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Veröffentlicht: 24.01.2017, 18:43 Uhr

F.A.Z. exklusiv Betriebe beschweren sich bei Merkel wegen Netzkosten

Aktuell zahlten Regionen, die durch die hohe Produktion von Ökostrom am meisten zum Gelingen der Energiewende beitragen, auch die höchsten Kosten. Nun haben sie der Kanzlerin einen Brief geschrieben.

© dpa Wer zahlt wie viel für das Stromnetz?

Im Streit um die ungleiche Verteilung der Kosten für das deutsche Stromnetz haben sich 86 Unternehmen und Wirtschaftsverbände aus Nord-, Ost- und Süddeutschland an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. Unter der Überschrift „für mehr Fairness und Wettbewerbsgerechtigkeit“ protestieren sie dagegen, dass der demnächst aus dem Amt scheidende Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die zugesagte bundesweite Angleichung der Netzentgelte nicht in dem neuen Gesetz geregelt hat, über das das Bundeskabinett an diesem Mittwoch befinden will.

Aktuell zahlten die Regionen, die durch die hohe Produktion von Ökostrom am meisten zum Gelingen der Energiewende beitrügen, auch die höchsten Kosten dafür, heißt es in dem Protestbrief, welcher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt. Darin appellieren die Unterzeichner an Merkel, „eine politische Lösung für die Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte in dieser Legislaturperiode herbeizuführen“.

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Unterzeichnet haben den Protestbrief energieintensiv produzierende Betriebe der Stahl-, Chemie-, Glas- und Papier-, auch aus der Strombranche. Darunter sind Stahlwerke aus Brandenburg (Riva), Thüringen, Sachsen (Edelstahlwerke) und Hamburg (Arcelor Mittal).

Unterschrieben haben der Bahnausrüster Bombardier und der französische Energiekonzern Total ebenso wie der Chemiekonzern Dow, die in Bayern beheimatete Wacker Chemie oder der Hamburger Fahrzeughersteller Jungheinrich. Auf der Liste stehen Industrie- und Handelskammern, Unternehmensverbände wie Städte und Gemeinden.

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