Home
http://www.faz.net/-gqe-2qmy
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Elektronik Sony spielt gefährlich

 ·  Der japanische Elektronikkonzern schreibt Verluste. Rettungsanker soll die Handyproduktion werden - doch da läuft schon jetzt einiges schief.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Quartalszahlen des weltweit zweitgrößten Elektronikkonzerns Sony waren schlecht. Für das erste Geschäftsquartal meldet das japanische Unternehmen einen Verlust von 244 Millionen Dollar. Die Sparten Unterhaltungselektronik und Videospiele arbeiteten wie erwartet defizitär, einzig der Musik-Bereich konnte schwarze Zahlen schreiben.

Sony hatte sich bereits auf diese Tendenz eingestellt und ein zweites Standbein mit der Mobiltelefonproduktion aufgebaut. Diese Sparte soll ausgebaut werden, nicht zuletzt seit sich Sony und Ericsson entschlossen haben, in einem Joint-venture die Handyproduktion gemeinsam zu führen. Beide Konzerne wollen zusammen, so die Vorgabe, mittelfristig Nokia vom Handythron stürzen.

Da ist Tempo gefragt. Nokia hat einen globalen Marktanteil von 35 Prozent, Ericsson verzeichnet rund acht, Sony gerade zwei Prozent. Dennoch erscheint das Ziel zumindest theoretisch nicht unerreichbar - denn mit Einführung der GPRS- und UMTS-Funktechnologien werden die Karten auf dem Handymarkt neu gemischt.

Handygeschäft eine große Gefahr

Aber der Start des ehrgeizigen Projekts ist schon gründlich misslungen. Sony musste im ersten Quartal 1,1 Millionen defekte Mobiltelefone zurücknehmen, aufgrund von Softwareproblemen - das entsprach der Hälfte aller ausgelieferten Endgeräte- Kostenpunkt im vergangenen Quartal: 97 Millionen Dollar - das entspricht knapp der Hälfte des Gesamtverlustes.

„Sonys Profite werden in ein tiefes Loch fallen, wenn die Handys technisch nicht verlässlich sind“, urteilt Alan Bell, Analyst bei Credit Suisse First Boston Securities. „Zudem spielt Sony hier mit seinem guten Namen in den anderen Geschäftsbereichen und könnte die Macht verlieren, einen Premiumpreis für seine Produkte zu verlangen!“

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

China in der Kreide

Von Christian Geinitz

Nicht nur der Westen, auch China hat ein Schuldenproblem. Es sieht dem hiesigen gefährlich ähnlich. Denn anders als früher stehen nicht länger nur staatliche Schuldner und Gläubiger im Feuer. Mehr

Umfrage

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Umfrage

Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.