicht weniger als 10% betragen. Zusammen mit den Verlusten beim Umpumpen von ca. 20-25% ergibt sich ein Verlust von nahezu 50%.

4. Sollten tatsächlich Speicherkapazitäten in Norwegen bereitgestellt werden, so wären diese gleichermaßen für Betreiber von Kernkraftwerken interessant. Mit diesen müssten die „regenerativ“ betriebenen konkurrieren.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 13:03 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 13:03 Uhr

Summa summarum

glauben Sie also, Herr Frieling, dass Deutschland Norwegen ein Minusgeschäft aufzwingt. Glauben Sie auch, dass die enormen Exportquoten deutscher Windkraftanlagen andern Ländern von Deutschland aufgezwungen wird. Glauben Sie auch, dass Deutschland Japan gezwungen hat, seine Atomkraftwerke abszustellen? Glauben Sie ebenso, dass Deutschland China und die USA zwingt, grosse Solarkraftwerke zu bauen?

Und (auch wenn es bereits zig mal gesagt wurde): "Effizienzverluste" sind unschön, aber nicht das entscheidende - wenn der Strom am Zeitpunkt x 10 mal teurer ist als am Zeitpunkt y, dann sind sogar 80% Verlust beim Speichern noch rentabel...

"Irgendwie wird es schon gehen" - damit wäre ich vorsichtig, denn schliesslich erweitern die Regenerativen die Optionen. Und genau DAS ist es, was die Stromriesen mit aller Macht versuchen, zu verhindern...

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Thomas Frieling

Sag ich doch

Punkt 1: Die Seen müssen umgebaut werden. Ist das geplant? Wissen die norwegischen Energieversorger das schon? Hat das jemand kalkuliert? Wie gehabt: Irgendwie wird es schon gehen.

Punkt 2: Siehe Artikel - eine Milliardennummer

Punkt 3: NorGer, der Planer der zweiten Leitung, nennt selbst 5-10% (pro Richtung) - die 50% Verlust insgesamt (mit den Umpumpverlusten und lokalen Leitungsverlusten) sind also amtlich und müssen einfach berücksichtigt werden. Insbesondere wenn süddeutscher Solarstrom nach Norwegen fließt, könen es noch mehr werden

Punkt 4: Die Kernenergie ist heute nicht mehr dieselbe, die sie vor 50 Jahren war. Auch das ist bei der Planung der Energieversorgung für Deutschland zu berücksichtigen. Und die Kernkraftwerksetreiber in Holland, Frankreich und Polen werden auch gerne norwegische Speicherkapazitäten nutzen, wenn es diese dann mal geben sollte. Wer dann die Leitungen nutzt und wie "grün" der Strom ist, der aus den Seen zu uns zurück kommt, sei dann mal dahingestellt

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 09:31 Uhr

kein Mensch erwartet Wunder - einfache Lösungen reichen

1. Die meisten Wasserkraftwerke in Norwegen sind als Speicherkraftwerke ausgeführt. Viele von diesen Kraftwerken haben sowohl einen Ober- als auch einen Untersee, so dass sie mit relativ geringem Aufwand in ein Pumpspeicherkraftwerk umgebaut werden könnten.

2. Siehe Artikel

3. Der Verlust in einer 600 km langen HGÜ-Leitung beträgt etwa 4%. Pumpspeicherkraftwerke haben Verluste um die 20%. Selbst wenn in der Summe 50% Verlust zu verkraften wären, wäre eine HGÜ Verbindung wirtschaftlich rentabel.

4. Die Kernkraft hat nach 50 Jahren gezeigt, dass sie unwirtschaftlich ist, unkalkulierbare Risiken birgt und die "End"lagerfrage nicht zu lösen ist. Aus diesem Grunde wurde beschlossen, diese Stromerzeugungsform in Deutschland nicht mehr zu subventionieren, somit wird sie unrentabel.

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Dieter Wimmer
Dieter Wimmer (w21927) - 14.06.2012 23:34 Uhr

Strompreis

ich nehme an , das man bewusst nicht darüber berichtet , was die KWH aus Norwegen so kosten soll.

Also man nehme deutsche Windenergie, Erzeugungskosten ca. 15-20 cent + Einspeisebonuszahlung, wandle ihn mit Verlusten in Gleichstrom um, transportiere sie 1500km nach Norwegen, wandele ihn mit Verlusten wieder in Wechselstrom um, wandele ihn mittels Pumpen in gestaute Wasserkraft um, produziere dann daraus bei Bedarf wieder Strom, kostet heute z.B. in Vianden ca. 12 cent je KWH. dann transportiere ich den Strom wierder mit Umwandlung in Gleichstrom und zurück wieder nach Deutschland
Und was soll die KWH dann so kosten ?
Glaubt irgend jeamnd das einer der beteiligten Firmen das als Samariter ohne Gewinne und als Wohltäter des Weltklimas tut. Nein , so dumm scheint nur der deutsche Stromkunde zu sein.

