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Einzelhandel Karstadt-Quelle will bis zu 30 Warenhäuser schließen

26.06.2004 ·  Karstadt-Quelle erwägt die Schließung von bis zu 30 unrentablen Warenhäusern. 2500 Arbeitsplätze könnten der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zufolge damit wegfallen.

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Der Karstadt-Quelle-Konzern erwägt die Schließung von bis zu 30 unrentablen Warenhäusern. Bis zu 2500 Arbeitsplätze könnten nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wegfallen.

Die Sanierung des Warenhausgeschäfts ist nur eines der Aufgabenfelder, mit dem der neu gewählte Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Middelhoff den Vorstand um Christoph Achenbach beauftragt hat. Achenbach muß nach Informationen der Zeitung bis Mitte August eine Bestandsaufnahme erarbeiten und Wege aufzeigen, wie der angeschlagene Waren- und Versandhandelsriese 2005 in die operative Gewinnzone zurückkehren kann.

Von 180 Warenhäusern nur wenige mit Gewinn

Von den 180 Warenhäusern arbeitet kaum eines mit Gewinn. Die Konsumflaute in Deutschland soll im Mai zu einem zweistelligen Umsatzminus geführt haben, heißt es im Umfeld des Essener Konzerns.

Doch nicht nur die Warenhäuser stehen auf dem Prüfstand. Auch im Versandhandel, dem wichtigsten Standbein des Konzerns, erwartet der Aufsichtsrat Verbesserungen.

Keine Zerschlagung von Thomas Cook

Eine Zerschlagung des Touristikunternehmens Thomas Cook steht dagegen nicht auf der Agenda. Wie diese Zeitung weiter erfahren hat, ist eine Änderung der Eigentümerstruktur nicht geplant. Erst solle Karstadt-Quelle saniert werden, bevor ein neuer Aktionär aufgenommen werde, lautet die von der Familie Schickedanz favorisierte Lösung.

In den vergangenen Tagen häuften sich Gerüchte, der Bauunternehmer Josef Esch sei an einer Verwertung der Warenhausimmobilien interessiert und könne die Karstadt-Anteile der Allianz und der Familie Riedel übernehmen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
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