http://www.faz.net/-gqe-763x7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 28.01.2013, 16:16 Uhr

Energieversorgung Stromnetzbetreiber müssen Reservekraftwerke aktivieren

Zur Sicherung der Stromversorgung greifen die Netzbetreiber in Deutschland das erste Mal in diesem Winter auf Reservekraftwerke zurück. Für Dienstag seien vorsorglich Anlagen mit einer Leistung von 850 Megawatt aktiviert worden, teilte der Netzbetreiber Tennet am Montag mit.

© dapd Auch im Winter muss die Spannung im Netz stets stabil bleiben: Das Archivbild zeigt Mitarbeiter eines Energieversorgers beim Befreien einer Stromleitung von einem zentimeterdicken Eispanzer.

 Weitere 150 Megawatt könnten noch hinzukommen. Grund hierfür sei unter anderem die in den kommenden Tagen erwartete starke Windfront, durch die die Systemsicherheit gefährdet werden könnte. Je mehr Ökostrom wie etwa Windenergie in das Netz eingespeist wird, desto größer ist die Gefahr, dass es zu Schwankungen kommt. Reservekraftwerke können kurzfristig dafür sorgen, dass die Einspeisung von Strom und der Verbrauch stets im notwendigen Gleichgewicht bleiben.

Im vergangenen Jahr war das Stromnetz im Winter an seine Belastungsgrenzen gestoßen. Die Bundesnetzagentur hatte daher angeordnet, dass noch mehr Kraftwerke in Reserve gehalten werden müssen. Dabei handelt es sich vor allem um alte Kohlekraftwerke.

Insgesamt haben die Netzbetreiber Verträge über eine Reserve von mehr als 2000 Megawatt abgeschlossen. Darunter sind auch Anlagen in Österreich. Durch den beschleunigten Atomausstieg sind 2011 acht der 17 deutschen Atomkraftwerke als Rückgrat der Versorgung rund um die Uhr weggefallen.

Mehr zum Thema

Die Luft wird dünner

Von Carsten Germis, Hamburg

Immer wieder kommen neue Dokumente ans Licht, die darauf deuten, dass die alte Führungsriege von Volkswagen von der Manipulation ihrer Dieselautos wusste. Es muss nun alles auf den Tisch. Mehr 10 17

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage