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Energiepolitik : Teurer Wind

Ohne Windparks gibt es keine Energiewende. Die Regierung ist dadurch erpressbar geworden. Das werden die Stromkunden noch merken.

          Da ist die an Überraschungen nicht arme Energiepolitik wieder um eine reicher: Ohne Haftungsübernahme durch den Staat und Investitionen der KfW-Bank steht der Ausbau der Windenergie vor der Küste vor dem Ende. Es ist nicht das erste Mal.

          Hohe Stahlpreise und schlechte Finanzkonditionen haben das Parlament schon früher bewogen, die Umlage für den Seewindstrom heraufzusetzen, damit ihm nicht die Puste ausgeht. Jetzt bleibt dem verantwortlichen Netzbetreiber Tennet die Luft weg.

          Die Niederländer sagen frank und frei, sie hätten kein Geld, um die zugesagten Investitionen zu finanzieren. Das ist schlecht, an den Tennet-Strippen hängen alle Windparkbetreiber vor der deutschen Nordseeküste.

          Nun wäre es sicher interessant zu fragen, warum der niederländische Staat sein Unternehmen nicht besser kapitalisiert oder warum niemand gefragt hat, ob Tennet angesichts der absehbaren Investitionen in das deutsche Netz der richtige Käufer des Eon-Netzes war. Doch das wäre Geschichtsbewältigung.

          Die Realität sieht so aus: Ohne Kabel keine Windparks, ohne Windparks keine Energiewende. Die Regierung ist erpressbar. Das werden die Stromkunden schon noch merken.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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