29.08.2010 · Wer die Abschaltung von Atomkraftwerken fordert, muss auch akzeptieren, dass damit die Einfuhr von ausländischem Strom zunehmen wird. Das Weltklima wird nicht durch Deutschland allein gerettet. Doch jetzt muss entschieden werden.
Von Andreas MihmDie Ergebnisse der Gutachter für das Energiekonzept der Bundesregierung können nicht überraschen. Zu lange währt die Debatte, zu viele Studien sind auch von diesen Instituten zur Sinnhaftigkeit längerer Atomlaufzeiten verfasst worden, als dass die Tendenz ihrer Antworten nicht zu erwarten gewesen wäre: In abgeschrieben Kernkraftwerken kann preiswert Strom erzeugt werden, die Strompreise fallen günstiger aus, so dass Wirtschaft und Bürger davon profitieren.
Die Gutachter weisen ebenfalls nach, dass der Kohlendioxidausstoß weniger stark sinkt, wenn Kernkraftwerke abgeschaltet werden und dass die Einfuhr von Strom zunimmt, wenn die Erzeugungsbasis in Inland (etwa aufgrund politisch vorgegebener Abschaltungen) geschmälert wird.
Man kann das in einem offenen Europa wollen. Nur muss man dann auch akzeptieren, dass Atomstrom für Deutschland aus ausländischen Meilern kommt. Das ist genau so evident wie die Tatsache, dass das Weltklima durch Deutschland allein nicht gerettet wird. Gut, dass die Gutachter auch das noch mal aufgeschrieben haben. Die Regierung hat sich mit der Studie Zeit gekauft. Die ist nun um. Jetzt muss entschieden werden. Wie, steht im Gutachten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2474 | −0,12% |
| Rohöl Brent Crude | 106,35 $ | −0,47% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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