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Risikoabsicherung

Eisenbahn Zwei Prügelknaben

Der Siemens-Konzern kann acht neue ICE-Züge nicht pünktlich an die Bahn liefern - und das ausgerechnet zum Winterbeginn. Immerhin hatte die Bahn die neuen Schnellzüge nur als Reserve eingeplant - so wenig traut sie dem Zug-Hersteller.

© dpa Vergrößern Ein Velaro D ICE während einer Testfahrt im vergangenen Sommer

Wenn in der eisigen Jahreszeit wieder Züge ausfallen oder sich mächtig verspäten, dann gibt es für die frierende Kundschaft nur einen Schuldigen: die Deutsche Bahn (DB). Zur Ehrenrettung des Transportunternehmens sollte man sich schon mal einen weiteren Prügelknaben merken, der zu Recht Prügel verdient: den Elektronikkonzern Siemens.

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Mit ihrer Zugsparte gehören die Münchener zu den wichtigsten Lieferanten der DB. Ausgerechnet jetzt zum Winterbeginn kann das Unternehmen acht versprochene neue ICE-Züge nicht liefern. Bei der Abnahme funktionierte die Software für die Zugsteuerung nicht so wie vorgesehen.

Infografik / ICE Siemens © dpa Vergrößern

Nun ist es tatsächlich so, dass Züge immer komplexer werden und damit auch immer mehr ausfallen kann. Dazu gesellen sich lange und umfangreiche Prüf- und Genehmigungsverfahren. Die Reisenden auf den Bahnsteigen interessiert das aber herzlich wenig. Immerhin hat die Bahn die neuen Schnellzüge nur als Reserve eingeplant und nicht für den normalen Betrieb - weil „wir nicht sicher genug waren, ob sie rechtzeitig zur Verfügung stehen“, erläuterte der Schienenkonzern. Das sagt alles aus über das Vertrauen der Bahn in die Bahnindustrie.

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Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 22.11.2012, 16:48 Uhr

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Von Joachim Jahn

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