27.12.2005 · Die Informations- und Kommunikationstechnik bereitet dem Siemens-Konzern große Schwierigkeiten. In beiden Sparten will das Unternehmen Überkapazitäten und Personal abbauen. Bis Ende 2007 sollen in Deutschland 2.400 Stellen und im Ausland 3.000 gestrichen werden.
Die Informations- und Kommunikationstechnik bereitet dem Siemens-Konzern große Schwierigkeiten. In beiden Sparten, den Informationstechnik-Dienstleistungen Siemens Business Services (SBS) und der Kommunikationstechnik Com, will das Unternehmen Überkapazitäten und Personal abbauen. Gründe sind vor allem eine in einzelnen Segmenten schwache Auslastung und der technische Fortschritt, der den Arbeitskräfteeinsatz verringert. Siemens hat einen Teil von SBS vor wenigen Tagen an den Computerhersteller Fujitsu-Siemens verkauft.
Schon vorher war geplant, bis Ende 2007 in Deutschland 2.400 Stellen und im Ausland 3.000 zu streichen. Im Geschäftsjahr 2004/05 (30. September) hat SBS hierzulande bereits 950 von rund 16.000 Stellen gestrichen. Unklar ist noch der weitere Abbau in der Com-Sparte. Eine Zahl hat der Vorstand bisher nicht genannt. Im September einigte sich Siemens mit der Arbeitnehmerseite darauf, die Wochenarbeitszeit von 35,8 auf bis zu 30 Stunden zu senken, um Entlassungen einzuschränken.
In diesem Jahr hat Com den Abbau von 700 Stellen im Festnetzgeschäft in München und Berlin ohne betriebsbedingte Kündigungen bewältigt, da genügend Mitarbeiter alternative Angebote wie eine Abfindung oder den Wechsel in eine Auffanggesellschaft angenommen haben. Im Geschäftsjahr 2004/05 schmälerten die beiden verlustreichen Sparten den Konzerngewinn erheblich. Auf die Pläne zum Personalabbau hat der Aktienkurs von Siemens nicht nennenswert reagiert, erst im Dezember konnte er den Rückstand zum Deutschen Aktienindex etwas aufholen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.396,95 | +1,47% |
| Dow Jones | 12.586,70 | +1,06% |
| EUR/USD | 1,2538 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 107,70 $ | +0,41% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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