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Erneuerbare Energie : So viel Ökostrom wie noch nie

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Der neue Ostsee-Windpark bei Sassnitz soll mit seinen 70 Anlagen Strom für 350.000 Haushalte erzeugen. Bild: dpa

154 Milliarden Kilowattstunden Strom haben Photovoltaik-, Wasser- und Windkraft im vergangenen Jahr erzeugt – 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch dank des „guten“ Wetters.

          Solar-, Wasser- und Windkraftanlagen in Deutschland haben nach Angaben des Energieanbieters Eon im vergangenen Jahr so viel Strom erzeugt wie nie zuvor. Von Januar bis Dezember produzierten allein diese Anlagen zusammen rund 154 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, wie aus Berechnungen des Energiekonzerns hervorgeht. „Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 20 Prozent“, erklärte Eon- Geschäftsführer Robert Hienz.

          Ergänzt um die Biomasse-Anlagen kommen demnach weitere 38 Milliarden kWh hinzu. Die meiste Energie erzeugten Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen mit rund 16,5 Milliarden kWh im Dezember, dicht gefolgt vom Oktober mit 15,9 Milliarden kWh. In beiden Monaten produzierten vor allem die On- und Offshore-Anlagen – also Windräder auf dem Land und auf See – den Großteil des Ökostroms.

          Vor allem die zahlreichen Herbststürme hätten die Windräder häufig ausgelastet, erklärte Eon. In den Frühlings- und Sommermonaten habe es dagegen im Süden Deutschlands viel Sonne gegeben. Deshalb hätten im Mai, Juli und August die 1,6 Millionen Solaranlagen, die vor allem in den südlichen Bundesländern installiert seien, monatlich rund fünf Milliarden kWh Strom produziert – und damit jeweils knapp vor den Onshore-Windrädern gelegen.

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          Bis auf Biomasse- und Wasserkraftanlagen, die relativ konstant Energie erzeugten, unterlägen die Erneuerbaren saisonalen Schwankungen, erklärte Eon. Stromspeicher wie etwa Batterien könnten helfen, den Ökostrom künftig noch besser über das gesamte Jahr zu nutzen.

          Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung stieg 2017 auf ein Drittel, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schon kurz vor Weihnachten mitgeteilt hatte. Der Stromverbrauch in Deutschland legte nach BDEW-Schätzung 2017 um knapp ein Prozent zu, der Erdgasverbrauch um gut fünf Prozent.

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