http://www.faz.net/-gqe-75axv

Einzelhandel : Weihnachtsgeschäft bislang eher enttäuschend

  • Aktualisiert am

Im Einzelhandel läuft das Geschäft erst kurz vor dem Fest richtig gut. Bild: dpa

Smartphones, Tablet-Computer und Spielwaren - immer mehr Menschen kaufen ihre Geschenke erst kurz vor dem Fest. Die Einzelhändler hoffen nun auf den Heiligabend.

          Für viele Einzelhändler in Deutschland ist das Weihnachtsgeschäft bislang hinter den Erwartungen geblieben. Zwar habe es in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen, der Start sei aber vergleichsweise verhalten gewesen, berichtete der Handelsverband Deutschland (HDE). Für eine Gesamtbilanz sei es allerdings noch zu früh. Am Heiligabend werde mit zahlreichen Last-Minute-Geschenkekäufern gerechnet.

          Auch die Brückentage zwischen Weihnachten und Silvester seien wichtige Einkaufstage, wenn Gutscheine und Geldgeschenke eingelöst werden. An diesem Montag haben die Geschäfte bis 14 Uhr geöffnet. Vor allem der Lebensmitteleinzelhandel sei auf einen großen Kundenansturm vorbereitet.

          Das Online-Geschäft läuft

          „Weihnachtsgeschenke werden immer häufiger erst kurz vor dem Fest gekauft“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die letzte Woche vor Heiligabend sei die beste Woche im diesjährigen Weihnachtsgeschäft gewesen. Vor allem in den Innenstädten und Stadtteilzentren habe die Kundenfrequenz nach den besucherschwachen Vorwochen spürbar zugenommen. Besonders seien Haushaltswaren, Glas, Porzellan und Keramik sowie Lebensmittel, Sportartikel und Spielwaren gekauft worden. Auch im Bekleidungshandel belebte sich das Geschäft. Beim Kauf warmer Winterklamotten seien die Kunden allerdings wegen des vielerorts milden Wetters zurückhaltend geblieben.

          Anders als bei vielen stationären Einzelhändler füllten sich die Ladenkörbe besonders gut im Online-Geschäft. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels korrigierte seine Weihnachts-Prognose nach oben: Ursprünglich waren allein im Internethandel rund 5,5 Milliarden Euro Umsatz erwartet worden. Jetzt könnten es 5,6 Milliarden Euro werden und damit 27,3 Prozent mehr als im Vorjahr, hieß es.

          Begehrte Geschenke: Smartphones und Tablet-Computer

          Auch in diesem Jahr werden besonders viele Smartphones und Tablet-Computer unter den Christbäumen liegen. Der Boom habe sich fortgesetzt, sagt Dieter Kempf, Präsident des Hightech-Verbandes Bitkom. Gefragt seien auch Notebooks und Fernseher mit großem Bildschirm sowie Spiele-Konsolen und digitale Spiegelreflexkameras.

          Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent, das damit etwas unter der Inflationsrate liegt. Wie das Weihnachtsgeschäft tatsächlich gelaufen ist, wird frühestens Ende Januar bekanntgegeben.

          Quelle: DPA

          Weitere Themen

          Eröffnung des BER: Oktober 2020 Video-Seite öffnen

          Neuer Termin : Eröffnung des BER: Oktober 2020

          BER-Chef Engelbert Lütke Dalrup: „Die Eröffnung im Oktober 2020 ist auch dann belastbar, wenn neue Schwierigkeiten auftreten sollten. Wir haben ausreichende Sicherheitspuffer eingeplant.“

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Der Offshore-Windpark Butendiek etwa 30 Kilometer vor Sylt in der Nordsee

          F.A.Z. exklusiv : EU streicht Betrieben Ökostrom–Befreiung

          Für bis zu 10.000 Betriebe steigt ab Januar die Stromrechnung, weil die EU ihnen die Befreiung von der Ökostromumlage gestrichen hat. Zusatzkosten in Millionenhöhe werden erwartet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.