Die Automobilverbände jubilieren. Der SPD-Kanzlerkandidat verkündet im Verbund mit dem Vorsitzenden der IG Metall, es seien 200.000 Arbeitsplätze gehalten worden. Das für die Geldverteilung zuständige Bundesamt meint, das Programm sei das wirksamste aus dem Konjunkturpaket. Und rund um den Globus wurde der deutsche Vorstoß imitiert.
Man könnte den Eindruck gewinnen, die Abwrackprämie sei ein voller Erfolg ohne Nebenwirkungen. Tatsächlich ist sie ein teures kurzfristiges Vergnügen, das den Markt für junge Gebrauchtwagen zerstört, den Geldstrom in eine Branche geleitet und Fabriken in Rumänien oder Polen ausgelastet hat.
Bald wird die Realität in die Autohäuser einziehen
Die Nachwehen werden schon bald zutage treten, wenn die Realität wieder in die Autohäuser einzieht. Eine Realität, in der in der Klein- und Kompaktwagenklasse monatelang Stillstand herrschen wird. Eine Realität, in der sich Kunden daran gewöhnt haben, dass ein Neuwagen von 5000 Euro an zu haben ist.
Noch widersteht die Bundesregierung der Versuchung, wie in Frankreich zur Abfederung eine Verlängerung des Unsinns zu beschließen. Dabei sollte sie bleiben, auch nach der Wahl, wenn die Verwerfungen offensichtlich werden.
Wenn jetzt nach dem Entzug der Droge "Abwrackprämie"...
(Wuwie)
- 02.09.2009, 23:25 Uhr
Grundgesetzziel Autoversorgung
Ralf Schneider (ralf61)
- 03.09.2009, 10:11 Uhr
Eine Berichtigung der Rechnung
Thomas Brentana (Grinsekatz)
- 03.09.2009, 11:54 Uhr
Einseitige Sichtweise
Stefan Uhlig (printul)
- 03.09.2009, 11:57 Uhr
Punktlandung !
Peter Kronenberger (Peter-Kronenberger)
- 03.09.2009, 14:46 Uhr