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Hartmud Ose
Hartmud Ose (hwarang) - 14.06.2012 23:24 Uhr

Jetzt schlägt der Wahnsinn Blasen

Es ist allerhöchste Zeit, dass diese Laiendarsteller in den Ministerien und den Parteien mit einem Tritt in die Nordsee befördert werden. Es wird nicht gelingen, das solide Versorgungssystem auf der Basis von Wärmekraftwerken durch EEG-Spielereien zu ersetzen. Warum soll die mindestens 6-fache Kapazität in nur zeitweise verfügbare Technik investiert werden, wenn das Speicherproblem nicht zu lösen ist. Pumpspeicherwerke haben einen Verlust von 20% der eingesetzten Energie, die geplante Stromübertragung liegt in einer ähnlichen Größenordnung, solange es keine Supraleitung gibt. Den mehr als 100 Mrd, die für die EEG-Farce schon in den Sand gesetzt sind, sollen weitere Multimilliarden hinterher geworfen werden. Es gilt die Devise, ja keinen Fehler zuzugeben und auf Teufel komm raus den Irrweg Energiewende weiter zu gehen. Den Verantwortlichen droht kein Regress und die Bürger dürfen die Rechnung bezahlen.

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Wilhelm Stock

Wer will da Geschäfte machen?

Netzbetreiber und Netzbetreiber riechen Geschäfte...
Keine Einbahnstrasse? Nö, denn Strom zu negativen Preisen wird in die Pumpspeicher geschickt (die noch nicht da sind..) und zu äußerst positiven Preisen den doofen Deutschen zurück geschickt.

Mutti, weiter so!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 11:11 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 11:11 Uhr

Das ist schon erheiternd, Herr Stock

Falls herauskommt, dass Regenerative weniger wirtschaftlich als Fossile sind, wird gerne gesagt D wäre eine "Ökodiktatur", welche auf den finanziellen Ruin zusteuert.

Da aber mehr und mehr herauskommt, das Regenerative wirtschaftlicher sind als Fossile, sagen Sie jetzt einfach: "Geschäftemacherei".

Hey, Pipi Langstrumpf, widewie sie mir gefällt... :-D

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Frank Gerlach

So Ist Das Mit Dem "Atomausstieg"

Unter der Prämisse dass der Strom unbedingt aus Solarzellen und Windmühlen kommen soll, brauchen wir nicht nur Leitungen nach Nrowegen für 3GW sondern eher 30GW.
Oder haben sie eine magische Stromspeicherkiste in ihrem Hobbykeller, die 300GWh speichern kann ??

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Marcel Uelli
Marcel Uelli (CHer) - 14.06.2012 21:06 Uhr

strom verlust

was wäre den der stromverlust auf solch einer langen strecke/leitung?
man speist ja nicht 100% und hat nach 600km (ohne zuleitungen) wieder 100%
ausserdem könnte man auch wind energie speichern, z.b. als wasserstoff

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 00:07 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 00:07 Uhr

Stromverlust:

auf einer 600 km langen Gleichstromleitung ist unter 4%, dazu kommt noch etwas Verlust durch das Umformen zu Wechselstrom, unter 1%, somit ist das Pumpspeicherkraftwerk plus Kabel bei einem voraussichtlichen Wirkungsgrad von etwa 70%. Die entpsrechenden Zahlen kann man unter den Wiki-Artikeln zu diesen Themen mit Quellen finden, den Wirkungsgrad habe ich mal daraus abgeschätzt, er könnte daher auch 10% höher oder niedriger sein.

Wasserstoff hat immernoch recht grosse Probleme bei der Lagerung und es gibt noch kein Netz, beispielsweise für Tankstellen. Langfristig hoffe ich aber auch auf die H2 Erzeugung.

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Bernd Ströhmann

Sprache als Ausdruck des Denkens

Etwas genauer bitte!
"In Norwegen gibt es große Mengen ungenutzter Wasserkraft" - dort sind also noch viele Flüsse ungebändigt? Das heißt es ja wohl genaugenommen.
Oder meint Herr Mihm "In Norwegen wird viel Strom aus Wasserkraft erzeugt, der ungenutzt bleibt" - aber warum schreibt er es dann nicht?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 15:15 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 15:15 Uhr

Aha der Satz ist also "in sich" nicht falsch :-)

Man könnte sagen, er ist also "in sich" richtig.

