26.10.2004 · Das Jahr mögen sie abschreiben, doch wenigstens für das Weihnachtsgeschäft erwarten die deutschen Einzelhändler ein Umsatzplus zum Vorjahr von 1,5 Prozent oder einer Milliarde Euro.
Der deutsche Einzelhandel geht mit großen Hoffnungen in das diesjährige Weihnachtsgeschäft. In den Monaten November und Dezember erwartet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) eine Milliarde Euro mehr Umsatz als vor einem Jahr. Dies würde ein Umsatzplus von 1,5 Prozent bedeuten.
In den ersten acht Monaten dieses Jahres habe der Einzelhandel erneut Umsatzeinbußen von 1,2 Prozent hinnehmen müssen, berichtete HDE- Präsident Hermann Franzen am Dienstag in Berlin. Gleichwohl halte man an der Erwartung fest, 2004 mit einem Umsatzrückgang von 0,5 Prozent abzuschließen. „Der deutsche Einzelhandel hat das Jahr abgeschrieben, nicht jedoch das Weihnachtsgeschäft“, sagte Franzen.
Der Einzelhandel setze darauf, in den Monaten November und Dezember ein Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu erzielen. Dies sei eine „realistische Annahme“, denn die Konsumenten hätten in beiden Monaten je einen Tag mehr als im Vorjahr, um einzukaufen. „Eine Trendwende ist das jedoch nicht“, betonte Franzen.
Er forderte für die gesamte Branche die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche - „selbstverständlich ohne Lohnsausgleich“. Die Wochenarbeitszeit solle auf bis zu 45 Stunden ausgeweitet werden können, damit die Händler auf die verstärkte Nachfrage etwa im Weihnachtsgeschäft reagieren könnten, forderte der HDE-Präsident.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2470 | −0,15% |
| Rohöl Brent Crude | 106,43 $ | −0,39% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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