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Nach Abkehr von Paris-Vertrag : Amerikanische Städte und Bundesstaaten wollen Klimaziele erreichen

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„Das amerikanische Volk bleibt engagiert“: Michael Bloomberg, UN-Beauftragter für Städte und Klimawandel. Bild: EPA

Obwohl Donald Trump dem Pariser Klimaabkommen den Rücken gekehrt hat, geben zahlreiche Initiativen in Amerika den Klimaschutz nicht auf. Sogar zwei republikanische Gouverneure unterstützen das Vorhaben.

          Nach der Abkehr Donald Trumps vom Pariser Klimaabkommen regt sich Widerstand in Amerika. Die amerikanische Tageszeitung „New York Times“ berichtet, Vertreter amerikanischer Städte, Bundesstaaten und Unternehmen hätten sich zum Ziel gesetzt, die im Klimavertrag formulierten Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ungeachtet des Rückzugs der amerikanischen Regierung zu erreichen. 

          Auch der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg machte am Freitagabend deutlich, dass sich viele Amerikaner weiterhin gegen den Klimawandel engagieren wolle. Seit 2014 ist er UN-Beauftragter für Städte und Klimawandel. Bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo bekräftigte er: „Wir erlauben Washington nicht, sich uns in den Weg zu stellen. Das ist die Botschaft, die Bürger, Unternehmen und Bundesstaaten heute Abend senden.“

          Wie die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtet, strebe Bloomberg an, trotz Trumps Rückzug vom Klimavertrag die Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemission zu erreichen.

          Bloomberg erwog bei den Präsidentschaftswahlen 2016, als unabhängiger Kandidat anzutreten, um eine Präsidentschaft Trumps zu verhindern. Er entschied sich schließlich jedoch dagegen und rief stattdessen dazu auf, die Kandidatin Hillary Clinton im Wahlkampf zu unterstützen.

          Um die Ziele des Pariser Klimavertrags zu erreichen, hat er nach Angaben der „New York Times“ die Erarbeitung einer Vorlage initiiert, die von diversen Vertretern amerikanischer Städte, Bundesstaaten und Unternehmen unterzeichnet werden soll. Bisher hätten unter anderem bereits 30 Bürgermeister und mehr als 80 Universitätsprofessoren ihre Unterschrift gegeben. 

          Allerdings ist noch unklar, wie Bloombergs Plan für die Emissionsreduktion eingebunden werden kann, da bisher nur Staaten den UN Vertrag ratifizieren können. Eventuell könnte die Entwicklung der amerikanischen Treibhausgasemissionen in künftigen Berichte an die Vereinten Nationen berücksichtigt werden, sagte Christiana Figueres, die ehemalige Generalsekretärin des Sekretariats für die UN-Klimarahmenkonvention.

          Zahlreiche Initiativen zur Erreichung der Klimaziele

          Die Zahl der Kritiker an Trumps Abkehr vom Klimaabkommen ist stark gewachsen. Dutzende amerikanische Bundesstaaten wie Kalifornien und New York versprachen, die Richtlinien des Pariser Abkommens dennoch zu respektieren. Rund 150 Bürgermeister, die insgesamt 47 Millionen Bürger vertreten, sprachen sich ebenso wie Unternehmer für das Abkommen aus.

          Die Einhaltung des von Bloomberg formulierten Vorhaben würde bedeuten, dass sich die amerikanische Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel von bundespolitischer auf landespolitische, industrielle und akademische Initiativen verlagert. Seine Initiative ist nicht die einzige, die sich für die Erreichung der Klimaziele einsetzt.

          Mindestens zwei Gouverneure der Republikaner, Charlie Baker aus Massachusetts und Phil Scott aus Vermont, kündigten einen Schulterschluss mit von Demokraten geführten Bundesstaaten zur Erreichung der Klimaziele an. Die demokratisch geführten Staaten Kalifornien, New York und Washington erklärten, eine eigene „United States Climate Alliance“ zu bilden.

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