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Energiewende : Preisrutsch für Solarstrom

Bild: dpa

Strom aus Photovoltaikanlagen wird immer günstiger: Zum ersten Mal kostet eine Kilowattstunde weniger als 6 Cent. Noch zahlen die Verbraucher allerdings per Umlage drauf.

          Bei der jüngsten Ausschreibung für Photovoltaikanlagen auf Freiflächen ist die Grenze von 6 Cent je Kilowattstunde für Sonnenstrom in Deutschland zum ersten Mal unterboten worden. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, lag der höchste Zuschlagswert bei 5,9 Cent. Im Durchschnitt gaben sich die erfolgreichen Bieter mit einer Einspeisevergütung von 5,66 Cent zufrieden. In der vorhergehenden Runde waren es noch 6,58 Cent gewesen.

          Helmut  Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          „Eine so deutliche Senkung des Preisniveaus hat es seit Beginn der Ausschreibungen noch nicht gegeben“, sagte Netzagentur-Vizepräsident Peter Franke. Für die Verbraucher bleibt der Sonnenstrom trotzdem ein teures Vergnügen: Die Vergütung liegt immer noch deutlich über dem Großhandelspreis von derzeit 3,5 Cent. Die Differenz gleichen die Stromkunden über eine Umlage auf ihre Elektrizitätsrechnung aus.

          Beim Bau von Windparks auf offener See hingegen wollen die ersten Betreiber, wie die vergangene Auktion ergeben hat, bald ganz ohne Förderung auskommen. Ein Grund für den Preisrutsch für Photovoltaik-Strom war, dass zum ersten Mal Gebote auf Äckern und Grünlandflächen in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten von Bayern und Baden-Württemberg zugelassen waren.

          Damit nahm der Wettbewerb noch mehr Fahrt auf. Denn allein aus diesen Gebieten kamen 52 Offerten herein, mehr als ein Drittel der insgesamt 133 Gebote. Ausgeschrieben hatte die Netzagentur eine Leistung von insgesamt 200 Megawatt (zum Vergleich: ein großes Kohlekraftwerk kommt auf 1000 Megawatt), die mehrfach überzeichnet wurde. Gut 30 neue Freiflächen-Anlagen können nun gebaut werden und haben für zwanzig Jahre Anspruch auf die genehmigten Einspeisevergütungen. Mehr als die Hälfte der Zuschläge ging nach Bayern, der Rest überwiegend in die neuen Bundesländer.

          Quelle: F.A.Z.

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