22.03.2012 · Ohne Windparks gibt es keine Energiewende. Die Regierung ist dadurch erpressbar geworden. Das werden die Stromkunden noch merken.
Von Andreas MihmRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Energiewendelüge der Politik
Der Autor sagt zutreffend: "Ohne Kabel keine Windparks, ohne
Windparks keine Energiewende.", übersieht aber, daß mit
Windparks kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzt werden kann,
die Energiewende also eine irreale politische Fiktion ist.
Die sog. Energiewende mittels der physikalisch nicht existierenden sog.
erneuerbaren Energien ist eine Lüge seitens der Politiker.
Ein Ersatz der konventionellen Energiebereitstellung ist mit dieser
Technik aus dem vorindustriellen Zeitalter weder finananziell noch
technisch machbar. Das wissen alle, aber niemand wagt es, wie in dem
Märchen von des "Kaisers neuen Kleidern", zu sagen.
Tun Sie es endlich Herr Miehm. Befreien Sie die Abgeordneten vom
Fraktionszwang der Lobbyisten.
Wirkung der jahrzehntelangen Propaganda durch die willfährigen Medien
Sehr geeherter Herr Lauterbach,
Sie haben ja so Recht, nur nützt das herzlich wenig. Herr di Grana
zeigt mit seinem Beitrag, wie die seit Jahrzehnten durch
willfährige oder uninformierte Journalisten verbreitete Propaganda
gewirkt hat. Die Leute sind nicht mehr fähig die Behauptungen der
Lobbyisten nachzuprüfen, obwohl es in D eine Schulpflicht mit
Mathematik-, Physik- und Chemieunterricht gibt.
Im Zeitalter des Internets ist es doch ein Leichtes die Behauptungen der
Lobbyisten nachzuprüfen. Pro 100m Höhendifferenz enthält
ein m³ Wasser ca. 0,3 kWh potentielle Energie. Der Rest ist dann
simple Mathematik nach Adam Riese, um auszurechnen, wie groß das
Speichervolumen sein muß, um stochastisch fluktuierende
Stromerzeugung auszugleichen.
Die FAZ ist m.W. die einzige überregionle deutsche Zeitung, die der
Verdummung des Volkes auf diesem Gebiet entgegenzuwirken sucht und
kritische Artikel abdruckt.
Der Strombedarf
im November/Dezember ist zwischen 16:oo und 20:00 am höchsten und nicht, wenn zufällig um 12:00 Die Sonne scheint! Ach ja, ich vergas, zu dieser Jahreszeit bringt PV den höchsten Stromausstoß des ganzen Jahres.
Die Gläubigen der heiligen Ökoreligion sterben nicht aus
Verehrter Herr Di Grana,
die dummen Gläubigen sterben offensichtlich nicht aus.Die Netzlast
im Sommer beträgt zwischen 70 und 40 GW. Wo sollen die 40 GW+x des
nachts bei Flaute (ist in D der Regelfall) herkommen? Um mit Biomasse
ein Kraftwerk mit 1GW zu füttern, benötigt man die gesamte
hessische Ackerfläche.
Um in Pumpspeicherkraftwerken den Strom zu speichern, benötigt man
das 6fache Volumen des Bodensees mit 400m Höhenunterschied. Wenn
man Gasspeicher benutzt gehen 50% des 70% des Stroms verlustig. Zudem
müßten in D dann auf jedem km² incl. Nordsee eine 200m
6MW-Anlage stehen.
Das mit dem Börsenpreis ist auch Quatsch, denn bei Überangebot
kommt es tatsächlich für einen geringen Stromanteil zu
negativen Preisen, was aber damit erkauft wird, daß ständig
4Ct/kWh auf den gesamten Stromvebrauch draufgeschlagen werden.
Wenn Sie sich über Einspeisungen des Windmühlen- und
Solarstroms auf den Seiten der Netzbetreiber informierten, würden
Sie Ihren Irrtum und die Propaganda erkennen.
Natürlich werden konventionelle Kraftwerke überflüssig
Wie begründen Sie ihre Behauptung?
