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Veröffentlicht: 03.08.2017, 13:18 Uhr

Viel Umsatz und viele Jobs 66 Milliarden Euro dank Umweltschutz

Umweltschutz muss nicht nur etwas kosten. Viele Unternehmen profitieren von Klimaschutz und erneuerbaren Energien. Jetzt ist auch klar, wie viele Jobs daran hängen.

© ZB Erneuerbare Energien sind ein eigener Wirtschaftsfaktor.

Ob Luftreinhaltung, Gewässerschutz oder eine grünere Abfallwirtschaft – Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen, verursachen jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe. Doch für die deutsche Wirtschaft hat sich der Umweltschutz auch zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt. Rund 260.000 Stellen in der Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungsbranche hingen im Jahr 2015 am Umweltschutz. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit.

Allein in den Industrieunternehmen waren rund 174.000 Menschen für den Umweltschutz tätig. Hinzu kamen 45.500 Beschäftigte am Bau, rund 37.000 Dienstleister und 2000, die sonstige Tätigkeiten ausübten.

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Insgesamt erzielten die deutschen Unternehmen einen umweltschutzbezogenen Umsatz von 66 Milliarden Euro. Die höchsten Umsätze erzielten die Betriebe mit Waren, Bau- und Dienstleistungen, die dem Klimaschutz dienen (37,9 Milliarden Euro). Innerhalb des Klimaschutzes machten Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken und die Energieeffizienz verbessern, den größten Anteil aus (19,8 Milliarden Euro), gefolgt von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien (16,5 Milliarden Euro).

Die Umweltschutzwirtschaft in Deutschland ist überwiegend auf den heimischen Markt ausgerichtet. Wie die Statistiker weiter mitteilten, wurden im Jahr 2015 mit 41,4 Milliarden Euro fast zwei Drittel der umweltschutzbezogenen Umsätze im Inland erzielt. Lediglich 24,6 Milliarden Euro entfielen auf den Export von Waren, Baumaßnahmen und Dienstleistungen, die dem Umweltschutz dienen. Nur in wenigen Zweigen wurde hauptsächlich für den ausländischen Markt produziert. Dazu gehörten zum beispielsweise Güter und Leistungen, die für die Gewinnung von Wasserkraft und Meeresenergie genutzt werden. Hier betrug der Anteil der Ausfuhren am Gesamtumsatz 87,5 Prozent.

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