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Elektronik Mangelware: Apples iPod schwer zu bekommen

16.12.2004 ·  Wer zu Weihnachten das Musikabspielgerät iPod verschenken möchte, muß wohl auf einen Gutschein zurückgreifen. Hersteller Apple kann die Nachfrage nach dem MP3-Gerät nicht mehr erfüllen.

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Wer zu Weihnachten das Musikabspielgerät iPod verschenken möchte, muß wohl auf einen Gutschein zurückgreifen. Die Audioplayer des Computerherstellers Apple haben sich zum Renner unter den Weihnachtsgeschenken entwickelt. Der iPod ist bei Internethändler Amazon.com und anderen Anbietern ausverkauft.

Amazon.com kann einige der gefragtesten Modelle, darunter die farbigen Mini-iPods für 249 Dollar oder 249 Euro und den 20-Gigabyte-iPod für 299 Dollar oder 319 Euro, dieses Jahr nicht mehr liefern, berichtet Molly Ingle, Pressesprecherin von Amazon.com. „Wir sind ausverkauft und bei unseren Partnerunternehmen gibt es auch keine mehr."

Vor Weihnachten keinen Nachschub

Der Online-Anbieter und auch die amerikanische Einzelhandelskette Best Buy, der weltweit größte Elektronik-Einzelhändler, werden vor Weihnachten keinen Nachschub des 20-Gigabyte-Modells, das 5.000 Titel speichern kann, erhalten, berichtet Firmensprecher Brian Lucas.

Digitale Musikabspielgeräte sind neben digitalen Kameras und DVD-Playern sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa die Renner unter den Weihnachtsgeschenken. Der iPod von Apple hat nach Auskunft des Marktforschers NPD Techworld einen Marktanteil von 92,7 Prozent im Marktsegment für Festplatten-Player.

Apple kommt bei Produktion nicht hinterher

In den Regalen von Amazon.com lagern lediglich noch einige goldene iPod minis und ein paar 20-Gbyte-Audio- Player, die von Apple produziert unter dem Label von Hewlett-Packard angeboten werden.

Vier Millionen Player statt wie erwartet 3,5 Millionen iPods wird Apple im laufenden Quartal voraussichtlich verkaufen, schätzte Steven Milunovich, Analyst bei Merrill Lynch bereits vor einem Monat. Der Computerhersteller aus Kalifornien kommt mit der Produktion nicht mehr hinterher. „Wir produzieren so viel wie geht und liefern aus so schnell wie möglich," sagt Nathalie Krris, Pressesprechin von Apple.

„Cool und hip“

Das kleine Musikabspielgerät ist nach Ansicht von Richard Thalheimer, Vorstandsvorsitzender der Elektronikkette Sharper Image „cooler, hipper" und sei deswegen bei den Kunden so beliebt. Die tragbaren Player trugen im vergangenen Quartal fast ein Viertel zum Apple-Konzernumsatz in Höhe von 2,36 Milliarden Dollar bei, nach nur 12 Prozent vor einem Jahr.

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Von Heike Göbel

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