Die Solaranlagen haben schon dafür gesorgt, dass bei den
Strombörsen die Preise bei den besonders nachgefragten
Mittagsstunden dauerhaft gefallen sind.
Windparks an Nord- und Ostsee machen weitere Kraftwerke überflüssig.
Der größte Teil des Stroms wird am Tage verbraucht. Wenn also
mal ein windstiller Tag ist, an dem auch noch kein Solarstrom von
nöten ist, dann müssen die anderen Anlagen arbeiten, also
(Bio-)Gasanlagen bzw. der Strom von Wasserspeichern genutzt werden.
Das sind doch alles sehr gute Vorraussetzungen, wenn alle
Speichermethoden und alle regenerativen Energiequellen genutzt werden.
Aber dann sind Kohlekraftwerke genauso nutzlos wie Atomkraftwerke.
Seit Jahren ist die Propaganda aus dieser Ecke gegen die
"neuen" Energiequellen zu vernehmen, man sollte darüber
lachen und nicht davor Angst haben.
Noch vor ein paar Jahren erzählte man uns, das Windkraft nie
wichtig für die Energieversorgung sein kann. Doch nun geht den
Stromern die Muffe...
Es reicht eben nicht aus, ein paar Gesetze zu erlassen und zu hoffen,
alles würde sich so entwickeln, wie man möchte?! Ein
bißchen mehr Projektkoordination für ein Jahrhundertprojekt
von Seiten der Bundesregierung wäre sicher nicht zu viel verlangt!
Und was den erforderlichen Netzausbau angeht: es ist ja nicht so, dass
dieser Bedarf über Nacht vom Himmel gefallen ist! Der drohende
Engpass war bereits vor 10 Jahren absehbar, nur passiert ist eben bei
den Übertragungsnetzbetreibern nichts!
Die Regierung ist aber keineswegs erpressbar! Windkraftanlagen onshore
und selbst Solaranlagen könnten die Verzögerungen und
fehlenden Kapazitäten problemlos auffangen, und hätten noch
den Zusatznutzen, dass sie den Stromkunden billiger kämen als
Offshore Wind! Im Falle der Solaranlagen wären i.d.R. noch nicht
einmal neue Leitungen nötig. Die Bundesländer arbeiten gerade
daran, die Bundesregierung in diesem Sinne zu überzeugen! Bleibt zu
hoffen, dass sie es auch schaffen werden.
Es ist eben so, dass die Wende aus politischen elitären
Gründen von hinten aufgezäumt wurde, ein kleiner Blick oder
eine Nachfrage hätte diese Situation der Erpressbarkeit vermieden.
Aber auch die gegenwärtige Situation könnte vermieden werden,
wenn man sich nicht bewusst zum Spielball, gegenseitiger
Abhängigkeiten, hätte machen lassen.
Es fehlt eben ein grundlegendes Verständnis, ähnlich wie in
der Finanzwirtschaft auch, von nichts kommt nichts.
Es ist schon erstaunlich, die wirklich wichtigen Dinge unserer Existenz
werden nicht aufgegriffen, statt dessen, Geisterbahn mit Sekt und ohne Selters.
zum Grusse
Zurück zur Substanz, "smart and sustained"
PublicPrivate und innovative Strukturierung sind am Ende. Politisch
genauso fragwürdig wie wirtschaftlich undurchdacht,
Opportunitätsprojekte eben. Regenerative Energiegewinnung ist noch
lange keine Versorgung.
Prognostische Studien sind nur Hinweise. Sie enthalten oft
Lösungsvorschläge, diese sind aber keinesfalls die einzige und
richtige Problemlösung.
Um dem dauerhaften Verlust von Gestaltungskraft und Wohlstand zu
entgehen, darf der Ressourcenverbrauch für die eigene schöne
Welt nicht einfach globalisiert werden. So wie man Abfall einst im
Wasser verschwinden ließ.
Im Konsumbereich sind kurzlebige Güter noch vertretbar, die Grenze
zur langlebigen Infrastrukturinvestition beginnt aber bereits beim Verkehrsmittel.
Weil überall Umweltüberlastung vorherrschendes Problem ist,
von CO2 bis Antibiotikaresistenz, muß "quick and dirty"
zu "smart and sustained" werden.
