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Einzelhandel Karstadt-Quelle: 5.700

27.12.2005 ·  Karstadt-Quelle ist vor einem Jahr nur knapp der Insolvenz entgangen. Seit Beginn der Sanierung wurden in dem angeschlagenen Handelskonzern mehr als 25.000 von 93.000 Arbeitsplätzen abgebaut.

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Es hatte den Anschein einer Inszenierung und wirkte hochdramatisch: Ex-Karstadt-Quelle-Chef Christoph Achenbach und Verdi-Verhandlungsführerin Franziska Wiethold traten im Oktober 2004 völlig übernächtigt nach fast dreißigstündigem Verhandlungspoker vor die Kameras, um die Rettung des Konzerns in buchstäblich letzter Sekunde zu verkünden.

Hätten die Gewerkschaften dem Sanierungsbeitrag nicht zugestimmt, wären die Banken abgesprungen - Karstadt-Quelle wäre heute insolvent. Seitdem gilt Zero Base. So heißt das Sanierungsprogramm, das bis 2007 Personaleinsparungen von insgesamt 760 Millionen Euro bringen soll. Seit Beginn der Sanierung vor anderthalb Jahren wurden in dem angeschlagenen Handelskonzern mehr als 25.000 von 93.000 Arbeitsplätzen abgebaut.

Der Großteil des Arbeitsplatzabbaus, nämlich rund 19.000 Stellen, der letzten zwölf Monate entfiel auf den Verkauf von Unternehmensteilen: 6.800 in den Fachgeschäften von Wehmeyer, Sinn Leffers oder Runner's Point, 3.800 in den an britische Investoren verkauften 77 kleinen Karstadt-Häusern. In den verbliebenen großen Warenhäusern, im Versandhandel und in Zentrale wurden rund 6.000 Arbeitsplätze eingespart.

Die Mitarbeiter nahmen Abfindungsangebote oder zur Altersteilzeit an, sie wechselten in Transfergesellschaften oder in den Vorruhestand. Die Kosten dafür benennt Karstadt-Quelle nicht. Die schlechte Lage im deutschen Universalversand wird weitere Personalanpassungen erzwingen. Nach inoffiziellen Berichten liegt der geplante Abbau bei Quelle im Bereich von 1.000 Stellen, bei Neckermann um die 400 Arbeitsplätze.

Quelle: B.K., F.A.Z.,28. Dezember 2005
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