Kein Mensch will in Norwegen weitere "Flüsse bändigen". Einfach Pumpen neben bestehende Kraftwerke stellen. Fertig.

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Bernd Ströhmann

Kraft ungleich Strom

Das ist es ja gerade! Der Satz "In Norwegen gibt es große Mengen ungenutzter Wasserkraft" ist in sich wahrscheinlich nicht falsch, aber Herr Mihm will "Strom" (D) an "Kraft" (N) anschließen. Mir fehlt das vermittelnde Kraftwerk.

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Roderick Blain

Vervollständigung

In Norwegen gibt es mittlerweile Gesetzte gegen das Neuerrrichten großer Wasserkraftwerksanlagen. Auch mit Geld werden die Norweger wohl kaum vom Gegenteil zu überzeugen sein, dafür ist der Staatsfond zu gut gefüllt.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 00:09 Uhr

Was soll

an dem Satz "In Norwegen gibt es große Mengen ungenutzter Wasserkraft" denn falsch sein?

"Kraft" ungleich "Strom" oder "wirtschaftlich genutzte Kraft".

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Peter Zentner

Anno 2018 wird's hier schon recht duster geworden sein.

Es sei denn, die eingemotteten AKW werden allmählich wieder hochgefahren. Was trotz der Emigration energie-, aber auch personalintensiver Großbetriebe nötig sein wird. (Frau Merkel wird ihr Lieblingswort "alternativlos" wieder einmal aus dem Ärmel ziehen, diesmal mit anderen Vorzeichen.)
Denn ob die Notoperation der Energiewende mit dieser norwegischen Krücke klappt und den finanziellen Aufwand je erwirtschaftet, ist mehr als fraglich. Außerdem haben die Norweger seit 1940 eine ausgesprochene Abneigung gegen deutsche Besucher, wenn sie nicht bloß als Touristen kommen.
Warum kann unsere Regierung nicht einfach einen Fehler eingestehen und sündteure Fehlentscheidungen rückgängig machen? Zumal die populistische Verwertung eines Tsunamis in 9.000 Kilometer Entfernung ja eh nur die Landtagswahlen in Ba-Wü für die CDU retten sollte. — Was aber ebenso kläglich in die Hose ging, wo auch die Energiewende mittlerweile gelandet ist.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 20:26 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 20:26 Uhr

krampfhaft...

Die haarsträubende Mutmassung, Deutschland könnte Norwegen gegen seinen Willen einen Stromhandel aufzwängen in die Welt zu setzen ist schon skuril genug. Dann daran zu erinnern, dass D mal in Norwegen eingefallen ist, macht es noch abwegiger. Vollends grotesk ist es, dann zwischen einem Nazivergleich x und einem Nazivergleich y noch kramphaft zu relativieren.

Warum reden wir nicht lieber über diese wunderbare Idee, günstigen Windstrom in wertvollen kurzfristig verfügbaren Spitzenstrom mittels bereits existierender Kraftwerke zu machen? Selbst wenn es 50% Effizienzverluste wären, was ich bezweile, wäre es äusserst rentabel.

Offensichtlich gefällt einigen interessierten Foristen die Idee gar nicht, mehr Marktdiversität in den Monopolistenverein des deutschen Strommarkt zu bekommen - da ist dann jede Nebelkerze recht... und wenn sie noch so krampfhaft begründet wird.

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 15.06.2012 10:58 Uhr

Nazikeule

Mit "Nazikeule" wird üblicherweise der Versuch bezeichnet, Aussagen oder Handlungen zu diskreditieren, indem man unterstellt, sie ähnelten den von Nazis bzw. stünden in Nähe zur nationalsozialistischen Ideologie. Der Verweis auf Empfindlichkeiten in Ländern, die unter der Nazi-Herrschaft gelitten haben, hat damit überhaupt nichts zu tun. Tatsächlich ist die Art und Weise, wie einige in Deutschland die norwegische Landschaft in ihre Planungen einbauen, geeignet, solche Empfindlichkeiten anzusprechen. Sie wäre schon befremdlich gegenüber einem Land, das nicht von Deutschland besetzt war.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 00:10 Uhr

Auch hier wieder:

Nazîkeule als Argument gegen die Energiewende.

Ich finds ja faszinierend :-)

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Gerhard Dünnhaupt

Norwegen ist Ausland außerhalb der Eurozone

Elektrizität aus Norwegen wird immer teurer, je mehr der Euro an Wert verliert. Der Preis bleibt also nicht konstant in Euros wie beim Strom aus Frankreich

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 00:11 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 00:11 Uhr

ÄHM..

