10.12.2004 · Die Gewerkschaft Verdi hat der Discount-Kette Lidl „Verstöße gegen die Menschenwürde“ vorgeworfen. Der Einzelhandelskonzern sieht sich als Opfer einer Diffamierungskampagne der Gewerkschaft.
Die Gewerkschaft Verdi hat der Discount-Kette Lidl „Verstöße gegen die Menschenwürde“ vorgeworfen.
Verdi legte am Freitag in Stuttgart ein „Schwarzbuch“ vor, in dem anhand von Befragungen bei Lidl-Mitarbeitern dem Einzelhandelskonzern unter anderem die Verletzung von Arbeitnehmerrechten, Video-Überwachung der Mitarbeiter und die Ableistung unbezahlter Überstunden vorgeworfen werden.
Gewerkschaft: „Es herrscht ein System der Angst“
„Lidl ist billig auf Kosten der Beschäftigten“, kritisierte der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Verdi in Baden-Württemberg, Werner Wild. Es herrsche ein System der Angst.
Der Lidl-Konzern mit Sitz im schwäbischen Neckarsulm sieht in dem „Schwarzbuch“ eine Diffamierungskampagne von Verdi. Seit Monaten rufe die Gewerkschaft im Internet zu einer „anonymen Denunzierung“ auf, hieß es in einer Erklärung.
20.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen
Lidl habe in den letzten drei Jahren 45.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen - davon allein 20.000 in Deutschland - „so viel wie kein anderes Unternehmen“. Verstöße seien „immer Einzelfälle und die Folge des schnellen Wachstums“ und würden sofort nach Bekanntwerden abgestellt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2470 | −0,15% |
| Rohöl Brent Crude | 106,43 $ | −0,39% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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