15.02.2013 · Die Erfolge der Online-Versandhändler machen dem Einzelhandel Angst. Nun ist Amazon wegen der Behandlung von Leiharbeitern ins Gerede gekommen. Solche Meldungen können die Händler in den Fußgängerzonen nutzen.
Von Carsten KnopRichtlinien für Lesermeinungen
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ist keine deutsche Eigenart: bei uns in Lissabon kommen Bücher ohne Verschweißung. Doch wir haben eine Cellophaniermaschine im Keller stehen, jeweils eines der Bücher bleibt offen, zum Schmökern und Herumblättern, der Rest wird eingeschweißt, damit dem Kunden ein "unbenütztes" Buch angeboten werden kann. Geht, ist nur etwas arbeitsaufwendiger...
Amazon verstößt doch selbst massiv gegen Gesetze!
Wer sich darüber aufregt, dass Amazon-Leiharbeiter schickaniert
werden, kennt offenbar Amazon nicht!
Amazon interessiert sich einen "Sch..." für deutsche
Gesetze - erpresst und schickaniert seine Händler und
verstößt dauerhaft und mit Wissen der Politik gegen geltendes
Recht (z.B. Preisparität -Nötigung der Händler, den Preis
bei Amazon am Günstigsten anzubieten - bei gleichzeitig
höchsten Gebühren).
Amazon interessiert auch kein Datenschutz - Händler werden
ausspioniert, genötigt, erpresst undundund..... Wem´s nicht
passt, schmeist Amazon raus - frei nach dm Motto "Wir machen die
Gesetze - wir können uns das als größter Händler
erlauben und wir lassen uns von Gesetzen und Polikern nichts vorschreiben!
Es ist an der Zeit, dass die Politik handelt und Amazon in massivster
Form mit Bussgelder belegt, bis dort auch der Letzte kapiert, dass bei
Handel in Deutschland deutsche Gesetze gelten!
Für mich gibt es nur eine Alternative - Amazon BLOCKIEREN - ebay
ist sowieso günstiger!
Der Einzelhandel in den Innenstädten wird eher von den Stadtrandmärkten gefährdet.
Schuld sind stadträte, die das Parkkosten auf 3-4 € die Stunde
hochtrieben und damit die Stadtkasse sanieren wollen.
Im Zentrum gibts nur noch Mädchengeschäfte: Kleidung,
Schmincke, Coffeeshop, Torte an jeder Ecke statt Bratwürste,
Wellness, Friseur, inkl. teurer Damenboutiken.
Bratwurststände werden im Zentrum verboten - siehe Nürnberg
und halb Franken, wo es kein Weckla mehr am Strassentresen gibt, alles
"männlich" Vulgäre und Zünftige wird
weggeräumt zugunsten einer rosa Traumwelt.
Baumarkt mit Wurststand auf der Wiese als Männerwelt,
in der Innenstand nur noch das Süße!
Mädchen wollen die Sachen gleich anprobieren und als schwarm
zusammen herumkramen, Männer den Rasenmäher erstmal anfassen
und gleich mitnehmen, das kann nun wirklich kein Onlinehandel bieten!!!!!
Von daher liegt die Diskussion schief zur Realität !!!
In den USA zahlt der Kunde in einigen Geschäften beim Schuhe anprobieren bereits eine Gebühr,
wenn er keine kauft, las ich vor ein paar Tagen.
So ändern sich Geschäftsmodelle.
Kommen Anprobierläden auch nach D.?
Wenn die Preisdifferenzen bei Dingen über 30 € im Schnitt
über 10% höher liegen, wird es für den Vororthändler
schwierig werden.
Evt. fallen dann die Mietpreise der Läden und darüber
können die Sachen vor Ort wieder angemessen angeboten werden, das
wäre kein Nachteil für den Kunden.
Das wäre nur schlecht für die Ladenbauer und Innenarchitekten.
Was sind denn heutige Gro0buchläden? Dort steht nur das Gängige, kein intelligent
gemachtes Sortiment, fast nur Modeschrott.
Stadtteilbuchäden???
Dort gibt es nur Bücher für Esoterik, Religion oder Mutter und Kind.
Gute Buchläden gibts nur noch im Bereich Kunst und Architektur plus Literatur.