Infrastruktur ist kein Spielfeld für Utopisten und Ideologen.
Verantwortungsbewusste Ingenieursubstanz bitte.
Energiewende, Erpressbarkeit, Klugheit
Die Energiewende, mit Schwerpunkt auf Wind, Solar, Biomasse und
"intelligenten Netzwerken" ist zum Scheitern verurteilt. Das
heißt nicht zwingend, daß die Lichter ausgehen (black-out) -
auch wenn dies wahrscheinlicher wird - es heißt aber in jedem
Fall, daß die Kosten steigen werden. Die Kostentreiber bei den
Off-Shore Windparks kommen gerade erst langsam in den Blick: Korrosion,
Kabelbruch, Lockerung der Fundamente, etc. Folgeschäden
größerer Stürme sind in den Planungen meines Wissens
überhaupt nicht vorgesehen. D.h. jene Experten und Zeitgenossen,
die der "Atommafia", den "Energiemonopolen"
mangelnde Ausfallsicherheit vorwerfen, akzeptieren die Ausfallrisiken
beim "Off-Shore Windstrom".
Unsere Politiker scheinen geradezu versessen darauf, sich erpressbar zu
machen - sei es von den €uro-Partnern, der Finanzbranche, oder
jetzt den EE "Unternehmern" (besser: Subventionsrittern).
Kluge Politik weiß, daß man Alternativen in der Hinterhand
haben muß, um Erpressbarkeit zu vermeiden.
Haftungsübernahme?
Erinnert mich etwas an die Atomkraftwerke, die nicht gegen einen Gau
versichert werden, da die Prämie zu hoch wär und Atomstrom
unbezahlbar wär. Hier hat der Staat auch ein unkalkulierbares
Risiko übernommen.
Immer wenn neue Energiequellen erschlossen werden, entstehen erstmal Kosten.
Wenn es Kosten gibt, dann gibt es die Bewahrer, die alles beim alten
belassen wollen, genauso die Erneuerer, die alle Risiken und Kosten
wegwischen wollen.
Mal sehen, wo uns die täglich neuen Berichte hinführen werden.
Unglaublich, was soll man dazu noch sagen?
Zitat des Diplom Physiker Alvo v. Alvensleben aus dem Jahre 2004:
Die Argumente der Befürworter der WKA sind für mich
überwiegend nicht nachvollziehbar. Die der Gegner scheinen mir
überzeugender, besonders deshalb, weil sie zeigen, dass die
Windkraftanlagen energiewirtschaftlich überflüssig und
volkswirtschaftlich unvernünftig sind.
Ein Leserbrief eines Dr. Runge in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
bringt es auf den
Punkt:
„Eine einzelne Windkraftanlage kostet die Volkswirtschaft bei
gutem Wind 500 Euro pro Tag,
bei Flaute deutlich weniger, weil die Energieversorger und die
Verbraucher weniger belastet
werden. Das führt zu der eigenartigen Erkenntnis, dass der
volkswirtschaftlich wirtschaftlichste
Betriebszustand von Windkraftanlagen der Stillstand ist.“
Wie recht er doch hatte.
Es soll hinterher keiner wieder sagen: "Aber das haben wir ja nicht
wissen können..."
aus SPON 24.01.2005
"Und so warnte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement
vergangene Woche ganz unverhohlen vor weiteren Experimenten in der
Energiepolitik. ... Gestützt auf die Ergebnisse der Studie, meldete
Clement nun auch öffentlich Zweifel an. Die Kosten für
Ökostrom, so der Minister, würden von heute 1,4 Milliarden
Euro auf 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Man müsse sich
fragen, so Clement, ob Deutschland sich das leisten kann.
Die Replik Trittins ließ nicht sehr lange auf sich warten.
Clement, polterte der Umweltminister, habe wohl mit falschen Zahlen
operiert. Tatsächlich zeige das Gutachten der dena, dass ein
weiterer Ausbau der Windenergie zu verträglichen Kosten machbar
sei. Die Haushalte würden mit maximal einem Euro pro Jahr belastet."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39080839.htm
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