Herr Dünnhaupt, bitte informieren Sie sich mal über den norwegischen Strompreis...

Es gibt dort Lampen, die haben keine Ausschalter, so billig is das Zeug da drüben...

Die "ökoreligiöse" Wasserkraft machts möglich.

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Johann Schulz-Gebeltzig

Ich bin klein, mein Herz ist rein, passt nichts als grüner Schwindel hinein...

Greenwashing rulez!!

Klar, wir können theoretisch Windstrom nach Norwegen liefern. Theoretisch! Denn derzeit unterstützt Windstrom den Gesamtverbrauch mit gerade mal 7,7% (2011). Solange dieser Wert nicht über 100% liegt, können wir zwar Strom nach Norwegen schicken, aber rein rechnerisch ist das Atomstrom, Kohlestrom oder sonstwas. Zurück kommt der Strom plötzlich angeblich "grün", nur weil er zum Wasserpumpen verwendet worden ist (wobei Energie "verloren" geht!, Stichwort "Effizienz"!).

Der deutsche Michel freut sich: er schaut durch seine grün-rosa Brille und fühlt sich als Weltretter.
Der norwegische Wikinger freut sich: er hat abgesahnt und lässt sich seine Kraftwerke von den deutschen finanzieren. Und der Kohlestrom den er nutzt interessiert ihn weniger als wenn es eigener wäre: der Dreck ist hunderte Kilometer entfernt.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 11:45 Uhr
Konstantin Köhler

Gut gebrüllt Löwe !

Aber welcher Teil meiner Aussage ist falsch, was habe ich nicht verstanden ?
Stimmt es etwa nicht das wir erneuerbare Einspeiser regional abrebeln? (die Einspeisevergütung bekommen diese natürlich weiterhin).

Der Anteil der EE wird weiterhin steigen. Überlegen Sie mal, verschärft dies das Problem oder nicht ?

Ich verbleibe mit der bitte um Aufklärung.

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Frank Gerlach

So ist Das mit dem Bohnenzählen

...man kommt oft zum falschen Schluss: "Windräder mit 27 GW Nennleistung. Insgesamt ist die installierte Leistung aller deutschen Kraftwerke 170 GW"
Um ein Kohlekraftwerk anzufahren braucht man mehrere Stunden. Folglich sind die 170GW also nicht zu jedem Zeitpunkt verfügbar. Wenn der Wind- und Sonnenstrom wirklich genutzt werden soll, können wir die Kohlekraftwerke nicht ständig laufen lassen. Das wiederum bedeutet, dass ein Puffer nötig ist. Norwegen hat die Geographie, um große Pumpspeicher zu bauen.

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Frank Gerlach

Hübsche Polemik

Aber Fakt ist, dass Wind- und Solarstrom zu Spitzenzeiten im Überfluss da ist, schon wenige Stunden später aber mit ach und krach das Netz mit allen verfügbaren alten Kohlekraftwerken gestützt werden muss. Deshalb sind die Speicher erforderlich und sinnvoll.
Nicht technisch absolut sinnvoll, aber politisch/technisch absolut sinnvoll. Frau Merkel ist eine Opportunistin und hat ihre Karriere nicht aufs Spiel gesetzt um den Deutschen das Thema Kernenergie näher zu bringen. Das ist Gestern entschieden worden und deshalb brauchen wir Heute Dringend diese Speicher (ganz ohne Ironie).

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Wilhelm Stock

natürlich

zu negativen Preisen nach Norwegen schicken, mit 70% Wirkungsgrad speichern und als Regelenergie teuer zurückkaufen.
Dass der Strom vorher schon über die EEG-Subvention teuer erkauft wurde, verschweigen wir lieber, gelle?

Dann darf die kWh dieses absolut grünen Stroms gerne 50 ct und mehr kosten, oder wie (natürlich ohne Transport und Vertrieb)?

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bernd stegmann

Herr Köhler, wer da was nicht ganz verstanden hat, ist hier nicht die Frage. SIE sind derjenige!

---

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Johann Schulz-Gebeltzig

Ich sprach von RECHNERISCH.

Aber dann machen wir die Rechnung anders: es gibt in Deutschland Windräder mit 27 GW Nennleistung. Insgesamt ist die installierte Leistung aller deutschen Kraftwerke 170 GW. Selbst wenn der Wind 100% der Zeit mit exakt richtigen Geschwindigkeit weht (er tut es statistisch (!) gesehen ca. 17% der Zeit...) wäre die Überproduktion, die nach Norwegen geleitet würde, weiterhin NICHT Windstrom.