Dann ist für Männer Schluß.
Geisteswissenschaften, Geschichte usw. kann man selbst in
Landeshauptstädten total vergessen (was das steht sit eine
Frechheit!) , weil sich da Hugendubel, Wittwer etc. nicht für interessieren.
Da kann ich dann gleich online bestellen.
Und ich habe immer den Vergleich mit gebraucht, was Hugendubel etc.
nicht bietet.
Ich spare 30% oftmals !
Online ist für mich inzwischen konkurrenzlos!
Ich kaufe 90% online, ca 40 Bücher im Jahr.
In einer stagnierenden Region mit einem einkommensschwachen Hinterland hat sich die Lokal- und Landespolitik um diesen Investor jahrelang bemüht. Mit Erfolg. Am Koblenzer Nordkreuz hat Amazon ein neues Logistikzentrum hochgezogen. Frage: Wer die Neid- und Mäkeldebatte führen will, dem ist nicht klar, wer die Einkommen erwirtschaftet, geschweige denn, wer ihm sein tägliches Brot bzw. HARTZ-IV finanziert! Daher führt dieses ganze Geschrei zu gar nichts und dient nur den Faulen im Land, die sich durchfüttern lassen wollen.
Versuchen Sie mal im stationären Einzelhandel ein hochwertiges, kleines Elektrogerät auszuprobieren!! NEIN - Die haben nichts gelernt und wollen auch nicht. Jetzt rennen sie mit ihrer Verbands- und Kammerlobby zum Bundestag und wollen das Fernabsatzgesetz so ändern, um diese Vorteile für die Verbraucher streichen zu lassen! Das ist der wirkliche Wettbewerbsvorteil, den die Internet-Händler haben. Wenn der weg ist, sind sie auch bald weg.
Das Märchen vom fürsorglichen Buchhändler im Kiez
hält sich hartnäckig. Ich kann es nicht bestätigen.
Seitdem Bücher wie Tiefkühlkost in Folie eingeschweißt
werden, um Unberührtheit zu simulieren, ist es vorbei mit
Schmöckern. "Wir öffnen Ihnen jedes gewünschte
Buch." Beim 5. will ich dann das Gesicht sehen und sie meinte, die
geöffneten würden leider nicht mehr gekauft. Sie sollten
Schluß mit dem Folienblödsinn machen.
Bestellen geht schnell, das stimmt, aber Amazon ist praktischer, weil
auch noch anderes angeboten wird. Wenn ich Zeit dazu finde,
unterstütze ich dennoch meinen Buchhändler und kaufe/bestelle
bei ihm.
Die Kosten der Folie für ein Buch sind absolut unbedeutend, aber .....
.... diese Folie garantiert mir, dass an dem Buch welches ich kaufe, nicht vorher noch 50 Leute ihre Dreckpfoten abgewischt haben.
Amazon wird auch nicht der einzige Bleiben
Bücherläden steht ja im Prinzip nichts im Weg auch einen Onlinehandel mitzuöffnen. Wenn das Modell stimmt und die Kunden den Mix honorieren. Aber Patentrezepte würde ich, wenn ich sie hätte nicht kostenlos offentlich zur verfügung stellen sondern selber handeln.
Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten
Wer verkauft denn auch unter den Namen Amazon und ebay? Richtig, auch Händler mit eigenen Ladengeschäften.
Amazon,ein Beispiel für viele andere Bereiche,die nicht direkt einsehbar sind und wo Menschen
in einer unkontrollierten Machtabhängigkeit stehen.
In solchen Bereichen gilt der nicht ausgesprochene Grundsatz:Alles ist
erlaubt solange man nicht erwischt wird.
Zur Zeit kommt es im Bereich Diskriminierung wegen Alters oder sonstigen
Makels in Arbeitsverhältnissen zu sehr viel mehr Klagen,Prozessen
als Klagen wegen Diskriminierungen von Frauen wegen Bezahlung.Das Alter
betrifft alle Arbeitnehmer,insbesondere wenn sie durch systematisches
Mobbing in eine Kündigungsfalle durch weibliche weniger
männliche Vorgesetze getrieben werden.
