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Umstrittenes Atomkraftwerk : Ministerin Royal dringt auf Schließung von Fessenheim

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Das Atomkraftwerk Fessenheim am Rhein: Frankreichs Präsident Hollande hatte im Wahlkampf eine baldige Abschaltung versprochen. Bild: dpa

Im Streit um das umstrittene französische Atomkraftwerk Fessenheim an der Grenze zu Deutschland hat sich Frankreichs Energieministerin Royal eingeschaltet. Doch das letzte Wort hat jemand anderes.

          Der französische Stromgigant EDF muss nach Auffassung von Energieministerin Ségolène Royal rasch über die Abschaltung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim an der Grenze zu Deutschland entscheiden. Der Verwaltungsrat des Konzerns solle demnach seine Zustimmung für eine weitere Stufe auf dem Weg zur Schließung der Nuklearanlage geben, sagte Royal am späten Mittwochabend im französischen Fernsehsender CNews.

          Das Topgremium des Energieriesen will am heutigen Donnerstag zusammenkommen. Ob tatsächlich über den Abschalt-Antrag zu Fessenheim entschieden wird, ist laut Medienberichten aber noch offen. Unter den Arbeitnehmervertretern gebe es Bedenken, hieß es. Das Unternehmen äußerte sich nicht offiziell dazu.

          In Deutschland gibt es seit Langem Sicherheitsbedenken gegen Frankreichs ältestes noch laufendes Atomkraftwerk. Die Stilllegung war ein Wahlkampfversprechen von Präsident François Hollande gewesen, der voraussichtlich im Mai aus dem Amt scheiden wird. Der Termin hatte sich aber immer weiter verschoben. Nun erscheint 2018 oder 2019 als Zeithorizont möglich.

          Der EDF-Verwaltungsrat hatte bereits im Januar die Bedingungen einer Einigung mit dem französischen Staat über eine Entschädigung von geschätzt 490 Millionen Euro gebilligt. Auch wenn das Gremium nun den Abschalt-Antrag beschließen sollte, ist die Schließung noch nicht in trockenen Tüchern. Für die Aufhebung der Betriebserlaubnis muss es noch ein staatliches Dekret geben.

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