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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Elektronikkonzern Die Apple-Show

 ·  Das iPad hat viele Verbraucher von Notebooks und Desktop-Computern weggelockt. Jetzt will Apple zeigen, dass es auch mit seinen Laptops noch Begeisterung wecken kann. Das Zugpferd soll ein neues Mac Book Pro werden.

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David Winter

Kleiner Lobgesang, nach beinahe 30 Jahren

1985 schleifte mich ein Freund auf einer Frankfurter Computermesse zu einem Stand, auf dem ein würfelförmiges Etwas stand. „Das ist die Zukunft“, grinste er.

Er hatte Recht. Ich sah zum ersten Mal einen Computer, der zum Spielen einlud, der seine Technologie verbarg, anstatt mit ihr zu protzen. In den vergangenen 27 Jahren waren alle meine wirklich brauchbaren Computer Macs - elegante, zuverlässige Maschinen, die ihrem Zweck dienten, ohne das Auge zu beleidigen. Heute ist Apple kurz vor einem Ziel, das die meisten anderen Hersteller nicht einmal auf dem Radar haben: dem Verschwinden der Maschine hinter den Aufgaben Produktivität und Kreativität. Computer, die kaum als solche zu erkennen sind (iPad, das neue MBP), die aber aufs Wort hören. Dass Macs und iOS-Geräte „teuer“ seien, kriege ich nur noch von Menschen zu hören, denen ihre eigene Zeit nicht viel wert ist und/oder die gerne „schrauben“. OK - jedem das seine. Ich freue mich wie Bolle auf iOS 6 und den Berglöwen.

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Alexander Paulus

Für diejenigen, die es noch immer nicht gemerkt haben:

Das "Duell" Apple gegen Samsung ist nichts weiter als eine riesige Marketingaktion. Die Spitzen gegen den Konkurrenten vor eigenem Publikum gehören ebenso dazu wie die Flut an eigenartig wirkungslosen Gerichtsverfahren. Der Effekt ist ein dreifacher: Beide Hersteller mobilisieren ihre Gefolgschaft, die zuverlässig jedes neue Gerät kauft; beide Hersteller bekommen Unmengen kostenloser Publicity (man rechne das Medienecho einmal in kostenpflichtige Anzeigen um!), und letztlich werden alle anderen Wettbewerber fast komplett aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt.
Wären Apple und Samsung wirkliche Gegner, dann würde Samsung sicher nicht Speicher, CPU's, Chipsätze und Bildschirme (iPad 3!) für Apple bauen, und Apple würde dem Konkurrenten nicht Milliardenbeträge dafür zahlen.
Beide stehen zurzeit glänzend da: Samsung ist Weltmarktführer, Apple eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Zufall...?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 17:34 Uhr
Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 12.06.2012 17:34 Uhr

Fast komplette Zustimmung

Nur der Teil mit der Gefolgschaft, der ist nicht bei beiden gleich. Ich kenne niemand, der zuverlässig jedes Samsung-Gerät kauft. Eher daß man durch die ganze Publicity Samsung als Smartphone-Hersteller schon kennt, wenn man ein Android-Smartphone sucht.

Samsung betreibt keinen Kult und hat keine Jünger. Dafür als Hersteller umso erfolgreicher, auch von Fernsehern usw., weil überall vorne mit dabei in Qualität und Funktionen. Sowas wie das Samsung Note (Mischung aus Smartphone und Tablet) würde bei Apple nicht ohne mehrere Wallfahrten und unendliche Lobpreisungen der Presse auf den Markt kommen. Das Samsung-Gerät überzeugt einfach durch "praktisch" und verkauft sich wie warme Semmeln.

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Sascha Jokiel

Kein Zufall

Den selben Gedanken habe ich auch. Denn wenn man von Tablets spricht, fallen einem spontan iPad und GalaxyTab ein. Denkt man weiter nach, dann am ehesten noch das Amazon Kindle Fire, was es hier aber nicht gibt und dann irgendwann vielleicht die anderen Marken. Etwas abgeschwächt bei den Smartphone. Jeder kennt iPhone, jeder die Galaxy-S-Reihe. Und dann erst kommen htc, Sony usw.

Aber das muss man Apple und Samsung lassen: Das haben sie gut hinbekommen. Beide sind an der Weltspitze in Sachen Technologie und der Rest ist irgendwo viel weiter unten.

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Max T.
Max T. (MaximilianT) - 12.06.2012 01:46 Uhr

Flaues Bauchgefühl

Ohne Zweifel ist das neue MacBook Pro mit Retina Display für sich ein tolles Produkt. Betrachtet man jedoch die gesamte Keynote, so finde diese eher enttäuschend! Besonders die Vorstellung von OS X Mountain Lion bereitet mir persönlich Bauchschmerzen. Anstatt auch Neuerungen für den professionellen Sektor vorzustellen, der anfangs besonderen Wert für Apple hatte, wird das System jetzt mit Facebook-Anbindungen und Sharing-Apps zugetackert. Nach den neuen Nutzungsbedingungen halte ich diese tiefe Verankerung im System von Facebook für sehr fragwürdig.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 12:59 Uhr
Harry Pastorius
Harry Pastorius (ookk) - 12.06.2012 12:59 Uhr

Sehe ich auch so

wobei das Retina-Pro SEHR teuer ist, und die angebliche Batterielaufzeit von 7 Stunden eher unrealistisch ist. Da waeren Tests abzuwarten. Und alle anderen Rechner-updates sind eher enttaeuschend, etwas mehr Lestung und etwas mehr Speicher zu gestiegenen Preisen. Und beim Mac-Pro (der wohlweislich inder Keynote nicht erwaehnt wurde) werden nun Prozessoren von 2010 verwendet, und das ohne Thunderbolt und ohne USB 3...

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David Winter

Man kann die Social-Funktionen links liegen lassen ...

Wir sollten unsere Tränen trocknen ;) - auch ich war enttäuscht, dass es keine neuen iMacs gab und das Mac Pro-Update sehr bescheiden ausfiel. Der Desktop bedeutet Apple nicht mehr viel. Schade, ja.

Aber was die Social-Media-Funktionalität angeht, würde ich sagen: Einfach ignorieren, wenn Sie es nicht brauchen. Alle diese Share-Funktionen liegen unter einem einzigen Button. Da kann ich das geliebte Twitter andocken und ein anderer Facebook (das ich auch nicht mag), Sie vielleicht gar nichts. Ist doch OK.

Schlussendlich ist natürlich absehbar, dass Apple das Profisegment nur noch sporadisch versorgt. Leider. Der Mac macht nur noch 13 % des Konzernumsatzes aus, und die Profis sind hier wiederum ein Bruchteil. Aber den soliden BSD-Kern und die Profi-Anwendungen Dritter (z.B. Premiere statt Final Cut Pro X) nimmt Ihnen ja niemand weg. Insofern würde ich sagen: Wir werden mit dem Massenerfolg leben können und müssen.

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Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft.

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