Der Grund warum gerade ältere Frauen oder Männer einen
mehrfach erhöhten Krankenstand aufweisen(gemäß den
Übersichten der Krankenkassen)ist vorwiegend deshalb,weil die
älteren Mitarbeiter ,aber auch Leitende Angestellte vorzeitig in d
Ausscheiden aus einer Firma getrieben werden u dabei durch
bewußtes Überfordern oder durch listiges Versetzen in
Positionen,wo keine Leistung erbracht werden kann,erkranken.
Dabei spielen Intrigen v Vorgesetzten eine Rolle.
@Herrn Wüst,danke für ihre Satire zum Thema" Leistung muss sich lohnen"-aber welche?
Im Fall von Führungsleistung kann ich die Erfahrung
weitergeben,dass in nicht wenigen oberen Führungskreisen in zB
Konzernen durch derartige Negativauswahl Menschen in Positionen
kommen,die in e Beispiel 2-3 Milliarden Euro in einem Jahr an d Wand
gefahren haben u dieselbige Firma sich nur retten konnte,dass ganze
Unternehmensteile verkaufte u mindestes 10.000 Mitarbeiter und mittlere
Führungskräfte in die Wüste schickte und dies dank eines
ca 40 jährigen jungen Mannes,der so viel"Leistungsfleiss"
aufbrachte ,aber von Führungsleistung im oberen Management
keinerlei Ahnung hatte noch Fähigkeiten mitbrachte.Der junge Mann
wie viele andere solcher Fleissleister hatten in dieser Firma hatten
ihre Mentoren aufgrund v Verwandtschaft i Aufsichtsrat/Vorstand sitzen.
Diese Art v Leistung,die im Grund keine ist,ist leider e Art
Gesellschaftsspiel in Unternehmen geworden.Das ist keine Art eines
"Darwinismus" ,sondern schlicht e besondere Art d
Kriminalität,oft kollektive Betrugsleistung.
Das ist doch notwendig - Leistung muss sich lohnen!
Zu alt und zu teuer und dabei abgeschrieben auf den Erinnerungswert 1,- €. Wie bei Sachen muss auch das Personal mit spätestens 47-50 entsorgt werden. Dafür sind Führungskräfte da, um diese Dynamik im Unternehmen zu entfachen, wie man Sozial-Darwinismus nett umschreibt. Klingt hart, ist aber Bestandteil des Gesellschaftsspiels. Der fragmentierte Arbeitsmarkt wird noch weiter fragmentieren. Boom ohne Arbeitsplätze der Normalfall sein. Wer im Warmen sitzt und eine Suppe löffeln kann, darf glücklich sein!
Tja, leider geht wenig verloren, wenn man nicht im stationären Einzelhandel kauft.
Speziell bei Büchern finde ich ja auch, dass es Spass macht zu
stöbern, hier und da mal reinzublättern und sich dann zu
entscheiden. Mein Kaufverhalten ist jedenfalls dadurch geprägt,
dass ich oft nicht weiß, welches Buch ich kaufen möchte.
Das Verkaufspersonal brauche ich aber auch nicht zu fragen. Allzu oft
bin ich mit den Empfehlungen enttäuscht worden, und meistens wird
sowieso nur empfohlen, "was gerne gekauft wird".
Ohne Buchpreisbindung hätte der stationäre Buchhandel wohl
auch schon längst sein Waterloo erlebt, und manchmal frage ich
mich, warum auch nicht?
Es ist leider oft eine Illusion, dass man im stationären Handel
besser beraten wird. Auch im Fachgeschäft fehlt diese Beratung oft,
außerdem muss man erstmal Fachchinesisch können, um die
Beratung bewerten zu können.
Internethandel mit kompetenter online-Beratung, das fände ich gut.
Es geht um die Behandlung der AN , für mich absolutes NO GO !
Für mich geht es um die Behandlung der AN. Wer die AN bespitzelt,
stundenlang täglich auf die Fahrt in die Unterkunft warten
lässt, und auch noch Sozialabgaben hinterzieht, der muß sich
nicht wundern, wenn ein Shitstorm kommt. Klar hat Amazon seine
Vorteile, aber wer die AN wie Sklaven behandelt, muß sich daran
messen lassen. Es gibt Alternativen!
