Home
http://www.faz.net/-gqe-75axv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Einzelhandel Weihnachtsgeschäft bislang eher enttäuschend

Smartphones, Tablet-Computer und Spielwaren - immer mehr Menschen kaufen ihre Geschenke erst kurz vor dem Fest. Die Einzelhändler hoffen nun auf den Heiligabend.

© dpa Vergrößern Im Einzelhandel läuft das Geschäft erst kurz vor dem Fest richtig gut.

Für viele Einzelhändler in Deutschland ist das Weihnachtsgeschäft bislang hinter den Erwartungen geblieben. Zwar habe es in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen, der Start sei aber vergleichsweise verhalten gewesen, berichtete der Handelsverband Deutschland (HDE). Für eine Gesamtbilanz sei es allerdings noch zu früh. Am Heiligabend werde mit zahlreichen Last-Minute-Geschenkekäufern gerechnet.

Auch die Brückentage zwischen Weihnachten und Silvester seien wichtige Einkaufstage, wenn Gutscheine und Geldgeschenke eingelöst werden. An diesem Montag haben die Geschäfte bis 14 Uhr geöffnet. Vor allem der Lebensmitteleinzelhandel sei auf einen großen Kundenansturm vorbereitet.

Das Online-Geschäft läuft

„Weihnachtsgeschenke werden immer häufiger erst kurz vor dem Fest gekauft“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die letzte Woche vor Heiligabend sei die beste Woche im diesjährigen Weihnachtsgeschäft gewesen. Vor allem in den Innenstädten und Stadtteilzentren habe die Kundenfrequenz nach den besucherschwachen Vorwochen spürbar zugenommen. Besonders seien Haushaltswaren, Glas, Porzellan und Keramik sowie Lebensmittel, Sportartikel und Spielwaren gekauft worden. Auch im Bekleidungshandel belebte sich das Geschäft. Beim Kauf warmer Winterklamotten seien die Kunden allerdings wegen des vielerorts milden Wetters zurückhaltend geblieben.

Mehr zum Thema

Anders als bei vielen stationären Einzelhändler füllten sich die Ladenkörbe besonders gut im Online-Geschäft. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels korrigierte seine Weihnachts-Prognose nach oben: Ursprünglich waren allein im Internethandel rund 5,5 Milliarden Euro Umsatz erwartet worden. Jetzt könnten es 5,6 Milliarden Euro werden und damit 27,3 Prozent mehr als im Vorjahr, hieß es.

Begehrte Geschenke: Smartphones und Tablet-Computer

Auch in diesem Jahr werden besonders viele Smartphones und Tablet-Computer unter den Christbäumen liegen. Der Boom habe sich fortgesetzt, sagt Dieter Kempf, Präsident des Hightech-Verbandes Bitkom. Gefragt seien auch Notebooks und Fernseher mit großem Bildschirm sowie Spiele-Konsolen und digitale Spiegelreflexkameras.

Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent, das damit etwas unter der Inflationsrate liegt. Wie das Weihnachtsgeschäft tatsächlich gelaufen ist, wird frühestens Ende Januar bekanntgegeben.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Frankfurt - die wachsende Stadt Der neue Höhenflug der Innenstadt

Mehr Fläche, angesagte Marken, neue Konzepte: Die Einkaufsstadt Frankfurt hat aufgeholt. Die Innenstadt ist begehrt wie nie. Das wird auch so bleiben - trotz Online-Konkurrenz. Mehr

21.08.2014, 10:01 Uhr | Rhein-Main
Gamescom Im Land der Zocker und Daddler

Fast 30 Millionen Menschen beschäftigen sich hierzulande mit Computerspielen, vor allem immer mehr Frauen. Der Grund dafür steckt inzwischen in jeder Hosentasche. Mehr

12.08.2014, 07:18 Uhr | Wirtschaft
Supermarktkonzern in Südafrika Für Shoprite ist die Afrika-Sause vorbei

Die Aktie des südafrikanischen Supermarktkonzerns verliert deutlich. Die Konsumfreude der Südafrikaner ist getrübt. Das belastet das Geschäft. Mehr

21.08.2014, 11:13 Uhr | Finanzen

Anpfiff zur Werbeschlacht

Von Rüdiger Köhn

Mit dem Start der neuen Bundesliga-Saison hat auch eine Werbeschlacht der drei Sportartikelhersteller Nike, Adidas und Puma begonnen. Höhere Werbebudgets können Managementfehler in den Sportkonzernen jedoch nicht ausmerzen. Ein Kommentar. Mehr 1 6


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutschland, Telekom-Entwicklungsland

Die digitale Agenda ist offenbar wirklich nötig: Die Telekommunikationsbranche trägt hierzulande nur 2,25 Prozent zum BIP bei - weniger als etwa in Spanien, Frankreich oder Italien. Mehr 1

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden