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Klimaabkommen von Paris : Wegen Trump setzt der Goldman-Chef seinen ersten Tweet ab

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Lloyd Blankfein is Chef der mächtigen Investmentbank Goldman Sachs. Bild: Reuters

Die Kritik an Trumps Entscheidung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, ist groß. Sie veranlasst sogar einen prominenten Wall-Street-Banker zu einem für ihn ungewöhnlichen Schritt.

          Die Führungen Hunderter amerikanischer Unternehmen haben sich in einem offenen Brief gegen die Entscheidung des Präsidenten Donald Trump gestellt, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. Prominente Wirtschaftsführer wie der Tesla-Gründer Elon Musk und der Disney-Vorstandsvorsitzende Robert Iger kündigten an, Trump künftig nicht mehr beraten zu wollen - beide gehörten entsprechenden Gremien an.

          Die Kritik zieht sich über verschiedenste Branchen. Die Entscheider der großen amerikanischen Technologie-Unternehmen sind ohnehin für das Klimaabkommen, auch die des Ölkonzerns Exxon - dessen früherer Chef Rex Tillerson ist unter Trump an die Spitze des Außenministeriums gewechselt.

          Prominente Kritik kommt auch aus der wichtigen amerikanischen Finanzbranche. Allen voran verkündet Lloyd Blankfein, der Vorstandschef der Investmentbank Goldman Sachs, dass er Trumps Entscheidung schlecht findet. „Die heutige Entscheidung ist ein Rückschlag für die Umwelt und für die Führungsrolle der Vereinigten Staaten in der Welt“, teilte er über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

          Das Besondere daran: Es ist der erste Tweet, den der führende Wall-Street-Banker überhaupt absetzt - seinen Account eingerichtet hat er bereits im Jahr 2011.

          Trumps Entscheidung stößt allerdings nicht nur in der amerikanischen Wirtschaft auf große Kritik. Auch in seinem engsten Umfeld ist sie sehr umstritten. Bekannt ist, dass Trumps Tochter Ivanka für das Klimaabkommen ist ebenso wie ihr Ehemann und Präsidentenberater Jared Kushner. Außerdem gilt Trumps oberster Wirtschaftsberater Gary Cohn, der vor seinem Posten im Weißen Haus die Nummer Zwei von Goldman Sachs war, als Befürworter des Abkommens.

          Ein Gegner ist hingegen Trumps Chefstratege Steve Bannon und zudem Trumps Berater und Redenschreiber Stephen Miller. Außerdem haben viele republikanische Abgeordnete Trump in einem Brief unlängst dazu aufgerufen, aus dem Abkommen auszusteigen.

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