Verstehe ich nicht
Ihr seid nun mal die Arbeitsbienen und nicht die Chefs. Seid froh, dass ihr noch arbeiten dürft. Wer aber seinen Arbeitgeber ständig beklaut und seine Arbeitskraft zurückhält, braucht sich nicht zu wundern! Das ist doch eine gesteuerte Wahlkampfkampagne von links.
Absolut Ihrer Meinung
Denken Sie an den neuen Eigentümer der Douglas-Gruppe resp. Thalia. Der wird sich einiges einfallen lassen, um den Kennzahlen der anderen Gruppenmitgliedern zu entsprechen. Amazons Reaktion gestern zeigte ja bereits eine Bereitschaft an, sich diesen Themen zu stellen. Bei Thalia bin ich sehr gespannt, was ausser Ladenschliessungen und Flächenreduzierungen noch kommt.
Ich bin sicher darauf wird Amazon reagieren
Amazon ist nicht das einzige Unternehmen in Deutschland, das - so die
Vorwürfe zutreffen - mit Subunternehmern zusammenarbeitet, die ihre
Angestellten in bestimmten Fällen schlecht behandeln. Die Reportage
wird - da bin ich mir sicher - zu einer Besserung der Situation
führen, so wie bei vielen anderen seriösen Unternehmen auch.
Klar ist, in einem Markt, in dem Preiskämpfe ausgetragen werden,
wird man immer damit rechnen müssen, dass das eine oder andere
Unternehmen bestehende Regeln verletzt. Wichtig ist nur, dass solche
Regelverstöße entdeckt und dann beseitigt werden. Amazon ist
deshalb noch lange kein Sklavenhalter.
Mir war bislang noch nicht klar, dass die einzige Hoffnung des deutschen
Einzelhandels in dem Amazon-Skandal liegt. Ich wusste nicht, dass es so
schlecht um ihn bestellt ist. So schmerzhaft die Erkenntnis auch ist,
aber vermutlich ist er an der Situation selber schuld.
Nach baulicher „Revitalisierung“ der Einkaufszone einer
Schweizer Kleinstadt warben Plakate mit immer dem selben Motiv in
verschiedenen Variationen: Zwei glückliche Freundinnen mittleren
Alters beim Erlebniseinkauf. Auf Versuche, irgend einen Nutzwert
anzubieten oder Einkäuferrandgruppen - z. B. Männer -
anzusprechen, wurde verzichtet.
Warum sich also in die örtlichen Buchhandlungen quälen? Um
sich von den Buchhändlerinnen wortreich aus deren Sicht beraten zu
lassen? Oder nach Bestellung wiederkommen zu müssen? Und dann erst
noch satte Schweizer Preise bezahlen? Die ohnehin günstigen
Amazon-Preise haben hier obendrein nicht die deutsche, sondern die sehr
günstige Schweizer Mwst.
Ausserdem: Buchhandlungen werden niemals Kundendaten derart effektiv
nützen können wie Amazon. Und der Vorsprung wächst mit
den Data Mining-Fortschritten.
Die Logistik im Buchhandel ist doch eigentlich recht gut .....
.... zumindest bei dem Händler in meiner Nähe (in einem Stadtteil einer 90.000 Einwohner-Stadt). Am Nachmittag angerufen, Buch bestellt, am nächsten Tag liegt es am 9:00 Uhr bereit zum abholen. Amazon brauche ich für Bücher jedenfalls nicht.
Der Erfolg von Amazon gründet sich ja gerade auf den besseren Service.
Die Buchhändler werden von den von Ihnen selbst präferierten
Regeln der Marktwirtschaft gefressen. Zu geringe Produktivität.
"Chancen im Handel" wie die Headlinie insinuiert sind das
nicht. Eher ein Grund darüber nachzudenken wie den die Verteilung
der wirtschaftlichen Gesamtleistung in Zukunft gestaltet werden soll -
das bisherige Prozedere funktioniert nicht mehr.
Autos sind wegen Abgasen und Umweltverschmutzung ins Gerede gekommen -
Solche Meldungen haben Schustern nichts genutzt.
Diese Chance wird den Händlern in den Fußgängerzonen der Städte genau gar nichts nützen.