Lassen Sie meinetwegen die Zahlen beiseite. Wenn Sie aber nochmal in sich gehen und nachdenken, dann verstehen Sie vielleicht wenigstens: solange Windräder weniger als 100% der insgesamt benötigten deutschen Kapazität produzieren, ist jedes nach Norwegen geleitete Watt zugleich eines weniger das wir selbst verbrauchen.

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Konstantin Köhler

Nochmal genau nachdenken

So ganz haben Sie das aber nicht verstanden.

Es ist richtig das die Windenergie über das gesamte Jahr gesehen einen Anteil von ca. 7-8 % der gesamten Stromerzeugung liefert.

Jedoch kann es im Tagesverlauf durchaus vorkommen das mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird (guter Wind, viel Sonne), als im gleichen Moment verbraucht werden kann.

Daher regelt man momentan Windparks gerne mal ab, auch bei großen Solaranlagen sind solche Techniken integriert. Dann wird der Strom wirklich verschenkt.

Daher ist es doch eine ideale Lösung diesen Strom in Norwegen zwischen zu speichern.

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Jonas Brinkmann

Zeit für EU-Energiepolitik

Es wird Zeit für eine richtige europäische Energiepolitik in einem demokratischen Europa.
Wir wollen jetzt schon Wasserkraftstrom aus Norwegen, benutzen polnische Netzte, subventionieren indirekt österreichische Pumpkraftwerke, kaufen und verkaufen Strom aus Frankreich, debattieren über spanischen und griechischen Solarstrom etc.
Und was nützt uns zum Beispiel eine isolierte Kritik an heimischen Atomkraftwerken, wenn unser Nachbarland Frankreich beinahe 60 davon betreibt?
Und wenn wir sowieso schon Geld nach Griechenland transferieren, können sie doch beispielsweise auch Solarplatten „Made in Germany“ anschaffen?
Alles ließe sich viel effizienter regeln, wenn sich die europäischen Länder hier zusammentun und ein gemeinsames Netz bauen.
In einem solchen Projekt wächst auch zusammen, was zusammen gehört, allen Europaskeptikern zum Trotz!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 07:59 Uhr
Closed via SSO

Alles ließe sich effizienter regeln.

Selbstverständlich auch die Krisen. Bis jetzt erhalten die Banken unser transferiertes Geld, da bleibt für Solarplatten wenig übrug. Sie dürfen nicht vergessen, die europäischen Länder haben sich bereits zusammengetan. Zusammenwachsen kann nur was zueinander paßt. Es müßte also zuerst einmal getrennt werden.

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Hans-Ulrich Pietz

Wenn das Geld keine Rolle mehr spielt!

Wir verkaufen dann den Strom mit negativen Preisen für die Pumpen zur Speicherung. Bei Windflaute kaufen wir dann Strom mit überhöhten Preisen, denn es muß ja nicht nur das Kabel verlegt werden, sondern auch die Investitionen in die Speicher müssen mit einer Rendite von über 9% bezahlt werden.
Na dann gute Nacht Deutschöand.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 12:06 Uhr
Hans-Ulrich Pietz

Herr Diesing

Für ihren Kapitaleinsatz billigt ein neues Energiewirtschaftsgesetz den neuen Eigentümern eine Eigenkapitalrendite von 9,05 Prozent zu.
Sicherlich auch für die Seekabel.

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Ludwig Kirschstein

Herr Pietz

"Wir verkaufen dann den Strom mit negativen Preisen..."
........
Haben Sie einmal daran gedacht, dass mit einem Stromspeicher (in NOR) diesem Misstand abgeholfen werden kann?

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 15.06.2012 11:25 Uhr

Rendite von 9%

Ich bedaure, Herr Pietz, wenn Sie Renditen von über 9% wollten, da müssen Sie schon in den goldenen Subventionstagen bei Eon oder RWE gearbeitet haben, damals, als der deutsche Staat die Monopolisten noch mit Geld zugeworfen hat... :-)

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei, summ summ...

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Protektionismus nach Brüsseler Art

Von Hendrik Kafsack, Brüssel

Die Europäische Kommission will Strafzölle auf Solarmodule aus China erheben. Zahlreiche Unternehmen warnen vor der Reaktion Chinas. Davon darf sich die EU nicht beeinflussen lassen – trotzdem sollten die Mitgliedsstaaten alles daran setzten, die Kommission von ihren Plänen abzubringen. Mehr 24 12

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