Die klassischen Einzelhändler werden durch die infolge der
Eurokrise herrschende Preisblase auf dem Immoblienmarkt und die damit
einhergehenden Mietpreissteigerungen für Gewerbeflächen in den
genannten Fußgängerzonen brutal aus dem Markt gedrängt.
Einzig international tätige Ketten im Höchstpreis- bzw.
Luxussegment und Geschäfte, die zur Geldwäsche benutzt werden,
sind noch in der Lage, bei diesem Preisniveau mitzuhalten.
Ein Spaziergang durch die Frankfurter Innenstadt zeigt , wie weit dieser
Prozess bereits fortgeschritten ist.
Hinzu kommen noch hohe Personalkosten und die Tatsache, dass die
Gewinnspannen bei vielen Produkten heute bereits auf hahezu Null
herunterkonkurriert sind.
Ich sehe für den klassischen Einzelhandel mit Beratung,
Kundendienst und wertigen Produkten leider schwarz.
daß ich in die Innenstädte kaum noch fahren kann, weil es
keine Parkmöglichkeiten mehr gibt. Und wenn ich öffentliche
Verkehrsmittel benutze n brauche ich einen freien Tag und bezahle mind.
5€ für Hin- und Rückfahrt. So kann man auch den Handel
kaputt machen.
Ich habe auch lange Amazon boykottiert, aber inzwischen eingesehen
daß das der beste Weg ist, einzukaufen.
Ihr Argument ist schlagend: Parkplatznot & Zeitverlust
Ich hasse es, mit dem Auto an Samstagen (sonst habe ich leider wenig Zeit) in irgendeine Innenstadt zu fahren, mühsam einen Parkplatz zu suchen, mich durch Menschenmengen zu drängen, um dann festzustellen, dass das gesuchte Produkt nicht da ist. ÖPNV ist dafür unakzeptabel, da im suburbanen Bereich ein Tagesausflug, belohnt mit Tütenschleppen. Wenn die Stadtpolitiker meinen, Autofahrern die Innenstädte verleiden zu müssen: auch in Ordnung. Dann fahre ich da eben nicht mehr hin. Bequemer ist Amazon alle mal.
Der Buchhandel in der heutigen Form ist...
...dem Untergang geweiht, weil Bücher, wie Schallplatten, ideale
Produkte sind, um digitalisiert und digital an den und zum Kunden
gebracht zu werden. Da die Buchhandelsmargen längst keine
Top-Passantenlagen mehr finanzieren, und die grossen Einkaufsstrassen
der Welt keine "Feigenblätter" mehr brauchen, um noch
einen letzten Rest Bildungsbürgerlichkeit vorzugauckeln, sollten
sich Buchhändler entweder spezialisieren oder ihr Literatur-Know
how als Führer im unübersichtlichen Dschungel der Autoren und
Verlage in Blogs oder virtuellen Bücherläden an den Leser
bringen. In Sachen Logistik und Vertrieb wird sich das Rad nicht
zurückdrehen lassen - im Gegenteil.
Eine Idee für kenntnisreiche und ausdrucksstarke Buchhändler
wäre vielleicht, virtuell zum privaten Bibliothekar ihrer Kunden zu
werden, wenn Bücher künftig immer mehr zu einem Download
werden. Hierfür würde eine helfende und sichere Hand
möglicherweise besser honoriert werden, als fürs Beraten von
späteren Amazon-Kunden
Stimmt nicht, Download hätte sich schön längst durchgesetzt, wenn er so schön wäre.
Der Buchdruck ist nicht teuer, der Versandt auch nicht, es bleibt also
beim klass. Buch in 90% der Fälle!
Wer will sich einen Roman ausdrucken?
Verkäufer in Innenstadtlagen genießen auch keinen guten Ruf.
Was soll man schon von Firmen halten, die keinen Wert auf Warenkunde
ihrer Verkäufer legen. Es gibt Ausnahmen: Keine Frage. Aber diese
Anbieter präsentieren ihre Waren im hohen Preissegment, das
für den Normalverbraucher nicht erreichbar ist.
Deshalb setzt sich der Versandhandel via Internet auch weiterhin durch.
Dieser Artikel ist also der nette Versuch, Hoffnung zu verbreiten. Nach
dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Carsten Knop Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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